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Umpflanzen im Winter - bei Mammilarien großer Flop

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Beitrag  käuzchen am Sa 16 März 2013, 11:52

Habe mir in den letzten Wochen meine Mammillariensammlung vergößert und trotz eigener Bedenken, aber letztendlich überredet von den vielen "weisen" Ratschlägen hier im Forum alle neu angeschafften Kakteen im Januar und Februar umgetopft. Jetzt mickert eine Mammillaria nach der anderen; sonstige Gattungen haben`s wahrscheinlich nicht so übel genommen. M. duwei, M. scheidweilleriana und M. uberiformis sind nun hinüber. Das kann nur vom Umtopfen kommen, da sämtliche anderen, nicht umgetopften Mammillaria-Exemplare, auch die wärmeliebenden, in 1a-Zustand sind. Die hatte ich im letzten Jahr während des Sommerwachstums verpflanzt. Winterumpflanzung kommt für mich nicht mehr in Betracht.
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Beitrag  peter1905 am Sa 16 März 2013, 12:08

Hallo...

das tut mir sehr leid dass dir die Mammillarien eingegangen sind.
Ich pflanz allerdings auch oft im Winter (z.B. nachher...) um. Auch Mammillarien.
Du musst nur drauf achten, dass das Substrat absolut trocken ist. Ich stell dazu immer
ein paar Tage vorher einen kleinen Eimer davon unter die Heizung zum trocknen.

Wenn da im Substrat Restfeucht war, und die Temperaturen noch dazu kühl sind, dann
faulen dir die empfindlicheren leider sehr schnell.

Was hast denn für ein Substrat verwendet?

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Beitrag  Liet Kynes am Sa 16 März 2013, 13:48

Hi

Ich würde auch sagen, am besten suchen wir mal gemeinsam nach konkreteren Ursachen. Es liegt gewiss nicht aus Prinzip am winterlichen Umtopfen selber. Wohl aber sicher an den konkreten Umständen.
Peter hat schon einen Knackpunkt genannt : Substrat und dessen Trockenheit.

Ich hätte noch eine weitere Frage: Kam es evtl. zu Verletzungen am Wurzel- oder Wurzelhalsbereich und konnten die Pflanzen nach dem Austopfen/vor dem Eintopfen ein paar Tage abtrocknen ?

Gruß, Tim
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Beitrag  käuzchen am Sa 16 März 2013, 14:18

Die Pflanzensubstrate waren vor dem Umtopfen knochentrocken, wurden von den Wurzel mit dem Finger "abgebröselt" und in trockenes Substrat gesetzt. Habe z.T. etliche gammlige Wurzeln beseitigen müssen (ist halt so bei den Haage-Kakteen, die leider aus Kostengründen in torfreichem Substrat angeboten werden). Verwendet habe ich nun rein mineralisches Substrat, wie ich es für meine anderen Mammillarien auch verwende.
Im letzten Sommer habe ich über 100 verschiedene Kakteen aus dem üblen torfigen Haage-Substrat "notumgetopft". Ich musste jeden Wurzelballen brutal freispülen. Ich habe keine der Pflanzen abtrocknen lassen, sondern gleich eingetopft, aber 2 Wochen Gießpause eingehalten. Erinnere mich nicht, dass davon eine verfault wäre.
Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass es das günstigste ist, die Kakteen dann umzutopfen, wenn es warm ist und sie in vollem Wachstum stehen. Dann ist eine schnelle Wurzelneubildung zu erwarten und nach einer Kurzpause geht es mit dem Wachsen voll weiter. Meiner Meinung nach führt ein Winterumtopfen über verletzte Wurzeln zu zusätzlichem Verlust des wertvollen Restwassers aus den geschrumpften Kakteenkörpern in das im Winter wegen seiner Trockenheit wie ein Saugschwamm wirkende Substrat.
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Beitrag  Torro am Sa 16 März 2013, 14:26

Oops? Evil or Very Mad

aus dem üblen torfigen Haage-Substrat
Was ist denn das? Wie kommst du zu so einer Aussage?
Gut, manche lassen ihre Kakteen in reinem Kiesel wachsen und nennen das dann Substrat...
Ich hab vor ca. 4 Wochen 50 Neuerwerbe umgetopft - da ist keine Pflanze bei umgekommen.
Da würde ich an Deiner Stelle mal weiter nachdenken, was schief gelaufen ist.

