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Meine Pilzzucht

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Meine Pilzzucht  Empty Meine Pilzzucht

Beitrag  Gast am Mo 20 Jul 2015, 22:19

Liebe Kakteenfreunde,
das war ziemlich unangenehm, als ich merkte wie meine Kakteen unter meiner Pflege zu leiden hatten und eingingen und das nach Jahrzehnten mit Kakteen.
Ein Pflegeheim hätte man sofort geschlossen! Ich war nahe dran, resigniert mit der Kakteenpflege aufzuhören.

Zum Hergang:
Die einzige Stelle mit etwas mehr Sonne in meiner neuen Wohnung seit 2004 ist aussen auf dem Fensterbrett meines Zimmers, wo die Kakteen auf einem dort angebrachten Brett stehen (standen).
Herbst 2013:
Die Kakteen in Relation zum Wetter sehr lange auf dem Aussenfensterbrett stehen lassen und das mit dem Gefühl, sie vor dem Winter abzuhärten. Aber das war kein Wetter, um Kakteen abzuhärten! Feuchtkalte Luft und Nebel und nur selten Sonne.
2014 und Frühjahr 2015:
Im Verlauf des Jahres hat sich auf fast allen Kakteen ein korkartiger Überzug ausgebreitet, der je nach Kaktusart ein verschiedenes Aussehen hat. (siehe Bilder) Die befallenen Pflanzen blühen nicht und stellen das Wachstum ein.
2015:
Viele Kakteen entsorgt, im Frühjahr neue gekauft und in die alte und eine neue Pflanzschale mit neuer Erde gepflanzt.
Jetzt Juli 2015 sehen die Kakteen (Rebutien) in der neuen Schale gut aus. Ein neuer Kaktus (Letztes Bild P7200270) zeigt jetzt auch wieder Pilzbefall.


Diskussion:
Nach anfänglichem Verdacht auf Spinnmilben bin ich mir jetzt sicher, dass es sich um Pilzbefall handelt. Der auf dem Aussenfensterbrett  im 1. Obergeschoss mögliche Wind mit Sporen von den benachbarten Ziergärten und das feuchtkalte Wetter haben zu einer Ansteckung meiner Kakteen mit Pilzsporen geführt die sich im Verlauf des folgenden Jahres auf (oder in) den Kaktenn entwickelten und den beobachteten Schaden verursachten.
Fragen:
Es ergeben sich folgende Fragen:
- Erfolgt die Ausbreitung des Pilzes nur über die mit Sporen verseuchte alte Erde von 2013, was ich annehme oder ist der Pilz auch in der Lage, sich über befallene Pflanzen allein auszubreiten.
- Daraus ergibt sich die praktische Frage. Muss ich alle befallenen Pflanzen entsorgen (z.B. auch die mehrtriebige Pflanze, die noch wächst P5090258) oder genügt eine Erneuerung der Erde und eine Kontrolle der noch lebenden befallenen Pflanzen.

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Danke für das Lesen und Anschauen der kranken Gesellen.
Wenn meine Bilder zuviel Speicherplatz belegen - bitte überzählige löschen!

Liebe Grüße
Dao
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Meine Pilzzucht  Empty Re: Meine Pilzzucht

Beitrag  Echinopsis am Mo 20 Jul 2015, 22:22

Hallo Dao,

keine Sorge, das mit dem Speicherplatz ist kein Problem!
Du hast Dir mit Deinem Beitrag sehr viel Mühe gemacht, ich widerspreche allerdings dass es sich bei diesem Schadbild um einen Pilz handelt. Vielmehr sehe ich hier einen stark ausgebreiteten Spinnmilbenbefall. Im Forum findest Du dazu verschiedene Themen und Gegenmittel (Gifte) die hier helfen!

