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Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Hardy_whv am Sa 20 Feb 2016, 09:17

OPUNTIO schrieb:Diese fehlenden Rückzugsgebiete sind meiner Meinung nach ein Hauptgrund für den Rückgang.

Das wäre auch meine Bewertung. Hier ein kurzer Beitrag dazu:

http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/markt/sendungen/insektensterben100.html


Gruß,

Hardy   Cool
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Rouge am Sa 20 Feb 2016, 10:15

Und genau darum ist es so enorm wichtig, daß wir versuchen, in unseren Gärten so naturnah wie möglich zu arbeiten ... Insektenhotels haben sogar im kleinsten Garten Platz ... und auch wenn es für den "englisch angehauchten Gartenstil" 'ne Katastrophe ist, für Vögel und Insekten ist es enorm wichtig, daß Stauden VOR dem Winter NICHT zurückgeschnitten werden!

Im Sandkasten meiner Kinder (der nimmer soooo sehr genutzt wird) haben sich letztes Jahr Horden von Sandbienen und anderen Insekten niedergelassen, die Sand brauchen, um ihre Bruthöhlen bauen zu können Wink ... und was machten meine Kids? Sie markierten diese Stellen mit 'ner Steinbarriere und nutzten der verbliebenen Rest des Sandkastens, um ja die "niedlichen Bienchen" nicht zu stören Laughing *stolze-Mama-bin* Wink

Und noch was zu den Piepmätzen: Wenn man die Stauden nicht runterschneidet, sondern die - meistens ölhaltigen - Samenstände stehen läßt, kann man jeden Herbst beobachten, wie Horden von Distelfinken den Garten überrennen und sich für den Zug nach Süden nochmal so richtig satt fressen Wink

Edit:
@Pieks:
Klar, ich schrieb ja schon, daß das mit der Seite nicht wirklich ausgereift ist ... aber - wie Du schon schriebst - ein Anlaß zum Nachdenken auf alle Fälle! Wir verschleudern ja unsere Ressourcen teilweise ohne an das Morgen zu denken und das sollte wirklich Alarmglocken zum Schrillen bringen lassen Rolling Eyes

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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Cristatahunter am Sa 20 Feb 2016, 11:09

Ein Zeichen der extensiven Landwirtschaft. Erinnert ihr euch an die Wiesen von früher? Margeriten, Sauerampfer    
Akelei uvm. sind damals in den Wiesen gewachsen. Heute dominiert Gras etwas Hornklee und vielleicht noch Löwenzahn unsere Wiesen. Die noch ursprünglichen Magerwiesen gibt es nur noch auf alten Fotos von früher. Mit der Vielfalt an Pflanzen verringern sich auch deren Besucher. Und bald haben wir nur noch die Plagegeister Fliegen und Mücken.
Die Schweiz hat reagiert und bietet dem Bauern Steuergeld, für das nicht nutzen von Wiesen. Erst nach dem Abblühen der Flora darf einmal gemäht werden. Die Hochleistungsmähmaschinen sind nicht mehr erlaubt da ihnen viele Insekten zum Opfer fallen. 
Klar ist es die Pflicht jeden Kleingärtners die Insekten zu schonen, aber es ist wichtiger die Landwirtschaft in die Pflicht zu rufen. 
Vorbehandeltes Saatgut macht die Pflanzen zu Killermaschinen. Jedes Insekt das davon nascht wird getötet und deren Fressfeind gleich mit. Es geht nicht mehr so lange und der Mensch wird als das Erfolgloseste Geschöpf in die analen der Weltgeschichte eingehen. 
Die Saurier waren Millionen von Jahren auf der Erde. Der Mensch wird es nicht einmal auf 400'000 Jahre bringen.
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Tarias am Sa 20 Feb 2016, 11:37

Cristatahunter schrieb:Es geht nicht mehr so lange und der Mensch wird als das Erfolgloseste Geschöpf in die analen der Weltgeschichte eingehen. 

lol!
Freudscher Verschreiber, oder?

Was die Behauptung betrifft, dass die Erde nach dem Menschen ja schon irgendwie weiterleben wird, halte ich das für eine bequeme Ausrede, um munter weiterzumachen mit dem Raubbau und der Vergiftung.
Manchmal kann man nur wünschen, wir wären etwas schneller mit der Selbstvernichtung, damit wenigstens noch ein bißchen was von der Vielfalt und dem Reichtum unseres Planeten übrigbleibt, um einen Neustart zu ermöglichen. Sofern wir nicht alles nuklear und sonstwie völlig unbewohnbar für fast alle Lebewesen gemacht haben ...

