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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus Empty Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  Hardy_whv am Mi 23 Dez 2015, 13:14

Hallo allerseits,


es stehen ein paar Echinocacteen auf meiner diesjährigen Aussaatliste. Ich bin mir bei einigen Arten nicht im Klaren darüber, ob sie eine Schwefelbehandlung zur Steigerung der Keimquote benötigen oder nicht:

Keine Schwefelbehandlung benötigen nach meinen Erfahrungen:

  • Echinocactus grusonii
  • Echinocactus polycephalus


Schwefelbehandlung macht Sinn bei:

  • Echinocactus horizonthalonius


Noch keine Erfahrung habe ich mit den folgenden Arten. Wie sieht es mit denen aus?

  • Echinicactus parryi (Mesa Garden empfiehlt ein Scarifizieren)
  • Echinicactus platyacanthus (ich meine gelesen zu haben, dass die auch ohne Säure-Behandlung gut keimen)
  • Echinicactus texensis


Kann hierzu jemand konkrete Erfahrungen oder Erkenntnisse beisteuern?

Besten Dank im voraus!


Gruß,

Hardy [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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Beitrag  Mexikaner am Mi 23 Dez 2015, 13:51

Hallo Hardy,
Echinocactus texensis benötigt auf keinen Fall eine Säurebehandlung.Die keimen ohne wunderbar.

MfG Ines
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Beitrag  ClimberWÜ am Mi 23 Dez 2015, 13:54

...und bei der Schwefelsäurebehandlung würde mich interessieren,
Genügt verdünnte H2SO4 z.B. Batteriesäure oder muss es der Hammer die hochkonzentrierte Schwefelsäure sein?

VG
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Beitrag  Kotschoubey am Mi 23 Dez 2015, 13:56

Ich habe Ende Oktober 10K Echinicactus parryi ausgesät, ohne Schwefelsäurebehandlung. Nur zwei Korn sind gekeimt, eines davon erst nach über einem Monat...
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Beitrag  nikko am Mi 23 Dez 2015, 14:12

Moin,
ich verwende immer nur die konzentrierte Schwefelsäure, verdünnen macht meiner Meinung nach keinen Sinn.
Bei meinen Versuchen wurden Echinicactus parryi, Echinicactus horizonthalonis und Echinicactus texensis mit einem 12min Bad in besagter Säure behandelt. Die Keimrate war danach durchaus befriedigend zwischen 50% und 80%.
Ob das bei allen Arten nötig war kann ich nicht sagen... geschadet hat es jedenfalls auch nicht! Very Happy

LG,
Nils

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Beitrag  ClimberWÜ am Mi 23 Dez 2015, 14:21

Danke Nils,
aber Batteriesäure ist einfacher zu bekommen! Als Kletterer hab ich eine gewisse Scheu solche Sachen zu Hause anzuwenden, dort wo auch die Klettersachen gelegentlich liegen.
Die Erfolgsaussichten müsste man vergleichend untersuchen ohne, mit ~30% und mit 98% H2SO4 an einer hinreichend großer Zahl von E. horizonthalonius von dem der positive Effekt der Säurebehandlung immer wieder berichtet wird.
Strukturell schwächt jedenfalls auch die Batteriesäure Kunststoffe wie auch natürliche Strukturen angefangen bei Baumwollkleidung...
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Beitrag  nikko am Mi 23 Dez 2015, 14:30

Moin,
ach, ich habe meine konz. Schwefelsäure einfach bei Amazon bestellt... Very Happy (Wenn der Postbote wüßte, was er da transportiert hat! Shocked )

Verdünnte Säure greift die Schale ja bestimmt auch an, aber Versuche anderer Forumsmitglieder mit Essig etc. waren nicht erfolgreich. Die konz. Schwefelsäure greift die Samenschale auch durch verkohlen an (Braun- bzw. Schwarzfärbung der Samen) Bei manchen Samen (Pediocactus) war die Schale bis auf den Keimling heruntergeätzt. Gekeimt sind die trotzdem. Very Happy
Bei verdünnter Säure wirst Du vermutlich sehr lange experimentieren müssen und viel Geduld mitbringen, wenn es denn überhaupt geht. Ist bestimmt interessant!

