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Kakteen im Klimawandel

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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  Grandiflorus am Mi 17 Apr 2019, 05:31

Hallo Dietmar,

ja, ich habe da draußen noch mehr Südamerikaner: Gymnocalycium achirasense v. orientale P104c, G. andreae P199, G. bruchii P174, G. chubutense, G. gibbosum v. nobile. Bezüglich ihrer Frostresistenz sind alle so ähnlich wie die Wigginsia angegeben. Während die üblichen Kandidaten für's Freiland wie Echinocereus und Escobaria oft nach wenigen Jahren eingehen, halten sich die genannten wacker seit einigen Jahren und machen am wenigsten Probleme. Nur G. chubutense sieht nach dem Winter immer etwas mitgenommen aus und braucht lange, um wieder in die Gänge zu kommen. Hier sei auch noch eine Echinopsis (eyriesii o. Hybride) genannt, die ich vor einigen Jahren versuchsweise ausgepflanzt habe, und die ihre Schwesterkindel im Topf an Größe und Blühfreudigkeit längst überholt hat. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, daß die letzten Winter hier sehr mild waren.....
Hier die Wigginsia:

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Beste Grüße.
Ingo
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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  Dietmar am Mi 17 Apr 2019, 20:36

Hallo Ingo,
Du präsentierst da eine erstaunliche Artenvielfalt in Freilandkultur. Meine Experimente mit Echinopsis rhodotricha und -hybriden sowie Gymnocalycium (andreae und bruchi) sind fehlgeschlagen. Da reichte eine Woche Dauerfrost. Ich wohne ja auch einige Kilometer weiter östlich. Das macht schon einen Unterschied. Wenn die Winter noch milder werden, wage ich mich vielleicht nochmal daran.

Gruß

Dietmar
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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  Grandiflorus am Mi 17 Apr 2019, 20:54

Hallo Dietmar,

ja, ein paar Kilometer östlich kann es schon deutlich schwieriger sein, sie durchzubringen. Ich denke aber, daß es trotzdem einen weiteren Versuch wert wäre, mit G. bruchii und G. andreae die Frosttauglichkeit dieser Arten bei Dir zu testen. Auf jeden Fall müssen sie im Winter abgedeckt sein bei freier Luftzirkulation. Der Regenschutz sollte auch eher zu früh drüber (Ende September), damit das Substrat noch abtrocknen kann, denn das kann im Herbst/Winter Wochen oder gar Monate dauern.

Beste Grüße von
Ingo.
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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  Dietmar am So 22 Sep 2019, 08:11

Kurzes Update zur Opuntia cacanapa var. ellisiana: Die Pflanze ist eingewachsen und hat geblüht. Mal schauen wie sie sich im Winter schlägt.
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Gruß

Dietmar
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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  Nopal am So 22 Sep 2019, 09:36

Ich drücke dir beide Daumen 👍🏻👍🏻
Eine tolle Pflanze.

Beste Grüße
Nopal
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Beitrag  OPUNTIO am So 22 Sep 2019, 13:16

Ja, Dietmar. Darüber halte uns bitte auf dem Laufenden.
Ich würde immer wieder mal einen Blick darauf werfen, sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken.
Vielleicht kann man so eine Untergrenze grob abschätzen.
Interessant zu wissen wäre es , ab wann die Glieder durchfrieren. Das lässt sich durch leichten Fingerdruck feststellen. Oder auch akkustisch, durch anklopfen mit der Rückseite eines Bleistiftes oder ähnlichem.
Ich habe mal festgestellt, das die Glieder von O.ficus indica bis ca. minus 7 Grad elastisch blieben, während die Glieder der absolut winterharten O. phaeacantha bereits knüppelhart gefroren waren.
Ab ca.minus 8 Grad wurde die O. ficus indica glasig, was das Ende bedeutete. Die echten winterharten wie die erwähnte O. phaeacantha  blieben weiterhin knüppelhart gefroren und schadensfrei.

