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Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  feldwiesel am Sa 26 März 2016, 22:35

Ein paar Krabbler weniger, nichts im Vergleich zum großen Artensterben an der Perm/Trias-Grenze - und oh Wunder, die Natur ist damals nicht untergegangen sondern hat einen evolutionären Sprung gemacht. Jede freiwerdende Nische wird durch eine andere Art wieder besetzt - wir Menschen haben eben nur einen sehr begrenzten Horizont - nicht nur was die Wahrnehmung von Zeit anbelangt. Nicht falsch verstehen, ich finde auch, man solle bewusst mit den natürlichen Ressourcen umgehen, aber irgendwelche Propheten müssen immer gleich den Weltuntergang ankündigen.
Nach dem großen Bienensterben durch Varroa und (vielleicht!) Imidachloprid z.B. hat man große Ernteausfälle prognostiziert - was davon ist eingetreten? Auf meinem 1 ha umfassenden Obstbaugrundstück hat das Verschwinden der Honigbienen (die Ursache war in erster Linie, dass alle Imker alte Männer waren, die aufgegeben haben und es gibt keinen Nachwuchs) aber auch gerade gar nichts bewirkt. Ich setze schon immer Insektizide ein und werde damit auch fortfahren, allerdings beachte ich die Anwendungshinweise und schone Nischen und Nahrungsquellen - im vertretbaren Rahmen. Vielleicht auch durch den regelmäßigen Anbau von Phacelia treiben sich bei mir die unterschiedlichsten Hummelarten herum, hunderte an Individuen, die Zahl der Sandbienen ist mehr als doppelt so groß, im Frühjahr die reinsten fliegenden Teppiche. Und ein paar Schmetterlinge weniger - OK, gibt`s auch weniger gefräßige Raupen! Vom bunte Falter gucken wird keiner satt. Schlimm ist, dass unsere moderne Landwirtschaft 7 Mrd Menschen ernähren kann, aber trotzdem zig Millionen verhungern!
Außerdem haben wir ja auch interessante Neuzugänge wie z.B. die Tigermücke.
In Summe kann ich nicht sagen, dass das Viehzeug weniger geworden ist, Anzahl der Schmetterlinge definitiv, aber der Artenreichtum bei den Käfern ist - mein Eindruck auf meiner Fläche - in den letzten Jahren größer geworden.
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Cactophil am So 27 März 2016, 10:04

Ich sehe das Ganze auch mit wachsendem Unwohlsein, und zwar schon seit einigen Jahren. Um wieder auf den Titel des Themas zu kommen, ich kann mich lustigerweise erinnern, wie meine Eltern in meiner Kindheit in den 80ern nach Autofahrten immer die Sprühflasche mit Scheibenklar und den Wischer aus dem Kofferraum geholt haben, um die Frontscheibe und die Scheinwerfer vom "Gemetzel" zu befreien  Wink  Denke ich bewußt zurück, ist damit glaub ich seit spätestens Anfang der 90er ziemlich Schluß. Die Bebauung ehemals grüner Flächen schreitet auch hier im 'hinterwäldlerischen' Oberbayern seit langem mit Riesenschritten voran, und daß das vielfältige Auswirkungen hat, liegt auf der Hand. Das nur mal am Rande erwähnt.
Und nix für ungut feldwiesel, aber mit Deiner zweiten Aussage am Schluß bestätigst Du ja eigentlich nur, was Du mit der Ersten umschrieben hast:
1.
feldwiesel schrieb:...wir Menschen haben eben nur einen sehr begrenzten Horizont... was die Wahrnehmung von Zeit anbelangt

2.
feldwiesel schrieb:... aber der Artenreichtum bei den Käfern ist - mein Eindruck auf meiner Fläche - in den letzten Jahren größer geworden.
Natürlich ist auch in meinem Garten alles in Ordnung, jede Menge Wildbienen, Erdhummeln, ich entdecke auch immer noch jedes Jahr irgendein neues Insektentier... aber was sagt das global oder zunächst überregional aus? Überhaupt nichts. Wir werden vielleicht schon in dieser Generation die Quittung bekommen. Und weil's mir grade einfällt: in der Nähe gibt's im Sommer einige Rapsfelder, hinter den Wiesen und dem Waldrand, und die letzten Jahre fand ich in meinem Garten immer wieder "verwirrte" Honigbienen, die wirr umherflogen und beim Aufsetzen fast auf die Seite fielen und zitterten, bevor sie ihren Irrflug fortsetzten. Ich übertreibe nicht!! Wenn da nicht irgendwelche landwirtschaftlichen Nervengifte am Werk waren, fress ich nen Besen.

