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Fero Samen

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Fero Samen - Seite 2 Empty Re: Fero Samen

Beitrag  Hartmut am Di 04 Mai 2010, 06:32

Hallo Peter,

danke für Deine ausführliche und klasse Antwort. Meine nächste Saatschüssel bekommt gedämpftes Substrat.

Grüße

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Fero Samen - Seite 2 Empty Re: Fero Samen

Beitrag  volker am Di 04 Mai 2010, 11:46

Hallo Hartmut

feuchtes Substrat ind Gefrierbeutel der oben offen bleibt. Dann ab in die Microwelle 20 Minuten volle Pulle. So mache ich es und habe keinerlei Probleme.

LG Volker
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Fero Samen - Seite 2 Empty Re: Fero Samen

Beitrag  Hardy_whv am Di 04 Mai 2010, 11:59

Na, da wir jetzt dabei sind, unsere Sterilisierungsmethoden zu beschreiben ...

Ich habe mir fürs Sterilisieren einen sehr großen, billigen Kochtopf gekauft. Den fülle ich ca. 5 cm hoch mit Wasser. Dann habe ich ein Gitter, das ich in den Topfboden lege, das ca. 6cm hoch steht. Auf dieses Gitter lege ich das Substrat (in einer Jute-Einkaufstüte). Deckel drauf, das Wasser gut 30 Minuten lang köcheln lassen. Fertig.


Gruß,

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Fero Samen - Seite 2 Empty Re: Fero Samen

Beitrag  Arzberger am Di 04 Mai 2010, 13:21

Früher hatte ich auch immer Substrate im Backofen sterilisiert, aber heute mach
ich mir da keine Arbeit mehr. Ich nehme einfach Katzenstreu, ohne Vorbehandlung.
Nur das Anstauwasser wird vorher abgekocht, nachher ein paar Tropfen Dünger hinein
und fertig! Die Samen beize ich mit Aatiram, wegen den oft anhaftenden Resten von
Fruchtfleisch.

Viele Grüsse
Alex
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Beitrag  Travelbear am Di 04 Mai 2010, 17:06

Hardy_whv schrieb:Na, da wir jetzt dabei sind, unsere Sterilisierungsmethoden zu beschreiben ...

Ich habe mir fürs Sterilisieren einen sehr großen, billigen Kochtopf gekauft. Den fülle ich ca. 5 cm hoch mit Wasser. Dann habe ich ein Gitter, das ich in den Topfboden lege, das ca. 6cm hoch steht. Auf dieses Gitter lege ich das Substrat (in einer Jute-Einkaufstüte). Deckel drauf, das Wasser gut 30 Minuten lang köcheln lassen. Fertig.


Gruß,

Hardy [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

und wenn man das Ganze dann noch im Druckkochtopf macht, dann ist man beim Autoklavieren. Das mache ich wenn ich nach der Fleischermethode aussäen möchte. Da kommt in ein Sico unten eine gute Schicht Wasser, darauf ein Gitter mit einer Siebeinlage auf das ich ein Einmachglas mit Gummidichtung stelle. In dem Einmachglas befindet sich ein Töpfchen mit Substrat sowie etwas Chinosollösung mit Dünger. Das wird dann ca 20 min unter Druck erhitzt. Und zwar so, daß der max. Druck aufrechterhalten wird, aber gleichzeitig nicht übermäßig viel Dampf ausbläßt. Gleich nach dem Öffnen wird das Einmachglas dicht verschloßen und auf Raumtemp gebracht. Zum Aubringen des gebeizten Samens wird dann das Einmachglas mal kurz geöffnet und sofort wieder verschloßen. So bleibt die Sterilität weitestgehend gesichert, sodaß sich gerade winziger Samen ohne Kongurenz störungsfrei entwickeln kann.

Gruß Peter

Fehlt nur noch die Sterilbank, dann könnte ich auch in Zellkulturen von Kakteen einsteigen... lol!
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Beitrag  Hartmut am Di 04 Mai 2010, 17:23

Interessant, was es alles für Methoden gegen Pilze und co gibt. So wie ich es verstehe sind Großmutter´s Gar- und Konservierungsmethoden auch für die Kakteenzucht anwendbar.
Bin gespannt was noch aus der Kakteenküche kommt Wink

Vielen Dank für Eure praktischen Tipps.

Grüße

Hartmut
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Beitrag  Travelbear am Di 04 Mai 2010, 17:42

Hartmut schrieb:

Vielen Dank für Eure praktischen Tipps.....


