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Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  Liet Kynes am Mo 18 Aug 2014, 11:35

Hi Stefan
Das wäre eine phantastische Namens-Inspiration. Falls er die dunklen Blau- und Violettöne bis ins Alter behält, oder ?
Also ich meine, das wäre dann var. Mazapil "napalmensis", oder was würde man sagen ?  Teufel llachen  .

Bei dem was er mitgemacht hat,ist es ein Wunder, dass noch Wurzeln gebildet wurden. Ich sehe beste Chancen,dass sich das alles noch verwächst. Vielleicht gibt es sogar eine interessante Wuchsform,oder er wird eher sprossen. Wer weiß ?

Das Kiron hat jedenfalls diese Optik nicht verursacht. Das war wohl die Kombination einer suboptimalen Versorgung durch unvollständiges Anwachsen,entsprechenden Reaktionen der Pflanze auf Klima und Spuren der Spinnmilben selbst.

Gruß, Tim
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  Cristatahunter am Mo 18 Aug 2014, 11:38

Ich profezeihe dir, das der Körper aufreisst und viele kleine Lophophoras rauskommen die dann ein Polster bilden.
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  kaktusfreundin01 am Mo 18 Aug 2014, 15:20

Astrophytum Fan schrieb:Was ich wärmstens empfehlen kann ist Bayer spinnmilben frei. Wirkt ausgezeichnet und wird von den pflanzen sehr gut vertragen.

MfG Michael

@ Michael:

Meinst du damit "Bayer Spinnmilbenfrei"?

@ Alle:

Bayer Spinnmilbenfrei hat den Wirkstoff Acequinocyl, der Nützlinge schonen soll. Allerdings wird es wohl nur als Gießlösung und nicht als Spray angeboten.

Muss denn gegen Spinnmilben unbedingt gegossen werden? Ich habe da immer Probleme mit der Dosierung bei kleinen Mengen, also wenn ich nur mal eben einige wenige Kakteen behandeln will. Außerdem kann man doch nicht immer gießen, wenn man Spinnmilbenbefall feststellt, oder?

Ein Spray wäre mir wirklich lieber, aber welches genau müsste es sein: Bayer Orchideen Schädlingsspray Lizetan AF (Wirkstoff Thiacloprid, Einsatz gegen hartnäckige Woll-, Schmier- sowie Schildläuse, ich suche aber etwas gegen Spinnmilben) oder Bayer Zierpflanzenspray Lizetan AF (ebenfalls Wirkstoff Thiacloprid, gegen saugende & beißende Insekten, aber Spinnmilben sind keine Insekten)?

Auch Kanemite und Kiron gibt es wohl nur zum Gießen. Gefunden habe ich noch Compo Fazilo Spinnmilbenspray. Kennt das jemand , ist es bei Kakteen anwendbar und empfehlenswert? Mir fehlt echt der Durchblick, was genau ich gegen Spinnmilben kaufen soll (bitte die genaue Bezeichnung der Mittels und möglichst als Spray). Danke!
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  Wüstenwolli am Di 19 Aug 2014, 22:45

@ Tim
deine Lopho ist schon sehenswert -  Rolling Eyes 
man sollte spaßes-halber mal das Foto in einer Fußgängerzone zeigen und die Passanten fragen, was das sein könnte...
da käme als Antwort sicher hier und da " abgelegtes Verdauungs-Überbleibsel " oder " Baum-Zapfen nach Waldbrand " ; " Meteoriten-Rest "
die Weiter - Entwicklung dieser Kostbarkeit würde mich interessieren -
halte uns auf dem laufenden, bitte!

