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Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

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Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  Litho am Fr 26 Feb 2016, 19:31

Da ich in der Suchfunktion nichts über Bodenfeuchte-Messgeräte gefunden habe, hier die Frage:

Wer hat so ein Gerät gekauft, wer benutzt sowas, wie sind die Erfahrungen?

Ich meine Messgeräte so ab 10 € (für den Preis aus China und Hongkong,) die 2 Metallstangen haben, die in den Boden versenkt werden zum Messen der Bodenfeuchte. Angezeigt wird die Feuchte auf einer analogen Skala. Manche teureren haben auch LEDs.

Als Jugendlicher hatte ich mal so ein von einem Kakteenpfleger-Nachbarn selbst gebasteltes Gerät, das zwei ca. 16 cm lange Stahlfühler hatte, die ich nur ins Substrat stecken musste um die Feuchte anzuzeigen. Allerdings war das Teil so konstruiert, dass es nur eine allgemein vorhandene, ausreichende Feuchte durch ein Lämpchen anzeigte. Nichts mit einem Messbereich. Das zeigte aber immerhin an, ob das Substrat total trocken war.

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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  Pieks am Fr 26 Feb 2016, 21:11

War nie nötig, darum hab ich es nicht ausprobiert.
Gibts sogar für EUR 4,33...
Einfach mal kaufen, ausprobieren und die Ergebnisse hier veröffentlichen, interessiert bestimmt noch andere.
Gut zur Überprüfung fpr Restfeuchtigkeitsbestimmungen sind in diesem Zusammenhang noch ein Backofen und eine genaue Waage.

Winken
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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  william-sii am Fr 26 Feb 2016, 22:42

Gibt's sogar noch wesentlich billiger: http://www.preisparadies-od.de/zahnstocher-200er/
Einfach ins Substrat stecken, nach 1/4 Stunde rausziehen und anschauen.
Und funktioniert.
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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  Shamrock am Sa 27 Feb 2016, 00:12

Moin,

in meiner Anfängerzeit war so ein Messstab für mich Gold wert! Aber die Teile mit zwei Stäben find ich schrecklich. Zum einen bekommt man sie kaum ins Substrat rein und zum anderen verletzen sie doppelt so viel Wurzeln wie nur ein Stab.

Mit der Zeit hab ich gelernt, dass so ein Stab eigentlich auch total unnötig ist. In einer relativ groben, mineralischen Mischung zeigt er einen Tag nach dem Gießen schon wieder komplette Trockenheit an. Da verlass ich mich lieber auf meine Erfahrungswerte, ob das Substrat wirklich wieder komplett trocken ist.

Anfängern helfen vielleicht auch noch andere, bescheidene Tipps so einen Messstab zu ersetzen: Mit etwas Erahrung und Gefühl weiß man, was so ein Topf ohne Wasser wiegt. Oder man stellt den Topf einfach auf einen Spiegel und wenn unter den Abzugslöchern kein Wasser kondensiert ist, dann ist das Substrat trocken. Oder der uralt-Trick mit dem Holzstäbchen: Wenn keine Krümel dranhängen, dann ist´s trocken (so ähnlich wie beim Kuchen im Ofen). Oder, oder, oder...

Fazit: Spar dir jeden Cent für so ein Teil. Es geht auch anders und besser - und irgendwann brauchst du überhaupt keine Hilfsmittel mehr.

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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  Cristatahunter am Sa 27 Feb 2016, 00:44

Ich lasse einfach genügend Zeit verstreichen bis ich wieder Wasser gebe. Erstes mal wenn es richtig Wasser gibt ist je nach Wetter um Ostern. Danach nach den Eisheiligen. Dann erst wieder im August und September. ich staue an.
Davor und dazwischen wird nur gesprüht.
So kann ich sicher sein das die Erde gut abgetrocknet ist.
Kleine 6er bis 8er Töpfe mit Sämlingen und Jungpflanzen bekommen alle zwei Wochen Von oben gegossen oder werden in den Regen gestellt. 
Im Hochsommer giesse ich nichts. Nur ganz selten wenn eine Pflanze schrumpft gibt es wenig Wasser von oben.
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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  Matches am Sa 27 Feb 2016, 08:27

