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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  Botanicus am Mi 23 Dez 2015, 16:42

Echinocactus parryi ist bei mir ohne Behandlung problemlos gekeimt. Gekeimt sind > 90 %.
E. horizonthalonius hat auch keine Vorbehandlung bekommen. Zunächst ist so gut wie nichts gekeimt. Nachdem ich die Temperatur deutlich erhöht hatte (von max. ca. 27 °C auf locker 35 °C), sind sie wesentlich besser gekeimt. Ich bin so auf Keimraten von schätzungsweise 30 - 50 % gekommen. Das ist zwar immer noch nicht die Welt, aber doch besser als gar nichts.
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  ClimberWÜ am Mi 23 Dez 2015, 23:28

Hallo,

zu meiner Frage nach der Konzentration von H2SO4 kamen leider keine befriedigenden Antworten. Es hilft also nur selbst zu testen. Leider habe ich zu wenig E. horizonthalonius Samen für eine vergleichende Untersuchung...
Einem wissenschaftlichen Vorgehen genügt selbstredend nicht zu behaupten NUR konzentrierte Schwefelsäure sei anzuwenden. (Es gibt zu oft die Vorgehensweise "viel hilft viel".)
Ja, ein naturwissenschaftliches Studium habe ich inklusive Organik und Anorganik Praktika absolviert, wobei aber Informatik, Mathematik und Statistik überwogen haben.

@Hardy
ich komme nicht auf 10 Cent sondern 10 Euro (Ware plus Fahrt und Zeit)! Und leider ist meine Portokasse etwas klamm, so dass ich keineswegs bei 10 Euro von nicht überlegenswerten Ausgabenhöhen ausgehe zumal Batteriesäure bereits im Keller steht.
Und deine Argumentation erinnert entfernt an den sorgfältigen Autofahrer der gar keine Unfälle erfahren wird weil er ja weiß was er tut!  Rolling Eyes
Fehler kommen vor obwohl sie nie geplant wurden, manchmal geschehen sie sogar ohne es zu bemerken. Das lernt man zumindest wenn man Unfallgeschehen nachvollzieht und Risikoeinschätzungen nutzt. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

@Nils
Und - wenn es um Menschenleben (in meinem Fall Textil beim Klettern kontaminieren) geht kann man nicht argumentieren es ging schon 30mal gut...  Wink

@Nopal
kleinere Mengen Schwefelsäure lassen sich einfach mit Kalk(ge)stein zu Gips und CO2 umsetzen. Cool

Frohes Fest an alle Mitleser und -schreiber
Peter
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  Msenilis am Do 24 Dez 2015, 00:28

Hallo Peter,
ClimberWÜ schrieb:
zu meiner Frage nach der Konzentration von H2SO4 kamen leider keine befriedigenden Antworten.
Peter
es geht nur konzentrierte Schwefelsäure (mindestens 92%).
Aber dazu hat es hier schon einige Themen gegeben. Suche mal, ich hab jetzt keine Lust mehr es für Dich zu tun.
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  sensei66 am Fr 25 Dez 2015, 00:57

Hardy_whv schrieb:Welche Arten der Gattung Echinocactus benötigen eine Behandlung mit Schwefelsäure, damit eine ordentliche Keimquote erreicht wird?

Kurzer Zwischenstand:

Echinocactus grusonii --> Schwefelsäure-Behandlung nicht erforderlich, keimt auch so gut
Echinocactus horizonthalonius --> Schwefelsäure-Behandlung erforderlich
Echinicactus parryi  --> Schwefelsäure-Behandlung vermutlich erforderlich
Echinicactus platyacanthus --> Schwefelsäure-Behandlung vermutlich nicht erforderlich
Echinocactus polycephalus --> Schwefelsäure-Behandlung nicht erforderlich, keimt auch so gut
Echinicactus texensis --> Schwefelsäure-Behandlung vermutlich nicht erforderlich

Hallo Hardy,

was ich aus mehreren Aussaaten definitiv sagen kann (es wurde auch schon weiter oben erwähnt): E. texensis braucht definitiv keine Behandlung mit H2SO4, die keimen wie Kresse.
Zufällig habe ich die beiden anderen fraglichen Arten vor Kurzem erst ohne Vorbehandlung ausgesät. Nach vierzehn Tagen keimten von E. parry 60% (3 von 5) und von E. platyacanthus 40% (4 von 10). Angesichts der geringen Zahlen an Samen ist der statistische Wert der Aussaage zwar arg wackelig, aber ich würde mal behaupten wollen, dass beide Arten ohne Schwefelsäurebehandlung gut funktionieren. Ich bekomme in meinem Aussaatkasten nur ca. 24-25°C hin, mit geringfügig höheren Temperaturen könnte durchaus mehr zu erwarten sein. Demzufolge ist aus meiner Sicht die Schwefelsäurebehandlung bei den Echinocacteen nur für E. horizonthalonius nötig.
Nun zur Schwefelsäure an sich und die Frage, ob Batteriesäure auch geht.
Kurz: nein
Etwas länger: Konzentrierte Schwefelsäure ist zum einen eine oxidierende Säure und zum anderen hat sie die schon mehrfach beschriebene hohe Affinität zu Wasser (=hygroskopisch). Die Testa von Samen besteht zu einem hohen Anteil aus Kohlenhydraten. Aus diesen wird einerseits Wasser entzogen und andererseits können die Kohlenhydrate oxidiert werden. Beides führt zum Bruch der KH-Ketten, was die Testa porös werden lässt. Dadurch kann Wasser leichter eindringen, was zu einem schnelleren Keimungsprozess führt. Mit zunehmendem Wassergehalt sinkt sowohl die Oxidationskraft als auch die hygroskopische Wirkung, wodurch die gewünschte Reaktion immer langsamer wird. Mit einer 37%igen Schwefelsäure (=Batteriesäure) gewinnt man da keinen Blumentopf...

