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Sulcorebutia steinbachii v. steinbachii

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Sulcorebutia steinbachii v. steinbachii Empty Sulcorebutia steinbachii v. steinbachii

Beitrag  sulco-willi am Fr 05 Dez 2014, 18:25

Liebe Sulcofreunde,

ich habe schon das ganze Jahr über immer mal wieder Bilder von Pflanzen der mir bekannten Fundorte von S. steinbachii v. steinbachii hochgeladen. Daraus ist nun eine sehr umfangreiche Dokumentation dieser Art geworden. Mit insgesamt 140 Bildern zeige ich die enorme Variationsbreite der Typart der Gattung Sulcorebutia. Ich bin der Meinung, dass man, wenn man über Sulcorebutia reden will, besonders auch die Typart kennen muss. Nur so wird es nachvollziehbar, dass die Variationsbreite dieser Gattung anscheinend keine Grenzen kennt. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch das mal anschauen würdet und wie immer sind Kommentare sehr erwünscht.

Beste Grüße

Willi

PS: auch bei S. albissima gibt es am Ende einen Anzahl neuer Bilder

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Beitrag  komtom am So 28 Dez 2014, 10:18

Hallo Willi,

bin ich hier richtig um über die Formenvielfalt der Sulcorebutia steinbachii zu diskutieren?

Nun ja, für mich stellt sich, bei dieser Formenvielfalt, schlicht die Frage wie erkennt der Fachmann denn eigentlich dass diese und jene Pflanze noch zu der genannten Art gehört. Klaro im Sulcorebutia Buch habe ich lesen können dass schon die Populationen, ich sag mal auf einem Berghang, sehr unterschiedlich sind. Und die heutigen Botaniker suchen nicht mehr die Unterschiede in den Merkmalen der Pflanzen, sondern eher die Gemeinsamkeiten, was ich so auch nachvollziehen kann. Aber wie kann eine Pflanze welche sich so sehr vom Holotypus unterscheidet noch diesem Zugeordnet werden? Schon das 3. Bild deines Lexika-Beitrages über Sulcorebutia steinbachii v. steinbachii verwirrt mich vollends. Was haben die von dir gezeigten Pflanzen gemeinsam, was andere Sulcorebutien nicht auch hätten?

Vielleicht sollte ich mir nochmal die Literatur reinziehen, aber im Endefekt war ich bei dieser schon etwas überfordert. Also ich bin kein Fachmann für Sulcorebutien habe aber auch einige Pflanzen in der Sammlung die dort wunderbar gedeihen und auch blühen. Speziell Formen von S. steinbachii und S. tiraquensis sind meine Lieblinge.

also bis bald und Grüße

komtom
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Beitrag  sulco-willi am So 28 Dez 2014, 12:11

komtom schrieb:Hallo Willi,

bin ich hier richtig um über die Formenvielfalt der Sulcorebutia steinbachii zu diskutieren?

Nun ja, für mich stellt sich, bei dieser Formenvielfalt, schlicht die Frage wie erkennt der Fachmann denn eigentlich dass diese und jene Pflanze noch zu der genannten Art gehört. Klaro im Sulcorebutia Buch habe ich lesen können dass schon die Populationen, ich sag mal auf einem Berghang, sehr unterschiedlich sind. Und die heutigen Botaniker suchen nicht mehr die Unterschiede in den Merkmalen der Pflanzen, sondern eher die Gemeinsamkeiten, was ich so auch nachvollziehen kann. Aber wie kann eine Pflanze welche sich so sehr vom Holotypus unterscheidet noch diesem Zugeordnet werden? Schon das 3. Bild deines Lexika-Beitrages über Sulcorebutia steinbachii v. steinbachii verwirrt mich vollends. Was haben die von dir gezeigten Pflanzen gemeinsam, was andere Sulcorebutien nicht auch hätten?

Vielleicht sollte ich mir nochmal die Literatur reinziehen, aber im Endefekt war ich bei dieser schon etwas überfordert. Also ich bin kein Fachmann für Sulcorebutien habe aber auch einige Pflanzen in der Sammlung die dort wunderbar gedeihen und auch blühen. Speziell Formen von S. steinbachii und S. tiraquensis sind meine Lieblinge.

also bis bald und Grüße

komtom

Hallo komtom,

wo sonst sollten wir über dieses Thema diskutieren. Ich habe auf eine solche Frage regelrecht erwartet, wohl wissend, dass ich kaum in der Lage sein würde, eine befriedigende Antwort zu geben.