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Beitrag  peter1905 am Sa 16 März 2013, 14:44

Na ja....
nicht böse sein...aber alles aufs Haage-Substrat zu schieben ist wohl nicht so ganz richtig,
sonst würden bei der Großgärtnerei mehr Pflanzen verfaulen als verkauft werden Wink Wink

Ich glaub dass die Misere an den Wurzelverletzungen lag und auch mineralisches Substrat kan
genügend Restfeuchte enthalten um ein Verfaulen zu begünstigen. Wenn dort schon gammelige Wurzeln
waren ist wohl dies die Ursache in der oben genannten Kombi.
Deine Theorie von den "ausgesaugtenKakteen"kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...aber kann mich
auch täuschen.
Meiner Meinung nach haben da wohl einige Faktoren zusammen den Verlust verursacht...allerdings denke
ich nicht dass die Jahreszeit schuld ist.

Wenn du die erst kurz hast...schreib doch Haage an und versuch Ersatz zu bekommen Very Happy Very Happy

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Beitrag  Liet Kynes am Sa 16 März 2013, 15:07

Würde auch sagen,wenn man lieber in der Wachstumszeit umtopft,dann ist das durchaus zu respektieren.

Den Kaktus sauber zu waschen,dann direkt zu topfen und nach 2 Wochen schon aktiv weiter zu kultivieren, funktioniert eben bestenfalls wirklich nur dann. Das ist aber trotzdem eher eine riskante Art und Weise und es würde mich wundern,wenn es auch in Zukunft dabei zu keinen Ausfällen kommt. Natürlich ertragen sowas auch die einen Gattungen eher und die anderen weniger.Einer Lophophora oder einem Ariocarpus, würde ich das aber eben nicht ohne Weiteres zumuten. Gleiches gilt für die Rübenwurzlern unter den Mammillarien. So hilft eine mehrtägige Abtrocknungszeit (im Schatten) vor dem Eintopfen beispielsweise schon sehr, jenes Risiko zu mindern.Dann werden kleine Wurzelverletzungen einfach seltener zu Faulstellen, auch in der Wachstumszeit. Außerhalb davon natürlich erst recht.

Gruß, Tim
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Beitrag  Echinopsis am Sa 16 März 2013, 15:41

Hallo zusammen,

nun - da muss ich aber auch mal meinen Senf hinterlassen, schließlich war ich einer der Übeltäter der dazu geraten hat im Winter umzutopfen. Ich oute mich hiermit ofiziel Very Happy

Bei mir werden nur im Winter Pflanzen umgetopft.

Warum?
  • Die Kakteen haben Wachstumsruhe

  • Verletzungen können bis Frühling gut verheilen

  • Pflanzen werden nicht unnötig gestresst



Wie topfe ich um?

  • Pflanzen, die bereits viele Jahre in meiner Sammlung sind und einen durchwurzelten Substratballen haben und somit in "gutem" Substrat stehen (sprich in meinem Einheitssubstrat) werden eins zu eins in einen größeren Topf umgesetzt, ohne dass ich am Wurzelballen etwas mache. Die werden auch direkt umgetopft und kommen wieder in frisches Substrat, knochentrocken


  • Pflanzen hingegen, die ich frisch bekommen habe aus anderen Sammlungen werden - mit wenigen Ausnahmen - komplett von altem Substrat befreit. Hier ist es unbedingt wichtig die Pflanzen mindestens eine Woche zum abtrocknen liegenzulassen. Erst nachdem alle Wurzelschäden (die definitiv bei solch einen Prozess entstehen) verheilt sind, wird in frisches Substrat eingetopft. Wenn direkt eingetopft wird kommen die frischen Bruchstellen der Wurzeln mit Substrat in Berührung und können somit Pilze etc bekommen (wer von uns würde denn z.B auf eine frische Wunde Dreck legen? Ich denke kaum jemand Gestört )


  • Pflanzen bleiben nach dem Umtopfen knochentrocken stehen und werden nur in knochentrockenes Substrat umgetopft, welches nicht feucht, auch nicht klamm sein sollte!


