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Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  karlchen am Do 15 Okt 2015, 09:03

HHmmm, scheint ja als wäre die Schweiz das gelobte Land;)
Na ja, ich denke trotzdem, dass es eher am allgemein hohen Lohn- und Preisniveau in der Schweiz liegt, dass es so ist. Auch in Deutschland gibts Beispiele von Öko/Biolandbau die funktionieren, klar. Aber die Lebensmittel kosten mehr und das kann sich nur leisten wer entsprechend verdient. Deutschland verkommt mehr und mehr zu einen Billiglohnland. Man schaue sich nur mal an, was hier mit den ganzen Hochschulabsolventen angestellt wird. Ich sag nur Trainee statt richtiger Anstellung und so.
Leute in Gastronomie und Pflege müssen für nen Appel und n Ei schuften. Wer sich hier also vollständig aus dem Wochenmarkt und mit Bio-, Öko-, Fair-Tradeprodukten versorgen kann, der hat mit Sicherheit keine finanziellen Sorgen. Der Rest muss sich mit den billigen Massenprodukten zufrieden geben.

In der Schweiz sind die Löhne, je nach Berufssparte 2-3 mal so hoch, wie in Deutschland. Aber auch die Kosten. Ich weiß es von nem Bekannten der in der Schweiz arbeitet. Hat doppelt soviel, wie hier aber dafür ist die Miete auch doppelt so hoch. Wenn er was übrig haben will, muss er billige Lebensmittel in Deutschland kaufen. Ich denke das erklärt schon einiges. Für die Milchbauern in der Schweiz bleiben von den 48 Rappen auch nicht viel mehr übrig als beim deutschen von den 25 ct.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Mc Alex am Do 15 Okt 2015, 09:07

Hab ich was verpasst, geht hier darum wer im besserem Land lebt? Shocked
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Reinhard am Do 15 Okt 2015, 09:15

... und für Strom zahlen sie weniger als 10 Cent Mad
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  karlchen am Do 15 Okt 2015, 09:18

Nein darum geht es nicht. Nur darum wer sich Verzicht auf PSM leisten kann und wer nicht Wink Das ist nämlich gar nicht so einfach. Wer schonmal ein Weizenfeld gesehen hat, dass von Pilzen zerstört wurde (Stichworte Fusarium, Mykotoxine), weil es nicht mit Fungiziden behandelt wurde oder die Schäden und Folgen von Blattlausbefall (Viren) kennt, der weiß auch, dass ein vollständiger Verzicht auf PSM nicht möglich ist, wenn man 7 Milliarden Menschen ernähren möchte. was aber sehr wohl geht, ist der verzicht im Hobbybereich, denn hier geht es nicht um Ernährung sondern nur um Spaß.

Es geht übrigens um das Endprodukt. Wir setzen PSM ein, damit wir genügend und einwandfreie Lebensmittel erhalten. Genauso wie wir Löcher in die Landschaft buddeln um Kohle rauszuholen und daraus Strom zu machen. Der Weg zum Ergebnis mag zwar viele stören, aber wir brauchen eben das Endergebnis und das lässt sich nunmal, nach heutigem Stand der Technik nicht anders in genügender Menge und Qualität herstellen.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Fred Zimt am Do 15 Okt 2015, 09:27

Neonics sind Hochgiftige Nervengifte da war E605 und DDT
Medizin dagegen.
Jesses Manfred- das ist Unfug.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  nikko am Do 15 Okt 2015, 09:30

Moin Alex,
Du hast recht, darum geht es eigentlich nicht. Jedes Land hat seine Vor-und Nachteile!

Wichtig finde ich, dass die Gefahr durch die Neonicotinoide erkannt wurde, insbesondere dass durch die bevorzugte Aufnahme dieser Giftstoffe durch die Bienen das Gefährdungspotential wesentlich höher liegt, als die Chemieindustrie bisher zugegeben hat. Dafür meinen Dank an Stefan, der uns auf diese neuen Erkenntnisse hingewiesen hat.

Ohne Bienen hätten wir in der Tat ein großes Problem, und das nicht nur in der Nahrungsmittelproduktion!

Ich kann also nur hoffen, dass diese Gifte so schnell wie nur möglich nicht nur in Europa, sondern weltweit nicht mehr eingesetzt werden. Ganz sicher wird die Industrie alternative Mittel für den Pflanzenschutz entwickeln. (Hoffentlich ohne gravierende Nebenwirkungen... Ich weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt!)

Gerade sehe ich, dass Karlchen auch schon geantwortet hat... Ich denke auch, dass wir nicht 7Mrd Menschen ohne eine moderne Landwirtschaft ernähren können . Das beinhaltet leider auch PSM und Kunstdünger. Lokal zu kaufen wie Stefan vorgeschlagen hat ist aber eine gute Möglichkeit zumindest eine gewisse Kontrolle zu behalten. Im Ernst, wer braucht denn schon Äpfel aus Neuseeland, wenn im Alten Land genug produziert wird?
Ganz schlimm sind dann die verseuchten billig Lebensmittel, die aus China exportiert werden. Gerade habe ich gelesen, dass millionenfach Teigrohlinge von dort hierher exportiert werden. Hergestellt aus belastetem Mehl... Das kann nicht gut sein!

