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Was heißt "hart gezogen" ?

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Ein immer Interessantes Thema!

Beitrag  komtom am Mo 16 Nov 2015, 21:33

Hallo Gemeinde,

die Art und Weise der Kultur unserer Kakteen ist natürlich sehr abhänig von den eingenen Zielen die man mit seinen Pflanzen verfolgt. Der eine möchte schnell blühfähige Pflanzen haben der andere, zu denen zähle ich, möchte möglichst den am Standort lebenden, gleichsehende Pflanzen kultivieren. Es gibt Stimmen die sagen dass dies nicht möglich ist, dieser Meinung bin ich allerdings nicht. Auch an den Standorten gibt es sicherlich Pflanzen welche in der prallen Sonne aber auch unter Büschen, Agaven, Hechtien oder anderem, eher Schattig wachsen. Für mich gilt einfach die Realtion von Sonnenlicht zu Ernährung der Pflanzen damit meine ich natürlich gießen und düngen, deshalb kann man auf Teneriffa auch locker mit Blaukorn düngen ohne dass man es den Pflanzen ansieht. Ausserdem kann man nicht alle Pflanzen über einen Kamm scheren, so habe ich lange Zeit junge blühfähige Pflanzen der Art Astrophytum capricorne in voller Sonne als auch unter den Stellagen, wo sie nur wenige Stunden direkte Sonne bekamen, kultiviert. Die Pflanzen unterschieden sich kaum, ja vielleicht hatten die im Schatten weniger lange Dornen aber die Pflanzenkörper unterschieden sich nicht auch auf die Blühfreudigkeit hatte es keine Auswirkung. Das gleiche funktioniert mit dem nahe Verwandten As. capricorne ssp. niveum nicht. Diese Pflanzen wuchsen im Schatten kaum, machten weniger Dornen und blühten auch weniger. Es gab dann auch die Erfahrung dass Pflanzen welche im Schatten standen schlichtweg eingingen, das liegt möglicherweise daran dass das Substrat länger feucht bleibt. Bei einigen Gymnocalycien konnte ich ebenfalls so etwas beobachten pralle Sonne oder eher Schatten kaum ein Unterschied im Habitus und in der Blühfreudigkeit. So ließen sich die Beobachtungen weiter fortsetzen. Natürlich spielt auch die Temperatur eine Rolle auch hier gilt die Herkunft der Pflanzen zu beachten. Lobivien brauchen für ein gutes Wachstum grosse Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht bei großer Hitze stagniert das Wachstum und die Pflanze beginnen sogar zu schrumpfen auch wenn sie Wasser bekommen. Im Gegensatz dazu vertragen z. B. viele Thelocacteen gut Hitze und wachsen und blühen dabei noch.

Also eine ideale (harte) Kultur ist sehr von der Herkunft der Pflanzen abhänig. Und noch was, für eine kleingeschrupfte kaum blühende Lobivie die in der Hitze des Gewächshauses steht ist das aus Sicht der Pflanze eine "harte" Tortur .. ähm Kultur.

also bis bald und Grüße

komtom
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harte kultur

Beitrag  okie750 am Di 08 Dez 2015, 18:27

weiß nicht ob das auch gegen ungeziefer besser ist- Lg Jörg
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ja ist es...

Beitrag  komtom am Di 08 Dez 2015, 19:05

Hallo Gemeinde,

diese Aussage kann ich mit "es ist besser gegen einen Schädlihgsbefall..." bestätigen. Wenn es z. B. einen Befall von Spinnenmilben gibt, dann sind die Pflanzen als erstes betroffen welche etwas schattiger stehen und eigentlich gut genährt sind. Sowas ist mir leider schon mit Sämlingen passier die eigentlich gut dastanden. Auch Wurzel und Wolläuse tun sich bei harter na sagen wir mal besser "richtiger" Kultur schwerer.

also bis bald und Grüße

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Re: Was heißt "hart gezogen" ?

Beitrag  Jogler am Di 08 Dez 2015, 20:03

"Hart gezogene" Pflanzen sind allgemein immer widerstandsfähiger gegenüber saugenden Schädlingen (Milben, Läuse, Thripse usw.), weil durch viel Licht, wenig Wasser und Düngung das Wachstum verlangsamt und damit eine dickere Epidermis und Wachsschicht forciert wird. Die Pflanze schützt sich in erster Linie vor unnötiger Wasserverdunstung, der positive Effekt gegen die Schädlinge ist dabei nur Nebensache, die haben ihre Müh und Not da erstmal durchzustechen. Twisted Evil
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Re: Was heißt "hart gezogen" ?

Beitrag  Shamrock am Di 08 Dez 2015, 20:41

Jogler schrieb:der positive Effekt gegen die Schädlinge ist dabei nur Nebensache, die haben ihre Müh und Not da erstmal durchzustechen. Twisted Evil
...und suchen sich lieber einen gedeckten Tisch im der Umgebung, wo man gleich zum Essen übergehen kann, ohne groß vorher ewig bohren zu müssen.

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hart

Beitrag  longhi am Do 02 Feb 2017, 10:07

was bedeutet es eine pflanze "hart" zu ziehen?
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Re: Was heißt "hart gezogen" ?

Beitrag  Cristatahunter am Do 02 Feb 2017, 14:07

longhi schrieb:was bedeutet es eine pflanze "hart" zu ziehen?

Darunter versteht jeder etwas anderes.
Wenig von allem. Wenig Erde, wenig Wasser, wenig Dünger, wenig Wärme, wenig Liebe, wenig Licht, wenig frische Luft, wenig Platz.
Scherz bei Seite.
Möglichst viel Licht, möglichst viel frische Luft, möglichst viel Wärme im Sommer, möglichst kühl im Winter, nur soviel Wasser im Sommer wie nötig und kein Tropfen im Winter und nur wenig stickstoffarmer Dünger.

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Re: Was heißt "hart gezogen" ?

Beitrag  longhi am Do 02 Feb 2017, 18:27

hey top danke, dann mach ich ja "alles richtig"
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Re: Was heißt "hart gezogen" ?

Beitrag  nobby am Do 02 Feb 2017, 19:24

Wieso richtig?
Wer sagt, dass "hart" richtig ist?

Gruß Nobby
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Re: Was heißt "hart gezogen" ?

Beitrag  longhi am Do 02 Feb 2017, 20:24

deswegen die anführungszeichen, für mich passts.
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