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"Progressive Substrat-Zuschlagstoffe" aka "Das experimentelle Rasenbett" ;)

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Beitrag  Liet Kynes am So 31 Mai 2015, 20:27

Sollte meinerseits kein Plädoyer für sterile Rasenflächen werden. Ich habe auch nicht die strenge Ambition, dass der Rasen auf Dauer englisch bleibt. Aber so lange sich das Gras neu etablieren soll, zögere ich den Moment der Wiesenpflanzen-Zuwanderung so lange es geht hinaus. Man kann so etwas sicher mit jäten in den Griff bekommen, aber es darf nicht über Jahre vernachlässigt werden, so wie bei dem "Rasen", den ich übernahm. Dieser war nicht mehr im Stande die Räume nach dem Jäten zu schließen. Nicht zuletzt weil er seitens der Beete mit Lorbeerkirsch- und anderen Wurzeln unterwandert war. Da musste ich einmal auf 0 ziehen und damit ist der optimale Neustart schon der englische Rasen inklusive Wasserdepot gewesen. Den Löwenzahn habe ich übrigens im Jahr davor bekämpft, durch herausdrehen mit Pfahlwurzel. Es gibt ein sehr praktisches Gerät dafür. Der würde mich im Rasen nicht stören,aber das er von dort in die Beete zog,das störte schon.
Ansonsten wäre ich aber nicht böse, wenn der Rasen oberflächlich steril bliebe, sofern das im ökologisch gärtnernden Sinn möglich bleibt: Ich habe so viel Mischkultur im Beet, da ist so ein schmaler grüner Streifen noch ein erfrischender Kontrast,der etwas Ruhe ins Bild bringt. Der Rasen macht bei mir etwa ein Sechstel der gesamten Vegetationsfläche aus.
Ansonsten würden bei alleiniger Nutzung des rein mechanischen Spindelmähers sowieso keine Pflanzen zur Blüte gelangen. Höchstens die ganz frühen, die kommen, wenn der Rasen noch nicht gemäht werden muss. Der Grund dafür : Sobald die Halme sich oben umbiegen, kann man den nicht mehr richtig benutzen. Er schneidet aber gesünder als einer der mit rotierenden Blättern arbeitet, was auf Dauer zählt.  Alternativ könnte ich die erste Mahd aber mit dem elektrischen Mäher (Rotor) durchführen um eine Frühjahrsblüte auf der Fläche zu gewähren. Wiesenschaumkraut wäre in der Nähe und würde darauf nur warten... Das würde mir gefallen. Später vielleicht Tuffs anlegen,aus Krokus und Winterlingen : Die könnte man beim Mähen aussparen, bis sie ein zögen... Aber im kommenden Herbst wage ich für so etwas noch nicht einen erneuten tiefen Eingriff. Erst sollen regenerationsfähige Rasenbüschel wachsen.

Gruß, Tim
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Beitrag  Rouge am Mo 01 Jun 2015, 13:38

Auf Dein "Feedback" bzw. Deine Dokumentation bin ich wirklich gespannt Wink

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Beitrag  davissi am Fr 05 Jun 2015, 08:40

Rouge schrieb:[…]
Einzig Kakteen und Sukkulenten fühlen sich pudelwohl lol!
[…]
Wie wär's mit kleinbleibenden Opuntia als Rasenersatz? Teufel

Aber zurück zum Thema: Wir haben hier auch einiges an Rasenfläche, circa 2100 Quadratmeter mit dem Rasen des Nachbars, der teilweise nahtlos in unseren übergeht und den ich daher auch mähe. Gemäht wird einmal die Woche, das geschnittene Gras bleibt auf dem Rasen liegen. Dank des Mulchmähers ist das geschnittene Gras so kurz, dass man es nicht einmal sieht und ich habe bei (ungefährer) Einhaltung des wöchentlichen Mähturnus auch noch keine Probleme gehabt, selbst, wenn das Gras noch etwas feucht war.
Der größte Rasen liegt an einem (flachen) Hang und bekommt den ganzen Tag Vollsonne ab, wird nie gewässert und besteht mittlerweile hauptsächlich aus flachwachsenden Wildkräutern (zum Glück ohne großen Löwenzahnanteil!). Ein ähnlich großer Rasen des Nachbars ist deutlich jünger und besteht daher auch (noch?) fast ausschließlich aus "richtigem" Rasen, er liegt außerdem nicht so arg in der prallen Sonne wie der andere Rasen.
Die beiden kleineren Rasenstücke, die eher im Schatten liegen, haben hingegen einen wesentlich höheren Anteil an "echtem" Rasen, als das größte Rasenstück am trockenen Hang. Durch den Schatten sind die beiden Rasen auch länger feucht, Moos hat sich trotzdem noch nicht (circa 10 Jahre) in größerem Umfang breitgemacht, dafür aber in geringerem Maße Klee, was aber nicht weiter schlimm ist.
Der mit Abstand älteste Rasen gehört dem Nachbar und liegt etwa zur Hälfte den ganzen Tag im Schatten, die andere Hälfte liegt hingegen in der prallen Sonne. Der schattige Teil besteht mittlerweile fast nur noch aus Moos, der sonnige Teil ist vergleichbar mit dem großen Rasen am Hang - in einer Ecke wächst hier sogar seit einigen Jahren Sempervivum, das irgendwer mal gepflanzt hat und das sich trotz unseres Bodens (s.u.) schon ettliche Winter ohne Überdachung o.ä. hält.
Der Boden bei uns ist sehr lehmhaltig und alkalisch, Feuchtigkeit hält sich hier relativ lange.

Mir scheint so, als ob die Art des Rasens stark vom Standort und vom Alter abhängig ist.
 

Viele Grüße
David
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Beitrag  Liet Kynes am Fr 05 Jun 2015, 14:15

Hi David

Alkalischer Boden ist optimal für alle Arten, aus denen Rasen sich zusammen setzt,da hat man gleich weniger zu schaffen. Gerade die unangenehmeren Beikräuter im Bezug auf Rasen mögen es eher sauer,so auch das Moos.
Jeder Standort ist für unterschiedliche Gräser-Arten unterschiedlich geeignet. Da es vorher immer schwer zu schätzen ist,welche Gattung und Art davon sich wohl am besten durchsetzen könnte, wählt man bei Neuanlagen ja auch Mischungen aus möglichst vielen verschiedenen. Dann fallen die einen mit der Zeit aus,bzw. werden von den anderen verdrängt. Man lässt so die natürliche Selektion mit arbeiten.
Klee im Rasen kann sogar gut sein, je nachdem welcher das ist. Manche Arten machen, wie Lupinen in Beet-Mischkultur, Stickstoff verfügbar und speichern ihn.
Würde mich nicht wundern,wenn dein Rasen deshalb so gut funktioniert, in Kombination mit dem Mulchmähen. Der Mulch braucht selber auch wieder Stickstoff,damit er weiter verrotten kann und danach düngt.

Gruß, Tim
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