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Mammillaria - aber welche?

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Mammillaria - aber welche? - Seite 2 Empty Re: Mammillaria - aber welche?

Beitrag  mythe am Sa 21 Sep 2013, 10:56

Na dann bin ich mal gespannt. Sie setzt schon Früchte an. Smile

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Das mit den Blüten könnte in der Tat am trüben Wetter liegen. Falls sie das nächsten Sommer auch so macht werde ich dann von der ssp. ausgehen. Danke für ihren möglicherweise noch klangvolleren Namen. Smile

Momentan blüht auch eine andere Mammillaria - kann man die untereinander hybridisieren? (Sind eigentlich alle Mammillarien selbstfertil? Und selbstfertil hatte ich so verstanden, dass sie sich im Notfall (also wenn kein anderer Pollen vorbei kam) beim Welken der Blüte auch selbstbefruchten kann. Also, dass es nicht unbedingt die bevorzugte Methode ist - oder irre ich mich da?)

Nochmals danke für eure Antworten.


Liebe Grüße
Anne
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Beitrag  Hardy_whv am Sa 21 Sep 2013, 11:09

mythe schrieb:(Sind eigentlich alle Mammillarien selbstfertil? Und selbstfertil hatte ich so verstanden, dass sie sich im Notfall (also wenn kein anderer Pollen vorbei kam) beim Welken der Blüte auch selbstbefruchten kann. Also, dass es nicht unbedingt die bevorzugte Methode ist - oder irre ich mich da?)

Die überwiegende Anzahl der Mammillaria-Arten ist selbststeril. Ob "Notverfahren" oder "Normalverfahren", hängt u.a. von der Art ab. Es gibt z.B. bei den Cleistocacteen Arten, die ihre Blüten gar nicht öffnen. Da ist es also zwangsweise das Normalverfahren. Fremder Pollen sorgt für genetische Vermischung, was langfristig für eine Art eigentlich gut ist. Aber einige Arten haben für sich wohl beschlossen, darauf verzichten zu können Cool 


Gruß,

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Beitrag  mythe am Sa 21 Sep 2013, 11:41

Ich wusste gar nicht, dass es Blüten gibt, die sich nicht öffnen. Interessant. Danke für die Erklärung. Smile

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Beitrag  Hardy_whv am Sa 21 Sep 2013, 12:27

mythe schrieb:Ich wusste gar nicht, dass es Blüten gibt, die sich nicht öffnen.
Ich muss mich kurz korrigieren. Bei Cleistocactus gibt es zwar Blüten, die wie geschlossen aussehen, aber richtig cleistogam ist der Cleistocatus gar nicht, d.h. die Blüten öffnen sich mindestens geringfügig (sind ja auf die Bestäubung durch Kolibries spezialisiert). Aber bei der Gattung Frailea beispielsweise gibt es richtige Cleistogamie (Bestäubung bei geschlossenen Blüten).


Gruß,

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Beitrag  moerziWV am So 22 Sep 2013, 08:20

[
Die überwiegende Anzahl der Mammillaria-Arten ist selbststeril. Ob "Notverfahren" oder "Normalverfahren", hängt u.a. von der Art ab. Es gibt z.B. bei den Cleistocacteen Arten, die ihre Blüten gar nicht öffnen. Da ist es also zwangsweise das Normalverfahren. Fremder Pollen sorgt für genetische Vermischung, was langfristig für eine Art eigentlich gut ist. Aber einige Arten haben für sich wohl beschlossen, darauf verzichten zu können Cool 


Gruß,

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Siehe Cleistocactus strausii, mehr geht die Blüte nicht auf.

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Beitrag  Shamrock am Mo 23 Sep 2013, 14:44

Da kommen wir wieder zu den Kolibris als Bestäuber. Denen reicht offenbar die gezeigte Cleistocactus-Blütenöffnung (tolles Foto übrigens!) vollkommen aus. Die Schnabelform hat schon ihren Grund... Auch die winzigen Melocactus-Blüten werden übrigens beispielsweise im Regelfall von Kolibris bestäubt (das würde ich übrigens wirklich gerne mal live sehen).

