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Weingartia spectabilis

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Weingartia spectabilis

Beitrag  sulco-willi am Do 14 Mai 2015, 19:12

Hallo Freunde,

im neuen Gymnocalyciumheft [28(2)1157ff.] haben Prof. Diers und Hansjörg Jucker eine neue Weingartia, W.spectabilis, beschrieben. Ohne Zweifel handelt es sich um eine sehenswerte, bemerkenswerte Weingartia, die irgendwo an der Grenze zwischen Sulcorebutia und Weingartia anzusiedeln ist.

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Weingartia spectabilis HJ1195-Ge3

Die beiden Autoren vergleichen sie auch direkt mit Sulcorebutia trojapampensis. Mehr zu diesem Thema gibt es auch auf meiner Homepage/Interessante Kakteen zu lesen.

Mir war gleich als ich 2006 von Jucker die Bilder seiner Funde HJ1190, 1191 und 1195 zu sehen bekam und mir auch die Samen genauer ansehen konnte, aufgefallen, dass hier offensichtlich eine Entwicklungsreihe zu sehen ist, die von Sulcorebutia bis hin zu Weingartia führt. Während S. trojapampensis mit ihren farbigen Dornen und den relativ tief entstehenden Blüten noch eine typische Sulcorebutia ist, geht schon bei HJ1191 die Vielfarbigkeit der Dornen verloren (Dornenfarbe nur noch strohgelb) und die Blütenentstehung rückt in Richtung Scheitel. Bei HJ1195 entstehen die Blüten direkt neben dem Scheitel und es gibt nur noch bräunliche bis braune Dornen, die bei älteren Pflanzen aus bewollten Areolen entstehen. Wie fast immer bei Weingartia sind die Pflanzen sehr einheitlich. Auch die Größe der Samen nimmt von HJ1190 bis HJ1195 deutlich ab - alles deutliche Hinweise auf Weingartia. Ich hatte diese Beobachtungen schon im Rahmen der Erstbeschreibung von S. trojapampensis erwähnen wollen. Leider wurden mir diese Sätze als irrelevant von der Fachredaktion der KuaS gestrichen. Nun bin ich froh, dass diese schönen Pflanzen gültig beschrieben sind. Meine 5 Pflanzen von HJ1195 kommen nach und nach zur Blüte und ich werde versuchen sie sauber zu bestäuben.

Herzliche Grüße

Willi

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Weing. spectabilis Ergänzung

Beitrag  sulco-willi am Do 21 Mai 2015, 19:07

Nachdem ich mir die Beschreibung noch einmal genauer angeschaut habe, muss ich anmerken, dass die von Diers abgebildete Kulturpflanze nicht gerade charakteristisch für diese Art ist. Diese extreme Bewollung der oberen Areolen kenne ich (und auch Jucker) nur von diesem einen Exemplar, das bei Prof. Diers steht. Meine Pflanzen, die teilweise auch schon immerhin einen Durchmesser von 7-8cm aufweisen, zeigen zwar etwas wollige Areolen, aber nichts, was einen Vergleich mit der von Diers abgebildeten Pflanze aushält. Da alle existierenen Pflanzen bei Diers, Jucker und bei mir aus Samen der gleichen Mutterpflanze stammen, muss man abwarten, wie sich das Aussehen der anderen W. spectabilis entwickelt. Tatsache ist, dass Diers seinen Samen etwa 1 Jahr früher ausgesät hat, als Jucker und ich.

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4 Jahre alter Sämling von HJ1195 aus Wildsamen (Aufnahme Jucker 2012)

Inzwischen haben weitere Pflanzen geblüht. Alle sehr einheitlich. Wegen des relativ kalten Wetters der letzten Tage, haben sich die Blüten allerdings kaum geöffnet. Es scheint, dass W. spectabilis höhere Temperaturen braucht um ihre Blüten zu öffnen, als die meisten meiner Sulcos. Trotzdem habe ich versucht, so viel zu bestäuben wie möglich. Da noch einige Knospen in Warteposition stehen, hoffe ich, jetzt über Pfingsten bessere Bedingungen zu bekommen. Ich werde  beizeiten weitere Bilder hochladen.

Grüße

Willi

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