Gruß
Daniel

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Beitrag  have nice day am Di 21 Jul 2015, 00:35

Hallo,

denke auch das hier eher Spinnmilben diese Schäden verursacht haben. Gerade Kakteen wie deine Rebutien werden schnell von den Milben befallen, Chamaecereus ist bei denen auch sehr beliebt. Der Grund scheint die im Vergleich zu anderen Kakteenarten viel dünnere Aussenhaut (Epidermis) zu sein, das macht es den Milben leichter diese zu durchstehen um dann den Pflanzensaft zu tanken. Sind diese Kakteen dann auch noch unter weniger guten Bedingungen gewachsen (Lichtmangel z.B.) haben die Tierchen noch leichteres Spiel. Bei guten Lichtverhältnissen wird die Aussenhaut viel wiederstandsfähiger, Lichtmangel macht sie weicher und dünner, da haben die Milben bestimmt nichts gegen Very Happy .
Deine Kakteen sehen, jetzt mal abgesehn von den Flecken, nicht schlecht aus aber ein bisschen mehr Sonne könnte bestimmt nicht schaden.
Spinnmilben sitzen auch sehr gerne im Scheitel der Pflanzen, die Epidermis ist dort noch im Wachstum und dadurch ebenfalls leichter zu bearbeiten Wink . Einige deiner Kakteen haben ja auch gerade an dieser Stelle Flecken.
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Beitrag  Blume am Di 21 Jul 2015, 08:09

Richtig, das ist kein Pilz, das ist eher eine Spinnmilbenzucht.
Meistens sind die Biester schon über alle Berge wenn man den Schaden bemerkt. Wenn der Befall nicht so arg ist wächst der Kaktus wieder nach, bzw verwächst sich das Schadbild.
Schau mal genau hin (Lupe) ob noch winzige rote/braune Tierchen, die bewegen sich kaum. Raubmilben kann man statt Chemie gegen diese kleinen Biester auch einsetzen.

mfg
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Beitrag  Cristatahunter am Di 21 Jul 2015, 09:37

Dein Sommerstandort im freien ist nicht das Problem. Die Spinnmilben kommen meist im Winter. Da wo du überwinterst ist die Luft trocken und wird nicht so viel bewegt wie im Freien. Darum beim Überwintern immer gut kontrollieren und die Kakteen ein bis zweimal spritzen. Immer das Produkt wechseln da die Spinnmilben schnell resistent werden.
Du hast gemischte Schalen gemacht. Das ist nicht ideal da die Schädlinge leichtes Spiel haben sich auszubreiten.
Wenn du die Sammlung behalten möchtest so rate ich dir alles austopfen, alles reinigen, jede Pflanze einzeln in möglichst kleine Tontöpfe zu pflanzen und im nächsten Winter Acaricide spritzen.
Wie sieht es mit der Temperatur im Winterquartier aus? Wenn die Temperatur über 10 Grad ist, kann das den Spinnmilben auch gut passen. Möglichst die Temperatur nur wenig über Null halten. Das mögen die Spinnmilben gar nicht.
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Beitrag  sensei66 am Di 21 Jul 2015, 12:36

Das kann ich (leider) definitv bestätigen. Viele meiner Sulcos und Mediolobivien sahen nach dem Winter auch so aus. Total ärgerlich, einmal nicht aufgepasst...

ciao
Stefan

PS: was haben jetzt Tontöpfe mit Spinnmilben zu tun? Wink
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Beitrag  Cristatahunter am Di 21 Jul 2015, 22:41

sensei66 schrieb:Das kann ich (leider) definitv bestätigen. Viele meiner Sulcos und Mediolobivien sahen nach dem Winter auch so aus. Total ärgerlich, einmal nicht aufgepasst...

ciao
Stefan

PS: was haben jetzt Tontöpfe mit Spinnmilben zu tun? Wink

Mit den Spinnmilben hat es nichts zu tun aber mit dem feuchten Sommerquartier ohne Regenschutz.
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Meine Pilzzucht  Empty Danke für die Beantwortung meiner Anfrage

Beitrag  Gast am Mi 29 Jul 2015, 13:04

Liebe Kakteenfreunde,

danke, dass Ihr die Bilder von meinen kranken Gesellen angesehen und Eure Meinung dazu gesagt habt.
Die ist ja sehr einhellig. Was soll ich dazu sagen?
- Erstmal kann ich froh sein, denn Spinnmilben sind erstmal nicht ansteckend und können bekämpft werden.
- Dann muß ich mich sicher fragen, ob ich meine Kakteen nicht richtig angeschaut habe oder nicht mehr richtig sehen kann, denn bei dem Ausmaß des Befalls hätte ich doch einmal etwas sehen müssen.
- Dann möchte ich mir mit 75 Jahren etwas Altersstarrsinn erlauben: Ich bin trotz der einhelligen Antworten nicht von den Spinnmilben überzeugt.

