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Feigenkaktus tot?

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Feigenkaktus tot?

Beitrag  LindaK am Mo 15 Feb 2016, 21:57

Hallo zusammen,

ich bin neu hier, weil ich auf der Suche nach einer Überlebenshilfe für meinen geliebten Feigenkaktus bin.

Ich habe ihn vor knapp 2 Jahren vom "0,50€-Regal" für ungeliebte Pflanzen im Hornbach entdeckt und ihn mühevoll hochgepäppelt. Heute wollte ich ihn gern kürzen und in dem Zusammenhang auch gleich mal in Kakteenerde umpflanzen. Und dann sehe ich das hier:  Sad
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Ich habe die beiden Stränge getrennt, in der Hoffnung, ich könnte den ersten noch retten. Ich habe ihn nun erst mal um einiges gekürzt (die abgetrennten Stücke hatten völlig gesund aussehende Schnittkanten, daher möchte ich sie gern zur "Nachzucht" nutzen) und dann wieder in frische Kakteenerde gepflanzt. Aber wird er wohl überleben? Die Früchte habe ich auch abgemacht, diese hatte ich die letzten Jahre nicht geerntet, weil ich keine Notwendigkeit sah. Ein Fehler?

Ich bin so traurig, weil ich den Kaktus so gern hatte/habe. Habe ihn ganz klein gekauft und zum Schluss war er gute 20cm hoch. Bis auf einen Wolllausbefall im letzten Herbst (den ich mit Oel bekämpft habe), sag er nie krank aus.

Was habe ich nur falsch gemacht? Und wie kann ich ihn retten?

Die abgeschnittenen Teile lasse ich jetzt erst einmal trocknen, bis die Schnittkanten "vernarben", richtig?

Schöne Grüße

Linda
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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  Shamrock am Mo 15 Feb 2016, 22:07

Hallo Linda,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Mal abgesehen davon, dass das Substrat selbst für eine Opuntia viel zu humos ist, verstehe ich ehrlich gesagt dein Problem nicht so ganz. Meinst du das Braune, was vorher unterirdisch gewachsen ist? Unter der Erde bekommt die Pflanze kein Licht, also braucht sie da auch kein Chlorophyll. Oder sehe ich irgendwas auf deinen Fotos nicht?
Schlechte Durchwurzelung ist in diesem humosen Zeug relativ normal und wenn da etwas zu lange die Feuchtigkeit drin steckt, dann gammeln auch leicht die Wurzeln.

An den nicht abgeernteten Früchten liegt´s mit Sicherheit nicht und bei 20 cm Höhe hast du sicherlich auch gesunde Ohren, oder? Opuntien sind da wie Unkraut, die sind hart im Nehmen - und bewurzeln auch völlig unkompliziert.
Schnittstellen vorher erstmal trocknen lassen ist völlig korrekt.

Also lehn dich erstmal wieder entspannt zurück und schilder uns mal, was denn genau das Problem sein soll. Wink

Liebe Grüße - Shamrock (aka Matthias)

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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  LindaK am Mo 15 Feb 2016, 22:19

Hallo Shamrock,

erst einmal lieben Dank für's Beruhigen. Vielleicht verfalle ich zu schnell in Panik :-)

Also, der eine Strang war unten komplett matschig, das sieht man glaub ich nicht so gut auf dem Bild. Der andere ist unten auch eher "weich" und hat vor allem auch ein kleines Loch (ich habe übrigens keine Ahnung, so DAS herkommt). Dieses Stück habe ich wieder eingepflanzt.

So sah übrigens sein "Werdegang" bei mir aus, bis zu dem Moment, an dem ich ihn geschnitten habe:
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Schöne Grüße!
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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  Antonia99 am Mo 15 Feb 2016, 22:41

Ok, Matsch IST ein Problem.
Wahrscheinlich zu viel Feuchtigkeit bei zu wenig Winterlicht.
Abtrocknen der Schnittkanten der abgeschnittenen Teile und anschließendes Einsetzen in durchlässigere Erde scheint mir ein guter Plan.
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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  Shamrock am Di 16 Feb 2016, 08:11

...und neben steht ein bewurzeltes Blatt der Hoya kerrii - ob das jemals austreiben wird?

Moin Linda,

oh weh, da muss ich jetzt Antonia vollkommen recht geben - Matsch ist nie gut! Am besten du vergisst die matschige bzw. weiche, bewurzelte Basis und bewurzelst die oberen, gesunden Ohren neu. Das ist bei deiner Optuntia wirklich kein Hexenwerk! Die bewurzeln sogar, wenn man sie verkehrt herum in die Erde setzt (was sich aber natürlich nicht empfiehlt).
Sorry, das da was weich ist konnte ich auf deinem Foto gestern wirklich nicht erkennen. Zudem verstehe ich jetzt auch, was du mit Strang meinst...