Gruß Stefan

P.s. Meine, von dir stammende, Opuntia cacanapa var. ellisiana überwintert wieder im GWH. So lange sie noch reinpasst Very Happy
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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  Dietmar am So 22 Sep 2019, 13:50

Sie bekommt noch eine Haube, Heizdrähte, und wenn es hart auf hart kommt, werfe ich noch ein paar Decken als Isolierung darüber. Die Temperatur sollte nicht unter -5°C sinken. Unter - 8°C gibt es erste Erfrierungen. Das habe ich in den vergangenen Jahren auf der Terrasse getestet. Sie stand dort allerdings geschützter vor allem vor kalten Nordwinden.

Gruß

Dietmar
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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  konsilia2014 am Mi 25 Sep 2019, 22:56

Kaktusfreund81 schrieb:
Dietmar schrieb:Diesen Tigerschnegel finde ich hochinteressant. In Norddeutschland habe ich ihn noch nie gesehen (...)
Der Tigerschnegel macht seinem Namen alle Ehre, sogar zweierlei: einerseits durch sein markantes Aussehen (abgesehen von den Albinos), andererseits durch seine räuberische Lebensweise, ganz nach einem echter "Tiger". Wie ihr bereits erwähnt habt, frisst sie den invasiven Agrarschädling Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris). Das sind diese braunen, von Gärtnern oft verhasssten Nacktschnecken, die innerhalb einer Nacht das gesamte Gemüsebeet kaputtfressen können. Mit dem Tigerschnegel (Limax maximus) hat man also einen guten Nützling, der zwar genauso wie die Spanische Wegschnecke ein Neozoon, aber keine invasive Art ist. Die Population der Spanischen Wegschnecke ist in den letzten Jahrzehnten exponentiell gewachsen, dabei werden auch heimische Schnecken verdrängt. Würden Tigerschnegel und Spanische Wegschnecke in einer Konkurrenz statt Räuber-Beute-Beziehung leben, würde die dominante Wegschnecke den Schneckel ziemlich schnell verdrängen. Umgekehrt funktioniert die Räuber-Beute-Beziehung aus Räubersicht nicht von Wegschnecke zu Schnegel, dagegen sehr wohl von Schnegel zu Wegschnecke. Die Wegschnecke bevorzugt Aas und Pflanzen, ebenfalls tritt häufig Kannibalismus in deren Populationen auf. Der Schnegel frisst bevorzugt welke Pflanzen, jedoch ebenso von anderen Schneckenarten. Beim Schnegel liegt also ein "zwischenartlicher Kannibalismus" vor (wobei Kannibalismus laut Definition nur auf Artebene beschränkt ist), bei der Wegschnecke ein klassischer innerartlicher Kannibalismus. Durch diesen innerartlichen Kannibalismus schränkt sie ihre Population ein Stück weit selbst ein, dies hat aber keine signifikante Auswirkung auf das Populationswachstum von Arion vulgaris.

Ich hatte mal die Ehre die Paarung (Kopulation) von zwei Exemplaren des Tigerschnegels mitzuerleben. Nachdem ich mit meinem Hund des Spätgang erledigte und schon auf den Rückweg war, ging ich schließlich mit der Taschenlampe zur Haustür - plötzlich schillerte irgendetwas Schleimiges an der Hauswand neben der Tür. Hund rein und ich bin gleich wieder raus. Dann habe ich mich hingehockt und das Spektakel fast 40 Minuten beobachtet, die Kamera war dabei natürlich auch zur Stelle. Nun ein kleiner Auszug aus der Fotoreihe des Kopulationsaktes von Limax maximus. Einfach nur faszinierend, wie sich die beiden Begattungsorgane (auf das unangenehme Fachwort verzichte ich lieber) umschlingen, über die im weiteren Verlauf der Kopulation die Besamung stattfindet. Diese sind nehmen durch Hämolymphe eine weißliche Färbung an.