Werden alle Punkte beachtet kann es zu keinem Komplettausfall von Pflanzen kommen, wenn die Pflanzen nicht bereits vorgeschädigt waren durch Verletzungen, Pilze, Viren, Keime etc.
Ich topfe seit 8 Jahren alle Kakteen im Zeitraum Dezember-Februar um, bisher ca. 3.500 Stück. Davon ist noch nie auch nur ein Einzigster nachher durch den Umtopfprozess eingegangen. D.h ich kann es mir erlauben mich in diesem Punkt weit aus dem Fenster zu lehnen und mit meiner Meinung hier felsenfest sicher zu sein.

käuzchen schrieb:Die Pflanzensubstrate waren vor dem Umtopfen knochentrocken, wurden von den Wurzel mit dem Finger "abgebröselt" und in trockenes Substrat gesetzt....

..und genau hier liegt der Hund begraben. Die abgebröselten, kaputten Wurzel werden von der Pflanze abgekapselt. Durch entfernst die alten Wurzeln und reist somit die Abkapselungen auf, ohne es wirklich wahr zu nehmen. Nun topfst Du die Pflanzen in frisches Substrat um, mit Verletzungen an den Wurzeln. Und nun sind wir bei den oben aufgeführten Umtopffehlern.
Wenn Du an den Wurzeln etwas machst, sei es altes Substrat entfernen oder kaputte Wurzeln entfernen entsteht automatisch immer (mechanische) Schäden an den Wurzeln und wenn Du noch so gut aufpasst. Danach in frisches Substrat umzutopfen (auch wenn es trocken ist) ist ein Fehler!

Grüße,
Daniel


Zuletzt von Echinopsis am Sa 16 März 2013, 15:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag  Ralph am Sa 16 März 2013, 15:43

Liet Kynes schrieb:...Das ist aber trotzdem eher eine riskante Art und Weise und es würde mich wundern,wenn es auch in Zukunft dabei zu keinen Ausfällen kommt...

Da ist was dran wenn man bedenkt, daß die Zukunft noch recht lange anhält :]

Beginnend mit 1990 bis vor ca. 7 Jahren standen alle meine Kakteen in dieser neumodischen Torferde. Umgetopft hatte ich bis dahin immer im Frühsommer, relativ radikal. Die Torferde wurde komplett abgewaschen und dann wurden die armen Geschöpfe gleich wieder in frische und üblicherweise feuchte Torferde verbuddelt. Damals standen sie alle noch in Tontöpfen. Es gab nie Problemebei mir mit dieser Methode, sowie es seitdem auch keine Probleme bei mir mit dem Winterumtopfen und mineralischem Substrat gegeben hat ... Also funktionieren kann das schon, was käuzchen da beschrieben hat, und scheinbar nicht nur als absolute Ausnahme.

Da ich aus gerade beschriebenen Gründen vieles für möglich halte, möchte ich lediglich eine weitere mögliche Problemquelle beisteuern: Und das sind die veränderten Haltebedingungen bei sich zu Hause, gerade wenn man seine Neulinge aus einer Gewächshausgärtnerei bezieht. Ich hatte vor Jahren bei Haage ein paar Mexikaner gekauft (Ario, Lopho) und die hatten die ersten beiden Sommer bei mir auf dem Südbalkon große Probleme mit der direkten Sonne. Sie hatten eine (im Vergleich) hohe Empfindlichkeit bzgl. Sonnenbrand und mußten anfangs ordentlich "handgepflegt" werden. Das paßt zwar nicht genau in die von käuzchen beschriebene Situation, aber vielleicht trifft ja auch ähnliches bzgl. der Haltungsbedingungen im Winter zu.

Gruß
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Beitrag  Jürgen_Kakteen am Sa 16 März 2013, 15:54

Hallo

Ich bin jetzt einer der seine Pflanzen immer im Februar
März umtopft und ich muss sagen dass ich bis zum heutigen
Tag noch keinerlei Verluste zu verzeichnen hatte.
Auch heuer im Februar hab ich bestimmt an die 150 Stück umgetopft
Fazit, denen gefällt es und sie treiben bereits.
Wie im vorangegangenen Beitrag bereits beschrieben wurde bekommen
meine umgetopften natürlich die erste Zeit keinerlei Wasser da
es normalerweise bei jedem umtopfen zu Verletzungen der Wurzeln kommt.
Die anderen Punkte wie trockenes Substrat usw. halte ich natürlich auch ein.
Speziell bei Mammillarien hatte ich auch noch nie Probleme.
Ich bin echt mal gespannt ob wir raus bekommen woran das wohl lag.

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