Generell sieht man auf deinem Foto, dass deine Opuntia viel zu dunkel stand bzw. im Winter zu warm und zuviel Wasser bekommen hat. Im Sommer vollsonnig, da kannst du sie auch großzügig gießen (wobei zwischendrin das Substrat wieder völlig austrocknen sollte) und im Winter am besten richtig kühl und vollkommen trocken, dann ist auch das Licht sekundär. Zudem blüht sie dann vielleicht auch mal wieder.
Und natürlich ein deutlich mineralischeres Substrat. Bei einer Opuntia darf schon auch eine Ladung Humus mit drin sein, aber was da in Baumarkt und Co. als sog. Kakteenerde verkauft wird heißt nur so, weil es für Kakteen absolut ungeeignet ist. Im Zweifelsfall klaust du den Kindern auf dem Spielplatz eine Schaufel voll Sand, dem Hausmeister eine Schaufel voll salzfreier Streulava, den Nachbarn einen Ziegel vom Dach und zermörserst diesen - der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Hauptsache das Substrat wird mineralischer und hält das Wasser nicht soooo lange... Kakteen wachsen eher in wüstenähnlichen, ariden Gegenden und nicht im Hochmoor. Wink

Ganz wichtig: Entspannt bleiben! Das wird schon! Wink Viel Erfolg!

Shamrock (aka Matthias)

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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  OPUNTIO am Mi 17 Feb 2016, 16:23

Das mit dem Spielsand würde ich lassen.
Der ist meistens zu feinkörnig und oftmals mit keimtötenden Mitteln versetzt.
Und verzichte auf einen Übertopf. Darin stehendes Wasser verursacht solche Fäunis. Was eine halbe Stunde nach dem Gießen noch im Untersetzer steht muss weggeschüttet werden.
Im Übertopf sieht man das nicht und gießt gerne mal einen Schluck zuviel.
Gruß Stefan
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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  ClimberWÜ am Mi 17 Feb 2016, 17:29

OPUNTIO schrieb:Das mit dem Spielsand würde ich lassen.
Der ist meistens zu feinkörnig und oftmals mit keimtötenden Mitteln versetzt.
Und verzichte auf einen Übertopf. Darin stehendes Wasser verursacht solche Fäunis. Was eine halbe Stunde nach dem Gießen noch im Untersetzer steht muss weggeschüttet werden.
Im Übertopf sieht man das nicht und gießt gerne mal einen Schluck zuviel.
Gruß Stefan
Nur meine Maihuenia bleiben fast das ganze Jahr mit Untersetzer (= so richtig nass) ohne Regenschutz draußen, d.h. sie frieren dabei richtig durch und stehen häufig in der Pfütze. Erstaunlicherweise überstehen sie das und sie wachsen mMn auch in der nasskalten Jahreszeit.
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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  OPUNTIO am Mi 17 Feb 2016, 17:40

Das ist ja auch eine Maihuenia. Wenn du die im Winter trocken hältst, dann killst du sie.
Die brauchen Winterfeuchte.

Gruß Stefan
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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  ClimberWÜ am Mi 17 Feb 2016, 17:53

OPUNTIO schrieb:Das ist ja auch eine Maihuenia. Wenn du die im Winter trocken hältst, dann killst du sie.
Die brauchen Winterfeuchte.

Gruß Stefan
Genauso wie Opuntien nicht so gut das Zimmerklima vertragen. Man sollte sie in der kalten Jahreszeit kühl und trocken stellen und NICHT im warmen Wohnzimmer gegossen an dunkler Stelle kultivieren. Das führt schnell zu unfertigen schmalen und dünnen Trieben wie hier gezeigt.
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Re: Feigenkaktus tot?

Beitrag  OPUNTIO am Mi 17 Feb 2016, 18:02

ClimberWÜ schrieb:
OPUNTIO schrieb:Das ist ja auch eine Maihuenia. Wenn du die im Winter trocken hältst, dann killst du sie.
Die brauchen Winterfeuchte.

Gruß Stefan
Genauso wie Opuntien nicht so gut das Zimmerklima vertragen. Man sollte sie in der kalten Jahreszeit kühl und trocken stellen und NICHT im warmen Wohnzimmer gegossen an dunkler Stelle kultivieren. Das führt schnell zu unfertigen schmalen und dünnen Trieben wie hier gezeigt.

Das ist völlig klar.
Nur haben manche Leute keine anderen Möglichkeiten als die Fensterbank.
Man sollte ihnen also helfen die Bedingungen dort so gut wie möglich hinzutrimmen. Auch wenn es nie 100%ig optimal werden wird.
Südfenster. Möglichst keinen Vorhang/Store zwischen Pflanze und Glas.. Mageres Substrat. Sparsam Gießen. Im Winter gar nicht. Dann bleiben auch solche schnellwüchsigen und sonnenhungrigen Opuntien einigermaßen in Form.
Am Besten ist es allerdings man nimmt nur solche Arten die mit den Verhältnissen auf einer Fensterbank zurechtkommen.
Gruß Stefan
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