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Meine letzten Discocacteen

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Meine letzten Discocacteen Empty Meine letzten Discocacteen

Beitrag  Cristatahunter am Do 07 März 2013, 20:37

Am Anfang hatte ich mal 80 Sämlinge. Von vielleicht 15 verschiedenen Dicosorten.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Einige habe ich gepfropft und ein grosser Teil wurzelecht belassen. Von denen werden es immer weniger.


Zuletzt von Cristatahunter am Do 07 März 2013, 20:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Schreibfehler)
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Beitrag  zipfelkaktus am Do 07 März 2013, 21:09

Hallo Stefan, an was gehen die Wurzelechten ein? Ich habe cristallophylus, insignis, magnimammus, albispinus und bueneckeri wurzelecht, wachsen ohne Probleme auf den eigenen Wurzeln, lg. Martin
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Beitrag  Cristatahunter am Do 07 März 2013, 21:33

Hast du diese als Sämlinge grossgezogen? Meine Grossen Wurzelechten wachsen und blühen auch regelmässig aber die Kleinen haben mir schon Sorgen gemacht. Wahrscheinlich gebe ich ihnen ein zu vielseitiges Substrat. Sie nehmen dann auf einmal kein Wasser mehr auf und vertrocknen obwohl ich das Substrat nie ganz austrocknen lasse. In Brasilien sind ja die Niederschläge mehr und regelmässiger als in Zentraleuropa. Werde diesen Sommer auf reinen Quarz umsteigen.
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Beitrag  Liet Kynes am Do 07 März 2013, 23:53

Hi Stefan

Ich starte mal ein Fazit meiner noch bescheidenen Erfahrungen zum Thema wurzelechte Discos. Gepfropft sind sie ja sehr problemlos.Eventuell kannst du ja aus dem kommenden Text etwas Brauchbares für dich heraus filtern.

Ich habe zwar zu älteren we. Discos keine Erfahrungen sammeln können,experimentiere aber seit 2 Jahren mit ihrer Aussaat. Aus dem ersten,also dem vorletzten Jahr, blieben von 1 Sorte = insignis (ca. 30-40 Körner) nur 3 Sämlinge übrig. Diese haben es dafür jetzt unbeschadet über den letzten Winter geschafft. Das Substrat,meine aktuellste Mischung für Discos, besteht hier seit dem letztjährigen Pikieren aus Kieselgur,Bims,etwas Felsenkies (verwitterter Lehm + Granitgrus,für die leichte Nährstoffversorgung in fester Form) und Zeolith. Zeolith soll sich auf die ph-und Nährstoffstabilität günstig auswirken und mit feinem Quarz wollte ich zur Stabilität noch abstreuen,kam aber noch nicht dazu.Im Bims ankern die Wurzeln bekanntlich gerne, ich könnte mir zudem vorstellen,dass sie in zusätzlichem Quarz noch besser Halt fünden. Kieselgurzuschläge finde ich, wegen dem sauren PH, gerade für diese Gattung jedoch besonders wichtig und bisher bestätigt sich zumindest nicht das Gegenteil : Die nun bald Zweijährigen überlebten alle drei ihren zweiten Winter (bei 12°-17°C und sogar ohne dirkete Unterwärme,dabei trocken bis Februar,seitdem gelegentlich besprüht) und von der letztjährigen Aussaat sind doch wesentlich mehr Neugekeimte durch gekommen,als eine Aussaat zuvor. Kieselgur war immer mit im Spiel,egal was ich an den anderen Bedingungen verändert habe.