Frohes Fest euch allen!
Stefan
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  Sabine1109 am So 16 Jun 2019, 12:46

Hallo in die Runde!

So richtig optimal passt meine Frage hier nicht, weil ich nicht Echinocactus beizen möchte, sondern Mammillaria - aber ich wollte nicht noch einen neuen Beitrag zur Schwefelsäure eröffnen und zu den Pedios passt es noch weniger.....
Also: ich hab aus Tschechien Mammillaria luethyi-Samen bestellt.
Nun hatte ich mit Mammillaria theresae und haudeana schon öfter Misserfolge (nichts gekeimt). Das einzige Mal, dass etwas keimte war, als ich die Mammillaria theresae Samen wieder abgesammelt und 10 min in hochkonzentrierter Schwefelsäure gebeizt habe.
Nun sind die M. luethyi Samen rar und teuer - daher meine Frage: hat das von euch schon mal jemand ausgesät? Wenn ja: vorher gebeizt?
Hajek hat schon mal Sämlinge verkauft, d.h. irgendwie muss es ja gehen.....

Danke für eure Antworten und einen schönen Sonntag euch!
Sabine
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  abax am Mo 17 Jun 2019, 21:04

Hallo Sabine,

Schwefelsäürebehandlung habe ich bei luethyi und auch theresae mehrmals versuch- erfolglos.

Vor kurzem war ich zufällig bei Herrn Hajek zu besuch. Als ich seine luethyi-Sämlinge gesehen habe, habe ich ihn auch gefragt, wie er sie zum keimen bringt. Er meitne, von 1000 Korn keimen nur ein paar- es bleibt also schwierig.

Eine Möglichkeit scheint es aber zu geben. lies dich mal hier durch:
http://cactiguide.com/forum/viewtopic.php?f=16&t=20291

Habe ich vor ein paar Jahren auch mal probiert und es sind auch ein paar Korn gekeimt. Leider sind mir die keimlinge dann eingegangen.

Viel Erfolg,

Stefan
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  Sabine1109 am Di 18 Jun 2019, 06:09

Hallo Stefan! Herzlichen Dank für deine Antwort!
Die erste Frage, die mir in den Sinn kam, war: Wie um alles in der Welt kommt Herr Hajek an tausende von M. luethyi Samen? Shocked Schon die Ernte ist ja reichlich schwierig.....

Ich habe mich nun durch die fünf verlinkten Seiten gelesen.
War sehr interesssant danke
Ich versuche mich mal an einem Resümee Very Happy
1. Sphagnum Moos besorgen.
2. In destilliertem Wasser vorquellen lassen
3. In Zip-Beutel mit rehydriertem Sphagnum Moos, Samen eingeschlagen in ein feuchtes Papierhandtuch.
4. Tagsüber hohe Temperaturen, nachts eine Absenkung (nun das mache ich immer so)
5. Er wechselt das Papierhandtuch alle 2 bis 3 Tage

Das klingt machbar Cool
Was für mich an Fragen offen bleibt ist:
Welche Temperaturen würdest du wählen?
Ich las von mehr als 30°C Tagestemperaturen....
Außerdem lagerte ich noch nie Samen im Gefrierschrank. Scheint mir auch nicht logisch im Hinblick darauf, dass sie ja tatsächlich noch keimhemmende Substanzen abbauen sollen.
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  Sabine1109 am Di 18 Jun 2019, 06:16

So, chilenisches Sphagnum Moos habe ich nun auch bestellt..... Wink
Es gab nur Ziegel von einem oder fünf Kilogramm, ich vermute dass ich mit dem einen Kilo auch tausende von Samen aussäen kann Laughing
Aber vielleicht darf ich jemand von euch ja was davon abgeben und das ergibt im Herbst dann eine neue Aussaat-Challenge? Avi? I love you
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Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus - Seite 3 Empty Re: Schwefelsäure-Behandlung / Scarifizieren bei Echinocactus

Beitrag  abax am Di 18 Jun 2019, 20:02

Hallo Sabine,

bei gepfropften luethyis mit vielen Sprossen kann da schon einiges zusamen kommen, wenn man eifrig bestäubt. Blüten gibt es ja meist reichlich. Ist halt ein gepopel, die Samen aus den Körpern zu pulen.
Solang die Temperatur so um die 25°C liegt, sollte es nicht so genau darauf ankommen.
Wichtig ist sicher auch, möglichst sauber zu arbeiten (abgekochtes Wasser, Samen beizen, Papier sterilisieren (wie?)). Bei der feuchten Wärme entwickeln sich natürlich auch jedwelche Schimmelpilze etc. sehr schnell, das hat bei meinem Versuch sicher auch einiges gekostet, das Papier bekam schnell Flecken und die Samen sind teils auch geschimmelt.
Bitte berichte auf alle Fälle, ob es bei dir funktioniert und auch, falls nicht.
abax
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