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gespannte Luft, wie lange?

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gespannte Luft, wie lange? Empty gespannte Luft, wie lange?

Beitrag  Timm Willem am Mo 22 Dez 2014, 20:20

Hallo Zusammen,
da ich noch nie im Winter ausgesät bzw. durchkultiviert habe, hat sich jetzt eine neue Frage ergeben.

Wie lange sollte ich dort noch eine Haube drauf lassen, Pilze und Trauermücken beginnen langsam aktiv zu werden?

Diese Sämlinge wurden vor vier Wochen gesät, sie stehen in einem großen GWH, bei 22-27 Grad.

Ein Hinweis, wie tief die bis jetzt gewurzelt haben könnten, würde mir wirklich sehr helfen.
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gespannte Luft, wie lange? Empty Re: gespannte Luft, wie lange?

Beitrag  Hardy_whv am Mo 22 Dez 2014, 20:54

Ich beginne meist nach ca. 4 Wochen mit dem Lüften. Eine Faustformel sagt, dass die Sämlinge Frischluft vertragen, sobald sich die ersten Dornen bilden. Insofern würde ich deinen Sämlingen schon regelmäßig etwas Frischluft gönnen. Die Hauben über meinen Mini-Gewächshäusern haben diverse Öffnungen, die anfangs zugeklebt sind. Wenn ich die Sämlinge dann von der gespannten Luft entwöhne, öffne ich immer mehr dieser Öffnungen. Damit Trauermücken keine Chance haben, bespanne ich die Öffnungen mit Damenstrumpf.

Gegen Verpilzung rate ich zum Einsatz von Chinosol. Gegen Trauermücken nehme ich BTI. Solange die Hauben drauf sind, sollten Trauermücken eigentlich keine Chance haben, sofern du das Substrat entsprechend sterilisiert hast.

Wozu willst du wissen, wie tief deine Sämlinge gewurzelt haben? Zur Wassergabe staue ich die Töpfe von unten an. Das Wasser durchdringt das gesamte Substrat. Die Wurzellänge ist für die Pflege zu der Zeit eigentlich irrelevant.


Gruß,

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gespannte Luft, wie lange? Empty Re: gespannte Luft, wie lange?

Beitrag  Cristatahunter am Mo 22 Dez 2014, 21:05

Hallo Timm

sind das Super Kabuto? 
Sobald die Samen gekeimt sind kannst du bereits damit beginnen frische Luft dazu zu lassen. Das Substrat sollte rein mineralisch sein dann kommen die Trauermücken weniger auf die Idee ihre Eier darin zu legen. Sind erste Areolen und Dornen oder Haare zu erkennen kann das Substrat ohne Weiteres auch austrocknen. Das schadet nicht, im Gegenteil. Ich habe beobachtet das Sämlinge die ab und zu trocken lagen, besser zulegen als solche die dauernd genetzt werden. Deine Kleinen haben nur ganz kurze Wurzeln. Durch trockenphasen wird aber das Wurzelwachstum beschleunigt.
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gespannte Luft, wie lange? Empty Re: gespannte Luft, wie lange?

Beitrag  Timm Willem am Di 23 Dez 2014, 05:13

Hardy_whv schrieb:Ich beginne meist nach ca. 4 Wochen mit dem Lüften. Eine Faustformel sagt, dass die Sämlinge Frischluft vertragen, sobald sich die ersten Dornen bilden. Insofern würde ich deinen Sämlingen schon regelmäßig etwas Frischluft gönnen. Die Hauben über meinen Mini-Gewächshäusern haben diverse Öffnungen, die anfangs zugeklebt sind. Wenn ich die Sämlinge dann von der gespannten Luft entwöhne, öffne ich immer mehr dieser Öffnungen. Damit Trauermücken keine Chance haben, bespanne ich die Öffnungen mit Damenstrumpf.

Gegen Verpilzung rate ich zum Einsatz von Chinosol. Gegen Trauermücken nehme ich BTI. Solange die Hauben drauf sind, sollten Trauermücken eigentlich keine Chance haben, sofern du das Substrat entsprechend sterilisiert hast.

Wozu willst du wissen, wie tief deine Sämlinge gewurzelt haben? Zur Wassergabe staue ich die Töpfe von unten an. Das Wasser durchdringt das gesamte Substrat. Die Wurzellänge ist für die Pflege zu der Zeit eigentlich irrelevant.


