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Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  karlchen am Mi 14 Okt 2015, 16:46

Ist n alter Hut mit den Neonicotinoiden aber ihr müsst euch keine Sorgen machen. In Fachkreisen wird das vollständige Verbot von Pflanzenschutzmitteln für den Hobbyanwender sowieso über kurz oder lang erwartet.
In einem anderen Beitrag hatte ich ja bereits die Veränderungen im Pflanzenschutzgesetz 2012 und in der EG-VO 1107/2009 angesprochen. Dazu gehört ja z.B. auch die Sachkunde für den Profianwender. Viele Profis stören sich bereits daran, dass sie eine Sachkunde für Anwendung und Abgabe haben müssen, der Hobbyanwender aber noch nicht. Da werden sicher noch Entwicklungen folgen.

Ich persönlich finde es gar nicht mal so schlimm, wenn PSM im Haus- und Kleingartenbereich verboten werden, denn ganz ehrlich, hier muss keiner seinen Lebensunterhalt mit den erzeugten Pflanzen verdienen. Wenn mal ein Kaktus stirbt, dann bedeutet das nicht gleich den wirtschaftlichen Ruin. Ganz anders als wenn einem Landwirt die gesamte Jahresernte durch Pilze oder Schädlinge aufgefressen wird. Somit finde ich die Anwendung von PSM im Hobbybereich auch nicht verhältnismäßig und sinnvoll. Auch wenn man mal betrachtet wieviel Schindluder viele damit treiben. Häufig wird ja im Hobbybereich, aus Unwissenheit nach der Maßgabe "Viel hilft viel" gahandelt. Und das ist nicht gut.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  OPUNTIO am Mi 14 Okt 2015, 17:18

Parallel zum Rückgang der domestizierten Honigbiene habe ich in den letzten Jahren einen Anstieg von
Hummeln und Wildbienen in meiner Gegend festgestellt.
Man könnte jetzt sagen, da es weniger Honigbienen gibt, springen die Wildarten in diese Lücke.
Nun frage ich mich aber warum die zweifellos vorhandenen Giftstoffe auf diese Arten anscheinend keine Wirkung zeigen.
Liegt es daran weil die Völker von z.B. Hummeln zahlenmäßig viel kleiner sind ?
Zeigen ALLE Honigbienenarten die gleichen Symptome?

Gruß Stefan
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Cristatahunter am Mi 14 Okt 2015, 17:53

Wenn es keine Bienen mehr gibt, braucht es den Erwerbsspritzer auch nicht mehr.
PSM tönt eigentlich zu harmlos. 2,6 Mia. Jahresumsatz mit Neonikotinoiden wurden wohl kaum mit den Hobbyanwendern gemacht. 1,1 Mia. machte allein Bayer. Wenn die Landwirtschaft so weitermacht haben wir bald chinesische Zustände und müssen selber auf die Apfelbäume klettern um die Blüten zu bestäuben.

Interessanterweise wird immer der Hobbyanwender verantwortlich gemacht. Resistenzen weil der Hobbygärtner zu wenig und immer das gleiche spritzt. Bienensterben weil der Hobbygärtner zu oft und zu konzentriert spritzt. 
Oft sind die Gebrauchsanweisungen ungenügend. Nur ein Symbol mit einem toten Fisch genügt nicht den Hobbygärtner aufzuklären. Oft wird empfohlen mit einem Messbecher 20 Liter Spritzbrühe anzumachen. Der Hobbygärtner braucht aber für eine Anwendung nur 2 Liter Spritzbrühe aber der Messbecher hat keine ausreichende Skalierung um 2 Liter Spritzbrühe herzustellen. Wohin jetzt mit den restlichen 18 Litern.
Da lobe ich mir andere Hersteller die ihre Produkte pro Liter Spritzbrühe angeben und eine genaue Milliliter-      Spritze beilegen.

