Kakteenforum
Herzlich Willkommen auf www.kakteenforum.com
Werde auch Du Mitglied in Deutschlands grösster & aktivster Kakteencommunity im Web!

Wir bieten:
- komplett werbefreies, kostenloses und nicht kommerziel geführtes Forum
- egal ob Neueinsteiger oder Profi, hier zählt Jeder gleich!
- einmal registrieren und Zugriff auf alle Foren
- sehr schnelle Hilfe bei allen Fragen zur Bestimmung, Pflege, Krankheiten & Schädlinge etc.
- interessante Diskussionen in stressfreier, freundlicher Community

Wir würden uns freuen, Dich als neues Mitglied begrüßen zu dürfen!

Hinweis auf unsere Datenschutzerklärung:
https://www.kakteenforum.com/Impressum-h1.htm

Aeoniumsubstrat

Nach unten

Aeoniumsubstrat

Beitrag  Aheike am Di 29 Jan 2013, 10:41

Ich habe voriges Jahr ne Aeonium bekommen, die in nicht so günstigem Substrat steht. Möchte sie jetzt umtopfen und wollte mal fragen, was das Optimale für die Pflanze ist.

Steht hier falsch, bitte verschieben. Danke!
avatar
Aheike
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 1202
Lieblings-Gattungen : Querbeet, am liebsten Sukku`s

Nach oben Nach unten

Re: Aeoniumsubstrat

Beitrag  Fred Zimt am Di 29 Jan 2013, 11:47

Morgen,
meine stehen entweder rein mineralisch oder in Uhligs Standard-Substrat.
Bei mir funktionierts am besten, wenn ich sie klatschnass gieße und sie dann zügig
abtrocknen können, im Sommer kriegen sie auch schonmal kräftig Regen ab.

Bei meiner Mutti steht ein Aeonium arboreum in einem Blumenerde-Blähton-Gemisch
regensicher unterm Vordach und wird im Sommer regelmässig ein wenig gegossen.
Es sieht insgesamt größer und mastiger, aber nicht schlecht, aus.

Grüße

Fred
avatar
Fred Zimt
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 6522

Nach oben Nach unten

Re: Aeoniumsubstrat

Beitrag  Liet Kynes am Di 29 Jan 2013, 13:09

Hallo

Ich besitze 3 Arten Aeonien.Das älteste besaß ich bereits vor der Jahrtausendwende,deshalb habe ich auch schon alle möglichen Substrate daran ausprobiert. Sogar handelsübliche "Kakteenerde" (genau,die böse) hat damals funktioniert. Der feine,eigentlich schnell verbackende Aquarien(Quarz-)sand mit "Baumarkt-Kakteenerde" vermischt hat natürlich schon etwas besser funtioniert. Sie rein mineralisch zu halten,habe ich noch nicht probiert,weil mir das nie notwendig/sinnvoll erschien : Ich würde eher mit Unterversorgung von Stickstoff rechnen. Sobald der Humus-Anteil sehr groß ist, bekommen frisch geschnittene Stecklinge darin auch schon mal Fäulnisprobleme. Verglichen mit den meisten anderen Sukkulenten reagieren aber zumindest A.arboreum und haworthii darauf noch relativ gelassen : Die Blätter werden dadurch vielleicht fleischiger, aber bei genügend Licht gibt es trotzdem keine nennenswerten Negativ-Entwicklungen beim Wuchs. Bester Kompromiss :
Viel mineralisches Substrat, Lehm mögen sie auch und am besten einen Zuschlag von Kokosfaser-haltigem Substrat (Die Universalerde von Uhlig kam gut an) für den Humus-Bonus. Zuschläge von Rindenhumus würde ich auch für möglich halten, habe es aber noch nicht (bewußt) getestet : Eventuell war auch dieser schon in den Fertigerden von Haage- und Uhlig, die ich im Laufe der Jahre als Zuschlag zu mineral. Komponenten getestet habe.
Ich würde bei der Substratmischung auch darauf achten,dass diese genügend Stabilität zur Verankerung der Wurzeln bietet, da ältere Pflanzen und deren Äusläufer nicht immer schnurgerade wachsen und Topfungen daher ein entsprechendes Gegengewicht gebrauchen können,das zusätzlichauch Halt gibt. Neben porösen Komponenten wie Bims,Lavalit u.Ä, ist deshalb auch der Zusatz von gröberem Quarzsand,Kiesel oder Granitgrus sehr empfehlenswert.

Übrigens : Nachdem ich A. haworthii das erste Mal bei um die 6°C Tiefst-Durchschnittstemperatur,hell und trocken überwintert habe,sah ich ab März die ersten Blüten. Das steht beim A.arboreum noch aus,weil es auch nur am Fenster steht. Den leicht geschützten Freiland- oder Gewächshausaufenthalt, während der lichtreichen Jahreszeit, bevorzugen sie auf jeden Fall. Da sie mit am schnellsten neue Blätter bilden und alte abwerfen können, gehören sie auch zu den sukkulenten Spezies, die sich leichter an den Wechsel von drinnen nach draußen und von Winter auf Frühling gewöhnen können : Bleibende Schäden sind vergleichsweise wenig zu befürchten.

