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Natürliches Wachstum ermöglichen?

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Natürliches Wachstum ermöglichen? Empty Natürliches Wachstum ermöglichen?

Beitrag  Bird_of_Paradise Di 30 Apr 2013, 15:25

Ich stell die Frage einfach mal hier rein, da ich nicht wüsste, wo sie besser aufgehoben ist.

Ich habe ein paar Strombos, zwei davon sind auch schon ein bisschen älter, aber alle sind noch eher diskusfömig - immer mal wieder, z.B. bei eBay oder in alten Sammlungen sehe ich aber Strombos, die sehr hoch gewachsen sind und unten sehr grau bzw. verholzt sind. Als ich danach mal gegoogelt habe, stieß ich auf einen Beitrag in dem Stand, dass dieser Wachstum unnatürlich ist und nur in Kultur auftritt. Klingt nachvollziehebar - aber wie verhindert man sowas? Grundsätzlich gilt diese Frage zwar für alle Kakteen, aber da es mir jetzt speziell bei den Strombos aufgefallen ist (und mir dieses eher säulige überhaupt nicht gefällt), wüsste ich gerne, wie man dieses Wachstum langfristig verhindern kann?

Bitte nicht hauen, wenn die Frage total dämlich ist Wink.
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Natürliches Wachstum ermöglichen? Empty Re: Natürliches Wachstum ermöglichen?

Beitrag  nikko Di 30 Apr 2013, 16:14

Moin,
ich denke das hat vor allem mit der Menge des Lichts zu tun. Du warst ja selbst schon in der Heimat der Kakteen und weißt welche Kraft die Sonne da hat. Bei uns erreichen wir das nicht mal im Hochsommer...

Möglich, dass andere Faktoren wie Wasser und Dünger auch eine Rolle spielen, aber ich tippe hauptsächlich auf die Sonne! Anfällig sind wohl besonders Arten, die sehr viel Licht benötigen.

Bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre!

LG,
Nils


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Beitrag  bluephoenix Di 30 Apr 2013, 16:18

Hi Joachim, die Frage ist nicht dämlich (also ich haue dich schon mal nicht Wink ), ich bin auch immer darauf erpicht, dass die Pflanzen so natürlich aussehen wie es geht.

Soweit ich weiß gibt es vom disciformis (v. seidelii???) auch eine hohe eher säulig wachsende Form (hier), die sich aber in der Natur erst nach seeeehr langer Zeit zeigt.

Zurück zum eigentlichen Thema:
der Grund warum bei uns die Kakteen oft nicht standorttypisch wachsen ist, dass sie bei uns viel zu gut versorgt werden. Es gibt regelmäßig Wasser und Dünger, oft auch zu viel und dann denkt sich natürlich der Kaktus als Wüstenpflanze, lieber mal schnell verwerten, denn wer weiß wann das nächste mal so ein Angebot an Wasser und Nährstoffen kommt. Die Folge sind übermäßiges Wachstum und vor allem untypisches Wachstum. Extrem ausgedrückt heißt das für dich, die Pflanzen nur noch einmal im Jahr gießen und nur noch alle heiligen Zeiten mal etwas Dünger geben Twisted Evil .

Nee, aber mal Spaß beiseite, wenn du mit dem Düngen sparsam bist, nicht zu häufig gießt und einen guten Ort mit viel Sonne hast, dann ist die Gefahr nicht so groß, dass die Strombos zu Säulen werden oder sich extrem aufblasen.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
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Beitrag  Hendrik Di 30 Apr 2013, 16:50

Hallo Joachim

Das hängt in erster Linie mit der Nährstoffversorgung zusammen. In Kultur dürfen die Pflanzen all zu oft "schlemmen". Zu oft Nahrung und zu gehaltvoll. Du braucht - gerade Strobos - eigentlich fast gar nicht zu gießen. Am besten gar nicht mit Dünger gießen, sondern nur mit sehr, sehr wenig Dünger ab und zu einsprühen.
Wichtig ist vor allem, so viel Hitze und Sonne wie möglich und auch mal 2-3 Monate darben lassen. Das ist mit Sicherheit für uns schwerer auszuhalten als für die kleinen Pflänzchen.... Wink
Die Scheibenförmige Form ist die minimalse Oberfläche für minimalsten Wasserverlust. Die Pflanzen halten Extremes aus.