Gruß,

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Hallo Hardy,
vielen Dank für die Antwort, das hilft mir schon viel. Diese Aussaat ist über einen Umweg zustande gekommen. Ich hatte die Samen zunächst oberflächlich sterilisiert um sie auf In-Vitro-Kulturmedium auszusäen, das hatte bei einigen Arten systematisch überhaupt nicht funktioniert. Deshalb wurden diese wieder vom Medium herunter gesammelt und in die erstbeste Erde(Sand + prof. Aussaaterde) als Keimtest erneut ausgesät. Sterilisiert habe ich dabei leider gar nichts, da die Zeit fehlte. Dazu hat mich ein Gärtnerkollege auch noch mit seiner Antagonisten-Protagonisten-Theorie verleitet.

Erst nach einer Woche dann mit Rovral und Nematoden gegossen. Letzte Woche dann noch einmal mit Ortiva behandelt.

Die Trauermücken waren schon in dem großen GWH, schädigen dort aber praktisch nicht, da regelmäßig mit Nematoden behandelt wird.

Die Frage nach der Wurzellänge hatte ich gestellt, da ich denke, dass die einfachste Lösung der Trauermücken- und Pilze-Problematik ein leichtes Antrocknen der Oberfläche wäre.
Abgesehen davon gab es bis jetzt keinen Ausfall der „gesund“ gekeimten Sämlinge.

Dummerweise bin ich in den nächsten zwei Wochen nicht mehr dort und muss mir deshalb jetzt überlegen was ich damit mache.
Viele Grüße
Simon.
Timm Willem
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gespannte Luft, wie lange? Empty Re: gespannte Luft, wie lange?

Beitrag  Timm Willem am Di 23 Dez 2014, 05:32

Cristatahunter schrieb:Hallo Timm

sind das Super Kabuto? 
Sobald die Samen gekeimt sind kannst du bereits damit beginnen frische Luft dazu zu lassen. Das Substrat sollte rein mineralisch sein dann kommen die Trauermücken weniger auf die Idee ihre Eier darin zu legen. Sind erste Areolen und Dornen oder Haare zu erkennen kann das Substrat ohne Weiteres auch austrocknen. Das schadet nicht, im Gegenteil. Ich habe beobachtet das Sämlinge die ab und zu trocken lagen, besser zulegen als solche die dauernd genetzt werden. Deine Kleinen haben nur ganz kurze Wurzeln. Durch trockenphasen wird aber das Wurzelwachstum beschleunigt.
Es sind Hybriden, die aber etwas zu viel Blaulicht bekommen, deshalb sind sie mittlerweile ziemlich gestaucht. Auf dem Foto kommt nicht so richtig rüber, dass sie sehr rot sind.
Die Belichtung soll die Wintersonne ergänzen und eigentlich verhindern, dass die Pflanzen zu lang werden, dumm ist aber, wenn es witterungsbedingt gar keine Wintersonne gibt, und die Pflanzen dadurch zu stark gestaucht werden.
Die asterias-Sämlinge ziehen sich unter diesen Bedingungen fast wieder in den Sand zurück.
Eigentlich gut wachsen nur Echinocereus triglochidiatus und Lophophora. Von beiden sind aber nur wenige gekeimt, da sie zunächst die Tortur mit der oberflächlichen Sterilisation durchgemacht haben.
Wie schon geschrieben hatte ich bis jetzt dabei keine Ausfälle nur entwickeln sich einige Dinge sicher auch nicht ganz optimal.
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gespannte Luft, wie lange? Empty Wie lange nach der Keimung kann ein Sämling noch ergrünen?

Beitrag  Timm Willem am Fr 02 Jan 2015, 20:32

Ich habe noch eine Frage zu der etwa einen Monat alten "Notaussaat".
In der Mitte des Fotos erkennt man einen Sämling der wahrscheinlich kein Chlorophyll enthält.
Wie lange kann es dauern, bis die Sämlinge noch Chlorophyll bilden könnten oder ist ein Monat schon längst drüber?
Sollte ich den pfropfen, oder lohnt es nicht?

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Ursprünglich waren noch mehr Sämlinge ohne Chlorophyll, nach und nach wurden diese dann aber alle grün oder so rot, dass grün im Hintergrund wahrscheinlich ist.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Gegebenenfalls würde ich diesen und einen weiteren am Montag pfropfen, falls es sinnvoll ist.
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