Gruß,Tim
avatar
Liet Kynes
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 2698

Nach oben Nach unten

Re: Aeoniumsubstrat

Beitrag  Shamrock am Di 29 Jan 2013, 13:51

Liet Kynes schrieb:Übrigens : Nachdem ich A. haworthii das erste Mal bei um die 6°C Tiefst-Durchschnittstemperatur,hell und trocken überwintert habe,sah ich ab März die ersten Blüten.
Mutig, mutig. Sind die meisten Aeonium-Arten nicht eher klassische Winterwachser? Sollte vielleicht mal meine Überwinterungsstrategie überdenken. Glückwunsch auf jeden Fall zum Blüherfolg, der ist ja bei Aeonium in Kultur eher selten.

_________________
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969
avatar
Shamrock
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 12405
Lieblings-Gattungen : -

Nach oben Nach unten

Re: Aeoniumsubstrat

Beitrag  Gast am Di 29 Jan 2013, 16:38

winterwachser sind sie eigentlich nicht! meine werfen regelmässig die meisten blätter ab, wenn es ins winterlager geht. ich kultiviere meine genau wie meine kakteen auch und sie gedeihen prächtig. ich verwende zu je 1/3 gartenerde, scharfen sand und gröbere bestamdteile wie kieselgur unn zeolith. alles ist bestens, wenn sie vollsonnig stehen und hin und wieder auch mal einen regenguss abbekommen.
avatar
Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Aeoniumsubstrat

Beitrag  Liet Kynes am Di 29 Jan 2013, 18:53

A. haworthii ist gegenüber suboptimalen Lichtbedingungen jedenfalls empfindlicher als die klassischen A.arborescens und davon abstammende Zuchtformen. Dem arborescens gönne ich zur Zeit im Verlauf des Winters auch etwas Wasser (3 x ),weil es eben aus Platzgründen so kalt nicht stehen kann ( derzeit im Schnitt 15°C)und durch die leichte Feuchtigkeit dann weniger Blätter verliert. Ich habe es aber auch schon trocken und kühler überwintert, das geht auch bei dieser Art am besten. Beim haworthii bin ich da immer hart geblieben weil es außerhalb der langen Tage sonst vergrünte Blätter bildet,die später auch bedeutend leichter abfallen, als die gesunden.Mit dieser Vergrünung beginnt es bei zu viel Wasser und bedeckter Wetterlage bzw. halbschattigem Stand im Spätsommer schon manchmal langsam. Die rote "Schwarzkopf"-Variante vergrünt beispielsweise trocken und kühl überwintert auch nicht und das haworthii behält seine Blätter mit rotem Rand.
Allerdings las ich auch mal von einer Sommerpause bei Aeonien,aber genau erinnere ich mich gerade nicht. Da diese bei uns wohl auch eher kurz sein dürfte, wird man durch Gießfehler verursachte Schäden auch selten feststellen. Ich habe jedenfalls bewußt noch keine solche Sommerpause eingehalten. Gemeinsam haben meine Aeonien, dass sie bei zu warmem und gleichzeitig trockenenen Stand im Winter nicht nur Blätter,sondern auch spät gekommene Neutriebe durch Austrocknung einbüßen können. Das Gleiche gilt für zu langen trockenen Stand im Sommer. Bei zu viel Feuchtigkeit über längeren Zeitraum im Sommer, werfen sie ihre Blätter nach unten hin schneller ab und bilden permanent neue aus. Folge sind meist irgendwann dünnere Astabschnitte an der Stelle.
Gruß, Tim
avatar
Liet Kynes
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 2698

Nach oben Nach unten

Re: Aeoniumsubstrat

Beitrag  Shamrock am Mi 30 Jan 2013, 10:35

Morgans Beauty schrieb:winterwachser sind sie eigentlich nicht!
Hmh, danke für die Aufklärung. Ich hab das mal irgendwann gelesen und jetzt gegoogelt wie sonstwas aber natürlich nicht mehr gefunden. Irgendwo hätte es ja auch Sinn gemacht: Der Großteil kommt von den Kanaren, wo es im Sommer heiß und trocken ist während der Winter bessere Wachstumsbedingungen bietet. Somit große Sommerpause und Wachstum im Winter. Dann kommt es halt immer darauf an, wie weit die Pflanzen ihren Rythmus an die Kulturbedingungen in Mitteleuropa anpassen können. Kakteen können dies ja sehr gut während Lithops ihren südafrikanischen Rythmus auch hier konsequent beibehalten. Aber dies nur so am Rande.

_________________
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969
avatar
Shamrock
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 12405
Lieblings-Gattungen : -

Nach oben Nach unten

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten