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Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

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Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Cristatahunter am So 09 Nov 2014, 22:23

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Eine Weingartia kargliana hat durch eine Scheitelverletzung zu kindeln begonnen. Eines dieser Kindel habe ich auf eben diesen Tc. pachanoii gepfropft.
Schon von Anfang an hat er mir nicht gefallen. Ich dachte erst an Schädlinge. Doch mit der Lupe und auch digital vergrössert liess sich kein Tierchen ausmachen. Je grösser der Pfröpfling wurde um so sicherer kann ich sagen das es ein Virus sein muss den sogar die Dornen scheinen in mitleidenschaft gezogen worden zu sein.
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Pieks am Mo 10 Nov 2014, 23:46

Huhu,

darf ich bitte ganz unwissend fragen, wie man eine Viruserkrankung erkennt? Ich könnte nicht einmal
sagen, ob das Schadbild bakteriell oder pilzlich ist, geschweige denn viral.

Liebe Grüße,
Tim
Cool
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Cristatahunter am Di 11 Nov 2014, 00:42

Hallo Tim

Das hat mit Unwissenheit nichts zu tun. Auch ich kann den Symptomen alleine keine Viruserkrankung gezielt  zuschreiben. Da ich aber Zusammenhänge mit anderen Vorkommnissen kombiniere bin ich mir sicher das es eine Viren Attacke ist.
Vor Jahren habe ich von einem Bekannten diverse Trichocereus pachanoi erhalten. Das sind in der Regel sehr gute und langlebige Pfropfunterlagen. 
Beim Pfropfen von Astrophytum ist mir aufgefallen das diese sich zu Hakuun umwandelten. Durch einen Tipp im Forum habe ich erfahren das diese (Mutationen) durch einen Virus der sich in den Unterlagen verbirgt hervorgerufen werden. Da es aber hiess, dass andere Kakteenarten von dem Virus unbehelligt bleiben, habe ich vor allem andere Kakteenarten auf diese Trichos gepfropft. Jetzt musste ich aber eben feststellen das sich bei Weingartia und Rebutia die ich auf diese Trichos gepfropft eben dieses Schadbild zeigte.
Da in der direkten Umgebung dieser beiden Pflanzen, Chamaecereen standen, die makellos blieben, kann ich Spinnmilben ausschliessen.
Zudem die gleiche Rebutia auf einem Echinopsis unauffällig verhält, gehe ich von einer Virusübertragung vom Trichocereus aus. Die Epidermis wird schorfig und krankhaft.

Da im Forum schon öfters rätselhafte Erkrankungen gezeigt wurden die sich ähnlich verhielten und eben auch keine Spinnmilben gefunden wurden, finde ich es wichtig darüber zu berichten.
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Pieks am Di 11 Nov 2014, 01:04

Dankeschön!!!

Sporbi hatte auch schon von Viren berichtet, aber klang auch bei ihm eher nach Erfahrungswerten.
Was ja auch völlig ausreicht. Schade nur, dass man das nicht vorher erkennen kann...

Liebe Grüße,
Tim
Cool

P.S.: Hatte mal eine Matucana, die Deiner gepfropften Weingartia sehr ähnlich sah, auch so braun.
Allerdings auf eigenen Wurzeln.
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  nikko am Di 11 Nov 2014, 07:42

Moin Stefan,
ein interessanter Fall! Auf den ersten Blick hätte ich auch auf Spinnmilbenbefall getippt... da das aber ausgeschlossen ist und Aufgrund Deiner Beobachtungen ist ein Virus ja wohl wahrscheinlich.
Wieder etwas gelernt...

Was machst Du nun damit? Vermutlich entsorgen, oder?

LG,
Nils
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Cristatahunter am Di 11 Nov 2014, 07:51

Ja Tim,

den Unterlagen sieht man wirklich nichts an. Eigentlich sollte ich diese alle wegwerfen. Denn es sind nur einige die befallen sind. Die sind aber so schön. Ich kriege es nicht übers Herz.

Wegen der Matucana madisonorum die den Schorf bekommt. Scheint es eine Art Temperaturunverträglichkeit zu sein. Ich habe eine weisse und eine rote nebeneinander stehen. Die rote hatte nach dem Winter eine korkige Epidermis bekommen die weisse aber gar nicht. Hat sich aber mit den Jahren wieder rausgewachsen. Scheint das Resultat einer besonders kalten Nacht gewesen zu sein.
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Cristatahunter am Di 11 Nov 2014, 07:53

nikko schrieb:Moin Stefan,
ein interessanter Fall! Auf den ersten Blick hätte ich auch auf Spinnmilbenbefall getippt... da das aber ausgeschlossen ist und Aufgrund Deiner Beobachtungen ist ein Virus ja wohl wahrscheinlich.
Wieder etwas gelernt...

Was machst Du nun damit? Vermutlich entsorgen, oder?

LG,
Nils  
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  flowerpower am Di 11 Nov 2014, 09:11

Hallo,
gerade vor ein paar Tagen habe ich mir ein gepfropftes Astrophytum Hakuun gekauft. Wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe, sind diese Hakuuns, bzw. zunächst einmal ihre Unterlagen von einem Virus befallen. Die Hakuuns kann man also nicht durch Aussaat vermehren. - Ist das richtig?
Muss ich mir um meine anderen Kakteen Sorgen machen oder wird das Virus nur beim Pfropfen übertragen? Mein Astro ist in meinen Augen schön, aber bei anderen Kakteen möchte ich diese Veränderung nicht unbedingt haben.
Liebe Grüße
Ilona
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Cristatahunter am Di 11 Nov 2014, 19:00

Dieses Virus ist fast ausschliesslich an Astrophytum sichtbar und ist für die wolkige Beflockung  verantwortlich sonst sollen andere Kakteen nicht beeinflusst werden. Übertragen kann das Virus nur durch den Austausch von Körperflüssigkeiten äh bei Kakteen natürlich.
Das ich jetzt bei Rebutia und den nahen verwandten Weingartia negative Auswirkungen hatte war für mich eine Überraschung.
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Re: Wieder eine Virenübertragung durch meine Trichocereus pachanoii

Beitrag  Torro am Di 11 Nov 2014, 20:06

Uh - da wäre ich jetzt aber vorsichtig das alles durcheinander zu werfen.

Sporbi hat seine T. pachanoi einem erfolglosen Wintertest unterworfen.  Wink
Die Dinger sind so lange hin und her gepfropft, da ist ein Virus wahrscheinlich.
Zumal dieser Klon durch helle Flecken gekennzeichnet und nicht wirklich stark ist.

Das ein durch Viren geschwächter Kaktus dann nach dem pfropfen solche Erscheinungen zeigt
glaube ich auch unbesehen.

Das Ding mit den durch Viren übertragenen Astro-Wollflecken ... eher nicht.

Übrigens haben Karlchen und ich mal ein paar Kakteen testen lassen.
4 von 5 hatten Viren. Das waren so variegate Arten, die sehr lange und weit durch pfropfen
verbreitet wurden. Der unbefallene war ein stinknormaler von Karlchen.

Eine Gefahr für die restliche Sammlung geht eigentlich von diesen Viren nicht aus.
Es sei denn, da krabbeln Viecher rum und beißen in den befallenen Kaktus und danach
in "saubere" ohne sich zwischendurch die Zähne zu putzen.

_________________
LG Torro
Si vis pacem, para bellum.
Zu deutsch: Willst Du Blüten, dann pfropfe rechtzeitig.
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