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Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger )

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Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger ) - Seite 2 Empty Re: Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger )

Beitrag  agavenroland am Di 25 Nov 2014, 18:52

Hallo Jürgen,
hier eine Adresse www.wurmverein.de
da kannst Du alles erfahren über den Wurmhumus von der Herstellung bis zum Endprodukt

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Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger ) - Seite 2 Empty Re: Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger )

Beitrag  Fred Zimt am Di 25 Nov 2014, 19:43

Jürgen schrieb:Ich denke man muß Wurmer kaufen und die müßen mit dieser Erde. Erst diesen Humus herstellen.
Hoi Jürgen, hast Du die links in Beitrag 8 gelesen?
Den Wurmhumus kannst Du fix und fertig sackweise kaufen, zum Beispiel auch hier


Jürgen schrieb:Durch die organischen Bestandteile holst du dir aber auch organische Schädlinge rein wie Wurzelläuse oder Trauermücken.
Die Gefahr besteht bei jedem Humus-Einsatz, egal ob vom Wurm oder aus dem Blumenerde-Sack.
Wer sichergehen will oder eher zu Panik neigt, sterilisiert halt sein Substrat.





Roland schrieb:hier eine Adresse www.wurmverein.de
da kannst Du alles erfahren über den Wurmhumus von der Herstellung bis zum Endprodukt
Der link steht ebenfalls schon in Beitrag 8 Wink



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Beitrag  sensei66 am Di 25 Nov 2014, 19:49

Ich muss da jetzt mal doof fragen: was ist denn daran so besonders (außer dass jemand seinen Humus zu Geld machen möchte)?
In meinem Kompost tummeln sich auch Tausende Regenwürmer, der Humus der da entsteht, ist auch durch diverse Wurmmägen gewandert.
Der "Wurmhumus" hat meines Erachtens die gleichen Vor- oder Nachteile wie "normaler" Humus.
Wohlgemerkt, wir reden von echtem Humus, nicht von Torf...
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Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger ) - Seite 2 Empty Re: Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger )

Beitrag  Jürgen Th. am Mi 26 Nov 2014, 17:47

Ich verwende eigenlich kein Humus bei meinen Kakteen oder so gut wie keinen. Deswegen wollte ich das mit dem Wurmhumus eure meinungen hören. Aber ich kaufe mir kein Wurmhumus. Das Risiko ist mir einfach zu groß..

gruß Jürgen Th.
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Beitrag  Liet Kynes am Mi 26 Nov 2014, 20:32

Meiner Meinung nach wäre es für den Sukkulentenbereich dann ein theoretisch interessanter Substratzuschlagstoff,wenn man die Regenwürmer dazu gebracht hätte,möglichst magere Grundsubstanz aufzuarbeiten.

In den reinen frischen Kompost geht der Regenwurm nicht,dafür muss der Kompost entweder weitere Jahre abgelagert sein,oder "Streckstoffe" wie etwa Gartenerde o. ehemalige Blumenerde beinhalten. Vorher findet man nur den Kompostwurm und andere Verwerter organ. Substanzen früherer Verrottungsstadien.Also quasi die Anzeiger dafür,dass der Kompost noch nicht reif zur Ernte ist.

Ein gewisses Maß an frischem organischen Material benötigt der "Haupt Endverarbeiter",also der Regenwurm, aber immer noch. Zu viel oder zu wenig davon, lehnt er tendenziell ab. Für den "Sukkulenten-Wurmhumus" wäre es also ideal, die Würmer würden ein Substrat bearbeiten,dass ihnen gerade eben noch so genügend zum Überleben bietet. Da denke ich spontan an ein mineralisches Gemisch mit einem Mindestanteil etwa 3 Jahre alter Komposterde.

Aber das alles ist von mir hier spontan und rein theoretisch durchgespielt. Eigentlich werden Themen wie Wurmhumus eher in Zusammenhängen wie naturnahem Gärtnern ab Beet-Dimension thematisiert, weil die Substanz dort in einem Gesamtkontext vorkommt,der in sich geschlossen Sinn macht. Im kleinen Kontainer ist eben immer die Frage, ob es diesen Sinn so behält.

Wie verhält es sich bei Wurmhumus allgemein im Bezug auf seine Eigenschaft Pilzen Nährboden zu bieten ? Wenn er dabei konkurrenzfähig mit Kokosfaserprodukten ist, steigert das seine Relevanz im Gesamtkontext sicherlich.
Ansonsten kommen wieder andere Fragen in den Zusammenhang: Etwa nach dem Kontext, durch hypothetische Mykhorriza-Kolonien die unvermeidliche Pilzkolonisierung des Endsubstrates wenigstens im für die Sukkulenten unschädlichen Bereich zu halten,bevor sich schadhafte Pilze durchsetzen.

Alternativ lässt sich Wurmhumus bestimmt auch durch Erhitzen steriler machen,aber dann bleibt die Frage,ob es danach noch ein besonderer Zuschlagstoff ist.

Praktischer Vorschlag zur Alternative : Pflanzgefäß mit möglichst großen Abzugslöchern wählen, optional Humus-affine Sukkulentenpflanze wählen, erprobtes humushaltiges Substratgemisch einfüllen,optional pflanzen...Mit Pflanzung läuft der Test gleich mit Versuchsobjekt, ohne solches sieht man aber zumindest schon,ob das Substrat noch weiter veredelt werden könnte:
Wenn man dann das Ganze im Sommer mal eine Weile nach draußen auf den Rasen oder offenen Boden stellt und abwartet,ob die Würmer nicht von alleine einziehen. So bräuchte man keinen Wurmhumus beimischen,sondern ließe die Natur die eigene fertige Substratmischung nur noch veredeln. Ist sicher von allen Arten Zirkus die bequemste und sicherste,denn schlechter wird das Substrat davon garantiert nicht .

Gruß,Tim


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Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger ) - Seite 2 Empty Re: Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger )

Beitrag  chico am Mi 26 Nov 2014, 20:55

Was soll man dazu sagen?
Viel Fragen und keine?
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Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger ) - Seite 2 Empty Re: Wurmhumus für Kakteen gegen krankheiten und gesundes Wackstum ( Dünger )

Beitrag  william-sii am Mi 26 Nov 2014, 21:36

Hallo Tim,
bei diesen Würmern handelt es sich nicht um heimische Regenwürmer, sondern um Eisenia foetida. Der kann frische Abfälle verarbeiten:
Die eingesetzten Humuswürmer der Gattung eisenia foetida foetida werden im hier verwendeten Verfahren in einer hohen Dichte eingesetzt (ca. 180 Würmer / Liter). Der Humuswurm verarbeitet frische Abfälle, die locker und feucht krümelig verabreicht werden. Damit reduziert sich eine Geruchsbelästigung durch Gär- und Fäulnisprozesse. schrieb:
So ein Wurmkasten besteht aus 2 Abteilen, welche durch ein Gitter getrennt sind. In den Abteilen befindet sich Erde. Die Abfälle werden auf das Substrat platziert. Die Würmer fressen diese Abfälle und scheiden ihren Kot in der Erde darunter ab. Ist in einem Abteil genug Wurmkot, so wandern die Würmer durch das Gitter ins andere Abteil und werden dort weiter gefüttert.
Um auf Jürgens Frage zurückzukommen:
Anhand der Analysenwerte ist der Nährstoffgehalt relativ gering, v.a. der Phosphatanteil, der ja gerade die Blütenbildung anregen soll. Auch ist der Calziumanteil relativ hoch, für Pflanzen, die leicht saures Substrat mögen nicht gerade ideal. Bei einem Naturprodukt wie Wurmhumus ist es auch fraglich, welche Pilze (Mykorrhizza oder Schadpilze) darin enthalten sind. In alten Kakteenbüchern wird gut verrotteter Buchenlaubkompost als Organik angegeben. Der ist dann so weit zersetzt, dass das Leben der zersetzenden Pilze weitgehend erloschen ist. Genau deshalb ist ja auch von frischer Blumenerde mit Kompostanteil abzuraten.
Fazit: Meiner Meinung nach wäre es ratsam, einen solchen Wumkompost noch mindestens 1 Jahr aerob vergären zu lassen, bevor man ihn ins Kakteensubstrat gibt. Schaden dürfte er dann nicht. Inwieweit er nützt wäre durch Versuch zu ermitteln.
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Beitrag  Liet Kynes am Mi 26 Nov 2014, 22:26

Hi Ernst, vielen Dank für die genauere Erläuterung

Hängt der Calciumgehalt denn nicht nur von den Ausgangsstoffen ab ? Oder entsteht das anderweitig beim Umsetzungsprozess ?
Wäre ja interessant,weil ja entscheidend ist,ob daran die Würmer alleine schuld sind. Ich gehe mal davon aus,dass die nicht nur einseitige Kost verdauen können...

Ansonsten überlege ich weiterhin,ob erhitzter Wurmhumus nicht doch eine weitere zeitsparende Alternative für den Endzweck sein könnte. Wenn man den Calciumgehalt mal außen vor lässt.

Gruß,Tim
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Beitrag  Fred Zimt am Mi 26 Nov 2014, 22:58

...handelt es sich nicht um heimische Regenwürmer, sondern um Eisenia foetida
Das ist natürlich etwas mißverständlich, denn der Mist- oder Kompostwurm genannte E. fetida
ist einheimisch und gehört in die Familie Lumbricidae, also zu den Regenwürmern.
Ausserdem, wenn ich schon am Besserwissern bin, schreibt er sich neuerdings fetida, also ohne o.
Weiß der Bäcker warum... Rolling Eyes scratch

Auch ist der Calziumanteil relativ hoch, für Pflanzen, die leicht saures Substrat mögen nicht gerade ideal.
Aus dem Calciumanteil eine Aussage über den pH-Wert des Produktes zu treffen halt ich für unparktikabel.
Das ist ein ziemlich komplexes Thema.
Vieleicht kann Stefan mal was fachlich qualifiziertes dazu sagen?

Ausserdem, so ließt man allerorten, tummelt sich der Kompostwurm am liebsten im  neutralen/leicht sauren Bereich
von pH 5-7.


So eine Wurmkiste fänd ich ein interessantes Projekt,
leider hab ich keine Möglichkeit sowas im Winter temperiert aufzustellen.


Grüße

Fred

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Beitrag  Pieks am Mi 26 Nov 2014, 23:29

Bisschen was Weiterführendes:

Vermikompost

Aerobe Gärung

nacht
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