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Warum ich auf Weingartia stehe

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Weingartia in Variationen

Beitrag  Spickerer am Fr 03 Jun 2016, 14:47

Hallo in die Runde!

Hier kommen mal drei verschiedene Pflanzen. Habe sie alle drei von bekannten Händlern als Weingartia erworben. Habe noch drei weitere, von denen eine eine W. trolli sein sollte. Sie blüht allerdings gelb. Nachdem ich mich wegen der gelben Blüte beim Händler beklagte, schickte der mir eine weitere Pflanze und die vorherige durfte ich behalten, sehr kulant finde ich. Die neue Pflanze blüht auch rötlich und ist die letzte hier abgebildete. Ob das alles wirklich Weingartia ist weiß ich nicht, aber ich finde sie sehr ähnlich aussehend und sehr schön. Wissenschaftlich habe ich mich nie mit der Gattungs-und Art-Problematik beschäftigt und erwerbe mein Wissen aus den bekannten Büchern, welches ich seit ein paar Jahren durch Informationen aus dem www ergänze. Ich finde blühende Kakteen einfach nur schön.

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Zuerst mal eine gelb blühende Weingartia AW 188 Puente Sucre


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So sah sie heute morgen aus die als Weingartia erworbene "Lobivia" jarmialae


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So dann gegen Mittag.


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Und so dann endlich gegen 13:00 Uhr. Beachtet mal die nackten Knospen (lobiviaunypisch) und die gespaltenen Spitzen der Blütenblätter. Teilweise treten sogar drei Spitzen auf. Dieses Verhalten ähnelt dem ansetzen von Knospen bei Weingartia, die ebenfalls zu zweit oder dritt aus einer Areole kommen können. Ein Hinweis auf große genetische Ähnlichkeiten.


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Hier dann der trolli-Ersatz, auch eine extravagante Farbe.

Gruß, der Spickerer
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Re: Warum ich auf Weingartia stehe

Beitrag  pterocactus am Fr 03 Jun 2016, 15:43

Hallo Spickerer,

die Aufnahmen sind sehr schön.

Nr. 1 ist eine Weingartia, Nr. 2 - 4 ist eindeutig eine Lobivia, Nr. 5 würde ich auf den ersten Blick als Rebutia einstufen.

Vergleiche nur die Körper der drei Pflanzen.

Gruß pterocactus
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Re: Warum ich auf Weingartia stehe

Beitrag  sensei66 am Fr 03 Jun 2016, 17:57

Hallo Spickerer,

hübsche Pflanzen, die erste (von Wessner) würde mir auch gut gefallen. Die dritte halte ich durchaus für eine Weingartia, wobei ich gestehen muss, dass ich mich mit der Gattung auch nicht auskenne. Eine Rebutia ist es jedenfalls nicht, die blühen ja normalerweise an der Basis. Hier mal meine trollii zum Vergleich:
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ciao
Stefan
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Weingartia oder Lobivia

Beitrag  Spickerer am Fr 03 Jun 2016, 19:10

Hallo Sensei66.

Der letzte, der "trolli" ist bestimmt einer. Ich hab ihn jetzt das 3. Jahr. Er blüht mehrmals im Jahr mit bis zu drei Knospen aus einer Areole. Allerdings variiert die Blütenfarbe nach Jahreszeiten von heller bis dunkler. Auch vom aufgehen bis zum schließen verändert er sich geringfügig. Die W. (Lobivia) jarmilae zwingt mir Rätselraten auf. Lobivia habe ich auch die eine oder andere. Der Pflanzenkörper hat aufgrund der schmalen Rippen (im Gegensatz zu den eher gerundeten der meisten Weingartia) schon gewisse Ähnlichkeiten zu Lobivia. Auch die äußere Form der Knospen gleicht denen der Lovivia. Sie haben auch nicht die dunklen Ränder der Weing. an den einzelnen Blütenblätter der Knospen sondern sind einfarbig grün. Aber - das gesamte Gesamthabitus, sowie die glatten absolut unbewollten Knospen und das mehrfache rausdrücken von Knospen aus einer Areole, sowie der ringförmige mehrfache Ansatz der Knospen sprechen wieder für Weingartia. Vielleicht wurde hier eine Naturhybride gefunden und als Art beschrieben? Keine Ahnung. Für mich ist das eigentlich egal. Sie passt zu den anderen und die Farbe gefällt mir trotzdem gut, auch die ungewöhnlichen Doppelspitzen der Petalen haben ein gewisses Etwas.

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hier nochmal die gleiche Pflanze, Weingartia neocumingii var. trolli. Ein Jahr zuvor blühte sie mit diesem kräftigen Rot.


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meine älteste Weingartia neocumingii


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und noch mal die Selbe.

Tschüß, der Spickerer

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Re: Warum ich auf Weingartia stehe

Beitrag  Cristatahunter am Fr 03 Jun 2016, 21:35

Deine (Lobivia) jarmialae ist schon ein Rätsel. Denn eine Lobivia hat immer eine Behaarung auf den Knospen. Der Körper sieht aber wirklich nach Lobivia aus. Die Knospen sehen aber wie bei einer Weingartia oder Sulcorebutia aus. Am Körper sehe ich aber nichts von Weingartia.

Vielleicht findet sich mit der Zeit eine Erklährung.