Generell ist aber eine Bestäubung wohl jeder Pflanze lieber. Mit der ständigen Selbstbefruchtung wird der Genpool nicht erweitert und man bleibt leicht mal beim Fortschreiten der Evolution auf der Strecke.
Auch Frailea und Co. blühen lieber, wenn es die Umstände zulassen. Das andere Extrem ist die Zweihäusigkeit, welche aber bei Kakteen kaum Anwendung findet.

@ Anne: Ob sich deine Mammillaria prolifera (um mal wieder zum Thema zurück zu kommen) hybridisieren lässt, wäre einen Versuch wert. Wenn schon zeitgleich andere Mammillarien blühen kann man es ja einfach mal testen. Persönlich halte ich aber von solchen Hybridisierungen nicht viel. Zu was soll es gut sein? Die Artenvielfalt ist doch gerade bei den Naturformen von Mammillaria schon so breit gefächert, was will man dann herauszüchten? Wenn schon hybridisieren, dann nur mit Dokumentation und Ziel.

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Mammillaria - aber welche? - Seite 2 Empty Re: Mammillaria - aber welche?

Beitrag  mythe am Mo 23 Sep 2013, 15:17

Wirklich ein sehr schönes Bild. Ich wusste gar nicht, dass Kakteen auch von Kolibris bestäubt werden und sogar darauf spezialisiert sind.

Zugegebenermaßen bin ich einfach neugierig, was bei einer Hybridisierung heraus käme. Klar gibt es schon viele schöne Arten, aber mit dem gleichen Argument könnte man auch sagen, dass es schon genug Echinopsishybriden gibt. Smile

Momentan blüht auch eine Mamm. polythele nuda, da habe ich mal Biene gespielt. Mal schauen, ob es was gibt. Ist die M. polythele eigentlich selbststeril? Ich hatte nämlich Pollen von der prolifera auf die polythele Blüte übertragen anstelle anders herum, weil man bei der prolifera die Selbstbefruchtung ja nicht ausschließen kann.

Vielen Dank für die Antworten und liebe Grüße
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Mammillaria - aber welche? - Seite 2 Empty Re: Mammillaria - aber welche?

Beitrag  Shamrock am Di 24 Sep 2013, 11:52

mythe schrieb:Klar gibt es  schon viele schöne Arten, aber mit dem gleichen Argument könnte man auch sagen, dass es schon genug Echinopsishybriden gibt. Smile
Klar, gibt es ja auch schon. Wink Gut, bin halt kein Hybridenfan... Wink 

Zur Fruchtung der Mammillaria polythele kann ich leider nichts sagen. Wahrscheinlich wird es aber mit diesem Hybridisierungsversuch nicht klappen. Sagt mir zumindest mein Bauchgefühl. Dafür sind die M. polythele und die M. prolifera nicht verwandt genug. Die M. polythele ist ja beispielsweise eine Mammillaria mit reichlich Milchsaft und die M. prolifera hat überhaupt keinen. Aber Versuch macht kluch.

Im Übrigen ist die Bestäubungsspezialisierung vieler Kakteen wirklich ein interessantes und spannendes Feld. Wenn man sich mal etwas mit dem Verhalten von Schärmer z.B. beschäftigt hat, dann ist auch klar, warum viele Kakteen der gleichen Art auch in Sammlungen zeitgleich blühen. Letztendlich ist dies sogar überlebenswichtig. Die Evolution halt - immer wieder faszinierend. Very Happy
http://en.wikipedia.org/wiki/Trap-lining - wie der Fallensteller, der täglich seine Route abläuft um die Fallen zu prüfen, fliegen Schwärmer jede Nacht die gleiche Route ab, welche ihnen am meisten und am sichersten die nötige Menge Nektar liefert. Wenn da eine Pflanzenpopulation ihr Timing nicht gut genug hinbekommt, dann ist sie außen vor. Toll wie sich so ein kleiner Schmetterling sowas merken kann, oder? Wink Und das ist nur ein kleines Beispiel aus der Bestäubungsspezialisierung.

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