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Was man bei der Kakteen- und anderen Sukkulentenaussaat beachten sollte

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Was man bei der Kakteen- und anderen Sukkulentenaussaat beachten sollte Empty Was man bei der Kakteen- und anderen Sukkulentenaussaat beachten sollte

Beitrag  Aporo am Fr 02 Apr 2010, 14:49

Hallo,
ich habe hier mal einige Ratschläge zur Aussaat für Einsteiger und Anfänger:

Vermherungspilz am Samen:
Die Ursache dafür ist, dass Fruchtfleischreste an den Samen "kleben" geblieben sind, und diese nun von Pilzsporen befallen werden.
Bekämpfen kann man sie mit einer Chinosol Lösung. Chinosol gibt es in jeder Apotheke als Tabletten. Bei 1,0% Dosierung der Tablette, eine Tablette auf einen Liter Wasser, bei 0,5% Dosierung der Tablette, eine Tablette auf 0,5 Liter Wasser geben.
Vermeiden kann man diesen Pilz, indem man mit einem Beizmittel die Samen vor der Aussaat behandelt.

Hier ein Bild des Vermehrungspilzes:
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Substrat und Zubehör sterilisieren:
Umbedingt muss man bei der Aussaat darauf achten, dass alles steril ist.
Das Substrat sollte man vor der Aussaat für eine dreiviertel Stunde bei 250°C in den Ofen, am besten auf ein Backblech oder eine alte Auflaufform, tun, das alle Keime beseitig werden. Genauso sollte man die Töpfe eine halbe Stunde im Kochenden Wasser sterilisieren.
Denn wenn nicht Steril gearbeitet wird, so können Pilzsporen, die im Substrat oder in den Töpfen sind, ungehindert bei dem Klima ausbreiten!

Aussaatort:
Zur Aussaat eignet sich meiner Meinung nach am besten ein kleines Minigewächshaus, dass an ein Südfenster gestellt wird. Denn wichtig ist das gespannte Luft herrscht und die Samen bzw. die Erde in den Töpfen während der Keimung auf keinen Fall austrocknet! (Gespannte Luft erreicht man mit einer Abdeckung der Töpfe, mit z.B. einer Glasscheibe oder Frischhaltefolie)Denn die Samen brauchen zur richtigen Keimung Feuchtigkeit, Licht und Wärme.


Aussaattermin:
Der beste Aussaattermin ist , wie auch fast überall geschrieben, von April bis Mai. Denn in diesen Monaten werden die Tage wieder länger, und Licht ist ein wichtiger Faktor für das richtige Entwickeln der Sämlinge auch genauso die Wärme die die Monate April und Mai mitbringen. In diesen Monaten brauch man keine Hilfsmittel wie Heizmatte oder Kunstlicht zu verwenden.
Natürlich kann man auch in den Wintermonaten aussähen, dabei ist aber darauf zu achten das eine Kunstleuchte und eine Heizmatte am Aussaatort angebracht wird!

Aussaatssubstrat:
Das Aussaatssubstrat sollte mineralisch sein oder wenn es normale Kakteenerde oder Anzuchtserde ist mit einer feinen Schicht Quarzsand bestreut werden, sonst werden Trauermücken ihre Eier in das nasse, humose Substrat legen deren Larven die Aussaat kaputt machen.

Lüften und Weiterentwicklung der Sämlinge:
Es sollte jeden Tag gelüftet werden, am besten 2x am Tag ca. 5-10 Minuten.
Wenn die Sämlinge größer und stärker geworden sind, empfiehlt sich die Abdeckung abzunehmen, sodass viel frische Luft ran kommt, und die kleinen Mini Sukkulenten nicht verschimmeln.
Auch ein wichtiger Punkt ist, das Substrat immer nach den Gießschüben etwas austrocknen zu lassen.
Ein Durchkultivieren der Sämlinge ist nur von Vorteil so kann man ein unschönes Wachstum der Pflänzchen vermeiden.
Durchkultiviert wird mit einer Zusatzbeleuchtung und einer Heizmatte am Südfenster.

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Aussaat
1.Substrat und Saatgut
Zuerst sollte man überlegen was man überhaupt aussäen möchte. Für Anfänger eignen sich vorzüglich die Gattungen Rebutia Astrophytum, Echinopsis und Mammillaria. Die heikleren Arten wie Strombocactus oder Aztekium, erfordern eine hohe Erfahrung. Die Körnchen sind staubfein, und daher schwierig zum keimen zu bringen.
Das Substrat sollte möglichst mineralisch sein: Wenn humoses Substrat verwendet wird, kann es sein das Trauermücken die Aussaat kaputt machen.




2. Vor der Aussaat
Vor der Aussaat sollte man unbedingt alles reinigen, sprich hygienisch machen. Das Substrat wird für eine Dreiviertelstunde in den Backofen bei 250°C "gebacken" und die Töpfe für 1 Stunde ins kochende Wasser gestellt. Auch alle Werkzeuge die man verwendet sollte man sterilisieren

3. Aussaat
Die Samen werden aus ihren Tütchen genommen. Nun faltet man ein Stück Papier das eine kleine "Rinne" entsteht. Die Samen werden in diese "Rinne" gestreut, nun tut man gleichmäßig alle Samen in den Topf streuen. Wenn man fertig ist tut man die Aussaattöpfe entweder in ein Minigewächshaus mit Abdeckung, oder man tut etwas Klarsichtfolie über den Topf, das eine "gespannte Luft" herrscht. Sind die ersten Samen aufgegangen und zeigen ihre Dornen, so nimmt man die Abdeckung ab. Gießperioden auf 3 Tage verlängern, dass heißt das man das Substrat auch einmal austrocknen lassen kann. (weiteres siehe oben bei "Weiterentwicklung der Sämlinge")

Bilder zur Aussaat von Orbea variegata:

kleine Pflänzchen(ca. 5Tage nach der Keimung)
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