Welche Gedanken bewegen mich dazu? Zuerst ein schwerwiegender neuer Gedanke:

Die befallenen Kakteen standen seit 2011 in der runden Schale (Bild 4 und 5) und zwei länglichen, dickwandigen unglasierten Terrakottaschalen immer in der gleichen Erde. Die Erde ist darin 5 cm hoch.
Jetzt habe ich die unversehrten Kakteen aus der runden Schale herausgenommen und in ein neues Pflanzgefäß mit frischer Erde umgepflanzt. Die alte Erde in der Schale war locker, roch aber stark -  nicht schlecht, aber, so bilde ich mir ein - nach Pilzen. Vielleicht war's das: Alte mit Pilzen infizierte Erde.
In diese Schale war auch eine Mitte April neu gekaufte Rebutia deminuta gepflanzt, die bereits im Juli braune Flecken hatte. Spinnmilben?
Das ist das letzte Bild meiner Bilderreihe.

Was mich auch stutzig macht: Mit welcher Präzision die Spinnmilben bei Bild 3 zu Werke gingen und ebenfalls wie lückenlos sie bei Bild 14 den Kaktus bearbeiteten. Das ist doch m.E. eher ein Erscheinungsbild, das vom Inneren der Pflanze kommt.

Auch Bild 12 und 15 sieht nicht nach Spinnmilben aus.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich mangels Erfahrung zwischen die Bilder-Links keine Bildernummern eingefügt habe

Sei es wie es sei. Ich werde nicht von meinem Hobby lassen und bei besserer Pflege auch noch gesunde Pflanzen zu Wege bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Dao

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Beitrag  Shamrock am Mi 29 Jul 2015, 13:23

Dao, sag doch mal: Was für eine Substratmischung verwendest du denn? Auf den Fotos sieht sie ja nicht so schlecht aus.
In mineralischen Substraten haben Pilze einen schweren Stand. Vor allem auch, wenn das Substrat regelmäßig komplett austrocknet. Feuchtigkeit und humoses Futter taugt den allermeisten Pilzen da schon deutlich mehr. Um einen Pilz in mineralischen Substraten am Leben zu halten, muss man im Regelfall seine Kakteen schon recht feucht pflegen.
Selbstverständlich kann sich theoretisch ein Pilz im mineralischen Substrat etabliert haben, welcher durch neue Wassergaben wieder zum Leben erweckt wird. Allerdings kaum dermaßen, dass er den Kakteen so übel mitspielt. Da müssten schon offene Wunden sein, dass der Pilz so konsequent ins Innere vieler Kakteen gelangt. Daher auch die nächste Frage: Wann hast du denn nach dem Umtopfen angegossen? Wenn man da rund 10 Tage wartet, dann sollten alle Wunden soweit wieder verschlossen sein, dass da kein Pilz mehr reinkommt. Eine evtl. Kombination von Pilz im Substrat und zu frühen Angießen könnte theoretisch schon verheerende Wirkung zeigen.
Betreiben wir halt mal etwas Ursachenforschung, um der Sache ggf. etwas näher zu kommen...

Viele Grüße und eben, nur nicht aufgeben sondern immer hinterfragen! *daumen*

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Beitrag  Torro am Mi 29 Jul 2015, 13:24

Hallo Dao,

die rote Spinne sieht man auch mit jungen Augen nicht.
Zumindest nicht ohne Lupe.

Dein Altersstarrsinn in Ehren, aber es würde ja nicht allzuviel kosten trotzdem im
Baumarkt ein entsprechendes Mittel zu erwerben und anzuwenden.

Die Kakteen sind nämlich auch starrsinnig. Die gehen ganz leise ein.... Sad

Zusätzlich kannst Du gerne in neue Erde investieren.

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LG Torro
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Zu deutsch: Willst Du Blüten, dann pfropfe rechtzeitig.
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