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Wurmbefall bei Ariocarpus

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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  Hendrik am Di 29 Okt 2013, 11:07

Hallo Wüstenmaus

Das wird schon klappen. Neue Pflanzen sind immer heikel. Gerade von gewerblichen Verkäufern bei denen der Faktor Zeit natürlich eine Rolle spielt ( woraus man ihnen aber auch kein Vorwurf machen kann ).

Meiner Erfahrung nach sind geringe organische Bestandteile bei Ariocarpen grundsätzlich kein Problem. Bei Hitze und/oder Trockenheit nutzen den Pilzen auch die org. Bestandteile nichts. Wink
Mit Holzkohle habe ich gute Erfahrungen gemacht ( ich verwende grobe Holzkohle vor allem als Drainage ), auch die Ariocarpen die seit diesem Frühjahr in Buchenlaub sitzen haben sich bis jetzt toll entwickelt. Mit Neem habe ich keine Erfahrungen.
Wichtig ist, wie gesagt, daß die Pflanzen schnell abtrocknen können. Das allerwichtigste bzw. effektivste dafür ist aber nach wie vor viel frische Luft, am besten ein regengeschützter Stand mit richtig Wind. Es muß nicht unbedingt Holz sein, aber der Topf sollte "an der Luft" stehen.

Guten Lehm bekommt man z.B. bei Haage, oder auch in "freier Wildbahn". Bei mir in der Nähe gibt es überall Löß/Lehm. Fast jeder Landwirt/Forstwirt kennt sich damit aus. Einfach mal fragen... Ich habe schon jede Menge verschiedene Sorten ausprobiert, alle laufen ähnlich gut. Ich denke im Bezug auf die Wahl des "richtigen" Lehms kann man nicht viel falsch machen. Perlit würde ich aber auf jeden Fall beimischen. Meistens nehme ich 2 Teile Lehm und ein Teil Perlit, von insgesamt 16 Teilen.
Wenn schnell gehen soll nehme ich ein Teil Haage-Substrat ( enthält sehr viel Lehm ), ein Teil Bims, ein Teil Granitschotter und werfe noch eine Hand voll Perlit und Zeolit rein.
Akadamar geht auch, aber feiner Lehm ist besser geeignet für den "Erhitzungseffekt" auf den ich persönlich schwöre.

LG
Hendrik
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  mythe am Di 29 Okt 2013, 11:36

Also bisher hatte ich ja nur einige geerbte Echinopsen und so das Baumarktsortiment aus meinen Anfängen. Denen hat Neem nicht geschadet. Ariocarpus habe ich bisher noch nicht, werde aber demnächst einen bekommen und da ich das Neem und den Lanzeitdünger mit ins Substrat (90% mineralisch, 10% Humus - bei epiphytischen kommt mehr Humus rein) mische, wird auch der Neem an den Füßen haben. Natürlich kann ich da jetzt noch nicht sagen, ob es schaden wird. Generell setze ich die nässe empfindlichen meist etwas höher und fülle mit feinem Kies, den ich überlicherweise zur Abdeckung des Substrats verwende, auf, damit Wurzelhalz bzw. Rübe schneller abtrocknen und nur die Wurzeln ins Substrat ragen. Wobei das Substrat durch den geringen Humusanteil und 50% Lava auch sehr schnell abtrocknet bzw. nicht viel Wasser hält.
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  Cristatahunter am Di 29 Okt 2013, 11:49

Irgendwo habe ich gelesen das Neem seine Wirkung dann entfaltet wenn es richtig Nass ist.
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  mythe am Di 29 Okt 2013, 12:25

Das habe ich noch nie gelesen und kann mir das z.B. bei Tomatenkultur auch schlecht vorstellen. Wenn die zu nass stehen kommt meist gleich die Braunfäule. Es entspricht auch nicht meiner Erfahrung, da ich Neem ursprünglich dazu benutzt habe, einen massiven Wollausbefall an meinem Zitrus zu bekämpfen. Das hat gut funktioniert und wirkt noch Jahre später - trotz teilweisen Befalls rundherum hatte er nie wieder etwas. Und nass mag er überhaupt nicht, daher ist das Substrat höchstens feucht direkt nach dem Gießen. Der Erfolg bei dieser Pflanze hat mich dann dazu bewogen, Neem auch bei den anderen vorsorglich einzusetzten und bisher scheints zu funktionieren. *klopf auf Holz*
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  Cristatahunter am Di 29 Okt 2013, 12:36

