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Pflege Sclerocactus und Pediocactus

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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  k.oli Fr 24 Mai 2013, 15:47

Hallo zusammen,

ich habe ein paar Sämlinge von Pediocactus Simpsonii v. minor und von Sclerocactus parviflorus sowie Sclerocactus spinosior . Da diese Arten wohl zu den schwieriger zu haltenden Arten gehören wollte ich hier in diesem Thread mal fragen wie eure Pflege dieser Kakteen aussieht. Wobei der Augenmerk hierbei auf *NICHT gepfropfte* Exemplare liegt, also würde ich darum bitten bei euren Haltungsberichten explizit zu erwähnen ob es sich um wurzelechte oder gepfropfte Exemplare handelt.

Bezüglich des Pediocactus simpsonii habe ich einige gute Berichte hier gefunden :

https://www.kakteenforum.com/t1997-pediocactus-simpsonii


Wenn ich das richtig verstanden habe werden die frostharten Formen dieser Pflanzen relativ früh im Jahr gegossen und in der hochsommerlichen Hitzephase trocken gehalten, bevor sie im Herbst nochmal gegossen werden um dann den Winter wieder knochentrocken zu überdauern.
Wenn man diese Kakteen im Sommer bei grosser Hitze giesst ist wohl ein Wurzelschaden möglich, habe ich das richtig verstanden so?


Aber über die Pflege von Sclerocactus habe ich über die Suchfunktion kaum etwas gefunden? Werden diese Exemplare in Deutschland wurzelecht nicht gepflegt? scratch

Würde mich über ein paar Tipps/Hinweise/Anregungen sehr freuen Very Happy



Viele Grüße

Oli
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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Re: Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  Msenilis So 02 Jun 2013, 00:05

Hallo Oli,
traurig, das niemand darauf antwortet sorry . Von mir bekommst Du demnächst einige Hinweise. Aber da sicher auch andere etwas dazu zu sagen haben, will ich das Thema mal "beleben" *Lautsprecher* .
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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Sclerocacteen wurzelecht....https://www.kakteenforum.com/search

Beitrag  komtom So 02 Jun 2013, 00:57

Hallo K.Oli

nun ja Pediocactus simpsonii und knowltonii sind nicht ganz so schwer, bei den Sclerocacteen ist dass etwas anders. Wurzelecht habe ich z. b. parviflorus seit über 20 Jahren in Kultur, einstmal selbst gesäht von Mesa Garden. Nur eine Pflanze hat bis in unsere Tage überlebt, dazu muss ich dazu sagen dass auch nur wenige Sämlinge ca. 4 aufgegangen waren. Die Pflanze, irgendwo im Forum ist ein Bild davon, blüht auch ab und an.

Zur Pflege, nun Wasser bekommen sie etwas später, sie wachsen eher im Frühsommer aber bei großer Hitze auch nicht mehr gießen, das vertragen sie nicht so gut. Meiner hat vor 2 Jahre die Wurzeln verloren, hab ihn wiederbewurzelt. Insgesamt ist es wohl besser sie sehr trocken zu halten und das Substrat absolut mineralisch, versteht sich von selbst. Bei mir eine Mischung aus Granitgruß 2/3 und Bimskies 1/3.

Auch hatte ich ca. 10 Jahre Sclerocactus spinosior, die keimen zwar besser aber sind noch empfindlicher. Die Pflanzen verabschiedeten sich nach und nach in einem tropisch feuchtwarmen Sommer, der Grund ein Rostpilz welcher die Epidermis befallen hatte (Luftfeuchtigkeit) ich dachte erst Rote Spinne, aber keine andere Pflanze war befallen. Ich denke da hätte auch Pfropfen nix geholfen, die vielzitierte Luftfeuchtigkeit die man als Todesfalle für die frostharten Kakeen vermutet, hat aber bei mir im Sommer zugeschlagen.

Momentan kultiviere ich Sclerokakteen (gekaufte Expl.) auf Ecc. baileyi gepfropft und das bisher funktioniert es. Manche Pflanzen schieben aber ihre eigenen Wuzeln ins Substrat, bisher kein Problem.

