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Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

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Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  moebi am Mi 29 Apr 2015, 12:07

Hallo allerseits,   *Wink*

ich konnte mal wieder nicht widerstehen und musste so ein Kerlchen mitnehmen, er wirkte oberirdisch auch wirklich ganz fit, das er ungewöhnlich tief im Substrat (so man das so nennen kann) steckt ist mir, geblendet von seiner tollen Figur, total entgangen. Als ich ihn befreien wollte habe ich dann die Bescherung gesehen.

Nun meine Frage, was ist denn das, wer oder was ist dafür verantwortlich und vor allem, muss ich mir über seine Nachbarn Gedanken machen? Sie zeigen glücklicherweise alle keine sichtbaren Schäden, wurden auch schon alle aus- und neu eingetopft und dabei genauestens inspiziert. Glücklicherweise hab ich ihn in der Winterruhe gekauft, er war also mit noch keinem meiner anderen Gesellen gemeinsam in der Anstauschale. Das Gewebe an der Stelle wirkt ''wattig'' und ich hab auch noch so ein kleines Biest flink die Biege machen sehen (ist im Kaktus verschwunden). Kleiner als eine Laus, gelblich und irgendwie oval-länglich-unförmig also ohne das man Kopf oder Rumpf oder ähnliches ausmachen könnte, es blieb natürlich nicht zum Fototermin.  *Nudelholz*  Was Google zum Stichwort ''Wurzellaus'' ausspuckt sieht jedenfalls komplett anders aus, zudem sind die Wurzeln zwar eher spärlich, sehen so weit aber normal aus, dafür das er die ganze Zeit trocken stand.

Kann man den Kleinen noch retten, muss man etwas heraus schneiden, Gift einsetzen (würde ich am liebsten vermeiden) oder sollte ich ihn besser entsorgen? Im Moment ist er in Quarantäne.

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Vielen lieben Dank im voraus für jeden Hinweis und liebe Grüße

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Re: Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  Dietmar am Mi 29 Apr 2015, 17:45

Hallo moebi,

es könnte sich um Larven von Trauermücken handeln. Die können sich in einen Kaktus hineinfressen. Du solltest sie von dem betroffenen Gewebe entfernen und anschließend die Erde mit einem geeigneten Gift behandeln.

Gruß

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Re: Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  abax am Mi 29 Apr 2015, 20:41

Hallo Moebi,
deine Pflanze hat einen Pilzbefall- stand wohl zu lange im Torf. Ich würde das wegschneiden, vielleicht ist dann noch was zu retten. Das scheue Tierchen könnte ein (harmloser) Springschwanz gewesen sein, der räumt dann eher das gammliche Gewebe weg. Viel Glück!
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Re: Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  Soulfire am Mi 29 Apr 2015, 23:57

abax schrieb:Das scheue Tierchen könnte ein  (harmloser) Springschwanz gewesen sein, der räumt dann eher das gammliche Gewebe weg. Viel Glück!
Würde ich der Beschreibung nach auch drauf tippen, die sind nämlich, im Gegensatz zu Trauermückenlarven, sehr schnell!
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Re: Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  Dietmar am Do 30 Apr 2015, 00:27

Ist alles richtig, was Ihr schreibt. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Springschwänze breiten sich nur in feuchtem Substrat aus. Das mögen auch die Trauermücken. Wenn sich die Larven erstmal in die Pflanze hineingebohrt haben, breitet sich auch der Pilz aus. Für mich sieht das Schadensbild neben dem Pilz ursächlich nach Fraßspuren aus. Da die Larven glasig aussehen, kann man sie manchmal schlecht, am ehesten an ihrem schwarzen Kopf erkennen. Ich würde die betroffene Stelle zunächst daraufhin gründlich absuchen, um sicherzustellen, dass da nicht noch eine nagt und bei Befall dagegen vorgehen.