LG Wolli
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  Cristatahunter am Di 19 Aug 2014, 23:00

Spinnmilben bei einer kleinen Sammlung ist nicht immer einfach mit der chemischen Keule Herr zu werden. Meist hat man für die menge zu wenige Kakteen. In diesem fall empfehle ich regelmässiges besprühen mit heissem Wasser gemischt mit 70% Alkohol 
Schon dass kann die Spinnmilben zum verschwinden bringen.
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  Astrophytum Fan am Di 19 Aug 2014, 23:05

Ja das meine ich. Habe ich vor wenigen Monaten als Mittel zur Herstellung von Gies-/Sprühlösungen gekauft. Mit einer ausreichend kleinen spritze lässt es sich auch für kleine Mengen einfach dosieren. Eine Überdosierung ist für die pflanzen meiner Erfahrung nach unkritisch.
MfG Michael
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  Liet Kynes am Mi 20 Aug 2014, 11:31

Der Nachteil an alkoholhaltigen Sprühungen ist die Auswirkung auf Polycarbonate (Hohlkammerplatten) oder Folienstifte (Lösungsmittel).
Vorteil :Eine Resistenzbildung der Schädlinge ist unmöglich.

Bei meiner letzten Spiritus-Spüli-Wasser -Behandlung dachte ich zwar an die "Verglasung", hob also die ganzen Pflanzen zur Behandlung heraus aus meinem Kasten. Ich vergaß aber die Etiketten... Zum Glück beschrifte ich immer beide Seiten davon, so gab es zumindest keine Anonymisierungen dadurch. Eine weitere Anwendung hätte das aber garantiert bewirkt...

Wer regelmäßig mit Spiritus/Alkoholgemischen arbeitet,sollte aber besser die Peripherie darauf ausrichten: Besser Bleistift oder entsprechend bedruckte Etiketten. Im Gewächshaus nicht die Seitenwände benetzen, wenn diese aus Kunststoff sind, da sie trüb werden können.
So ganz billig ist das Zeug außerdem auch nicht...

Man kann Spinnmilbenbefall dadurch vorbeugen, regelmäßig für oberflächliche Befeuchtung der Sammlung zu sorgen. Natürlich muss man dafür am besten Frühmorgens oder Abends regelmäßig fein mit Drucksprüher Nebeln. Dieses Millieu mögen Spinnmilben einfach nicht, werden sich also so leicht nicht in der Sammlung manifestieren,weil sie im Feuchten nicht arbeiten können. Natürlich braucht es für regelmäßiges Nebeln schon ein gewisses Maß, um nicht die Substrate dauerfeucht zu machen...
Ein absoluter Schutz ist das zugegeben nicht -Theoretisch reichen ein paar Tage ohne Nebeln und die Milben können bei günstiger Witterung schon gekommen sein - Aber man gerät nicht zu oft in die Versuchung, vorbeugend Mittel zu versprühen,gegen die dann unnötig Resistenzen aufgebaut werden könnten, oder die einfach generell Geld kosten.

Am häufigsten Probleme mit Spinnmilben ( ca. 1 Befall im Jahr), habe ich übrigens an der trockenen Süd-Fensterbank und immer dann, wenn ich länger nicht für Feuchtigkeit sorgen konnte.
Es betrifft dann bei mir auch als erstes immer Arten wie Frailea, die eigentlich sowieso im Sommer lieber einer höheren Luftfeuchte ausgesetzt sind (sie öffnen sonst auch nicht die Blüten und stehen dann lieber geschützt auf einem Balkon,als in der Wohnung).
Inzwischen weiß ich,es lohnt sich einzelne Exemplare solcher Anzeiger-Arten in Mischkultur zu den anderen zu stellen : Halte ich gerade diese Arten besonders im Auge, dann kann ich eingreifen, bevor die anderen auch betroffen sind.
Dieses Jahr hat das wieder bestens funktioniert. Wer "sein Pulver" schon zu Saisonbeginn verschießt, fördert auch nur wieder die Resistenzbildung der Milben gegenüber den angewendeten Stoffen.

Allgemein empfinde ich es so, dass man die Panik gegenüber Spinnmilbenbefällen verliert, sobald man sie über die Jahre mehr und mehr beobachten und beseitigen konnte, ohne regelmäßig Pflanzen dabei ganz einzubüßen.
Inzwischen weiß ich schon,bei welchen Wetterlagen ich besonders gründlich kontrollieren muss und im Frühbeet kam ich dieses Jahr mit einer (wahrscheinlich eher) vorbeugenden Chemie-Anwendung aus. Diese legte ich bewusst auf ein Datum im August, weil ich erwarte dadurch bis Oktober/November Ruhe zu haben. Danach werden die Pflanzen ja bekanntlich eher wasserscheu und die Milben sowieso langsam inaktiv (Sollten wir dann nicht noch einen Spätsommer im November haben...).