Ich habe mir auch letztens "Der Marsianer" durchgelesen, und auch wenn es Unterhaltungsliteratur ist, hat es mir doch sehr deutlich vor Augen geführt, wie unendlich reich und gleichzeitig zerbrechlich unser Planet ist, und wie sehr wir alle bald am Ar*** sind, wenn wir so weitermachen.
Auch wenn es niemand hören will: Wir hätten alle miteinander eine gehörige Portion Demut und Respekt nötig vor dem Wunder unserer Erde.
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  VioletMoon am Sa 20 Feb 2016, 12:07

Witzig,

ich habe erst gestern wieder das Buch von Dan Brown "Inferno" fertiggelesen (schon zum 3. Mal - grins)

Irgendwie hat die Thematik von "Inferno" - Überbevölkerung und dadurch Resourcenmangel - auch mit Eurer Thematik hier zu tun. Um höhere Erträge in der Landwirtschaft zu erhalten, werden die Insekten vergiftet... Es ist ein Kreislauf, den man wahrscheinlich tatsächlich nur mit rigorosen Maßnahmen durchbrechen kann - aber wie ? Militär  soo natürlich auch nicht!!

Hier noch ein schöner Nützling:

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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Cristatahunter am Sa 20 Feb 2016, 12:34

VioletMoon schrieb:Witzig,

ich habe erst gestern wieder das Buch von Dan Brown "Inferno" fertiggelesen (schon zum 3. Mal - grins)

Irgendwie hat die Thematik von "Inferno" - Überbevölkerung und dadurch Resourcenmangel - auch mit Eurer Thematik hier zu tun. Um höhere Erträge in der Landwirtschaft zu erhalten, werden die Insekten vergiftet... Es ist ein Kreislauf, den man wahrscheinlich tatsächlich nur mit rigorosen Maßnahmen durchbrechen kann - aber wie ? Militär  soo natürlich auch nicht!!

Hier noch ein schöner Nützling:

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Wer von Überbevölkerung und Recourcenmangel schreibt hat nichts begriffen. Es geht um Gier und Überproduktivität
unserer Hochgeschwindigkeitsmentalität. Schneller, länger, grösser, fetter, dicker, älter, reicher, luxuriöser, billiger,
geiziger, aggressiver, brutaler. Wir haben nichts mehr in der Natur zu suchen. Wir sind entrückt. Kein Teil der 
Natur mehr. Wir sind der schädlichste aller Schädlinge.
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Cactus1 am Sa 20 Feb 2016, 13:07

Aber bei allem Pessimismus gibt es auch Positives zu berichten. Very Happy  Ein großer Teil unserer Wälder wird wieder natürlicher, viele Fichten Monokulturen wurden gerodet und Mischwald breitet sich aus. Totholz gilt nicht mehr als unsauber, sondern als ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Viele Gartenbesitzer gestalten Ihre flächen Tierfreundlich, es werden Nisthilfen für Vögel und Insekten aufgestellt, und neben der preisgekrönten Rose wächst ein einheimische Insektenmagnet. Wink
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  succulent lover am Sa 20 Feb 2016, 13:10

Wir haben einen Bachlauf am Grundstück. Die einen Nachbarn haben das Ufer mit hässlicher Folie abgedeckt, die anderen mit toten Steinen aufgefüllt. Blos kein "Unkraut"... Rolling Eyes
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Pieks am Sa 20 Feb 2016, 14:32

Mit diesem "auf Andere zeigen" kommen wir nicht weiter.

Würde ich Bio-Fressi kaufen, müssten für mich weniger/keine Insektizide eingesetzt werden. Weil es von einer solchen elementaren Logik ist, habe ich diese Möglichkeit wohl bislang einfach - übersehen. Ich habe mich reflexartig auf mein Standard-Argument "Ist viel zu teuer, kann ich mir nicht leisten" verlassen. Wenn es das nicht war, kam "wer weiß, ob das nicht auch wieder nur ein Etikettenschwindel ist", gefolgt von "Bio ist nicht automatisch gesünder, wertvoller oder geschmacksintensiver". Das mag ja alles sein. Aber es ist Bio. Setzt Zeichen, schafft Nachfrage und verbraucht weniger Chemie.