Hallo Hartmut,

das mit dem praktisch mag ich stark bezweifeln, denn der Aufwand stieg ja von mal zu mal an. Man muß erst einmal für sich die Frage klären, wie wichtig bzw. wie selten/teuer ist die Aussaat? Hab ich genügend Samen um auch bei einem Unfall am Ende noch etwas übrig zu haben.
Bei einem teueren, sehr seltenen Samen, den ich vielleicht gar nicht mehr bekommen kann, bin ich bereit mehr Aufwand zu treiben um ein gutes Gelingen zu garantiere, als bei einem "Wald und Wiesen Samen" bei dem ich womöglich noch kostenlose unerschöpfliche Quellen habe.
Bei sehr langsam wachsenden Keimlingen von winziger Gestalt, muß ich auch das Umfeld so präparieren, daß eine ungestörte Entwicklung der Keimlinge über einen längeren Zeitraum möglich ist. Pilze und Algen wachsen um ein vielfaches schneller und können da schnell eine Aussaat vernichten. Daher muß hier dann ganz besonders auf Schadkeimfreiheit geachtet werden.

Oft mache ich mir von einem Aussaatsubstrat gleich mehrere Liter und sterilisiere es. Danach wird es dann dem Vorratsgefäß bei Bedarf entnommen ohne weiter behandelt zu werden. Damit relativiert sich der Aufwand wieder.

Gruß Peter
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Fero Samen - Seite 2 Empty Re: Fero Samen

Beitrag  Hartmut am Di 04 Mai 2010, 21:38

Vielen Dank Peter, da kann ich noch vieles austesten.

Kannst Du auch noch ein paar Sätze zu Deinen Aufzuchtstationen verlieren. Welche Technik wendest Du an, wie werden Zeitschaltuhren für eventuell vorhandene Heizkissen eingestellt, etc.
Oder, was würdest Du am Anfang Deiner Aussaatversuche nicht mehr tun?
Danke schon mal für eine Antwort.

Viele Grüße

Hartmut
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Fero Samen - Seite 2 Empty Re: Fero Samen

Beitrag  Travelbear am Di 04 Mai 2010, 23:55

Hallo Hartmut,

nun Aufzuchtstationen habe ich zwei, beide basieren auf die Leuchtstoffröhrentechnik. Die erste Lampe besteht aus zwei 54W T5 Röhren (1x Sera plant pro und 1x JBL Marine Blue) und einen 18 W Balken mit einer nahezu ausgebrannten Sylvania LSR. Letztere dient eigentlich nur als Keimlampe. Wenn die Keimphase vorbei ist, sollten die Keimlinge eigentlich ein anderes Licht bekommen, aber machmal dauert es auch ein wenig länger, bis ich etwas Platz auf meinem Balkon geschaffen habe... Wink
Kurz ein paar Worte zur Sylvania, ich hatte mal im Netz eine Untersuchung zum Thema "Lichtspektrum und Keimung" gefunden. Darin wurde beschrieben, daß im Schatten von anderen Pflanzen vorwiegend der rote Anteil des Licht zum Boden gelangt. Laborversuche zeigten dann tatsächlich, daß ein hoher Anteil an rotem Licht im Spektrum keimfördernd ist. Da die Sylvania schon sehr lange im Betrieb war, hat sich auch deren Spektrum wahrscheinlich sehr stark ins Rote (d.h. niederfrequentere Bereich des Lichtes) verschoben. Nur so kann ich mir die außergewöhnlich hohen Keimausbeuten, die ich gerade mit dieser Lampe erreiche, erklären. Da dann auch die Verschiebung des Spektrums auch in den infraroten Lichtbereich geht, dürfte dies auch einen Einfluß auf die Keimung haben. Der Samen bekommt sozusagen eine Portion Wärme mitgeliefert aber nicht zuviel, damit der gedämpft wird. Durch die Rundumabdeckung mit Alufolie sorge ich für eine vielfache Reflexion des Lichtes die die geringe Lichtmenge einer LSR ausgleicht und gleichzeitig auch dafür, daß die Wärme sich hält und nicht entweicht. Zusätzliche Heizmatten etc. werden dadurch überflüßig. Unter der Lampe hat es ca. 35°C wenn diese an ist. Die Beleuchtungsperiode wird mit einer normalen Zeitschaltuhr geregelt. Der Abstand der LSR zu den Aussaatschalen ist ca 10 cm, vielleicht auch etwas geringer. Die Beleuchtungsdauer ist 14 Std.
Zu den Aussaatschalen: Ich benutze die Verpackungsschalen eines Speiseeisherstellers, meist zwei ineinandergesteckt, wegen der Stabilität. Da die Schalen direkt auf einen Teppichboden gestellt werden, haben sie keine Abflußlöcher, dafür aber Gießlöcher, wie Du auf allen meinen Bildern sehen kannst. Meine Methode funktioniert sehr gut, auch bei sehr näßeempfindlichen Kakteen, denn da die Schalen durchscheinend sind, kann man den Feuchtigkeitsstand im Substrat gut erkennen und den Gießrythmus danach einstellen. Solange die Keimperiode andauert, werden die Schalen mit Frischhaltefolie überspannt, damit eine gespannte Atmosphäre erhalten bleibt.

So das war's im Großen und ganzen.

Gruß Peter

Zum Schluß noch ein Bild damit Du Dir das Ganze auch vorstellen kannst.

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