Das Landwirtschaft auch anders geht haben genügend Biobauern bewiesen. Das der deutsche Milchbauer nur noch 0,28€ für den Liter Milch bekommt wenn die Milch im Geschäft weniger als Mineralwasser kostet.
Wir in der Schweiz bezahlen mehr als das dreifache im Laden. Wir Zahlen aber auch das dreifache für Obst und Gemüse sind dafür sicherer vor Lebensmittelskandalen und Gammelfleisch.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Cristatahunter am Mi 14 Okt 2015, 18:10

OPUNTIO schrieb:Parallel zum Rückgang der domestizierten Honigbiene habe ich in den letzten Jahren  einen  Anstieg von
Hummeln und Wildbienen in meiner Gegend festgestellt.
Man könnte jetzt sagen, da es weniger Honigbienen gibt, springen die Wildarten in diese Lücke.
Nun frage ich mich aber warum die zweifellos vorhandenen Giftstoffe auf diese Arten anscheinend keine Wirkung zeigen.
Liegt es daran weil die Völker von z.B. Hummeln zahlenmäßig viel kleiner sind ?
Zeigen ALLE Honigbienenarten die gleichen Symptome?

Gruß Stefan
Wildbienen bilden keine Völker so wie es die Produktionsbienen machen.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  karlchen am Mi 14 Okt 2015, 22:03

Cristatahunter, so hab ich es nicht gemeint. Dem Hobbyanwender habe ich nicht die alleinige Schuld am Rückgang bestimmter Insekten gegeben. Wenn man die Zahlen kennt, kann man das auch gar nicht. Grundsätzlich hast du nicht unrecht aber es ist aber schon so, dass der sog. Hobbyanwender oftmals unüberlegter anwendet (Stichwort: Präventive Anwendung). Es ist in meine Augen auch problematisch, dass die meisten Menschen zu faul sind eine einfache Packungsbeilage zu lesen. Das ist meiner Meinung nach mehr ein Bildungsproblem als ein Informationsproblem. Die Informationen sind in Zeiten des Internets wirklich leicht zugänglich, nur dass sie eben leider nur gebildete Menschen nutzen. Deshalb ist es dann auch einfacher für den Gesetzgeber es ganz zu verbieten, denn zum lesen kann man wohl niemanden zwingen Wink Traurig aber wahr.

Das mt dem Bioanbau ist so ne Sache. In den meisten Fällen können Landwirte das in Deutschland/Mitteleuropa nicht wirtschaftlich umsetzen und die gesetzlichen Hürden, die da aufgestellt werden sind teilweise auch viel zu hoch. Meist nur mit Subventionen machbar. Da springen dann Bioprodukte us China, usw. in die Lücke und die Verbraucher checken es nichtmal.
Sinnvoller als Bioanbau, wäre wenn die Verbraucher wieder mehr auf regionale Produkte zugreifen würden und mal auf Pflaumen aus Chile und Südafrika im Winter verzichten würden.

Ich glaube übrigens nicht, dass ihr in der Schweiz wegen höherer Preise sicherer vor Lebensmittelskandalen seit. Ich bezweifle sogar sehr stark, dass der Preis bei euch mit der Sicherheit vor Lebensmittelskandalen korreliert. Eure hohen Preise haben andere Ursachen aber mit Sicherheit nicht die höhere Qualität als z.B. in Deutschland. (z.B. höhere Lohnkosten) Auch die Schweiz importiert Lebensmittel und auch in der Schweiz sind Menschen amWerk, die Gewinne machen wollen. Ist nicht anders als in Deutschland, nur auf nem höheren Preisniveau.
Und außerdem wage ich mal zu behaupten, dass ein großer Teil der Nordschweiz seine Lebensmittel aus Deutschland bezieht, gerade wegen eurer hohen Preise. Gibt ja, bekanntlicherweise so ne Art Einkaufstourismus in der Region.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Hartmut am Mi 14 Okt 2015, 22:16

Übrigens gibt es 2 Petitionen zum Einstellen der Anwendung und Herstellung dieses Coctails.
Bayer

An die EU-Kommission

Bitte diese Petitionen unterzeichnen!
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Orchidsorchid am Mi 14 Okt 2015, 22:57

Hallo miteinander
Hoffentlich Unterzeichnen möglichts viele die Petitionen gegen Bayer und Konsorten
Als HobbyImker verwende ich seit eineigen Jahren keine Chem.psm mehr
Viele Hobbygärtner und auch manche Landwirte wissen garnicht das es eine Bienenschutzverordung gibt wo z.B:auch steht wann Psm angewendet werden
dürfen ( z.B.Blütenspritzung bei Raps nach 23.00 Uhr) usw.