Und nochmal ein Nachschlach:
feldwiesel schrieb:Ein paar Krabbler weniger, nichts im Vergleich zum großen Artensterben an der Perm/Trias-Grenze - und oh Wunder, die Natur ist damals nicht untergegangen sondern hat einen evolutionären Sprung gemacht. Jede freiwerdende Nische wird durch eine andere Art wieder besetzt
Schon richtig, die Welt geht davon wohl nicht unter, und gegen jegliche Artensterben der Erdgeschichte ist das hier wirklich uninteressant. Aber interessant wird's für die Menschheit, die wird nämlich deswegen über Kurz oder Lang untergehen, und ihre Nische wird - ganz richtig - durch eine andere Art besetzt werden. Bloß daß wir, unfein gesagt, eben nicht genug Hirn haben, um das über größere Zeiträume als ein oder zwei Generationen zu überblicken UND daraus Konsequenzen zu ziehen.
Sorry feldwiesel, ist wirklich nicht persönlich oder böse gemeint wenn ich dauernd Deine Aussagen zitiere, aber Du schreibst was viele Leute denken in der Hinsicht, und ich denke das darf und muß kommentiert werden. Es darf ja auch diskutiert werden, oder? Wink
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Shamrock am So 27 März 2016, 12:50

feldwiesel schrieb:aber der Artenreichtum bei den Käfern ist - mein Eindruck auf meiner Fläche - in den letzten Jahren größer geworden.
Durchaus positiv - aber wahrscheinlich bei den klassischen "Allerweltskäfern", die sich mit nahezu allen Gegebenheiten arrangieren können. Spezialisierte Käfer sterben nach und nach aus und ob Folgegenerationen noch große Bockkäfer in Deutschland erleben werden?

Klar wird man von bunten Schmetterlingen nicht satt, aber durch die stetige Verringerung der Biodiversität werden auch die Lücken in den Nahrungsketten immer größer, deren Zusammenhänge der Mensch doch noch nichtmal in Ansätzen erfasst hat. Irgendwann werden die Lücken mal, wegen dem Fehlen winziger und achsounwichtiger, Bestandteile so eklatant, dass uns einiges um die Ohren fliegt.
Wer kennt schon Köcherfliegen genauer? Lästiges Viehzeugs - aber die Nahrungsgrundlage der Süßwasserfische. Sind ja nicht weiter wichtig - also können wir sie ruhigen Gewissens auch ausrotten. Nur ein winziges Beispiel von Tausenden.

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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  KarMa am So 27 März 2016, 15:01

Gestern an meiner Hyazinthe entdeckt. Lange wuselte diese Hornisse (?) durch die Blüten. Für eine Wespe war das Tier zu groß.
Habe ich erstmalig so nah gesehen.

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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Orchidsorchid am So 27 März 2016, 15:25

KarMa schrieb:Gestern an meiner Hyazinthe entdeckt. Lange wuselte diese Hornisse (?) durch die Blüten. Für eine Wespe war das Tier zu groß.
Habe ich erstmalig so nah gesehen.

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Hallo KarMa
könnte auch eine Wespenkönigin sein ,nur die überleben den Winter und fangen jetzt bestimmt bald mit Nestbau an um neue Völker zu bilden.

Grüsse Manfred
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  OPUNTIO am So 27 März 2016, 18:49

Ist keine Hornisse.
Wespenkönigin ist schon richtig. Um diese Jahreszeit fliegen noch keine Hornissen-Arbeiterinnen rum.
Und eine Hornissen KÖNIGIN hätte die dreifache Größe deiner Wespenkönigin gehabt.

Gruß Stefan
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Litho am So 27 März 2016, 21:43

Cactophil schrieb:... ich kann mich lustigerweise erinnern, wie meine Eltern in meiner Kindheit in den 80ern nach Autofahrten immer die Sprühflasche mit Scheibenklar und den Wischer aus dem Kofferraum geholt haben, um die Frontscheibe und die Scheinwerfer vom "Gemetzel" zu befreien  Wink  Denke ich bewußt zurück, ist damit glaub ich seit spätestens Anfang der 90er ziemlich Schluß...

Das lag aber auch daran, dass damals die Windschutzscheiben und Scheinwerfer steiler als heute waren. Heute fliegen die meisten Insekten durch die bessere Aerodynamik über die Scheiben. Rehe eher nicht.
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Shamrock am So 27 März 2016, 23:32

Litho schrieb:Das lag aber auch daran, dass damals die Windschutzscheiben und Scheinwerfer steiler als heute waren. Heute fliegen die meisten Insekten durch die bessere Aerodynamik über die Scheiben. Rehe eher nicht.
Mist, Käfer! Das hat der Kollege damals offenbar nicht gewusst:
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  pisanius am So 27 März 2016, 23:37

Vorletzte Nacht zwischen Nürnberg und Ingolstadt tat es auch einen großen Knall auf der Scheibe, leider hat sich das Tier nicht so fotogen zerlegt wie auf deinem Bild, sondern verblieb als einheitlicher, aber umfangreicher Matschfleck. Muss ein etwas größeres Exemplar von irgendwas gewesen sein. Fotogene Tode dürften sich also nur bei vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten erzeugen lassen.
Aber man erschreckt sich halt, wenn es so watscht an der Scheibe.

Cheers, Kay aka pisanius
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Re: Wisst ihr noch damals, als es einmal Insekten gab?

Beitrag  Shamrock am So 27 März 2016, 23:51

pisanius schrieb:Vorletzte Nacht zwischen Nürnberg und Ingolstadt tat es auch einen großen Knall auf der Scheibe... Muss ein etwas größeres Exemplar von irgendwas gewesen sein.
Oh weh, kam aus der Ecke nicht der Archeopteryx? Bei Eichstätt irgendwo...?
Zu dieser Jahreszeit fraglich was es gewesen sein könnte. Die richtig großen Käfer sind erst im Sommer unterwegs. Zu der Jahreszeit sind die Mistkäfer eigentlich die Größten (mal von Laufkäfern abgesehen, aber die fliegen ja so gut wie nie).
Meiner stammt übrigens irgendwo von der A5.

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