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Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

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Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  dbm am Do 14 Jan 2016, 17:42

Holladiho in die Runde!

Ich hab da zwei Sulcorebute Kerlchen, bei denen ich vorm Einwintern ein ernstes Problem festgestellt hab. Sie standen mit anderen zusammen, aber da ist nix und alles bestens. Momentan sind sie isoliert und wurden vor einiger Zeit wegen diesem Erscheinungsbild aus reiner Ratlosigkeit mit Fungiziden behandelt.

Da momentan kaum Wachstum stattfindet, kann ich nicht sagen, ob damit die Ursache beseitigt ist, und es sich somit nur noch herauswachsen muss. Meine mich aber zu erinnern, dass ich sowas schon mal bei einem anderen Sulcorebut hatte und das danach nicht weiter an neuen Austrieb nachkam.  

Die Symptome sind zahlreiche trockene aufgewölbte Epidermisbereiche, die über die ganze Oberfläche verteilt sind, wobei sie in den Areolenfalten auch ineinander übergehen, in der Regel aber unter Stecknadelkopfgröße bleiben. Die Stellen sind verhärtet, wirken zwar schuppig-aufgelagert, lassen sich aber nur unter leichter Beschädigung ablösen. D.h. wenn ich mit einer feinen Nadelspitze daran hebele und popele löst sich letztendlich der verkorte Bereich als Ganzes ab und lässt an seiner Stelle das manchmal noch fleischige Untergewebe zurück. Ältere der Korkflecken heben sich jedoch auch leichter, beinahe freiwillig, ab und sind darunter bereits mit neuer Epidermis abgeschottet, quasi "verheilt". In die Tiefe der Pflanze geht scheinbar nichts.

Jemand schon mal sowas gehabt? - Hab auch eine mir zugelaufene Lobivia "keineAhnung", die ähnliches im alten Stammbereich hat, wobei der Scheitelwuchsbereich vom Herbst unauffällig ist. Spinnmilben oder ähnliche Biester hab ich auch mit Lupe keine Wahrnehmen können, mag aber auch sein, dass es ebensolche waren, man nun aber dank Winterkälte die Grätsche gemacht hat. Die sehr feinen weißen Flecken und Krümel sind Rückstände des Pilzmittels.

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Hier eine Verkorkung, die leicht abging, aber direkt auch die Areolenbedornung mitgenommen hat... Hmpf...:
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der Kork...
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und dort, wo er mal saß...

Die Spiegelreflex ist im Eimer, deswegen nur Smartphonequalität... nehme einen Patienten morgen aber mal auf Arbeit mit und werde ihn unter nem guten 40x Binokular betrachten bounce

mit krankenpflegerischen Grüßen, Rolling Eyes
 Dennis
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  OPUNTIO am Do 14 Jan 2016, 17:55

Sieht zumindest auf den ersten Blick wie Schildlausbefall aus.

Gruß Stefan
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  dbm am Do 14 Jan 2016, 18:37

Jau das dachte ich ja zuerst auch, aber es ist definitv kein Viech, also die Flecken an sich, als Ganzes. Auch sind die Begrenzungen teils sehr unregelmäßig. Mag sein, dass ein Tierchen eine Rolle spielt, aber dann ist's definitiv *sehr klein* - kleiner noch als ne Spinnmilbe. Die Stellen gehören (oder gehörten... keine Ahnung was oder wer sie jetzt mitbewohnt...) zum Pflanzenkörper selbst und sind aus abgestorbenen Epidermiszellen... Neutral

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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  Dietmar am Do 14 Jan 2016, 18:57

Wie kultivierst Du die denn und seit wann besteht das Problem?
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  dbm am Do 14 Jan 2016, 19:50