Übrigens bin ich auch noch gel.Gärtner(Zierpflanzenbau) und muss jetzt als Stadtgärtner den Sachkundenachweis machen da unsere Ausbildung wenn auch schon etwas
her nicht mehr ausreicht und dann alle paar Jahre wiederholen mal schauen obs was bringt

Grüsse Manfred
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Cristatahunter am Mi 14 Okt 2015, 23:05

Hartmut schrieb:Übrigens gibt es 2 Petitionen zum Einstellen der Anwendung und Herstellung dieses Coctails.
Bayer

An die EU-Kommission

Bitte diese Petitionen unterzeichnen!
Ich dachte es sei in Deutschland und EU alles schon verboten was Schaden anrichtet.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Orchidsorchid am Mi 14 Okt 2015, 23:12

Hallo Christatahunter
Habe ich beide unterzeichnet,was Neonics angeht ich habe im Frühling Wollläuse an Orchideen (im Wohnzimmer) gehabt und mir wurde von einer "Sachkundigen"in
einen Baumarkt ein Mittel mit Neonics zum Sprühen angeboten soviel zum Thema verboten und "Sachkunde".Neonics sind Hochgiftige Nervengifte da war E605 und DDT
Medizin dagegen.

Grüsse Manfred
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Cristatahunter am Mi 14 Okt 2015, 23:48

@Karlchen Es geht nicht um Qualität es ist eher Fairtrade im eigenen Land. Wir Schweizer schimpfen zwar über die Landwirtschaft als das goldene Kalb, aber schlussendlich profitieren wir alle in der Schweiz von Produkten die noch natürlich wachsen und nicht aus dem Kulturland herausgepresst werden müssen. Wenn ich Gemüse kaufe steht darauf von welchem Bauernhof die Ware stammt. Oft ist dieser nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Das heisst aus der Region, für die Region. Das sind nicht nur Worthülsen und die Ware kommt aus Polen. Selbst Lidl und Aldi haben gemerkt auf was es den Schweizern ankommt. Mit Geiz ist Geil werden herr und Frau Schweizer abgeschreckt. Und es ist so, Der Liter Milch kostet bei uns 2.35 CHF inkl. 3% MwSt
Der Bauer bekommt 48Rappen den Liter wenn er die vorgesehene Menge produziert. Produziert er zu viel fällt bei ihm der Preis Es gibt sogenannte Milchkontingente. Klar essen wir nicht nur unser eigenes Zeug. Wir haben auch Schinken aus Parma, Muscheln frisch aus Portugal und im Winter Bohnen aus Aegypten.
Unsere Landwirtschaft kriegt auch Subventionen. Unsere Bauern fahren Traktoren wie man sie sonst nur in Kanada und Kentucky sieht wo es Quadratkilometer grosse Felder gibt. 
Einkaufstourismus den gibt es wirklich und wird es auch immer geben. Ich wohne nahe an der Österreichischen Grenze aber es ist mir zu umständlich dahin zu fahren nur um ein zu kaufen. Hin und zurück 50 Km fahren das kostet mich 35.- CHF nur die Fahrspesen und die Zeit die ich aufwende ganz zu schweigen. Da muss ich so viel Kaufen das ich daheim den Kühlschrank nicht mehr schliessen kann. Im Dorf kann ich zu Fuss einkaufen, habe ein persönliches Gespräch mit der Verkäuferin und auf dem Heimweg sehe ich den Bauern vorbei fahren von dem ich die Karotten im Laden gekauft habe. Die Einkaufstouristen sind spezielle Menschen. Eben Geiz ist geil typen die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen haben als konsumieren und die Welt verbrauchen.
Wegen des Bioanbau muss ich dir ein paar Statistiken raussuchen.

https://www.landwirtschaft.ch/wissen/oekologie/bio-suisse/


http://www.bio-suisse.ch/de/bioinzahlen.php



http://www.blw.admin.ch/themen/00013/00085/00092/index.html?lang=de


Zuletzt von Cristatahunter am Do 15 Okt 2015, 00:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : links eingefügt)
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