Von vorletztem auf letztes Jahr überwinterte ich die Aussaat noch ohne Zusatzeleuchtung, am Fenster, bei 10°(!) bis15 °C und im leicht geöffneten aber stets halbklammen Beutel - Bis auf die besagten "3 Musketiere", fielen dabei die anderen dem Schimmel zum Opfer.
Die Saat von letztem auf dieses Jahr, zog ich unter LSR und (im Beutel) bis einschließlich Januar durch. Danach kamen diese halbjährigen Sämlinge ans Fenster und wurden bei 12°C-15°C zum Abtrocknen des Substrates/der Einleitung einer kurzen Ruhezeit ausgestellt (Beutel geöffnet). Ich hatte bis dato nur wenige Ausfälle während der Wachstumszeit, doch der erste Trockenschock ließ dann die erste Selektion erfolgen : Gut ein Drittel der Aussaat besteht seitdem aus Wackelkandidaten, diese sind tendenziell am Wurzelhals etwas schrumpelig,weshalb sie sich durch zusätzliche Kopflastigkeit neigten. Seit Mitte Februar sprühe ich also, lasse wieder trocknen und sprühe dann wieder. Dabei sorgte ich in der kältesten Zeit zunächst behelfsweise (Heizmatte belegt) mit der ollen Zentraleizung für temporäre Unterwärme, damit keine kalte, sondern moderat warme und milde Feuchtigkeit beim Aufrichten hilft - Das hat (zum Glück habe ich immer rechtzeitig die Heizung abgedreht) bei einigen nun auch bereits funktioniert,sie richten sich wieder langsam auf.Wie viele jedoch davon wieder bis zum nächsten Wachstumsschub durch kommen werden, steht noch aus,daher nenne ich genauere Zahlen lieber erst im Mai. Seit die Teperaturen nachts draußen aus dem Minusbereich getreten sind, kann ich zum Glück auf das Heizen verzichten. Dieses ist natürlich Fluch und Segen zugleich,weil es zwar den Kältetod vermeidet,dem Substrat unverbrauchte Feuchtigkeit auf Kommando entzieht, aber sich auch gleichzeitig unvorteilhaft auf die Luftfeuchtigkeit und -temperatur auswirkt.
Ich muss dazu sagen,dass das Substrat dieser Aussaat auch noch relativ gemischt ist. Kieselgur kommt darin aber trotzdem wieder reichlich vor,bleibt demnach die einzige Konstante .

Ich hatte mir auchmal fertiges Discosubstrat von Uhlig besorgt, nur zur Begutachtung. Darin war auch einiger Blähton enthalten.

Ich habe bisher keine Aufzeichnungen zu diesen Experimenten gemacht,eigentlich ein Versäumnis. Denn entsprechend schwer war dieser Text nun zusammenhängend zu formulieren gewesen ,was sich negativ auf seine inhaltliche Nachvollziehbarkeit auswirken dürfte.
Ich hoffe er enthält trotzdem verwertbare Infos.
Gruß, Tim
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Beitrag  Cristatahunter am Fr 08 März 2013, 12:53

Hallo Tim
ich weiss nicht ob man das hier im Forum so sagen darf. Aber wie es aussieht, hast du dich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Ich will ja nicht schon wieder in die Angeberfalle tappen, aber ich habe da ein interessantes Buch über Discocacteen.
Es heißt Discocactus und ist von A.F.H. Buining
Es ist ein ca.30 jähriges Buch ich schreibe ca. weil ich kein Ausgabedatum gefunden habe.

Darin gibt es sehr viele Standortaufnahmen von Discocacteen. Was mir da auffällt ist da die Pflanzen da auf kargstem Boden wachsen. Meist in grobem Geröll aus Quarz, Granit, in Felsspalten einfältig und ohne Humus.

In meinem jetzigen Substrat das ein Konglomerat aus Bims, Lavalit, Basalt, gebrochenem Lecca, Kakteenerde darstellt, ist wohl das Problem das zuviel Wasser gebunden werden kann.

Schaut man sich die Niederschlagsmengen in der Gegend an, so ist es da feuchter als bei uns. Werner Uebelmann hat Regenstatistiken in seinen Unterlagen die das belegen. Auch die Temperaturen sind eigentlich in der Nachtabsänkungen tiefer als in unseren Gewächshäuser.

Meine ehemaligen Nachbarn kommen aus der Gegend Minas Gerais. Sie sagten mir das es da auch mal Frost gibt und in den Höhen auch Schnee fällt.