Obwohl sich dieses Problem quer durch die Gattung Sulcorebutia zieht, ist es gerade bei S. steinbachii v. steinbachii besonders schwierig, denn das Verbreitungsgebiet dieser Pflanzen ist für Sulcorebutia-Verhältnisse enorm. Das ist aber nicht das einzige Problem, denn fast innerhalb jeder Population ist die Variationsbreite praktisch ebenso groß, wie zwischen weit entfernten Populationen. In anderen Worten ausgedrückt, man muss sich die gesamte Population anschauen und sich so ein Bild machen. Das ist der Grund, warum ich gerade bei S. steinbachii v. steinbachii soviele Bilder hochgeladen habe. Ich sage es ganz offen, ich könnte kein Merkmal benennen, an dem ich S. steinbachii v. steinbachii festmachen könnte (bestenfalls in einer Differenzierung gegenüber einer ganz anderen Art). Aus diesem Grund habe ich mich auch schon immer geweigert, einen Bestimmungsschlüssel aufzustellen. Das kann überhaupt nicht funktionieren, denn es gibt alle denkbaren Blütenfarben. Das gilt genauso für die Dornen. Diese können (immer auch innerhalb der selben Population) lang, kurz, anliegend oder abstehend sein. Es können Mitteldornen vorhanden sein oder nicht. Es ist sogar essentiell zu wissen, ob es eine alte oder junge Pflanze ist. Ich könnte Bilderserien zeigen, wo dieselbe Pflanze kleinkörperig, reichlich spossend und spärlich bedornt ist. Dann bewurzelt man einen Sposs. Der denkt plötzlich nicht mehr daran zu sprossen und die Bedornung wird von Jahr zu Jahr kräftiger - es entwickeln sich Mitteldornen wie Schwerter und daneben steht die Mutterpflanze, eine große Gruppe mit 50 Sprossen und die sieht noch genauso aus, wie zum Zeitpunkt, als man den Spross geschnitten hat. Ich könnte diesen Sermon noch seitenweise fortsetzen, ohne das Problem plausibler zu machen. Ich könnte aber auch sagen, man muss das mal an Ort und Stelle gesehen haben, sonst glaubt man das nicht. Die einfachere Variante ist die oben erwähnte. Man muss sich möglichst viele Bilder und/oder Pflanzen von möglichst vielen Populationenen ansehen und verinnerlichen, so sieht diese Art oder Varietät eben aus!!!
Ich sage ganz ehrlich. Für mich ist es ein absolutes Muss zu wissen, wo die Pflanzen herkommen. Dann kann ich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, das muss S. steinbachii v. steinbachii sein oder nicht. Mit etwas Erfahrung kann man, wenn man irgendwie eine ganze Gruppe von Pflanzen eines Standortes gesehen hat, sogar sagen, die müssten von der Straße Cochabamba St. Cruz kommen oder meinetwegen von nördlich Cochabamba.

Das war jetzt ein riesiger Diskurs, der den wenigsten Leuten wirklich weiterhilft. Ich bin wegen solcher Aussagen schon oft geschimpft worden, aber es ist nun mal so. Die Gattung Sulcorebutia ist keine einfache Kakteengattung. Sie erschließt sich einem nur, wenn man sich jahrelang intensiv damit beschäftigt, sich immer wieder Bilder und vor allen Dingen Pflanzen ansieht und so nach und nach im Geist ein Bild dieser Pflanzen bekommt. Aus all dem Gesagten ergibt sich natürlich auch, dass es praktisch nicht möglich ist, eine Baumarktpflanze oder eine Sulco von einer Börse, ohne jegliche Angaben, auch nur annähernd sicher einem Namen zuzuordnen (natürlich gibt es Ausnahmen).

Dem einfachen Kakteenfreund kann das alles egal sein. Hauptsache die Sulcos blühen schön und sind leicht zu pflegen.

In der Hoffnung, wenigstens ein bisschen aufgeklärt zu haben

beste Grüße

Willi


PS: es freut mich echt, mal jemanden zu treffen, der sich für S. steinbachii und triaquensis interessiert. Das ist echt selten.

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Beitrag  komtom am So 28 Dez 2014, 18:43

Hallo Willi,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Hab mir schon sowas gedacht, es bleibt schwierig. Aber wie du schon sagst, schöne Pflanzen sind es und das ist wohl am wichtigsten. Und die beiden Arten welche ich mir vorwiegend in meine Sammlung geholt habe, kannte ich vom Namen nach schon seit meiner Jugend. Damals waren sie aber recht schwierig zu bekommen. Meine erste Sulco war natürlich eine S. rauschii natürlich gepfropft aus Hylocereus, die hat dann nicht so lange gehalten. Erst durch die Samenverteilung der DKG bin ich zu Sulcorebutien gekommen so war neben weiteren Rauschii´s erst einmal S. steinbachii und S. tiraquensis v. bicolorispina in Pflege. Dann kamen durch die Börsen weitere Formen dazu, natürlich vorwiegend aus den genannten Formenkreis.

also bis bald und Grüße

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