Die Blüten kann man nur erwarten wenn es im Frühjahr nicht zu schnell heiß wird, bei stehender Wärme im GWH ziehen sie die Knospen wieder ein, leider.

also bis bald und viel erfolg mit deinen Pflanzen

komtom

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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Re: Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  kaktusgerd So 02 Jun 2013, 10:18

Hallo zusammen,
hier auch meine Erfahrungen:
Wie Komtom schon schrieb, sind P. knowltonii und die P. simpsonii weniger schwierig in der Pflege, wenn die Voraussetzungen einigermassen passen. Da ist auch wurzelechte Haltung durchaus möglich. Bei den Scleros dagegen siehts tatsächlich schwieriger aus. Einen S. spinosior halte ich zwar schon einige Jahre wurzelecht und er kommt auch ab und an zur Blüte, doch der Rest meiner Pflanzen steht gepfopft. Sie sind mir einfach für Experimente zu wertvoll. Was die Blühfreudigkeit angeht, so blühen die meisten der Arten doch ziemlich regelmässig und auch z.T. schon als kleine Pflanzen.
Heuer war es in meinen Breiten (bayer. Mittelgebirgsregion) z.B. ein "gutes" Frühjahr für Pedios, Scleros, Navajoas und Toumeyas. Die langanhaltende kalte Witterung und die geringe Sonnenintensität haben mein Gewächshaus weniger stark aufgeheizt wie manche Jahre zuvor. Deshalb war der Blütenansatz bei meinen "Nordamerikanern" enorm und eingezogen bzw. vertrocknet sind so gut wie keine Blüten.
Dafür "leiden" eben andere Arten unter den Wetterkapriolen und fehlender Sonne.
Freud und Leid sind eben oft nah beieinander.

Gruß
Gerd
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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Re: Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  Cristatahunter Di 03 März 2020, 19:58

Ein paar Knospenfotos.
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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Re: Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  Andi-H Fr 03 Jul 2020, 10:09

Hallo,
von einem freundlichen Forumskollege habe ich einige gepfropfte Pediokakteen bekommen.

Müssen die gepfropften auch eine Gieß-Sommerpause einhalten?

Oder muss ich mich hier eher nach der Unterlage richten?
Gruß
Andreas
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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Re: Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  Shamrock Fr 03 Jul 2020, 11:27

Es nützt der schönste Pfröpfling nichts, wenn ihm die Unterlage vertrocknet - kommt aber auch darauf an, worauf die Pedios sitzen. Wenn das Wasserspeichervermögen der Unterlage für eine Gießpause im Sommer reicht, dann würde ich die auch einhalten.
Kurz gesagt: Man muss sich bei der Pflege natürlich schon auch nach der Unterlage richten, denn diese richtet ja ihre Ansprüche auch nicht nach ihrem Pfröpfling. Wink

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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Re: Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  Cristatahunter Fr 03 Jul 2020, 12:24

Sagen wir es einmal so. Ein gepfropfter kann besser mit einem Giessfehler umgehen. Ein wurzelechter kann dafür besser ohne Wasser auskommen. Fatal wird es wenn du einen Wurzelechten im Hochsommer mit nasser Zuneigung überhäufst.
Ein Gepfropfter Sclero kann trotzdem auch gut mit Trockenheit umgehen. So lange die Unterlage auch eine Frostharte ist. Schlecht ist es wenn die Unterlage ein Turbo wie Selenicereus oder Peresciopsis ist.
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Pflege Sclerocactus und Pediocactus Empty Re: Pflege Sclerocactus und Pediocactus

Beitrag  Andreas75 Mo 28 Jun 2021, 00:55

Guten Abend zusammen Smile!

Um nicht immer den Foto- Thread zuzuspammen, habe ich nun dieses Thema hier entdeckt und möchte hier etwas fragen.

Zum einen hat mir der Wind des Schicksals heute sehr unverhofft einen wurzelechten S. mesae- verdae SN 1126 zugetragen. Ein vitales Pflänzchen, und hier möchte ich nur zur Versicherung nochmal wissen: Ab ca. März anwässern, ab Juli dann knochentrocken? Bzw. ab der viel gelesenen Sommerhitze. Da diese hierzulande aber sehr unberechenbar und kommt wann und wie lange sie will- ab welcher Temperatur nennt ihr das dann Hitze? Ab 30 Grad im Schatten? Und würde es dann mit dem Trockenhalten auch gelten, wenn wieder längere Phasen von nur 20- 25 Grad kommen, wie demnächst nach der angesagten "Hitze" bis Mitte Juli?
Und wurzelecht besser nicht unter freiem Himmel kultivieren, da zu unberechenbares Wetter? Was, wenn man schwülwarme Wetterphasen hat? Da ist es zwar warm, aber von Natur nicht wirklich knochentrocken? Wäre das ok, oder schon zu feucht, auch wenn das Substrat trocken ist?