Als einziges Fazit meinerseits kann ich zum Thema nur wieder bringen : Jeder Sammler muss für seinen eigenen Kulturkreislauf den eigenen Königsweg finden.  Niemand hier macht exakt das Selbe,aber alle erfolgreichen Methoden wiederholen sich in unterschiedlichen Gewändern und Kombinationen.
Man wird einen Spinnmilbenbefall sicher früher oder später mal erleben. Hauptsache, man wird dann damit fertig. Das ist ein wichtiges  Erfolgserlebnis und macht Mut für die Zukunft.
Ich habe bisher keine einzige Pflanze, die sich danach nicht wieder berappelt hätte. Es dauert nach Gattung un Art nur unterschiedlich lange,aber auch das ist sehr spannend zu beobachten und sowas kann man nur selbst beobachten, sonst kann man die Erfahrung nicht machen.

@Wüstenwolli : Gerne berichte ich weiter von den folgenden Entwicklungsschritten des Lophos, das macht in diesem Fall ja besonderen Spaß !
Ich muss aber für alle Unbefangenen auch betonen, dass ein läppischer Spinnmibenbefall für so eine bizarre Optik nicht ausreicht, da sind viel mehr Faktoren nötig. Die L. caespitosa von weiter vorne sind da schon eher ein Maß. Da hat es 2 Jahre gedauert und sie waren wieder schön...

Gruß, Tim
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  papamatzi am Mi 20 Aug 2014, 12:17

kaktusfreundin01 schrieb:Ein Spray wäre mir wirklich lieber, aber welches genau müsste es sein
Da gibt (oder gab) es verschiedene geeignete. Axoris Zierpflanzenspray, Calypso oder Lizetan Zierpflanzenspray. Im letzteren Fall gibt es auch "Lizetan plus Zierpflanzenspray". Das ist wohl zusätzlich für Spinnmilben gedacht, wobei ich meinen Winterbefall ohne "Plus" behandelt hatte, ebenfalls erfolgreich (meine ich zumindest).

Wichtig ist m.E. die Wiederholung der Behandlung nach zwei, drei Wochen, um auch die Brut zu erwischen. Ansonsten hat man bald wieder Freude an seinem Minizoo.
Im besten Fall verwendet man dann ein Mittel aus der anderen Wirkstoffgruppe (hier bleibt eigentlich nur Bi58) wegen der Resistenzen.

Aber Vorsicht, die von Tim angesprochene Auswirkung auf Folienstifte ist auch mit den Sprays gegeben. Ich hatte nicht die Voraussicht, beidseitig zu beschriften, so dass ich nun einige anonymisierte Pflänzchen rumstehen habe.  Sad Seitdem beklebe ich die Namensschilder zusätzlich mit Tesafilm, auch wenn ich nicht weiß, wie dieser langfristig der Sonne trotzt.

@Tim, die Inaktivität der Milben im Winter ist aber bestimmt nur gegeben, wenn man die Pflanzen (wie Du in Deinem Frühbeet) ausreichend kühl überwintert. Im 13-17° warmen, schön trockenen Treppenhaus haben sie bei mir ein Freudenfest gefeiert und etliche Totalausfälle verursacht (es waren i.a.R. sehr junge Pflanzen).  Mad
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Re: Nicht gleich in den Müll - nach Spinnmilben - Befall...

Beitrag  papamatzi am Mi 20 Aug 2014, 12:30

kaktusfreundin01 schrieb:Gefunden habe ich noch Compo Fazilo Spinnmilbenspray.
Fazilo ist natürlich auch geeignet. Wobei Fazilo, wenn ich mich richtig erinnere, kein systemisches Mittel, sondern eher ein Kontaktmittel ist. Der Wirkstoff verteilt sich also nicht in der gesamten Pflanze, sondern nur dort, wo er beim Sprühen hingelangt. Das Gute: Man kann es gut als Wechselmittel verwenden, wenn man resistente Tierchen erledigen möchte.
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