Die Frage nach dem Gießen richtet sich auch nach Art des Substrates und vor allem nach Standort.
Bei mir stehen die Pflanzen sozusagen draußen (bei trockenem Wetter in voll geöffneten Frühbeet). Da spielt der relativ starke Wind auch noch eine Rolle.
Im Gewächshaus ist selten so eine permanente Luftbewegung. Das sorgt bei mir für sehr schnelles oberflähliches Austrockenen.
Da aber die Töpfe bzw. Schalen auf Betonplatten (Erdhöhe stehen), ist die Erwärmung von unten nie so wie im Gewächshaus.
Im unteren der Töpfe trocknen meine Substrate recht langsamsam aus. Habe das bisher nicht als Nachteil empfunden, außer im Herbst, wenn das Wetter zu nasskalt war.
Außerdem staune ich wie lange Substratbestandteile wie Bims, Perlite und Lawa und auch Holzkohle die Feuchtigkeit im Inneren speichern.
Kleine Töpfe stelle ich so, dass die Sonne nicht an die Töpfe scheinen kann, weil dann ein extrem schnelles Austrocknen passiert und die Wurzel zerkochen.
Hatte da am Anfang schon Verlusste bei 35°C im Sommer. So habe ich meinen ersten Aztekium ritteri verloren.
(bis heute stehen meien A.r. in vollster Sonne und haben sich daran gewöhnt und blühen üppig. Sehen nicht grasgrün aus aber gesund)
Nebeln ist bei dieser Weise der Kultur nur im Hochsommer nötig.
Der Tau des Morgensüberzieht fast täglich bei geöffneten Frühbeet die Pflanzen mit einem feuchten Kleid. Auch das scheint den meisten Pflanzen zu gefallen.
Durch die viel kürzere Wachstumsperiode der Pflanzen im Frühbeet (gegenüber GW-Besitzern, wachsen die Pflanzen natürlich nicht so schnell - aber das finde ich keinen Nachteil - dafür ist die Bedornung oft ein vielfaches ausgeprägter)
Am Anfang hatte ich ein Topf mit puren Substrat in der Mitte des frühbeets stehen, welches ich bei Unsicherheit über den Feuchtigkeitsstand ausgeschüttet habe.
Aber auch das ist ja nur ein Anhaltspunkt, weil im Normalfall bei einem Ariocarpus - zum Bsp. - mehr Wurzel im Topf ist als Substrat.
Freundliche Grüße
Matthias

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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  Cristatahunter am Sa 27 Feb 2016, 09:25

Litho schrieb:Da ich in der Suchfunktion nichts über Bodenfeuchte-Messgeräte gefunden habe, hier die Frage:

Wer hat so ein Gerät gekauft, wer benutzt sowas, wie sind die Erfahrungen?

Ich meine Messgeräte so ab 10 € (für den Preis aus China und Hongkong,) die 2 Metallstangen haben, die in den Boden versenkt werden zum Messen der Bodenfeuchte. Angezeigt wird die Feuchte auf einer analogen Skala. Manche teureren haben auch LEDs.

Als Jugendlicher hatte ich mal so ein von einem Kakteenpfleger-Nachbarn selbst gebasteltes Gerät, das zwei ca. 16 cm lange Stahlfühler hatte, die ich nur ins Substrat stecken musste um die Feuchte anzuzeigen. Allerdings war das Teil so konstruiert, dass es nur eine allgemein vorhandene, ausreichende Feuchte durch ein Lämpchen anzeigte. Nichts mit einem Messbereich. Das zeigte aber immerhin an, ob das Substrat total trocken war.

Ich fürchte mich vor solchen Geräten. Wenn du messen willst, musst du die Kontakte in das Wurzelwerk hinein
stecken. Dabei können Wurzeln verletzt werden oder Krankheiten verschleppt werden. 
Nachdem das Gerät Trockenheit anzeigt gibt man Wasser an die verletzte Wurzel.
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Beitrag  Litho am Sa 27 Feb 2016, 10:12

Vielen Dank an alle.
Ihr habt mich überzeugt, so ein Gerät nicht zu benutzen.
Die Idee mit dem Spiegel oder mit einer Waage finde ich am besten.
Jetzt, wo meine Pflanzen noch trocken stehen, kann ich ja das Trockengewicht messen und auf den Töpfen anbringen.
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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  Hardy_whv am Sa 27 Feb 2016, 10:37

Litho schrieb:Jetzt, wo meine Pflanzen noch trocken stehen, kann ich ja das Trockengewicht messen und auf den Töpfen anbringen.

Die Dokumentation des Trockengewichts bedarf allerdings einer regelmäßigen Aktualisierung, sobald die Pflanzen an Gewicht zugelegt haben. Bezüglich des Feuchtemessgeräts habe ich die gleichen Bedenken wie Stefan: Man stochert immer wieder im Wurzelwerk herum. Das kann nicht gut sein.

Ich glaube mit etwas Gefühl für das eigene Substrat ("grüner Daumen") findet man den richtigen Zeitpunkt zum Gießen auch so. Bei einer größeren Sammlung kann man ja auch nicht jeden einzelnen Topf begutachten. Man schaut sich in seiner Sammlung um, inspiziert ein paar Töpfe genauer und entscheidet dann, ob man gießt oder nicht. Und wenn ich gieße, dann meistens die gesamte Sammlung, mit ein paar Ausnahmen: Ein paar Pflanzen erhalten häufiger Wasser (z.B. Epiphyten, Calibanus, Pereskiopsis, etc.), einige gehen im Hochsommer in eine Gießpause (z.B. Sclerocactus, Echinomastus, Pediocactus) und wieder andere gieße ich nur bei jedem zweiten Gießen.

Gruß,

Hardy   Cool
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Re: Bodenfeuchte - Messgeräte / Feuchtigkeitsmesser

Beitrag  william-sii am Sa 27 Feb 2016, 10:53

Neben der Zahnstocher-Methode benutze ich auch die Knirsch-Methode: Topf ans Ohr halten und mit Zeigefinger und Daumen an gegenüberliegenden Seiten leicht den Topf zusammendrücken. Knirscht es hell, ist das Substrat trocken, knirscht es dumpf, ist das Substrat noch feucht.
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