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Langsamwachsend --> Lange unter gespannter Luft?

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Langsamwachsend --> Lange unter gespannter Luft?  Empty Langsamwachsend --> Lange unter gespannter Luft?

Beitrag  Denis am Do 02 Sep 2010, 13:04

Servus zusammen,

mir ist gerade etwas widersprüchliches aufgefallen. Einerseits sagt man, dass man bei langsamwachsenden Arten die Plastiktüten ruhig das erste Jahr ständig drauflassen sollte (Fleischern). Anderesseits haben einige Liebhaber langsamwachsender Arten diese schon früh an der "frischen Luft".

Nun frage ich mich: Verlangsamt die Anwesenheit von Trockenheit das Wachstum erheblich oder warum wird dazu geraten, die hohe Luftfeuchtigkeit über das erste Jahr ständig aufrecht zu erhalten?

Vermutet habe ich bisher auch, dass durch das ohne Plastiktüte permanent notwendige Gießen die kleinen Sämlinge von einer Kalkschicht zu sehr eingedeckt werden.

Habe im Moment parallel eine Frailea-Aussaat unter Frischluft (nur bis zur ersten Dornenbildung unter der Tüte) und permanent unter der Tüte laufen. Ich kann nicht sagen, dass die Tütensämlinge besser aussehen, jedoch waren diese auch schwächlicher und darum habe ich die "stärkeren" an die unbemherzige Umwelt gelassen

Nun habe ich auch noch eine Strombocactus-Aussaat, bisher permanent unter der Tüte gehalten. Hierbei sind die grössten Exemplare bereits 5 mm gross (Strombocactus disciformis var. seidelii) , die mittleren ca. 3-4 mm (Strombocactus disciformis var. jarmilae) und die kleinsten vielleicht 2 mm (Strombocactus disciformis). Unschlüssig bin ich mir, ob ich die Tüte jetzt mal langsam wegnehmen sollte, um sie dann trocken zu überwintern oder aber, dass ich sie unter Kunstlicht durchkultiviere. Wie wichtig ist eine Winterpause für Sämlinge?

Alle Aussaaten sind von Januar dieses Jahres.

Was meint ihr so?

Gruss
DenisM
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Beitrag  Ralph am Do 02 Sep 2010, 18:02

Hallo Denis,

ich gehöre zu der Fraktion, die alles so früh wie irgend möglich an die Frischluft stellt (ist eben einfach so). Allerdings hatte ich voriges Jahr, bei meiner ersten Blossfeldia Aussaat, mit dieser Vorgehensweise Schiffbruch erlitten. Die ersten sechs Wochen lief alles perfekt. Nach ca. 4 Wochen habe ich angefangen mit dem Lüften und nach 6 Wochen habe ich die Abdeckung ganz weggenommen. Es dauerte dann nicht lange, vielleicht 2 Wochen, dann hatten die Kerlchen das Wachstum eingestellt. Sie sind zwar nicht eingegangen, traten aber alle nur noch auf der Stelle und sahen auch etwas kränklich aus. Gegossen hatte ich ausschließlich mit demineralisiertem Wasser. Im Herbst habe ich dann diesen hoffnungslosen Versuch weggekippt.

Dieses Jahr habe ich dann den zweiten Versuch unternommen und die Folie drauf gelassen und sie wachsen nachwievor munter vor sich hin. Damit steht für mich die Ursache des vorjährigen Scheiterns fest: Die löslichen Substanzen des Substrates sind schneller an die Oberfläche gewandert als die Sämlinge ihre winzigen Wurzeln nach unten schieben konnten.

Gruß
Ralph
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Beitrag  Denis am Do 02 Sep 2010, 18:17

Ralph schrieb:
Dieses Jahr habe ich dann den zweiten Versuch unternommen und die Folie drauf gelassen und sie wachsen nachwievor munter vor sich hin. Damit steht für mich die Ursache des vorjährigen Scheiterns fest: Die löslichen Substanzen des Substrates sind schneller an die Oberfläche gewandert als die Sämlinge ihre winzigen Wurzeln nach unten schieben konnten.

Hallo Ralph,

und wann planst du diese neue Blossfeldia-Generation an die Luft zu lassen?

Gruss
Denis
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Beitrag  Travelbear am Do 02 Sep 2010, 18:31

Hallo zusammen,

bei etwas empfindlichen Arten mache ich es so, daß ich die Frischhaltefolie, die ich über meine Aussaatgefäße während der Keimung gespannt habe, schließlich mit einer heißen Nadel perforiere. Durch die Hitze schmilzt das Plastik der Folie und die Löcher werden etwas größer. Durch die Anzahl der Löcher läßt sich sehr gut die Verdunstungsgeschwindigkeit einstellen. Gleichzeitig bleibt aber immer noch eine etwas erhöhte Luftfeutigkeit über den winzigen Keimlingen, so daß diese nicht so schnell austrocknen. Alternativ kann man die Folie ein paar Tage abmachen, danach aber wieder auch mal ein paar Tage auflegen. Dieses Verfahren ist aber etwas mühsamer und man kommt leicht mit dem Rythmus durcheinander.
Gerade ziehe ich auf diese Weise Ferocactus lindsayi hoch. Dieser hat auch sehr kleinen Samen und auch die Sämlinge sind winzig und wachsen sehr langsam.

Gruß Peter
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Beitrag  Ralph am Do 02 Sep 2010, 19:16

Hallo Denis,

der Plan ist, mangels eigener Erfahrung, die gespannte Luft noch über den Winter zu erhalten. Die Kerlchen fangen jetzt an, ihre Rübenwurzeln auszubilden, diese sind jetzt mehrere Millimeter lang. Daher denke ich, daß sie mit der neuen Wachstumsperiode schon wesentlich widerstandsfähiger sein werden. Ich hatte die Abdeckung versuchsweise schon mal runter genommen und das Substrat antrocknen lassen (ca. eine Woche). Sah ganz gut aus, konnte soweit nichts nachteiliges feststellen.

Peter's Perforierungs-Vorschlag gefällt mir sehr gut. Ich werde versuchen, sie hell und etwas kühler über den Winter zu bringen mit einer leichten Feuchtigkeit im Boden. Die perforierte Folie scheint mir dafür der richtige Ansatz zu sein.

Gruß
Ralph
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