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Weingartia Rätsel

Beitrag  Spickerer am Sa 04 Jun 2016, 09:56

Hallo Cristatahunter.
Habe in den letzten Jahren immer wieder rätselhafte Erscheinungen bei meinen Kakteen festgestellt. Es scheint als würde ich diese komischen Dinge anziehen. Darunter sind sprunghafte Cristatabildungen, Scheitelteilungen bei allen möglichen Kakteen, auch an Echinopsis-Ablegern und Echinopsis-Blüten. Christate Blüten treten überraschend vereinzelt auf und Blütenfarben ändern sich krass. Selbst die bereits geöffneten Blüten wachsen über Nacht noch bis zur doppelten Größe heran. Oder ein Ableger wird als Forma nudum geboren und Ähnliches. Mittlerweile warte ich schon regelrecht auf die nächste Besonderheit. Habe bei meinem letzten Besuch auf der 6. Münsterländer Kakteenschau eine kleine Sulcorebutia erstanden. Sie stand zwischen Gleichen und es hatte den Anschein, als würde sich an ihr im Scheitel eine Cristata bilden. Sie ist klein und hatte eine rötliche Blüte. Jetzt habe ich Gewissheit, denn die Cristata quillt schon oben aus dem Scheitel heraus. Das wird spannend. Momentan beobachte ich eine Lophophora williamsi die unten Ableger ansetzt. Einer ist dabei der Potential für eine Cristata besitzt u.s.w.


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Weingartia oder Lobivia, erworben mit dem Artnahmen jarmilae, heute morgen.


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Das ist die zuvor gezeigte Weingartia neocumingii. Sie blühte dieses Jahr nur kurz und mit wenigen Blüten. Dafür wächst sie dieses Jahr überraschend stark. Sie hat bereits einen Durchmesser von fast 15 cm bekommen, bei einer Höhe von 12 cm. Die wird doch wohl nicht aufplatzen. Sie steht zwischen Echinopsis, vielleicht färbt das ja ab. In den Jahren davor wuchs sie eher weniger und blühte dafür immer reichlich in mehrfachen Kränzen, brachte danach oft noch Einzelblüten.

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Weingartia Rätsel

Beitrag  Spickerer am Sa 04 Jun 2016, 14:19

Hier jetzt nochmal zum Abschluss die rätselhafte Pflanze, wohl doch ein Mutant. Zum Abschluss mit allen Blüten offen.

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Weingartia? (Lobivia?) jarmilae
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Re: Warum ich auf Weingartia stehe

Beitrag  Cristatahunter am Sa 04 Jun 2016, 15:08

Ich habe mal ein wenig rumgesurft. Es gibt einige Anbieter die Weingartia jarmilae verkaufen.

Es heisst Weingartia jarmilae Halda & Horacek und wird als Synonym für Lobivia taratensis gehalten.

Wirklich eine bemerkenswerte Pflanze die ich mir auf die Liste setze. Samen gibt es bei Köhres. Pflanzen bei Chimsee.

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Re: Warum ich auf Weingartia stehe

Beitrag  Pieks am So 05 Jun 2016, 00:09

Selber  Winken

Wie versprochen hab ich mal meine drei Weingartien untersucht. Die Erste hat sich dieses Jahr übelst ins Zeug gelegt, es ist die
Weingartia neocumingii var. hediniana KA 92.
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Üppig, oder?

Anschließend besagte Weingartia neocumingii ssp. neocumingii (KA 195), allerdings hat ihr das mit 3 Knospen pro Areole niemand erklärt,
sie hat drei Knospen pro Pflanze.
*Nudelholz*
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Und zu guter Letzt noch der Troll.
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Liebe Grüße,
Tim
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Re: Warum ich auf Weingartia stehe

Beitrag  Spickerer am So 05 Jun 2016, 12:51

Hallo Cristatahunter, auch ich wurde neugierig und habe mal gesurft. Da ist ja einiges durcheinander geschrieben worden. In der ITIS – Liste steht dieser Name als nicht akzeptiert und wird Echinopsis cinnabaria (HOOK.) zugeordnet. Aber in der Liste sind ja sowieso die meisten Namen nicht akzeptiert. Mit dieser stimmt sie aber nicht optisch überein. Besonderheit = nackte Knospen, gespaltene Blütenspitzen. Dagegen kommt die Beschreibung einer tschechischen Website der Pflanze schon deutlich näher. Von dort gibt es auch einen Link zu chiemgau... Wiederholt wird die Herkunft von einem Hügel oberhalb Arani genannt. Gezeigte Pflanzen stimmen mehr oder weniger mit der meinen überein. Auf jeden Fall kommen von dort Pflanzen mit nackten Knospen und spaltenden Blütenblättern. Dann kommen noch die Namen Lobivia acanthoplegma und Lobivia acaanthoplegma oligotricha ins Spiel. Diese unterscheiden sich aber geringfügig. Man kann nicht alles so nachvollziehen. Wie man der ITIS - Liste entnehmen kann, gibt es noch viel mehr Namenverwirrungen bei unseren stacheligen Freunden. So wie die Pflanzen am Standort aussehen und noch variieren ist es sowieso ein Wunder, wenn sie sich überhaupt bestimmen lassen. Mit ihren vermischten Merkmalen zweier Gattungen bleibt die Pflanze auf jeden Fall etwas Besonderes. Ich finde besonders die nackten Knospen sehr schön. Sie sehen aus wie kleine Kelche mit grünen Fingern die eine kleine rote Haube tragen. Na ja, Phantasien....

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