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Fragen zu Sulcorebutia II

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Re: Fragen zu Sulcorebutia II

Beitrag  kunterbunt5 am Mi 31 Okt 2018, 20:23

Hallo Willi,
vielen Dank, das ist für mich auf jeden Fall eine Orientierung! Ich hatte schon selbst versucht, mehr herauszufinden, aber ich bin erschlagen von den vielen Formen, die es zu einer Art bzw. Varietät bei Sulcos gibt. Ich hätte vorher nicht gedacht, das so eine Variabilität überhaupt möglich ist. Bei den Pflanzen kenne ich die Herkunft halt nicht, sie sind auf Börsen erworben und seinerzeit habe ich leider nicht genauer nachgefragt.

Viele Grüße
Angelika
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Re: Fragen zu Sulcorebutia II

Beitrag  william-sii am Mi 05 Dez 2018, 07:54

Hallo Willi, jetzt bin ich total verwirrt: Habe eben diese Seite
http://www.llifle.com/Encyclopedia/CACTI/Family/Cactaceae/15364/Sulcorebutia_callecallensis
aufgerufen, und da wird Sulcorebutia unter Rebutia eingeordnet, und tarabucoensis unter canigueralii. Ist das jetzt die Fortsetzung des Trends, möglichst große Gruppen zu bilden (wie bei Echinopsis), und gibt es Gründe für diese Neuordnung wie z.B. molekulargenetische Untersuchungen?
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Rebutia

Beitrag  sulco-willi am Mi 05 Dez 2018, 11:22

william-sii schrieb:Hallo Willi, jetzt bin ich total verwirrt: Habe eben diese Seite
http://www.llifle.com/Encyclopedia/CACTI/Family/Cactaceae/15364/Sulcorebutia_callecallensis
aufgerufen, und da wird Sulcorebutia unter Rebutia eingeordnet, und tarabucoensis unter canigueralii. Ist das jetzt die Fortsetzung des Trends, möglichst große Gruppen zu bilden (wie bei Echinopsis), und gibt es Gründe für diese Neuordnung wie z.B. molekulargenetische Untersuchungen?

Hallo Ernst,
es gibt eigentlich keinen Grund warum diese internationalen Gruppierungen immer noch an dem Unsinn bezüglich Rebutia festhalten. Die DNA-Analysen von Ritz und Co. haben klar gezeigt, das ein großer Teil der Einordnungen, die Hunt & Co verbrochen haben, molekulargenetisch nicht haltbar sind (das gilt genauso für Echinopsis) . Leider gibt es keinerlei bedeutende Veröffentlichung, die das wieder ins Lot gebracht hätte. Wenn du aber unter "http://www.tropicos.org/Name/42000071?projectid=13" nachschaust, dann wirst du sehen, dass dort Sulcorebutia nach wie vor vorhanden ist.

Die Einteilung auf Artebene ist natürlich eine Sache, die wohl ewig hin und her wogen wird. Die Spitter betrachten - mal überspitzt ausgedrückt - jede Feldnummer als eigenes Taxon, am besten als eigene Art. Die Lumper, und das sind meist die Wissenschafter (siehe Tropicos), werfen alles zusammen, wovon sie überhaupt nicht wissen, was es ist. Leider gibt es nach wie vor kaum eine Kooperation zwischen beiden Seiten. Im Grunde genommen macht jeder - so auch ich - sein eigenes Ding. Um es drastisch auszudrücken, Jeder kann sich aussuchen, was ihm gefällt. Ob du nun der Meinung bist, S. canigueralii und tarabucoensis seien zwei getrennte Arten oder aber eins und desselbe, steht alleine in deinem Ermessen. Beweise gibt es weder in der einen noch in der anderen Richtung.
Ich war schon immer ein Anhänger einer arealgeografisch geprägten, hierarchischen Einteilung, kann aber auch nicht beweisen, dass S. callecallensis tatsächlich eine nahe Verwandte von S. tarabucoensis bzw. canigueralii ist. Entsprechende DNA-Untersuchungen haben mehr Verwirrung als Klarheit gebracht. Für uns Menschen, die alles gerne in wohl sortierten Schubladen unterbringen wollen, ist diese Situation schwer zu ertragen, aber Botanik ist nun mal keine exakte Naturwissenschaft und vieles lässt sich momentan nicht belegen.
Beste Grüße
Willi


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Re: Fragen zu Sulcorebutia II

Beitrag  william-sii am Mi 05 Dez 2018, 15:33

Hallo Willi, vielen Dank für die Informationen. Also sind nicht nur die Sulcorebutien voll beteiligt am evolutionären Würfelspiel, sondern auch die Systematiker würfeln kräftig mit. Und wenn dann noch für die selben Pflanzen nicht nur verschiedene Namen sondern auch noch verschiedene Feldnummern dazukommen, dann freut es doch bestimmt die Verkäufer, weil eben manche Leute möglichst alles haben wollen.
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william-sii
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