LG,
Nils

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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  Timm Willem am Do 15 Okt 2015, 09:32

OPUNTIO schrieb:Parallel zum Rückgang der domestizierten Honigbiene habe ich in den letzten Jahren  einen  Anstieg von
Hummeln und Wildbienen in meiner Gegend festgestellt.
Man könnte jetzt sagen, da es weniger Honigbienen gibt, springen die Wildarten in diese Lücke.
Nun frage ich mich aber warum die zweifellos vorhandenen Giftstoffe auf diese Arten anscheinend keine Wirkung zeigen.
Liegt es daran weil die Völker von z.B. Hummeln zahlenmäßig viel kleiner sind ?
Zeigen ALLE Honigbienenarten die gleichen Symptome?

Gruß Stefan
Die Beobachtung mit den Wildbienen habe ich auch gemacht, seit vor drei Jahren in der Nachbarschaft ein Hobbyimker aus Altersgründen aufgehört hat, habe ich plötzlich Wildbienen die überall Höhlen bauen und mit Pollenpaketen herumfliegen im Garten, kannte ich vorher nicht.

Eigentlich dürfte es hier überhaupt keine Bienen geben, da unser Haus sehr weiträumig von einer Maiswüste umgeben ist.
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  M.hubi am Do 15 Okt 2015, 10:57

Hallo zusammen. Ich schweife jetz auch bisschen ab. Aber da es um Nahrungsmittel geht und ich umgeben bin von landwirtschaftsfläche hab ich auch paar Gedanken. Ich finde ein grosses Problem beim Anbau von Gemüse,Früchten....
Ist das es am Schluss perfekt aussehen muss. Es wird Tonnen von Lebensmittel weggeschmissen, verfüttert. Nur weil es zu gross zu klein, zu lang, zu rund ist.... Alles muss perfekt aussehen. Man kriegt beim Grossverteiler (aus der Region für die Region) keine Nicht perfekten Lebensmittel. Bei uns in der Nähe ist ein grosser Kartoffel Verarbeiter. War ja ganz ein schlechtes Kartoffeljahr. Wer nicht bewässern könnte hatte keine grosse Chance. Aber wie da bei der Annahme Kartoffeln aussortiert werden. Und der Bauer dann weniger Geld bekommt weil sie jetz zu Chips oder Pommer verarbeitet werden Evil or Very Mad

Und wenn ich das jetz auf meine Kakteen ableite. So ein Spinnmilben Befall sieht gerade nicht schön aus. Aber schmeiss ich da den Kaktus weg? Glaub nicht.

Das ist wohl ein Wohlstands Problem. Das alles Perfekt aussehen muss. Und der Bauer muss alles dafür tun das die Ware so aussieht. Sonst kriegt er weniger Geld. Und da werden die Mittel schon mal vorbeugend eingesetzt. Und gleich grosszügig.

Sollte mal bisschen ein Umdenken stattfinden. Bei unserem Konsum. Fängt beim perfekten Lebensmittel an geht beim Apfel weiter den ich das ganze Jahr essen will auch wenn nicht Saison ist dafür. Ist jetz egal ob der aus Neuseeland kommt oder in irgendeinem Lager 10 Monate frisch gehalten wird kommt auf das selbe raus. Geht beim Fleisch weiter das unbedingt schön rosa aussehen muss. Obwohl das eigentlich unnatürlich ist...........

Glaub ihr wisst was ich meine. Schon da könnte man Insektizide und Pestizide einsparen.

Gruss Martin
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Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  M.hubi am So 18 Okt 2015, 11:43

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Neonicotinoide stehen unter großem Verdacht

Beitrag  Richard am Mi 21 Okt 2015, 20:42

Die Probleme mit den Neonicotinoiden sind noch viel schlimmer als hier beschrieben. Ich halte selber Bienen, deshalb bin ich einigermaßen informiert.
Vor einigen Jahren hat eine Gruppe französischer Forscher Bienen mit Zuckerwasser gefüttert in das man eine ganz geringe Menge einer Neonicotinoides
gemischt hat. Die Giftmenge war so gering daß sie in Laboruntersuchungen nicht nachweisbar war. ( Dieses Zuckerwasser war also für die Lebensmittel-
überwachung giftfrei ). Die mit diesem Zuckerwasser gefütterten Bienenvölker starben nicht sofort, sonder wurden anfällig gegen Krankheiten und verloren
die Orientierung. Ausfliegende Bienen fanden nicht mehr den Weg zurück zum Bienenstock. Diese Bienenvölker waren verloren.
Neonicotinoide sind Nervengifte und schädigen Das Gehirn, bei Bienen sicherlich.
Bei mit Neonicotinoiden gebeiztem Mais- Saatgut ist hinterher die ganze Pflanze vergiftet, auch der Blütenpollen der von Bienen gesammelt wird und die Frucht.
Aus der Frucht( Maiskörner ) wird dann weltweit Zucker hergestellt, den sogenannten Malzzucker. In diesem Zucker ist auch dieses Gift enthalten natürlich in Mengen die
nicht nachweisbar sind. Auch wenn Neonicotinoide nicht in der EG eingesetzt werden, so werden sie jedoch weltweit produziert, verkauft und eingesetzt. Wer weiß schon
ob nicht gerade die Cola die man gerade trinkt mit vergiftetem Zucker gesüßt ist. Natürlich sind die Giftmengen so gering daß man nicht gleich davon stirbt.
Die Bienen jedenfalls können es nicht vertragen. Wenn Jemand behauptet Menschen werden dadurch nicht geschädigt, glaube ich das nicht.
Wer sich für die Dokumentation interessiert in der dieses Thema behandelt wurde der findet Diese bei You Tube unter dem Titel " Das Geheimnis des Bienensterbens"
Dieser Bericht lief auch schon 2 mal bei Arte, hat jedoch fast niemand gesehen.

Einen schönen Tag wünsche ich und einen guten Appetit bei internationalen Getränken und Gebäcken
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