Kakteenforum
Herzlich Willkommen auf www.kakteenforum.com
Werde auch Du Mitglied in Deutschlands grösster & aktivster Kakteencommunity im Web!

Wir bieten:
- komplett werbefreies, kostenloses und nicht kommerziel geführtes Forum
- egal ob Neueinsteiger oder Profi, hier zählt Jeder gleich!
- einmal registrieren und Zugriff auf alle Foren
- sehr schnelle Hilfe bei allen Fragen zur Bestimmung, Pflege, Krankheiten & Schädlinge etc.
- interessante Diskussionen in stressfreier, freundlicher Community

Wir würden uns freuen, Dich als neues Mitglied begrüßen zu dürfen!

Hinweis auf unsere Datenschutzerklärung:
https://www.kakteenforum.com/Impressum-h1.htm

Beleuchtungsstärke

Nach unten

Beleuchtungsstärke Empty Beleuchtungsstärke

Beitrag  ClimberWÜ am Mo 21 März 2016, 16:02

Hallo Zusammen,

in einem anderen Medium gab es eine Frage zur Beleuchtungsstärke bei der Kakteenanzucht.
Ich habe bei meinen Selbstbau Anzuchtkästen etwa 12.000 Lux gemessen (10.000 bis 15.000 je nach Konfiguration). Im größten Kasten mit einer Innenraumfläche von ~125x30cm sitzen zwei LED Lichtleisten Warm- sowie Kaltton a 18-20W (andere Kästen ~125x21 mit 20W sowie 21x28 mit 10W). Gemessen wurde mit einem Sekonic L-508 Belichtungsmesser mit ein EV von 12.2 bis 12.3 (andere Kästen 11.9-12 sowie ~13.2) über den Aussaatboxen deren Deckel noch etwas Licht schluckt. Der EV Exposure Value wurde bei ISO 100 gemessen und Lux nach Umrechnungstabelle des Handbuchs ermittelt.

Mit welchen Intensitäten habt Ihr Erfahrungen positiver wie negativer Art gemacht?
ClimberWÜ
ClimberWÜ
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 802
Lieblings-Gattungen : Opuntoidea und andere Frost-/Winterharte

Nach oben Nach unten

Beleuchtungsstärke Empty Re: Beleuchtungsstärke

Beitrag  Hardy_whv am Mo 21 März 2016, 16:45

Die Antwort auf deine Frage ist m. W. recht kompliziert.

Vereinfacht kann man wohl sagen, dass für Sämlinge bei einer natürlichen Lichtquelle etwa 10.000 Lux ausreichen sollten. Das ist die Lichtstärke, die im Sommer im Schatten herrscht.

Problem ist bei der Messung (und auch bei der Verwendung der Si-Einheit Lux) ist, dass sie sich an der Hellempfindlichkeitskurve des menschlichen Auges orientiert, und nicht am Spektrum, das effektiv für Photosynthese verwendet werden kann. Bei "normal" zusammengesetzten Licht, dürfte das kein Problem darstellen, aber rein theoretisch könnte eine Lichtquelle, deren Wellenlänge in dem Bereich konzentriert ist, der für die Photosynthese schlecht zu vewerten ist (bei etwa 550 nm Wellenlänge liegt m. W. ein Minimum der Photosystheserate) auf 10.000 Lux kommen, aber beim Kaktus kommt vergleichsweise wenig für die Photosynthese verwertbares Licht an.

Problem zwei dürfte sein, dass übliche Lux-Meter auf "normale Lichtverteilung" geeicht sind und bei künstlichen Lichtquellen vermutlich verfälschte Messergebnisse erzielen. Insofern wäre grundsätzlich die Eignung deiner Messmethode zu überprüfen. Aber dafür benötigt man vermutlich ein Team aus einem Physiker (für die Lichtfrage) und einem Botaniker (für die Photosyntheseanteile) Wink Ich bin dafür nicht hinreichend qualifiziert.


Gruß,

Hardy   Cool
Hardy_whv
Hardy_whv
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 2277
Lieblings-Gattungen : "Aus jedem Dorf ein Köter"

Nach oben Nach unten

Beleuchtungsstärke Empty Re: Beleuchtungsstärke

Beitrag  ClimberWÜ am Mo 21 März 2016, 18:00

Hardy ich bin nur Zoologe im weiteren Sinne...

Gebräuchliche LED Lichtquellen liefern inzwischen halbwegs kontinuierliche Spektren. Die Umsetzung aus erzeugten Spektren per Fluoreszenz in das abgestrahlte Spektrum funktioniert besser als bei üblichen Leuchtstoffröhren. Aus Fotografie und Farblehre stammt das Problemfeld Metamerie.

Es sollte darauf hinauslaufen das Spektrum natürlicher Lichtquellen halbwegs zu simulieren. Pflanzen müssen mit den natürlichen Gegebenheiten zurande kommen im Schatten, im Mittagslicht sowie am Morgen und Abend bei durch die Atmosphäre stärker gefiltertem Sonnenlicht. Mitunter passen sich Pflanzen an, enthalten weitere Inhaltsstoffe, bauen einen Sonnenschutz ein und filtern selber.
Daher denke ich dass die Lichtqualität halbwegs passt mehr nicht. Optimierungen wären zwangsläufig möglich da Absorptionskurven von Chlorophyll und die Farbempfindlichkeit des menschlichen Auges sich zwar im selben Frequenzbereich bewegen jedoch mit klar differierenden Maximalfrequenzen. Tiere zeigen ggf. höchste Empfindlichkeiten in den Spektralbereichen die in ihrem Lebensbereich vorherrschen also z.B. dem was Pflanzen durchlassen dem GRÜN oder blaugrün bei Hochseefischen, braun bei Schwarzwasserfischen nicht immer Farbsehen, nicht immer RGB, nicht immer 3 Farben...

mMn heißt es einfach anzufangen und günstige Mittel einzukaufen. Bei Misserfolg der sich derzeit nicht zeigt muss mehr angelegt werden.
Man/ich könnte Licht zu den Absorptionsmaxima von Chlorophyll ergänzen durch http://www.lumen-laden.de/products/a1m-12vdc-5050-led-strip-ip20-growlight-red-blue-4-1-8-11/
Messmöglichkeiten für verschiedene Frequenzen habe ich wie die meisten nicht. Daher kann ich nur heuristisch vorgehen.
ClimberWÜ
ClimberWÜ
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 802
Lieblings-Gattungen : Opuntoidea und andere Frost-/Winterharte

Nach oben Nach unten

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten