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Begonia - Begonien

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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Re: Begonia - Begonien

Beitrag  plantsman am So 04 Nov 2018, 12:15

Moin,

Begonien sind eine Gattung, wo die Übergänge zwischen Sukkulenz und mesophytischen Pflanzen sehr fliessend sind. Es gibt sehr fleischige Arten, die ich persönlich aber nicht als sukkulent bezeichnen würde. Das fleischige ist kein Wasserspeichergewebe sondern, in meinen Augen, eine Methode das Wasser in der Pflanze so stark wie möglich zu exponieren. Dadurch entsteht etwas mehr Verdunstung die der Pflanze hilft, den Wasserkreislauf im Regenwald aufrecht zu erhalten. Ist aber nur eine Theorie.

In diese Kerbe schlägt jedenfalls Begonia peltata. Sie wächst als bis 1,5 Meter hoher Halbstrauch an sonnigen bis halbschattigen Stellen auf flachgründigen Böden in immergrünen bis laubwerfenden Wäldern Süd-Mexikos, Guatemalas und Honduras. Sie ist verhältnismäßig fleischig und stark grau behaart und das würde eventuell dazu verleiten sie wie eine echte Sukkulenten zu kultivieren. Das sind aber eher Anpassungen an die Sonne und die kurze Trockenzeit im Spätwinter/Frühling. Sommer und Herbst ist dort nämlich eher "Land unter", also richtig starker Niederschlag.

Die Kultur erfolgt bei uns in Schalen in grob humos-mineralischem Substrat im Warmhaus an einer nur leicht schattierten Stelle. Sie bekommt im Winter nur sehr wenig Wasser, im Frühjahr wird dann gesteigert und im Sommer/Herbst, wie gesagt, kann ordentlich gegossen werden.

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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Begonia dregei

Beitrag  plantsman am Do 18 Jul 2019, 19:34

Moin,

tja, ist sie nun sukkulent oder nicht. Bei Begonia dregei, leider hab ich den Stamm nicht fotografiert, ist die Frage ziemlich schwer. Der Stamm kann an der Basis jedenfalls einen ordentlichen Durchmesser erreichen und sieht dann wie ein Mini-Baobab aus. Für mich ist sie schon sukkulent, wenn auch speziell.

Speziell, weil sie nicht wie eine "typische" Sukkulente in Trockengebieten wächst. Es ist ihr Standort. Diese Südafrikanerin wächst lithophytisch an schattigen Stellen in den sommerfeuchten Wäldern der östlichen Landesteile. Dort besiedelt sie Moospolster, kleine Felsspalten und Feinerde-Auflagen auf Felsen. Dazu kommt noch eine ausgeprägtere Trockenzeit im Winter. Für diese schnell austrocknenden Substrate und den Winter hat sie ihre leichte Sukkulenz entwickelt.

Wir kultivieren die Art in einer feineren Epiphyten-Mischung, z.B. wie für Rhipsalis und Co. in relativ kleinen Töpfen oder Schalen im temperierten Haus. Das bedeutet im Winter mit Nachttemperaturen von ca. 8 -10° C. Der Standort ist halbschattig und die Bewässerung ist von Frühjahr bis Herbst mäßig bis feucht. Wichtig ist, das die feinen Wurzeln keine Staunässe bekommen. Im Winter darf es dann ziemlich trocken werden. Dann wirft sie oft auch ihr Laub ab. Im Sommerhalbjahr schmückt sie sich diese bis 30 cm hohe Staude dann sehr lange mit ihren weißen Begonienblütchen.

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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Re: Begonia - Begonien

Beitrag  Shamrock am Fr 19 Jul 2019, 00:56

Sehr hübsch!
Beim Eggli wird sie als klar sukkulent geführt. Insofern könnte man sie doch glatt auch an anderer Stelle verwenden... Da gab´s auch erst einmal eine Begonia. Also falls dir nochmals nach einer Runde Fotografieren sein sollte: Immer gerne! Wink

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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Begonia fuchsioides

Beitrag  plantsman am Fr 02 Aug 2019, 18:08

Moin,

@Matthias, leider wird das nix mehr mit der Begonia dregei für die KuaS. Vor drei Tagen hat meine Kollegin dort vier Dickmaulrüßler-Larven aus dem faulenden Stamm rausgeholt. Sie fand, das die Pflanze merkwürdig aussah und hat sie mal untersucht. Just fiel sie ihr der klägliche Rest aus dem Topf...... so kann´s gehen.

Zu den aufrechtwüchsigen und recht hohen, bis 1,2 Meter, Vertretern gehört Begonia fuchsioides. Wie der Name vermüten lässt, ähnelt sie mit ihren hängenden Blüten und den kleinen Blättern ein wenig einer Fuchsie. Interessanterweise kommt sie mit Arten dieser Gattung auch zusammen vor. Die Heimat ist in diesem Fall die mittleren Gebirgslagen von Venezuela, Kolumbien und Ekuador wo die Art in Berg-Regenwäldern wächst.
Einige Quellen sprechen von einer Warmhauspflanze und so wurde sich auch lange in den Gruson-Gewächshäusern kultiviert. Richtig schön war sie dort aber nie. Nun haben wir sie in das temperierte Haus gestellt und, siehe da, sie sieht richtig gut aus. Warme Feuchtigkeit mag sie also nicht so gerne.