Gruß

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Re: Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  Cristatahunter am Do 30 Apr 2015, 01:13

Mit einem Schnitt die Wurzeln entfernen, dann den Kaktus unten anspitzen und zum trocknen in einen Tontopf legen. Nach einem Monat wieder in Erde setzen und vorsichtig die Feuchtigkeit in gespannter Luft erhöhen.
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Re: Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  moebi am Do 30 Apr 2015, 10:37

Hallo nochmal,

eine Larve war das nicht, das sah auf jeden Fall aus wie ein - zwar sehr winziges - aber adultes, flinkes, fertiges Insekt. Den Springschwänzen bei wikipedia sieht es leider auch kein bisschen ähnlich, dazu war es zu glatt, gleichförmig, wie ein winziges Reiskorn auf flinken, kurzen Beinchen und schon gar nicht gestreift. Ich hab schon so manches Bilderarchiv durch aber ohne dem richtigen Stichwort scheint das aussichtslos, dabei weiß ich, dass mir solche Tiere vor langer schon mal begegnet sind, nur leider nicht mehr in welchem Zusammenhang. Aber auch ich hab Zweifel ob so ein winziges Tierchen einen derartigen Schaden hervorrufen kann, bei der dafür nötigen Masseninvasion hätte ich doch eigentlich mehr sehen müssen.

Selbst bei genauester Untersuchung ist nichts lebendiges mehr in und an der Wunde zu sehen, nichts glasiges, keine schwarzen Köpfe, rein gar nichts was sich bewegt auch das scheue Tierchen ist weg. Das ist aber vielleicht abgewandert als ich ihm sozusagen das Dach über dem Kopf weggerissen habe. Einzig könnten sich noch Tierchen tief in den Körper hineingefressen haben und dort ihn von innen aushöhlen, das ließe sich erst prüfen wenn ich mich zu tiefen Schnitten durchringen kann. Feuchtigkeit war jedenfalls keine mehr im Substrat, das war knochentrocken, weshalb meiner Befreiungsaktion leider so manche Wurzel zum Opfer gefallen ist. Seit er im Februar bei mir eingezogen ist, hat er keinen Tropfen auf bzw. in die Erde mehr bekommen, wurde lediglich gelegentlich benebelt und steht im besonnten Gewächshaus. Ich gehe davon aus, dass der Schaden bereits beim Kauf bzw. vor dem Verkauf vorhanden und bekannt war und der Kaktus deshalb so ungewöhnlich tief eingetopft wurde, ist ja nicht gerade werbewirksam einen Kaktus noch kleiner wirken zu lassen als er ist. Mein Fehler, dass ich das übersehen habe.  Rolling Eyes

Vor dem schneiden graut es mir zunehmend mehr, die Höhlung zieht sich, seit ich die ''Haut'' entfernt habe, innerhalb der Pflanze bis zur breitesten Stelle der Pflanze hoch, wenn ich da schneide, bleibt dann noch genug übrig? Möglicherweise ist die dünne Haut die drüber war gar nicht so nebensächlich gewesen wie ich gestern noch dachte, denn inzwischen gut eineinhalb Tage ohne dieser Haut ist das Gewebe gar nicht mehr wattig, sondern fest und trocken und das ''Loch'' leider sehr tief geworden. Ich hab noch mal ein Foto von der anderen, unversehrten Seite, der Schnitt müsste mindestens bis zur dicksten Stelle des Pflanzenkörpers hoch gehen und mindestens 280° umfassen. Wenn ich ihn wirklich köpfe und anspitze bleiben keine 2cm Höhe auf 5,5 cm Durchmesser übrig. Bei einem Säulenkaktus könnte ich mir ja gerade noch vorstellen, dass auch das Köpfchen es noch mal schaffen kann aber auch bei dem kleinen Pummel? Ich möchte ihn ungern abmurksen, bislang sieht meine Erfolgsquote beim Neubewurzeln leider niederschmetternd aus.

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Gruss moebi (die sich am liebsten drücken möchte Embarassed )
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Re: Was hat denn da an meinem Neuzugang genagt?

Beitrag  Dietmar am Do 30 Apr 2015, 11:48

Sieht nach einem schönen Ferocactus wislizenii aus. Torf mag der nicht. Ich habe noch einige Pflanzen von dieser Sorte übrig. Schick mir eine PN bei Interesse.

Gruß

Dietmar
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