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Brachychiton rupestris, Queensland-Flaschenbaum

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Brachychiton rupestris, Queensland-Flaschenbaum Empty Brachychiton rupestris, Queensland-Flaschenbaum

Beitrag  Manfrid Do 31 Jan 2013, 21:34

Brachychiton rupestris gehört zu meinen "Fetischen", die mich immer daran gemahnen, etwas Interessantem auf der Spur zu bleiben. So muss ich doch dafür sorgen, dass diese Gattung, von der hier im Forum bisher nur B. discolor kurz vorgestellt wurde, nicht zu kurz kommt. Das Bild zeigt eins meiner beiden dreijährigen (aus Samen gezogenen) Bäumchen.

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Dass man die Art als sukkulent, bzw. als Kaudexpflanze bezeichnen darf, das sieht man an der Basis des Stämmchens. WIE sukkulent so ein Stamm werden kann, das muss man sich allerdings bei Google oder bei einer Reise in die australische Heimat des Baumes ansehen. Ich habe Brachychiton rupestris schon verschiedentlich in Botanischen Gärten angetroffen, aber immer waren die Bäumchen lang und dünn, mit je einem Büschel Blätter an den Enden der spärlichen Verzweigungen behangen. Nicht besonders attraktiv also - wie meine eigene ältere (inzwischen verschenkte) Pflanze. Vielleicht hat da ja jemand bessere Erfahrungen gemacht und einen Tipp? Überhaupt bin ich mir bei der Kultur noch nicht recht sicher. Hatte immer mal Ausfälle am Neuaustrieb. Eventuell ist da eine überdurchschnittliche Empfindlichkeit gegen auch nur kurzfristige Staunässe vorhanden. Wie ging es Anderen damit?

Was mich aber gleich beim ersten Kennenlernen vor nun gerade fünfzehn Jahren anhand eines stark vernachlässigten (und entsprechend erfreulich verbilligten) Ladenhüterexemplars im Baumarkt faszinierte, waren die zwei so völlig unterschiedlichen Blattformen:

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Im Allgemeinen kann man wohl sagen, dass die kurz gestielten, lang linealischen Blätter bevorzugt am noch stark wüchsigen Trieb, die lang gestielten, handförmig gefiederten aber gegen Ende des Triebwachstums oder an wenig wüchsigen Trieben erscheinen. Es ist, als wenn letztere dann selber mit ihrer Vielzahl von (Teil-)Blättern etwas vom Triebcharakter übernehmen. Es kommen aber auch öfter einfache Blätter nochmal eingestreut in einer Zone geteilter vor, so dass das Entweder-Oder der Formen recht krass hervortritt. Es gibt zwar gelegentlich Mischformen (auch in der Zeichnung präsent), aber eigentlich keine fließenden Übergänge - die ja auch nicht so recht vorstellbar sind. Wieder so eine "innerpflanzliche Mutation", wie ich sie an Sedum sexangulare und anderem vorgestellt habe. Sie scheint mir bestimmte Korrelationen zwischen Spross- und Blattwachstum, und innerhalb des letzteren zwischen Blattstiel- und Spreitenentwicklung aufzuzeigen, die man auch anderswo (z. B. bei Weiden und Pappeln) wiederfindet, wenn man einmal anhand solcher Extrema darauf aufmerksam geworden ist.

(Die ganz junge und die blühreife alte Pflanze haben nicht so "polarisierte" Blätter. Ganz zu Anfang sind sie einfach, aber im Verhältnis zu ihrer Länge wesentlich breiter als die gezeigten, später fehlt die scharfe Abschnürung der einzelnen Blattfiedern, das Blatt ist eher gelappt, und die Lappenzahl verringert sich stark.)

Dies als kleine Anregung zur Beobachtung - und Mitteilung - von vielleicht weiterführenden Phänomenen.

Mit freundlichem Gruß - Manfrid
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Beitrag  kaktusgerd Fr 01 Feb 2013, 11:09

Hallo,

ja, die verschiedenartigen Blattformen sind mir auch bei meiner Pflanze aufgefallen, ich mass dem aber bisher keine besondere Bedeutung zu, da dieses Phänomen hin und wieder auch bei anderen Pflanzen festzustellen ist.
Die anderen Brachychiton-Arten sind von diesem natürlichen "Ausrutscher" wohl nicht betroffen, zumindest kann ich bei zwei weiteren Pflanzen (acerifolium und populneus)nichts drartiges erkennen.

Zur Pflege: Ich gieße in unregelmässigen Abständen durchdringend und dann pausiere ich wieder je nach Temperatur längere Zeit. Hatte mit dem Neuaustrieb noch nie Probleme. Sommers bekommen meine drei Pflanzen einen möglichst sonnigen Platz auf dem Balkon zugeteilt und nur bei zu viel Regen rücke ich sie an die Hauswand. Ansonsten sind sie Wind und Wetter ausgesetzt. Im Winter stehen sie in einem Raum bei 10 - 15 Grad.

Ich mag sie gerne, weil sie zum einen urige Wurzelstöcke ausbilden und weil man sie durch regelmässigen Schnitt auch klein halten kann. Dies geht sicherlich zu Lasten von Blüten (falls sie überhaupt zum Blühen kommen), aber sie sehen auch ohne Flor äußerst dekorativ aus.

Für mich sind sie hübsche Begleitpflanzen zu Kakteen, Yuccas und Mediterranem.

Gruß
Gerd

Anbei mal ein Bild meiner 3 Pflanzen

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