Los geht's! Da es sich hier nur um eine Paarung bei Schnegeln handelt, muss hier wohl auch nichts zensiert werden... Wink

Hängend an einem dünnen Schleimfaden ...
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... verschlingen sich die beiden Schnegel ineinander.
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Hier kommen die besagten Begattungsorgane aus den seitlichen, vorderen Körperöffnungen ...
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... die sich nun gleichfalls ineinander verschlingen.
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Die Verschlingung der weißen, mit Hämolymphe angereicherten Begattungsorgane löst sich nach der Besamung.
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Nach dem Beenden der Kopulation "entschlingen" sich die beiden Schnegel wieder und ziehen ihre Begattungsorgane in ihre Körper zurück.
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Beide Tiere werden bald ihre Eier ablegen, aus denen die nächste Generation hervorgeht.
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Eigentlich passt die Tigerschnegelpaarung nicht zu "Kakteen im Klimawandel", aber wenn wir schon mal beim Thema Schnecken sind... Rolling Eyes
Ich hoffe es war trotzdem einigermaßen interessant. In der Realität sieht es noch viel beeindruckender aus - Mutter Natur hat wieder mal ein kleines Wunder geschaffen. Very Happy

# Tigerschnegel

Weichtier des Jahres 2005 (in Deutschland) und 2018/19 (in Österreich).

Werden sie zwangsversetzt (umgesiedelt) - in dem Fall von der Stadt (Regensburg, mit viel Keller, Beton, Fliesen) aufs grüne Dorf (Land, mit viel grünem Rasen) lässt die Vermehrung der Population leider zu wünschen übrig. Mein Bestand ist - im Gegenteil - zurückgegangen und rückläufig.

# Feuerwanzen

Ebenfalls eine sehr schöne Gattung - die allgemein wieder oft zusehen ist und sich gerne in Vergesellschaftung mit Hibiskus befindet oder auch Trockenmauern.
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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Osterhasi oder Nikolausi?

Beitrag  Grünling am Sa 30 Nov 2019, 13:59

Bei strahlendem Sonnenschein öffnen sich die Knospen. Die Schlumbergeras hingegen zeigen nicht einmal welche. Shocked .

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Kakteen im Klimawandel - Seite 9 Empty Re: Kakteen im Klimawandel

Beitrag  Andreas75 am Sa 30 Nov 2019, 15:51

Im Winter 2006/ 2007 konnte ich in Berlin/ Reinickendorf bei relativ luftigem Stand meine komplette Sammlung von seinerzeit etwa 200 Pflanzen verschiedenster Coleur ungeschützt auf dem Parterre- Balkon überwintern. Einzig der Noto magnificus hat das krumm genommen, indem er im Folgejahr nicht wuchs, bzw. erst gegen Spätsommer. War in der Retrospektive aber auch ziemlicher Schwachfug, eine Pflanze wie diese draußen zu lassen.

Als ich dann 2011 hier an den Nordrand Westerwald zog, musste ich bestürzt feststellen, dass hier nicht mal die eigentlich winterharten Kakteen (Opuntia phaeacantha, polyancistra und Co.) so wirklich gediehen. Das Klima zwar mild, aber viel zu feucht und unbeständig, und so gingen sie trotz nur mäßiger Fröste bald den Weg alles Irdischen. Lediglich die Opuntia imbricata 'Pinky' und die Opuntia rhodantha erwiesen sich schließlich mit Regenschutz als willig, wobei die imbricata wegen des unbeständigen Wetters bis 2017 immer nur etwa 2- 3 cm "Jahrestrieb" schaffte. Erst 2018 und 2019 gefielen die Sommer...

Generell musste ich die Sammlung fast komplett von südl. USA und Tieflandmexikanern auf südamerikanische Hochgebirgler umstellen, weil erstere in Berlin gut gediehen, aber hier mickerten. Währen die in Berlin mickernden Hochgebirgler hier im wahrsten Sinne aufblühten. Die Rebutien zB., die in Berlin einmal kurz im Frühling blühten, blühen hier nun mit Ausnahme von Juli/ August fast in der ganzen Wachstumszeit, und setzen teils im November/ Dezember schon wieder neue Knospen an. Parodia mairanana blüht quasi von Mai bis Oktober durch, und manche Auffälligkeiten mehr.
Ausräumen tue ich dabei im April, und ein so spät wie möglich. Dies Jahr Anfang der zweiten Novemberwoche, da sie es zwar mit Regenschutz auch noch bis jetzt ausgehalten hätten, aber die Luftfeuchtigkeit vom ab Oktober einsetzenden Dauergrau und -regen ist leider doch zu viel.
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