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Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Tarias am Do 20 Nov 2014, 22:19

Verdammte Sch...
Sorry.
Musste mal raus.
Da hat man 20 Jahre lang keine Probleme, und nach einer Kauforgie letztes Jahr dann gleich den doppelten Mist.
(Lacht nicht, ich habe zwar in den 20 Jahren vorher immer wieder Pflanzen gekauft, aber da war ich irgendwie immer vorsichtig und habe Neuzugänge genau kontrolliert...).

Was mich grad aus der Spur wirft ist die Gleichung Wurzelläuse = Wolläuse.
Meine Mutter hatte Wolläuse in ihrem Orchideenbestand, und letzten Endes musste sie alle komplett entsorgen nach drei Jahren erfolgloser Behandlungen (inklusive kompletter Umtopfaktion mit neuen Töpfen, neuem Substrat, Insektizid ...).

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass ich die Wahl habe, alles auszutopfen und zu behandeln, oder mich bis an die Schmerzgrenze mit dem Viehzeug abzuplagen.

Wie ist eure Einschätzung/Erfahrung: Wenn ich jetzt alles austopfe, nach Vorschrift mit einem Insektizid behandle, entsprechen lange trocknen lasse (liegend?in Töpfe gestellt?), und danach neu eintopfe (neue Töpfe natürlich) - habe die Kakteen eine Chance?
Oder sollte ich hoffen, dass im Frühjahr noch die meisten leben, und dann die Töpfe mit Insektizid tauchen und gleichzieitig Stecklinge machen was noch möglich ist???
(Die meisten meiner Kakteen sind leicht über Stecklinge zu ziehen.)

Wenn ich jetzt noch tauche bekomme ich die Töpfe nicht mehr trocken...
Obwohl, wir haben hier im Süden für die nächsten Tage Temperaturen um 15 Grad vorhergesagt. Zur Not könnte ich alle in´s (ungeheizte) GW stellen, bis sie durchgetrockent sind.

scratch
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Cristatahunter am Fr 21 Nov 2014, 00:17

Hallo Bianca
du bist wirklich nicht zu beneiden. Da gibt es meiner Meinung nach nur eins. Augen zu und durch.

Alles austopfen und irgendwo im Garten in einen durchlässigen Kunststoffkorb oder Kiste legen. Den Gartenschlauch nehmen und die ganze Pflanze mit einem Wasserstrahl abspritzen bis der Nackte Kaktus vor dir liegt. Anschliessend in einen sauberen Topf ohne Erde stellen. So stehen lassen bis die Wurzeln schön trocken sind. Dann zum überwintern immer noch ohne Erde an einen kühlen Ort stellen. Abwarten und Tee trinken. Wärend dem immer wieder die Pflanzen kontrollieren. Im Februar aus den Töpfen nehmen und mit einem Insektizid ansprühen und nochmals abtrocknen lassen und danach in frisches Substrat eintopfen.

Viel Erfolg.
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Fred Zimt am Mo 24 Nov 2014, 20:36

Meine Mutter hatte Wolläuse in ihrem Orchideenbestand, und letzten Endes musste sie alle komplett entsorgen nach drei Jahren erfolgloser Behandlungen (inklusive kompletter Umtopfaktion mit neuen Töpfen, neuem Substrat, Insektizid ...).

Tschuldige, aber das klingt nach inkonsequenter oder unsachgemäßer Behandlung-
Wollläuse lassen sich verhältnismäßig gut bekämpfen und bringen eine Pflanze
auch nicht gleich um die Ecke.
Kein Orchideenfreund mit einer wertvollen Sammlung würde die deswegen der Vernichtung preisgeben.

Keine Panik, und wie Stefan schon schrub:
Augen auf und durch.

meint der

Fred
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Tarias am Di 25 Nov 2014, 21:09

Hallo Fred,

es war keine "wertvolle" Sammlung, überwiegend Multihybriden.
Das Problem war einfach, dass meine Mutter die Wolläuse die ersten zwei Jahre klassisch behandelt hat (mit einem Wattestäbchen wegwischen, baumarktübliches Insektizid oberflächlich angewendet.). Die Viecher (bzw. ihre Brut) saßen irgendwann in jeder Ritze, in jedem Topfrand, und dummerweise auch in Ecken und Ritzen außerhalb des Topfes, so dass es nach der Radikalkur mit Substratwechsel und neuen Töpfen sehr schnell zu einem Neubefall gekommen ist.
Meine Mutter hat erst Ruhe, seit sie alles entsorgt hat, die Fensterbretter und Umgebung mit Spiritus behandelt und über 6 Monate gewartet hat, bis sie wieder Pflanzen dorthin gestellt hat.
(Im Nachhinein sind wir auch drauf gekommen, dass sie ja die frisch behandelten Orchideen einfach in andere Räume hätte stellen können ...)