Hier noch zwei Bilder von einer Pflanze, die vielleicht gerade mal 30-40mm Wasser im Jahr bekommt und einer dicken Brutmama ( oder meinetwegen auch Brutpapa... ), die ordentlich zu futtern bekommt. Du mußt raten welche welche ist..... Gestört


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Beitrag  Bird_of_Paradise Di 30 Apr 2013, 17:01

Sind die denn auch annäherend gleich alt?
Ja, okay, ich gebe zu, ganz so kurz halten möchte ich ihn nun doch wieder nicht - sozusagen einen Mittelweg finden. Am besten soll er so bleiben, wie er ist. (Die beiden großen sind ein Stückchen flacher als deine Brutmama/papa/whatever.)

Dass es mit Gießen und Düngen in Verbindung steht, dachte ich mir schon. An der Hitze kann ich noch nicht viel ändern, aber vielleicht gibt sich das im ersten (Anlehn-)GHW.
Kann es mir denn passieren, dass es der Pflanze schadet, wenn ich sie nicht schlemmen lasse? Bzw, wenn ich es auf die Spitze treibe und sie extrem wenig gieße? Ich weiß, die sind das aus der Natur gewöhnt, aber die wurden ja offenbar jahre (oder jahrzente?) lang sehr wohlig versorgt - ist die Umstellung auf 'gar nichts mehr' dann nicht ein Schock?

Aber sie nicht zu düngen ist schon mal ein guter Hinweis, dann mache ich das auch mal nicht. Sitzen in rein mineralischem Substrat.

Danke schon mal für die Antworten.

(Dass es eine säulige Form gibt ist btw echt gut zu wissen - dann muss ich die ja auch noch haben! Hat jemand einen übrig?? Wink)
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Beitrag  bluephoenix Di 30 Apr 2013, 18:27

Normalerweise müsstest du sie ohne Probleme umstellen können, das hab ich mit Lophophoren auch schon des öfteren gemacht weil die größeren angebotenen Pflanzen meist relativ stark getrieben sind, die gehen dann auch zurück und "schrumpfen" auf ein einigermaßen normales Maß zurück. Meiner Erfahrung nach kannst du so langsamwüchsige Pflanzen ohne Probleme von jetzt auf gleich umstellen.
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Beitrag  Hendrik Di 30 Apr 2013, 23:31

Den kleinen habe ich schon seit über zwanzig Jahren, der große ist erst viel später dazu gekommen, daher kann ich das Alter nur raten.
Ich würde auch sagen, daß die Umstellung von nährstoffreich auf karg problemlos ist. Anders bei einer Umstellung von karg auf nährstoffreicher. Gerade bei alten Pflanzen mit verkorktem/verholztem Gewebe können durch verstärktes Wachstum Risse entstehen, die als Eintrittspforte für Pilze etc. dienen können.
Du könntest für die Pflanze einen dunklen Topf wählen und diesen sonnenexponiert aufstellen damit auch viel Wärme von unten an die Pflanze kommt. die Wärme hält sich auch noch eine Weile wenn die Sonne schon weg ist. "Anlehn-GWH" klingt nach einer Hauswand. Ist diese auch noch weis/hell gestrichen? Falls ja, würde ich die Pflanze davor stellen. Die Reflektion sorgt für intensiveres Licht. Das ist für Pflanzen mit dicker Epidermis hervorragend.
Interessanter Weise bekommt Strombos ( und auch Aztekien ) stark verdichtetes bzw. verklumptes Substrat sehr gut. Keineswegs schlechter als die sonstigen, durchlässigen Kakteensubstrate.

LG
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Beitrag  Hendrik Di 30 Apr 2013, 23:38

Ach so....
Bis eine solche, halbwegs gesunde, Pflanze durch Trockenheit oder Nährstoffmangel ernsthaft Schaden nimmt können Jahre vergehen. Da hast du noch alle Zeit der Welt um zu intervenieren, falls die Entwicklung ( für dein Empfinden ) in die falsche Richtung geht. Im schlimmsten Falle wachsen sie halt nicht bzw. blühen viel weniger. Aber sogar mein Hungerhaken blüht ab und zu. Wink
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Beitrag  Bird_of_Paradise Mi 01 Mai 2013, 08:11

Haha, das Haus wird grad erst noch gebaut, ob die Wand dann weiß ist, weiß ich noch nicht Wink.
Okay, möglichst viel Hitze, got it. Okay, vielleicht kauf ich mir nochmal einen etwas kleineren, den ich so 'quäle'. Die großen blühen so schön, das möchte ich mir eigentlich ungern entgehen lassen. Halte sie aber auch ein bisschen kürzer, damit sie so 'unkugelig' bleiben, wie sie jetzt sind (oder vielleicht noch ein bisschen platter werden).
Danke für eure Tipps.
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