Pflanzen aus diesen Habitaten bekommen bei uns, auch die Erdbewohner, eine Schale als Kulturgefäß und eine fast Epiphyten-Substratmischung aus feiner Pinienrinde, torffreier Blumenerde und ein wenig Vulkatec (3:2:1). Die feinen Wurzeln durchziehen dieses Substrat das es eine wahre Freude ist.

Der Standort sollte viel Frischluft erhalten sowie sehr luftfeucht und halbschattig sein. Gewässert wird das ganze Jahr gleichmäßig, Trockenheit mag sie gar nicht. Man kann bei genauer Beobachtung aber merken, dass sie im Winter und Sommer kleine Wachstumspausen macht. Sie mag es halt eher moderat. Leider ist sie wegen der hohen Ansprüche an die Feuchtigkeit kaum für die Fensterbank geeignet. Bei mir hat sie jedenfalls nicht lange gehalten.

Begonia - Begonien - Seite 5 Begoni13

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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Begonia goegoensis

Beitrag  plantsman am Sa 24 Aug 2019, 18:32

Moin,

eine Begonie, mit der wir lange Schwierigkeiten hatten, ist Begonia goegoensis. Die fand ich schon immer wunderschön mit ihren genörpelten und so interessant gefärbten Blättern. Anfangs wurde sie bei uns in normalen Töpfen in einem "normalen" Topf-Substrat kultiviert. Die Pflanzen wurden sehr schnell mickrig und sind immer innerhalb von 6 Monaten abgestorben. Beim Austopfen war der Ballen nur noch Matschepampe.
Seit wir für derartige Regenwald-Bewohner Schalen nutzen und sie in eine fast "epiphytische" Erdmischung (3 Teile feine Pinienrinde, 2 Teile grobe Blumenerde, 1 Teil Bims) topfen, erkennt man die feinen Wurzeln nicht mehr wieder. Sie durchziehen dieses luftige, aber wasserhaltende Substrat wie ein starkes Pilzmyzel...... einfach herrlich.

Diese bis 50 cm hohe, kurz kriechende Begonie bewohnt moosbewachsene Felsen oder Erdabhänge im Regenwald von Borneo. Dabei bevorzugt sie Lichtungen, möchte also nicht zu schattig stehen. Die Kultur sollte warm (Winter nachts nicht unter 15° C) und stets sehr luftfeucht erfolgen. Der Wasserbedarf ist, bis auf den Winter, ganzjährig hoch..... natürlich ohne Staunässe....... das kennt man ja Wink .

Wenn man sie dann kulturtechnisch endlich im Griff hat, blüht sie fast ganzjährig und die Blätter sehen sowieso immer cool aus.

Begonia - Begonien - Seite 5 Begoni15
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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Re: Begonia - Begonien

Beitrag  soufian870 am Do 20 Feb 2020, 19:18

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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Begonia cubensis

Beitrag  plantsman am Mi 18 März 2020, 20:03

Moin,

eine halbstrauchige, bis 60 cm hohe, auf Kuba endemische Begonie, die aber, weil sie in Kultur offensichtlich doch weiter verbreitet ist und deshalb sogar einen umgangssprachlichen, wenigstens im englischsprachigen Raum, Namen hat: Kubanische Stechpalme (Cuban Holly). Tztztz, da denk ich wirklich nicht an einen Ilex........

Sie wächst auf Kuba an halbschattigen, sehr luftfeuchten Standorten in mild-warmen Wäldern an gut durchlässigen Plätzen. Das sind Erdabbrüche, Straßen- bzw. Wegränder und steile Hänge. Die Wurzeln sind, wie bei fast allen Begonien recht fein. Hier bei Grusons steht sie deshalb im temperierten Haus (winterliche Nachttemperatur ca. 12° C) in Schalen in einer Mischung aus Vulkatec und unserer torffreien Blumenerde (1:1). Nach dem Aussieben der staubigen Anteile zeigt sie ein wunderbares Wurzelwachstum in diesem lockeren Substrat.
Bis auf die winterliche Ruhezeit mit mäßig trockenen Bedingungen, bekommt sie stets viel Wasser. Das sie eine leichte Trockenzeit durchmachen kann, erkennt man gut an den etwas derberen Blättern.

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Begonia - Begonien - Seite 5 Empty Re: Begonia - Begonien

Beitrag  Morning Star am Mi 18 März 2020, 22:38

Begonia Dregei, Otto et Dietr.

syn. Begonia caffra
       Begonia parcifolia
       B. reniformis

Wuchs halbstrauchig, 50 - 90 cm hoch, Pflanze mit plattgedrückten, knollenartigen Wurzelanschwellungen. 
Auf den Vorgebirgen des Kap der guten Hoffnung heimisch. 1836 in Europa eingeführt. Mit Begonia socotrana gekreuzt ergab sie die 'Gloire de Lorraine' .
Wenn jemand diese Sorte - 'Gloire de Lorraine'  hat, würde ich um eine Nachricht an mich bitten. 



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