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Weiße Fliege? und noch was?

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Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  alinor am Sa 26 Dez 2015, 17:23

Also, ich vermute mal, dass das die weiße Fliege ist? oder doch Wollläuse?
Aber was sind diese kleineren bräunlichen Viecher? Gehören die dazu oder sind das andere Parasiten?
Sie sind jedenfalls größer als Spinnmilben - die kenne ich (und die haben wohl meiner neu erworbenen Ardenie gerade alle Blätter gekostet... Crying or Very sad )
Und welches Mittel würde da am besten helfen?

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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  Dietmar am Sa 26 Dez 2015, 18:04

Auf keinen Fall ist das was schönes! Ich würde die Pflanze, vor allem die Blattunterseiten soweit wie möglich abduschen und anschließend mit einem systemischen Mittel gießen, wie etwa Calypso o. ä.. Die Pflanze nimmt den Wirkstoff über die Wurzeln auf und nach ein paar Tagen sind die Viecher erledigt, sofern sie keine Rückzugsmöglichkeiten auf andere Pflanzen haben. Ansonsten würde ich diese mit behandeln. Falls Spinnmilben oder Weichhautmilben dabei sind, mußt mit einem geeigneten Mittel spritzen
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  alinor am Sa 26 Dez 2015, 18:19

Vielen Dank!
Dann werde ich wohl am Montag mal einkaufen gehen müssen...!
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  Escobar am Sa 26 Dez 2015, 18:25

Na ich hoffe das Calypso hilft noch bei der Weissen Fliege. Damit werden die Tierchen schon beim Gärtner mehr oder weniger erfolgreich behandelt. Die billigste Lösung wäre sicher, Poinsettie in die Biotonne und kommende Woche eine neue zum halben Preis im GC erwerben. Dann wird dort auf Frühling umdekoriert.
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  tephrofan am Sa 26 Dez 2015, 18:30

wäre auch mein Tipp! Warum immer gleich die Mega-Chemiebombe bei so kleinen Pflanzen? Ich habe selber eine Gärtnerei (Kakteen) und auch genügend anderes Grünzeugs, u.a. Hibiscus, und die haben IMMER bei mir im Wohnzimmer Rote Spinne. Mir würde aber im Traum nicht einfallen deswegen zu gifteln. Ich spritz da lediglich Spiritus/Wasser 1:1 und öfter mal ordentlich in der Badewanne abduschen- das hilft immer und ist noch rel. umwelttechnisch vertretbar- Ich würde bei Weihnachtssternen, wenn man sich es wirklich antun will sie weiter zu kultivieren- nach der Blüte ordentlich zurückschneiden und alle (!) Blätter entfernen, damit hat sich auch das Problem mit der weißen Fliege erledigt- und Rote Spinne ist wirklich kein Thema bei richtigem Stand und gelegentlicher Dusche- gute Besserung!
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  alinor am Sa 26 Dez 2015, 18:49

hm, aber das kleine braune scheinen ja keine Spinnmilben zu sein...!
Und für Chemie bin ich sonst auch nicht so...aber ich habe diesen Weihnachtsstern, wie sollte es auch anders sein, vor einem Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen.
Eigentlich mag ich die ja auch nicht so gerne und daher stand er dann bis zum Herbst recht vernachlässigt auf meinem Balkon rum und als es zu kalt wurde habe ich ihm dann doch mal
frische Erde gegönnt und ihn rein geholt.
Nun blüt er wieder und hat - nach meinem Empfinden - eine recht schöne Form angenommen: kleinere Blätter und unten kahl.
Also eher wie ein Strauch! Das erste mal, dass mir ein Weihnachtstern wirklich gut gefällt!
Daher würde ich ihn auch gerne retten! Wink
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  Dietmar am Sa 26 Dez 2015, 19:09

Jedenfalls hast Du ihn pünktlich zur Weihnachtszeit zur Blüte gekriegt! Ich hatte auch mal so ein Teil, der machte aber kaum Blüten, weil es wohl zu hell im Raum war. Dafür wurde er immer größer, daher habe ich ihn dann schweren Herzens entsorgt. Ich glaube, Weihnachtssterne kommen ursprünglich aus Mexiko und können dort zu riesigen Büschen wachsen. Vielleicht weiß ja noch jemand genaueres. Bezüglich Chemie hat halt jeder seine eigenen Vorstellungen. Ich greife da lieber zu, weil ich mir nicht meine Sammlung kontaminieren möchte, aber eben sparsam: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Gruß

Dietmar
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  Escobar am Sa 26 Dez 2015, 19:45

