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Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  karlchen am Sa 23 Okt 2010, 11:34

Hallo,

hier nochmal eine Seite, welche die Verhältnisse im Habitat beschreibt. Habt ihr bestimmt auch schon gefunden.
http://www.chileflora.com/Florachilena/FloraEnglish/HighResPages/EH0521.htm
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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  kaktussnake am Sa 23 Okt 2010, 12:08

ich muss jetzt sagen - eine erdisia synonym zu austrocactus - da wäre ich nie darauf gekommen. aber früher waren ja viele pflanzen total falsch einsortiert. da wenn man sich die ganzen alten synonymlisten anschaut - ein grauss.
zur aussaat von austros kann ich nur sagen - so früh wie möglich, keine zu hohen temperaturen - allerdings sind mir heuer bei gutem keimergebnis während der ersten kälteperiode nach der keimung sehr viele sämlinge kaputt gegangen. aber bei den austros bin ich auch noch am testen. den spiniflorus hab ich übrigens heuer auch ausgesät - da haben ein paar überlebt.
auf jeden fall sind die austros wie die pedios bei den schnecken äusserst beliebt.
die anderen austros überwintern im freien - ich werden die kleinen heuer das erste jahr zu den rebutien ins kalte gw stellen. ob der spiniflorus wh ist - keine ahnung - werde mal beim michi nachfragen.

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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  Travelbear am Sa 23 Okt 2010, 13:18

karlchen schrieb:Hallo,

hier nochmal eine Seite, welche die Verhältnisse im Habitat beschreibt. Habt ihr bestimmt auch schon gefunden.
http://www.chileflora.com/Florachilena/FloraEnglish/HighResPages/EH0521.htm

Letztendlich war ich schon in den Habitaten von spiniflorus und den anderen Austrocacteen. Auch wenn mir damals die Kakteenstandorte egal waren, kenne ich ganz Argentinien und das Mittlere bis südliche Chile mit seinen Klimaverhältnissen recht gut. Zu erwähnen ist noch, daß der Spinflorus auf der Westseite der Anden wächst und damit auch mehr Regen durch die Pazifikwinde abbekommt als die anderen östlich der Anden beheimateten Austrocacteen. Die Anden mit ihren durchschnittlich 5000m Höhe stellen eine sehr schroffe Vegetationsbarriere dar.

Gruß Peter
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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  Gast am Sa 23 Okt 2010, 18:00

Hallo Peter,

ja stimmt schon, meine Überlegung ging eher auf eine gewisse Toleranz hinaus, wie es ja bei den meisten Pflanzen, bis auf reine "Tropenarten" z.B. Melocactus & Discocactus usw. der Fall hin verweist.

Was ich jetzt hier in dem Artikel von Karlchen fand ist dies hier;

"It grows in a few locations in Region Metropolitana (capital city of Chile) at altitudes of about 1700-2500 m. It prefers flat, non-rocky, open places where the water from the thawing snow can stay for longer periods of time. It is covered by snow for short periods (about 1 - 2 months). Its temperature range in summer is about +0º / 25º C and in winter about - 10º / +3º C."

Quelle:www.chileflora.com/Florachilena/FloraEnglish/HighResPages/EH0521.htm

Was mich auch dazu zwingt meine oben genannte Theorie zu verwerfen... Brutal

Also können wir doch hier zu dem Schluss kommen, dass der Austrocactus spiniflorus wie viel andere Kakteenarten doch ein Warmduscher ist Gestört

Gruss Olaf
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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  Leuchtenbergia am Sa 23 Okt 2010, 18:19

Hallo,
ich habe Austrocactus spiniflorus dieses Jahr am 1. Januar 2010 gesät. Das Saatgut war von Haage und hieß dort Austrocactus spiniflora scratch