Aber zu meiner zweiten Frage, die sich um veredelte Pflanzen dreht.
Ich habe da zwei glaucus, zwei kleine mesae- verdae und einen brevispinus, die alle auf nicht- sprossende Echinocereus veredelt sind, ich vermute reichenbachii. Ich sehe da ein für mich unklares Problem.
Die beiden glaucus wachsen wirklich fröhlich vor sich hin, haben auch jetzt im Scheitel noch rosa Dornen. Der brevispinus wie auch die beiden mesae- verdae zeigen irgendwie so gar kein Wachstum. Sie schrumpfen nicht, saugen sich aber auch nicht wirklich voll und sehen insgesamt recht bleich aus. Da ich sie wurzelnackt bekommen habe, sah ich die Unterlagen, und die wirkten auf mich zumindest farblich relativ tot. Maximalgeschrumpft, braun, trocken wirkend. Die Wurzeln dran waren aber fest, solide und fein verzweigt, also offenbar doch noch gut bei Schuss.
Kann mein Eindruck dennoch zumindest teilweise richtig sein? Das diese Unterlagen zwar saugen, aber nur noch minimalst, so dass die Veredlungen nicht eingehen, aber eben auch nicht bemerkenswert fort kommen? Wie die beiden glaucus zeigen, taugt mein Substrat ja was, sonst wüchsen sie nicht. Sind die Unterlagen der drei anderen dann doch eher tot, trotz noch gut vorhandener Feinwurzeln?

Meine beiden großen Scleros, im Fotothread vorgestellt, vom Jürgen Erfurth, ein mesae- verdae und ein brevispinus, stehen auf scheibiger Opuntia, und die sind zwar nicht mehr so prall wie im Frühling, aber noch immer das sprühende Leben selbst. Mesae- verdae wächst noch immer gut, brevispinus beginnt gerade einen zweiten Wachstumsschub. Alle haben das gleiche Substrat, und bekommen maßvoll, aber der Unterlagen wegen kontinuierlich Wasser. Funzt nach meinem Dafürhalten also mit mir und den Scleros so ganz grundsätzlich, umso mehr frage ich mich aber, warum beschriebene mesae- verdae und brevispinus auf Echinocereus so gleichgültig rüberkommen.

Selbiges betrifft auch einen Pediocactus paradinei, der auf einem quasi dornenlosen, nicht bzw. nur sehr wenig verzweigenden Echinocereus steht, der trotz guter Wurzeln auch lange kein Wasser nahm, dann aber zulangte, jedoch noch immer arg weichfleischig wirkt. Der Pediocactus obendrauf hat nun im Juni ein paar neue Areolen im Scheitel gebastelt, aber wirklich wenig, ist plusminus nur mit Lupe gut zu erkennen.
Kann es daher sein, dass Echinocereus als Unterlage nur eher bedingt taugt?
Man liest ja immer, (Scheiben)Opuntien würden nach ein paar Jahren die Grätsche machen, Echinocereus wäre darum besser, vor allem, wenn nicht sprossend. Hans Graf wiederum empfiehlt Cylindropuntia, welche wiederum hier a) kaum erwähnt, und wenn doch, b) auch unter Vorbehalt gesehen wird.

Wonach soll ich mich denn da nun richten? Hans Graf meinte, normale winterharte Opuntien wären vor allem nicht all zu alt werdende Pionierpflanzen, die schnell irgendwo aufkommen, aber als Pflanze dafür nicht so alt werden. Darum lieber Cylindropuntia. Warum rät man hier von letzterer ab?
Ich hatte mir extra Opuntia polyacantha Inermis geholt, sowie O. fragilis Hall County. Beide quasi bis total dornen- und glochidenlos, also supergeil zum veredeln. Dachte ich mir. Was sagt die versammelte Fach- Clique dazu?
Meine Intention wäre nun nämlich, die beiden so vor sich hin existierenden mesaes und den brevispinus, oder auch erstmal nur einen, von ihrem traurigen quasi- mumifizierten Echinocereus- Gestühl zu holen und vorzugsweise auf ein fragilis- Cladodium zu basteln (da die polyacantha noch zu klein/ ohrenarm sind). Was ja dann auch bald sein sollte, weil wir in acht Wochen schon wieder September haben...

Um hilfreiche Tipps und Hinweise bittend,
Andreas Smile
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Beitrag  Shamrock Mo 28 Jun 2021, 01:12

Wenn das Substrat trocken ist und das Wetter schwül-feucht, dann kann das sicher nicht zu feucht sein.
Und ist eine Opuntia humifusa keine normale winterharte Opuntia? Die kriecht hier seit rund 15 Jahren munter durch den Garten und macht überhaupt keinen kurzlebigen Eindruck. Eher im Gegenteil.

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