Ich bin 'ne ziemliche Umweltsau, esse Fleisch und Wurst, gerne und oft, mag Klamotten aus Leder, habs gern warm und hell, und ich tue mich echt schwer beim Thema "Verzicht" und neige impulsiv auch schon mal zum "nach mir die Sintflut". Ich finde z.B. Energiesparlampen pottenhäßlich und schneckenlangsam, außerdem heize ich im Winter mein Gewächshaus. Ich sehe für mich aber doch Möglichkeiten, daran maßgeblich etwas zu verändern. Auch wenn Mensch so gebaut ist, dass er von Natur aus faul und engergiesparend unterwegs ist, wird das nicht ohne gewissen (Recherche-)Aufwand funktionieren. Wenn ich an meinem Stromverbrauch(ern) nix ändern kann oder will, kann ich mein Gewissen mit Ökostrom beruhigen. Das kann jeder. Ich hab eben mal ein wenig geschaut, preislich ist das, auf den einzelnen Monat gerechnet, nicht schlimm viel teuerer. In meinem Falle spart das jählich bald 1,5 Tonnen CO2 ein. Nehm ich und behalte weiterhin meine lieben Glühbirnen, warum auch nicht? Und obendrein könnte ich noch über 6.000km "klimaneutral" Auto fahren. Mach ich aber nicht. Ich werde mir zukünftig genauer ansehen, welche meiner Lebensmittel die meisten Insektenvernichter erforderlich machen. Sicher mein tierischer Nahrungsanteil. Keine Ahnung, was so 'ne Schweinesau an Futter braucht, aber ich bin mir sicher, dass aus Kostengründen nix davon aus einer Landwirtschaft ohne Insektizide stammt. Wiki sagt zur Schweinemast: "Grundfuttermittel zur Kalorienversorgung sind Getreide wie Weizen, Mais und Gerste. Hackfrüchte wie Kartoffeln oder Rüben, Maiskörnerprodukte (z. B. Maissilage), Magermilch, Molke, Schlempe, Biertreber...". Ok, ok. Zeit für Kompromisse. Eine Wurst lasse ich weg, die zweite Wurst bleibt wie sie ist, die dritte wird Bio werden? Geht das? Keine Ahnung, schon gar nicht, was statt Wurst 1 auf den Tisch kommt. Ein Burger?  grinsen2  Ideal wäre etwas, von dem einem kein drittes Ohr wächst, weil der Chefchemiker wieder einmal ganze Arbeit geleistet hat. Eine Freundin sagte einmal: "ich kaufe nur Wurst, in der 5 Zutaten oder weniger enthalten sind und auch nur solche Zutaten, die ich selber reinmachen würde". Hm. Ich hab keinen Plan, aber es wird Zeit, dass ich mal einen mache. Mehr wollte ich gar nicht sagen. Sicher mag der Nachbar in seinem Garten alles rechtwinklig mit Rasenkantensteinen herrichten und anschließend mit Nagelschere und Pinzette perfektionieren. Muss er durch, geschieht ihm recht. Aber auch der wird begreifen, dass ohne fliegendes Viehzeuch bald nix mehr in seiner Idylle wachsen wird, was sich nicht selbst befruchtet. Vielleicht kann man ihm auch ein Insektenhotel schenken, vielleicht entsteht genau auf diese Weise etwas Flächendeckendes. Erkennen und umdenken erfordert nunmal seine Zeit, supermassive schwarze Löcher sind vor 15 Jahren auch noch belächelt worden, heutzutage hat jede Galaxie ihr eigenes...

"Ich kann ohnehin nichts tun, sagten 7 Milliarden Menschen" zählt einfach nicht mehr.
Jeder kann etwas tun, was auch immer. Ob es dadurch besser wird, weiß ich nicht. Aber durch Nichtstun wird sich garantiert nichts verbessern.

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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  OPUNTIO am Sa 20 Feb 2016, 14:55

Ich persönlich weigere mich beispielsweise einen Apfel aus Neuseeland zu essen. Das sind 20 000 Kilometer LUFTLINIE die das Obst rangeschafft werden muss. Als ob es hier keine Äpfel geben würde.
So regional und saisonal wie möglich ist meine Devise. Die Hin- und Herfahrerei ein und desselben Produktes ist doch Idiotie. Butter aus Schleswig Holstein in Bayern ist genauso sinnfrei wie Bayerische Butter in Schleswig Holstein.
Und wozu brauche ich Erdbeeren im Dezember?

Gruß Stefan

Hier:

https://www.youtube.com/watch?v=-WhIDtP64aw

ist ein hochinteressanter Bericht wie die Natur mit menschlicher Hinterlassenschaft zurecht kommt. Mit teilweise höchst überraschenden Ergebnissen.


Zuletzt von OPUNTIO am Sa 20 Feb 2016, 15:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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