Die fraglichen Kerlchen sind seit 2014 bei mir. Im Sommer stehen sie auf dem Balkon mit Südausrichtung, der als Regenschutz mit Folie überspannt ist (kein weiteres Dach oder Balkonvorsprung über mir). Im Winter kommt alles frostängstliche auf beleuchtete Regale in die Wohnung. Für alle anderen, die draußen bleiben, also auch die Sulcorebutias geht's erst bei merklichem Frost unter -2 °C bis zum Frühjahr in ein größeren Frühbeetkasten, der dann auf dem Balkon per Thermostat und Heizung auf 2 - 7 °C gehalten wird. Bei sonnigen Schönwetterperioden mach ich die Klappe auf, so dass es nicht über 18°C da drinnen werden. Je nach Witterungsverlauf, und hier in Mainz ists schon oft sehr lange mild, wird bis Oktober oder auch mal bis anfang November noch sporadisch gewässert - wobei ich da eher von vorsichtigem Betröpfeln des Substrats sprechen würde... Die Pflanzen stehen in Kleintöpfen in mineralischem Gemisch aus Ziegelsplitt, Lavagrus und Blähtonbruch unterschiedlicher Körnung, dazu etwas Lehm, Sand und fein gebrochener bis feinkrümeliger Holzkohle. In der warmen Jahreszeit wird das Substrat, je nach Wetter zweimal pro Woche bis hin zu einem zwei-Wochen-Abstand Abends oder Frühmorgens von unten angestaut bis es sich mäßig vollgesogen hat. Ab und an Überbrause ich die Pflanzen auch mal.

Ich hab auch Sulcorebutia-Zugänge aus der gleichen Zeit (Herbst'2014), die von den o.g. Bedingungen unbeeindruckt waren. Ebenso alles andere... das dabei steht: Mammillarias, Copiapoa, Coryphantha, usw...

Hier ist alles soweit okay, eben mal nachgeschaut und reingeholt für eine Ablichtung:
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Ich glaube fast, dass das Problem schon mit den Pflanzen zu mir kam, und ich, da ich diesen Sommer wenig Zeit hatte, mich intensiv mit den einzelnen Kerlen zu beschäftigen, sich langsam immer mehr gezeigt hat - richtig aufgefallen ist mir das erste Mal etwas in diesem Herbst, würde sagen, so im Oktober.

Beste Grüße!
Dennis Very Happy
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  Dietmar am Do 14 Jan 2016, 22:29

Berichte bitte mal, was Du unter dem Mikroskop siehst. Die Epidermis scheint auf irgendetwas zu reagieren. Es erinnert mich ein wenig an die Gallbildung bei meinen Johannisbeeren. Die betroffenen Pflanzen würde ich isolieren und ggf. entsorgen.
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  Arnhelm am Fr 15 Jan 2016, 07:29

Ferndiagnosen sind zwar immer schwierig, aber ich mache trotzdem mal eine....

Es könnten eventuell auch Weichhautmilben sein. Diese Milben sind noch kleiner als Spinnmilben, verursachen ein ähnliches Schadbild, allerdings ohne Gespinste. Weichhautmilben leben sehr versteckt und sind nur mit einer sehr guten Lupe zu entdecken. Zumindest an Elatior-Begonien konnte ich schon beobachten, daß es bei starkem Befall zu Verkorkungen an den Blattunterseiten kam. Vielleicht reagieren Sulcos da ja ähnlich ?! Da kann ich leider nichts zu sagen.
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  dbm am Fr 15 Jan 2016, 08:57

Mist. Pflanze zuhause gelassen. Muss die Binokularforschung also bis nächste Woche warten...   bounce

Dietmar, stimmt, von den Weichhautmilben hab ich hier im Forum auch zum ersten mal gehört, und die kamen mir da auch in den Sinn. Werde also mal schauen, ob ich was erkenne, zur Sicherheit aber nochmal eine kleine Portion Akarizid anrühren und dann dürfen sie isoliert überwintern, bis ich im Neuaustrieb sehe, wie sich das weiter entwickelt.  Neutral
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  Cristatahunter am Fr 15 Jan 2016, 08:58

100% Schildlaus
Diese extrem befallene Pflanze austopfen und unter dem heissen Wasser aus dem Wasserhahn abspülen. Einoge Minuten  im diesem Wasser liegen lassen.
Im Frühling die gesamte Sammlung mit einem systemischen Pflanzenschutzmittel giessen sobald die Pflanzen zu wachsen beginnen.
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Re: Dem Sulcorebut geht's nicht gut - kleine gelbe Korknarben

Beitrag  Dietmar am Fr 15 Jan 2016, 13:58

Das Schadbild ist untypisch für Weichhautmilbenbefall, zumindest für das, was ich bisher gesehen habe. Man erkennt es meist an kreisrunden Verkorkungen bzw. im Vorstadium ist eine Art Schwitzen der Epidermis sichtbar. Auch wären dann sicherlich schon andere Pflanzen befallen. Das ist hier nicht der Fall. Schildläuse sind durchaus plausibel. Aber schau halt erstmal unter dem Mikroskop.
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