Meine Kakteen: Die Radikalbehandlung ist gemacht. Jetzt müssen nur die Töpfe wieder gut abtrocknen, und im Frühjahr hoffentlich alle Töpfe sauber sein (und die Kakteen noch leben Rolling Eyes ).
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Wüstenwolli am Di 25 Nov 2014, 21:42

hallo Bianca,
drücke Dir die Daumen, dass alle Deine befallenen und nun gut behandelten dornigen Schätze den Winter gut überstehen!
Mit entdecktem Wurzellausbefall kurz vor dem Winter habe ich auch immer mal wieder zu tun -
war der Befall stark, habe ich die Wurzeln sogar komplett entfernt,
die "Torsos" Very Happy an der Basis in Chinosol - Lösung gebadet, trocknen lassen , im Keller trocken überwintert und im Frühjahr neu bewurzelt.
Etwas aufwendig - aber hat funktioniert.
Aufgefallen ist mir beim Einräumen , dass dieses Jahr einige im Garten sommers dort platzierten Kakteen am äußeren Wurzelbereich mit Wurzelläusen leicht befallen sind - das hatte ich in den letzten Jahren gar nicht.
Konnte die äußeren Wurzeln entfernen - der Rest sah unbeschadet aus ; wurde aber trotzdem vorsichtshalber in der Lösung gebadet.


LG Wolli
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Fred Zimt am Di 25 Nov 2014, 22:02

Hallo Bianca, das meinte ich-
ein Sammelsurium von leicht zu ersetzenden Baumarkthybriden wirft der Fensterbankgärtner
eventuell genervt auf den Kompost bevor er konsequent und sachgemäß
die richtigen Register zieht.
Dazu gehört auch das Reinigen des Standplatzes,
erstaunlicherweise sind die Wolläuse ja engagierte Fußgänger.

Bianca schrieb: Die Radikalbehandlung ist gemacht

Wie bist Du denn vorgegangen?

Grüße

Fred
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Tarias am Mi 26 Nov 2014, 22:06

Ich habe alle Pflanzen mit einem Bi58-vergleichbaren Mittel getaucht.
Die Töpfe stehen jetzt im Gewächshaus, damit sie so gut wie möglich abtrocknen, ansonsten wird das Winterlager etwas aufgeheizt bis die Töpfe wirklich gut durchgetrocknet sind.
Ich bin wirklich gespannt, wie die Kakteen das überstehen.
Für den schlimmsten Fall kann ich zum Glück einen Großteil der Pflanzen über Stecklinge vermehren...

Und die Moral aus der Geschichte: Man sollte auch im größten Kaufrausch noch den gesunden Menschenverstand walten lassen Rolling Eyes .

Was die Orchideen anbelangt: Ich habe im Lauf meiner Orchideen-Halter-Karriere schon einige der verpönten "Baumarkthybriden" durch unsachgemäße Behandlung und viel mehr durch mangelnde Geduld verloren. Mittlerweile bereue ich es bei vielen Pflanzen, denn gerade die schönen und ausgefallenen Zeichnungen und Farbverläufe sind meist nur einmal zu bekommen, und dann sucht man vergebens danach. Es kommen geraden bei den Phals zwar immer spektakulärere Farben und Zeichnungen auf den Massenmarkt, aber die sind oft nur einmalig im Angebot.
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Fred Zimt am Mi 26 Nov 2014, 22:20

Ich habe alle Pflanzen mit einem Bi58-vergleichbaren Mittel getaucht.

Ich steh ja voll auf klare Ansagen ...
Welches Mittel?Very Happy

Wieso hast Du die Pflanzen denn nicht ausgetopft?
Das ist jetzt keine Kritik- mich tät aber interessieren, welche Überlegung dahinter steckt
Und Baumarkthybriden wollt ich  bei der Gelegenheit auch nicht verpönen Wink

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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Tarias am Do 27 Nov 2014, 21:49

Fred, du hast PN.

Was deine Frage bezüglich des Austopfens anbelangt: Meinst du mit Austopfen nur Austopfen oder Austopfen und alles Substrat entfernen?
Beides wäre für mich der GAU, da ich sehr viele große Töpfe (Durchmesser über 25-30 cm) mit stark sprossenden Kakteen habe. Aylostera-Polster, Chamaecereen etc.
Diese auszutopfen und von Substrat zu befreien würde gleichzeitig ein heilloses Chaos aus auseinanderfallenden Polstern und abgefallenen Sprossen bewirken.
Keine wirklich ermutigende Vorstellung.
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Re: Wurzelläuse und Spinnmilben - brauche Ideen für weiteres Vorgehen

Beitrag  Cristatahunter am Do 27 Nov 2014, 23:30

Bei so grossen Polstern macht es wirklich keinen Sinn alle Erde zu entfernen.
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