Nun zu meiner Discocactus Aussaat:
Ich hatte im Sommer 2010 bei Köhres 23 verschiedene Discosamen zu 10 Korn gekauft wovon leider nur von 15 Arten überhaubt keimten. Daraus entstanden im Gesamten 80 Sämlinge einige keimten zu 100% einige gar nicht. Für mich kommt nur Aussaat unter Lampen in Frage. Interssant, war von Anfang an, dass fast alle Keimlinge eine rötliche Farbe hatten. PH wert?
Die Keimlinge wuchsen gut trotz der rötlichen Farbe. Irgendwann kam der Moment wo es ans Pikieren ging. Die Kakteen waren ungefär 1,5cm gross. Pikiert habe ich eben in diese selbstgemischte Kakteenerde. Und langsam konnte ich zusehen wie es immer weniger wurden. Durch Pfropfen konnte ich einige auf sicher retten.
Am zähsten haben sich D. subviridigriseus entwickelt. 1. Haben da alle gekeimt, 2. Haben die bis jetzt alles weggesteckt. Sogar gleiche Pflege wie Lobivien oder Chamaecereus.

Ich vermute ich mache diese Aussaat wieder aber dann mache ich alles anders. Substrat: Alkalisch nur Quarzsand,
Wasser: Regelmässig anstauen aber danach wieder trockenlegen, Temperatur: Weniger ist mehr, Pfropfen soll nur die Ausname bleiben.
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Beitrag  davissi am Fr 08 März 2013, 13:13

Cristatahunter schrieb:[…]
Ich vermute ich mache diese Aussaat wieder aber dann mache ich alles anders. Substrat: Alkalisch nur Quarzsand, […]

Kurzer Einwurf: Ich bin kein Discocactus-Experte, aber allgemein bekannt ist doch, dass die angesprochene Gattung am Besten in stark sauerem Milieu wächst…? Und Quarzsand ist ja normalerweise auch sauer bis leicht sauer.

Oder verwechsle ich da gerade etwas? scratch
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Beitrag  Liet Kynes am Fr 08 März 2013, 13:26

Hi David. Das ist völlig korrekt, deshalb empfehle ich den Kieselgur-Zuschlag ja so. Quarz ist nicht so sauer, soweit ich weiß.Gruß, Tim
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Beitrag  Cristatahunter am Fr 08 März 2013, 15:05

Hallo Tim

Quarzsand hat eine leicht erhöhten ph-Wert 7,5-8,5 und ist somit leicht alkalisch
7 ist neutral 1= Salzsäure 14= Natronlauge
Zum Vergleich Torf = 4,5 Die meisten Kakteen mögen den Bereich von 5-6
Alles über 7 ist schon starker Tobak für den (normalen Kaktus) Lobivias, Rebutias, Gymnocalycium usw.
Mexicaner mögen eher über 6 es gibt aber auch extreme Escobaria abdita lebe in Böden mit ph-Wert 8 und mehr

Aber darum geht es bei dem Sand gar nicht nur sondern auch darum das Wasser nicht zu speichern.

Vermutlich sind bei den Discokakteen auch Tontöpfe besser.

Gruss Stefan
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Beitrag  Liet Kynes am Fr 08 März 2013, 15:53

Hi Stefan

Ich habe jetzt zum Thema ph und Quarz ein wenig gegoogelt und die gefundenen Aussagen sind sehr unterschiedlich. Mir scheint als käme es dabei auch auf die Strukturform des Quarz an. Es soll daher Quarzkies geben,der Kalziumcarbonat absondert und dadurch alkalisch ist. Es soll aber auch welchen mit leicht saurer Eigenschaft und eben ohne Kalkabsonderung geben. Die Quellen waren alle recht unsicher,daher lasse ich ein sicheres Fazit mal offen.

Zu Discos fand ich ansonsten noch diese Seiten recht interessant :
http://www.kakteen-schmidt.de/Kakteen_im_Bild/Discocactus/discocactus.html
http://www.discocactus.nl/Engels/Cultivation/General.htm

Gruß, Tim
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