Ich leg mal etwas nach. Weihnachtssterne sind Kurztagspflanzen, d.h. die Blütenbildung erfolgt erst dann wenn die kritische Tagelänge unterschritten wird = bei weniger als 12-13 Stunden Licht erfolgt die Induktion. Hierfür ist eine Reaktionszeit von 6-8 Wochen/ nötig (Zeitraum in welcher die Tageslänger kontinuierlich weniger als 12 Stunden betragen muss, damit die Blütenbildung ausgelöst und fortgeführt wird) Die Länge der Reaktionszeit ist stark sortenabhänging. Neuere Selektionen benötigen ca. 6-7 Wochen, ältere etwa 7-8.
Interessant ist hierbei noch, dass die Lichtstärke keinen Einfluss auf die Induktion hat, sonder wie beschrieben nur die Tageslänge. Daher bleibt der W-Stern  unter Umständen komplett grün, wenn er mit irgendwelchen Lichtquellen befunzelt und in seiner Dunkelphase gestört wird. Man spricht in einem solchen Fall von Störlicht.
Wird Störlicht nach erfolgter Induktion gegeben, können sich die Blütenstände teilen bzw. verzweigen und wieder ins vegetative Wachstum umschlagen. In Folge würden dann aus der "unfertigen" Braktee wieder grüne Laubblätter gebildet. Man spricht dann auch von Splitten (da der Blütenstand sich eben sichtbar aufsplittet).
Würde man nun einen Weihnachtsstern fortlaufend Zusatzlicht in Form von Tagverlägerung geben, käme er somit nie zum Blühen sondern würde nur vegetativ weiterwachsen.
Dies tut man übrigens bei Mutterpflanzenbeständen die auf keinen Fall induzieren sollen.

Übrigens verzehrt der gute W-Stern sehr viel Stickstoff während der Kultur, weshalb die Pflanze auf dem Bild eher etwas verhungert aussieht und vermutlich deshalb so wenige und kleine Blättchen hat. Wird zu wenig N in der Kultur verabreicht, bleiben natürlich auch die Brakteen/Hochblätter sehr klein.

Mal übertragen auf unsere Kakteen, - eine Weihnachtskaktus ist eben auch eine Kurztagspflanze - sonst könnte er ja auch im Sommer blühen. Der Osterkaktus genau das Gegenteil = Langtagspflanze.

Ich hoffe dies hilft euch bei euren Versuchen weiter !!!!

Gruß

Christian
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  alinor am So 27 Dez 2015, 17:53

Danke für die Antworten!
Ja, ich weiß, dass der Weihnachtsstern eine Kurztagespflanze ist!
Der Hinweiß mit dem Stickstoff ist gut, das wusste ich noch nicht...dann bekommt er jetzt noch etwas Dünger!
Und die kleinen Viecher bekomme ich hoffentlich auch noch in den Griff!
Mal schauen, wie er im nächsten Jahr aussieht! Wink
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Re: Weiße Fliege? und noch was?

Beitrag  tephrofan am So 27 Dez 2015, 19:36

ich kenne Weihnachtssterne nur zu gut- ich war mal für mehrere 1000 allein verantwortlich dass die perfekt dastehen als Kulturleiter eines Zierpflanzenbetriebes- die Kultur der Poinsettien ist mit das Arbeitsintensivste und aufwendigste was es kulturell wohl gibt, und ganz ehrlich- so schön wie im Laden bekommt die garantiert keiner hin- dazu müsste man sie öfter stauchen (Halmverkürzer), vorab gegen die erwähnten Schädlinge, vor allem Weißer Fliege vorgehen, was aber rel. gut mit Nützlingen geht, und wie Christian schon erwähnt hat, sind das Starkzehrer und benötigen überdurchschnittlich Stickstoff. Die Verdunklung ist ebenfalls unabdingbar möchte man Blüten erzielen. Und eine Straßenlaterne alleine genügt schon, ihr den Kurztag zu "vermiesen"- Schönheit liegt im Auge des Betrachters- ich finde es gut,. dass Du ein anderes Schönheitsempfinden als üblich hast- der Weihnachtsstern schaut aus Betracht eines "Profis", naja, schon eher verhungert aus- für die Ausbildung prächtiger und haltbarer Brakteen (den vermeintlichen Blüten) haben wir Calcium gesprüht für die Festigung)- ich bin aber dem Herrgott dankbar dass ich das ganze Prozedere seit meiner Selbstständigkeit nicht mehr mitmachen muss, der Zierpflanzengärtner, so wie ich ihn in der Mehrheit der Betriebe erfahren durfte ist Pflanzenschutzmäßig das übelste was man betreiben kann. Und die Regel ist ebenfalls dass der Einsatz längst verbotener Mittel nach wie vor gängig in der Praxis verwendet werden, ebenso wie Wachstumshemmende Stoffe....und das schlimmste, sie wurden alle vom Erzeugerring, einer Intuition speziell für den Gartenbau (Fachberater für die Kultur) gutgeheißen und empfohlen. Wer meine Aufzeichnungen lesen würde was ich in der Zeit alles spritzen hab müssen, kriegt das kalte grausen- hätte ich damals vor meiner Lehre gewusst mit welchen Chemiebomben ich da permanent konfrontiert werden würde, ich weiß nicht ob ich den Beruf ergriffen hätte---
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