Hier das Rezept, wie es bei mir geklappt hat:
Ich habe die Samen unbedeckt auf mineralisches Substrat gestreut, das Substrat angefeuchtet und den Topf dann zu den anderen winterharten Kakteen unter den Regenschutz nach draußen gestellt. Dort haben sie im Januar und Februar etliche Frost-Tau-Zyklen durchgemacht. Während dieser Zeit habe ich gelegentlich Wasser oder Schnee nachgelegt, wenn das Substrat trocken wurde.
Mitte März habe ich den Topf dann reingeholt und zu all meinen anderen "konventionellen" Aussaaten dazugestellt (Kunstlicht, ca. 24-28°C). Es sind vier Stück gekeimt, die sich im Lauf des Jahres ganz prächtig entwickelt haben. Zunächst an der Fensterbank, wo sie zartgrün waren, später draußen bei den anderen Winterharten im Schatten eines größeren Topfes, wo sie sich dunkelgrün bis rötlich-bräunlich umgefärbt haben. Siehe Foto (Topf Kantenlänge 5cm).
Da stehen sie auch jetzt noch und haben ihren ersten Winter vor sich (oder eigentlich den zweiten, wenn ich den Samenwinter mitzähle Very Happy). Die ersten Nächte mit mildem Nachtfrost haben sie problemlos überstanden. Mal sehen, wie sie durch die richtig kalte Zeit im Januar/Februar 2011 kommen.

Ich halte euch auf dem Laufenden!
Cheers, Leuchtenbergia

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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  Travelbear am So 24 Okt 2010, 00:37

Hallo Leuchtenbergia,

also so richtig knackingen Frost wie wir ihn bekommen, dürften die Pflanzen nicht aushalten. Dazu wachsen sie in der Natur in einer zu gemäßigten Zone. Der Pazifik, der ja vielleicht 50 km entfernt ist, ist ein wichtiger Wärmerspeicher und -spender! Zudem wirkt eine Schneedecke ja zusätzlich isolierend. Bis -5° dürfte es durchaus gehen, aber danach beginnt das Roulette-Spiel.

Frostkeimung hatte ich bei meinen Austroaussaaten auch schon versucht, aber sie ergaben mit Vergleichaussaaten keinen wirklichen Vorteil.

Gruß Peter.
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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  Leuchtenbergia am So 24 Okt 2010, 09:26

Na dann nehme ich den Topf doch mal lieber mit rein zu den "Weicheiern". Wäre doch schade um die Pflänzchen. Im Frühjahr 2011 werde ich sie pikieren, dann kann ich mir ja für den Winter 2011/12 nochmal überlegen, ob ich einen davon als Experiment draußen überwintern lasse.
Schönen Sonntag, Leuchtenbergia
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Austrocactus spiniflorus

Beitrag  lautaro am So 24 Okt 2010, 16:53

Habe die Diskussion um Austrocactus spiniflorus schon einige Tage verfolgt und möchte meinen Senf dazugen, da dieser Geselle ja praktisch vor meiner Haustür beheimatet ist, nämlich im Maipotal, ca 40 Km östlich von Santiago in etwa !500-2000m Höhe. Im Winter liegt in diesen Höhenlagen Schnee, wodurch der Einfluss der Nachtfröste geringer ist. Tagsüber herrschen dort Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Mit Sicherheit ist er also nicht an Dauerfrost angepasst. Ich meine,dass dieser Punkt bei der Diskussion unbedingt zu beachten ist. Würde also nicht empfehlen ihn unter Mitteleuropäischen Bedingungen als winterhart zu bezeichnen. Santiago liegt auf dem 33. Breitengrad auf die nördliche Halbkugel übertragen entspricht dies in etwa Neapel.
Zur Aussaat ist es zu empfehlen möglichst frischen Samen zu besorgen, wie übrigens auch bei den restlichen Austrokakteen.

Wenn jemand noch ein paar Synomine ausser Erdisia haben will, kann sich gerne die folgende Liste anschauen:

- Opuntia bicolor Phil. 1864
- Opuntia clavata Phil. 1872
- Cereus hypogaeus Web. 1882
- Echinodereus hypogaeus Ruempl. 1886
- Eulychnia clavata Phil. en Ruempl. 1886
- Erdisia spiniflora Br. et. R. 1920
- Corryocactus spiniflorus Hutch 1931
- Erdisia spiniflores Britton & Rose
- Corryocactus spiniflores Hutchison.

Mit transatlantischen Grüssen

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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  Travelbear am So 24 Okt 2010, 17:45

Hallo Lautaro,

auf Dein Zuschalten habe ich ehrlich gesagt schon gewartet! Very Happy
Danke für klärende Worte.

Gruß Peter
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Re: Austrocactus spiniflorus/ Erdisia spiniflora

Beitrag  karlchen am So 24 Okt 2010, 20:39

Hallo und danke, das sich doch noch ein paar Leute mit sachdienlichen Hinweisen gemeldet haben. Diese Infos helfen mir schonmal weiter.
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