Ich zitiere einen Neemschrot Anbieter im Internet

Neemsamenschrot muss ständig begossen werden, damit sich die Wirkstoffe auch lösen können. Ohne durchdringendes gießen kein Erfolg.
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  Bird_of_Paradise am Di 29 Okt 2013, 12:49

Cristatahunter schrieb:Ich zitiere einen Neemschrot Anbieter im Internet

Neemsamenschrot muss ständig begossen werden, damit sich die Wirkstoffe auch lösen können. Ohne durchdringendes gießen kein Erfolg.
Wobei ich da nicht reininterpretieren würde, dass er ständig nass sein muss. Wenn man Ariocarpen durchdringend gießt, sich das Zeug auflöst und die das aufnehmen können, ist man ja auf der grünen Seite. Ich denke also eher, dass hier gemeint ist, wenn man die Spritzpistole nimmt und ein bisschen die Oberfläche des Substrats benetzt, wird es nichts.
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  mythe am Di 29 Okt 2013, 13:13

Ich vermute auch, dass das so gemeint ist. Lieber seltener kräftig als immer ein bisschen gießen ist ohnehin der bessere Weg. Natürlich wird das mit drei Tropfen Wasser nichts, schon allein, weil die Pflanze dann ja kaum etwas zum Aufnehmen hat. Die Inhaltsstoffe gehen aber sehr schnell in Lösung. Spritzbrühe ist z.B. bereits nach 24 Stunden einsatzbereit. Also sollte durchdringend gießen und dann wieder abtrocknen lassen sehr gut funktionieren.

Außerdem werden die Wirkstoffe auch in der Pflanze angereichert. Die sind bei trockenem Substrat nicht plötzlich weg. Und beim nächsten Gießen kommt dann Nachschub. Im Substrat das Gleiche - wenn es feucht genug ist, damit der Pilz wachsen kann, ist auch das Neem aktiv, um ihn zu stoppen.
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  wüstenmaus am Mi 30 Okt 2013, 21:03

Das durchdringende Gießen bei Ariocarpen ist ja unproblematisch, die brauchen das manchmal auch und am Naturstandort sind Überschwemmungen auch keine Seltenheit. Daher denke ich, dass der richtigen Anwendung des Neemschrots nichts im Weg stehen sollte.

Ich werde in der kommenden Saison auf jeden Fall mal Neemschrot im Substrat testen. Ein paar Brocken Lehm habe ich sogar noch im GWH stehen. Ursprünglich hatte ich den Lehm für eine Plumeria verwendet, aber dann brauchte ich doch viel weniger als gedacht. Das war ein Kampf bis ich ihn zerkleinert hatte.

@Hendrik: Was hat es den mit den Ariocarpen auf sich, die im Buchenlaub sitzen? Könntest Du mich bitte aufklären? Very Happy
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  Hendrik am Do 31 Okt 2013, 11:20

wüstenmaus schrieb:@Hendrik: Was hat es den mit den Ariocarpen auf sich, die im Buchenlaub sitzen? Könntest Du mich bitte aufklären? Very Happy
Hi
Gut abgelagertes Buchenlaub war früher das non-plus-ultra im Bezug auf die Wahl von organischen Zuschlagsstoffen bei Kakteen. Ich habe es nicht so mit den modernen, nährstoffarmen Substraten, die nur aufs Düngen ausgerichtet sind. Pflanzen, die zu sehr "künstlich ernährt" werden sind weniger belastbar, reaktionsschwächer und instabiler gegenüber Kulturschwankungen.
Deshalb gibt es bei mir auch immer mehr richtige "Erden". Ariocarpen sind fazinierende Wesen und etwas mehr "Autonomie" bringt ihre Wesenszüge noch besser zur Geltung.
Ansonsten wollte ich gerne noch etwas mit sympiotischen Bodenpilzen experimentieren, Buchenlaub ist dafür gut geeignet.

LG
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Re: Wurmbefall bei Ariocarpus

Beitrag  mythe am Do 31 Okt 2013, 11:31

Hendrik schrieb:Ansonsten wollte ich gerne noch etwas mit sympiotischen Bodenpilzen experimentieren, Buchenlaub ist dafür gut geeignet.
Neem übrigens auch. Angeblich soll es das Wachstum von Trichoderma harzianum fördern wärend andere Pilze z.B. Fusarium unterdrückt werden. Die Sache mit den Bodenpilzen finde ich interessant, zumal das Wachstum ja scheinbar enorm angeregt wird. Muss man da immer wieder Sporen nachgießen, oder bleibt die Kultur vorhanden, wenn sie einmal im Topf ist?
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