Die Flasche mit der Säure steht bei mir im HW-Raum, die Nachbarschaft der Flasche ist bislang nicht beeinträchtigt. Die scheint auch nach über einem Jahr gut dicht zu halten.

LG,
Nils

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Beitrag  Hardy_whv am Mi 23 Dez 2015, 14:43

ClimberWÜ schrieb:Danke Nils,
aber Batteriesäure ist einfacher zu bekommen! Als Kletterer hab ich eine gewisse Scheu solche Sachen zu Hause anzuwenden, dort wo auch die Klettersachen gelegentlich liegen.
Die Erfolgsaussichten müsste man vergleichend untersuchen ohne, mit ~30% und mit 98% H2SO4 an einer hinreichend großer Zahl von E. horizonthalonius von dem der positive Effekt der Säurebehandlung immer wieder berichtet wird.
Strukturell schwächt jedenfalls auch die Batteriesäure Kunststoffe wie auch natürliche Strukturen angefangen bei Baumwollkleidung...

Hallo ClimberWÜ,

konz. Schwefelsäure gibts an jeder Straßenecke ... sofern sich an der Ecke eine Apotheke befindet. Und bei Amazon gibts sie auch. Einfacher geht Beschaffung gar nicht mehr.

Deine Bedenken bzgl. der Kletterausrüstung sind unbegründet. Schwefelsäure wabert ja nicht wie ein Nebel durch den Raum, sondern wird, wie andere chemische Mittel auch, ordentlich aufbewahrt. Und selbst wenn du den Deckel nicht verschließt: Das einzige was passiert ist, dass die Schwefelsäure langsam die Luftfeuchte aufnimmt ... nicht umgekehrt.

Die Wirkung verdünnter Schwefelsäure ist m. W. mit der von konz. Schwefelsäure nicht zu vergleichen. Die Wirkung von konz. Schwefel auf den Samen beruht m. E. auf der Verbindung der extrem hygroskopischen sowie der ätzenden Wirkung. Verdünnte Schwefelsäure ist einfach nur noch sauer. Da kannst du deine Samen genausogut in Zitronen- oder Essigsäure einlegen. Das bringt nichts. (Ich gehe mal davon aus, dass die "üblichen Verdächtigen", unsere Chemiker im Forum, wie stefang u.a. die Aussagen noch präzisieren oder körrigieren.)


Gruß,

Hardy [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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Beitrag  ClimberWÜ am Mi 23 Dez 2015, 14:45

Ja, Schwefelsäure kann man nicht durch Salzsäure HCL o.ä. ersetzen!
Und wie geschrieben macht auch die Batteriesäure Löcher in den (Baumwoll-)Kittel (nach der folgenden Wäsche).

PS
noch ein, zwei Pfund Kaliumpermanganat da zu bestellt (ist ja nur für die Kakteensamenbeize) und falls im Shop vorhanden Aluminiumpulver, Eisenpulver o.ä. in ähnlichen Gewichtsanteilen. Um nicht aufzufallen die Wasserrohre gibt es im Baumarkt...
und schon steht das SEK vor der Tür ;-)
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  ClimberWÜ am Mi 23 Dez 2015, 14:54

Hallo Hardy,
es besteht immer das Risiko ein paar kleine Tropfen irgendwohin zu verspritzen.
Es gab bereits Unfälle (=Seilbruch) bei Leuten die bei einem Werkstattbesuch ihre Klettersachen (Textilien wie Seil) im Auto gelassen hatten. Ergo mit Batteriesäure!

Eine Apotheke hat halt Apothekenpreise siehe Chinosol. Batteriesäure habe ich zu Haus, wie auch HCL, NH3, HNO3 jeweils wässrig.
Amazon liefert einen Liter H2SO4, den ich nicht brauche...

VG
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