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Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

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Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Helianthus am Mi 30 März 2016, 22:29

Ich habe hier einen Echinopsis chiloensis vor mir stehen und bräuchte dazu einen Rat. Den oberen Teil, der im letzten Jahr sehr schön gewachsen ist, möchte ich an der markierten Stelle abschneiden, trocknen lassen und dann neu bewurzeln. Eine solche Operation habe ich bisher noch nicht vorgenommen, aber ich denke, wenn ich mich an die Vorgaben aus meinem Kakteenbuch von Uhlig halte, sollte der Kaktus gute Chancen haben, das zu überleben. Eine Frage stellt sich mir noch: Sollte ich den oberen Teil jetzt schon abschneiden, wo er noch relativ klein ist (siehe Größenvergleich auf dem Foto mit dem Füller neben dem Kaktus), oder wäre es sinnvoll noch ein paar Monate bis in den Sommer zu warten bis der obere Teil insgesamt größer und vor allem höher geworden ist?

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Re: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Blume am Mi 30 März 2016, 22:42

Hallo,

ganz ehrlich? Ich würde damit noch warten, ich empfinde ihn als zuklein. Ich habe mal einen Ecc geköpft und die neuen Triebe (mitlerweile sinds 4) wuchsen sehr gut aus dem Mutterstumpf heraus. Lass ihn noch eine weile dran, wäre mein Vorschlag. Wenn er größer ist, sind die Chancen größer das er "überlebt".

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Re: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  william-sii am Mi 30 März 2016, 23:07

Das Unterteil scheint den Geist aufzugeben. Von daher würde ich das Kindel schnellstmöglich komplett abnehmen und bewurzeln. Zum Bewurzeln ist es groß genug.
Außerdem: Wenn du das Kindel komplett abnimmst, ist die Schnittfläche wesentlich kleiner, als wenn du das Kindel über die gesamte Breite durchschneidest. In letzterem Fall müsstest du auch die Schnittkanten noch abschrägen, damit sich neue Wurzeln aus dem Zentralzylinder bilden. Da geht also noch zusätzlich Substanz verloren.
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Re: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Helianthus am Do 31 März 2016, 01:15

OK, danke euch. Das sind dann wohl leicht divergierende Ansichten. Aber das macht gar nichts. Ich hatte mir die Pflanze anscheinend noch gar nicht genau genug angesehen, denn sonst wäre mir aufgefallen, dass das was du williamsii geschrieben hast, zutreffend ist - das Unterteil gibt langsam den Geist auf. Die harmlose braune Verholzung hat der Kaktus dabei schon seit einigen Jahren. Diese täuschte mich darüber hinweg, dass der Kaktus nun genau an den Stellen neuerdings leicht in sich zusammenfällt und ausgetrocknet wirkt. Das war mir noch gar nicht aufgefallen bis gerade eben. Auf der anderen Seite des Unterteils ist der Kaktus aber noch grün und saftig, so dass noch eine sichere Verbindung zum Oberteil gegeben ist, und es wohl nicht auf ein paar Wochen ankäme. Ich werde dann wohl trotzdem "demnächst" das Messer ansetzen, aber wie vorgeschlagen genau an der Stelle wo beide Teile zusammengewachsen sind. Der Vorschlag leucht mir ein.

Ganz davon abgesehen: Der untere Teil, von dem ich nur die Spitze entfernt hatte, um einen Pfropfversuch zu machen (der misslang), wächst bereits seit 7 Jahren. In dieser Zeit fand er schlechte Wuchsbedingungen vor: Schlechtes Licht, kaum Wasser und Dünger, wenig Substrat. Der obere Teil dagegen ist weniger als 12 Monate alt und dabei schon fast so groß wie das Unterteil. Man kann also mehr als deutlich sehen, was gute Kulturbedingungen ausmachen. Ich wollte ihn eigentlich schon wegwerfen, weil ich ihn so hässlich fand, und nun kommt oben diese kräftig, extrem wüchsige, wunderbar bedornte "neue" Pflanze zum Vorschein.
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Re: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  william-sii am Do 31 März 2016, 08:14

Wenn du Pech hast, sind schon Pilze in das Leitbündel des Kindels eingedrungen, dann kannst du auch das Kindel entsorgen. Ich würde das Kindel möglichst schnell abnehmen. Achte dabei darauf, ob im Leitbündel schon braune Stellen sind.
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RE: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Konni am Do 31 März 2016, 11:10

Hallo Heli,

also ich würde erst einmal genau am Punkt an dem der Spross heraus kommt schneiden und die
Schnittstelle auf braune Leitbündel kontrollieren.
Danach würde ich mich vorsichtig, mit nach jedem Schnitt desinfiziertem Schnittwerkzeug, in
dünnen Scheiben weiter nach oben vorarbeiten.

Solltest Du sofort braune (verpilzte) Leitbündeln sehen ruhig erst einmal eine ca. 1,5 cm dicke
Scheibe abschneiden um zu sehen ob es so nach und nach besser wird. Danach weiter in
dünnen Scheiben bis nichts braunes mehr zu tage tritt.

Abschließend mit fein geriebener Holzkohle einpudern, an einen trocken Ort stellen und sechs
Wochen nichts mehr machen.

Danach, wie schon des öfteren hier im Forum beschrieben, in einen engen Topf hängen in dem sich,
ohne das davon die Schnittstelle berührt wird, feuchte Erde befindet damit die Pflanze die Wurzeln
zur Feuchtigkeit hin zieht.

Oder nach den sechs Wochen Augen zu und durch. Damit meine ich direkt auf feine mäßig feuche
Erde ( Vogel- oder Aquariensand) zum bewurzeln setzen. Je nachdem was Dir dann lieber ist.

Viel Glück bei der Rettung.

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Gruß

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Re: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Helianthus am Do 31 März 2016, 12:06

Danke für eure ausführlichen Tips, auch dir Konni für die konkreten Hinweise mit der Scheibchen-Technik, die ich noch nicht kannte.

Heute morgen habe ich den Kaktus nochmal richtig gegossen, da er dieses Jahr erst einmal ein klein bißchen Wasser bekommen hatte. Jetzt kann er seinen Flüssigkeitshaushalt nach dem langen Winter, in dem meine Kakteen überhaupt kein Wasser bekommen, erstmal sanieren, bevor ich dann in den nächsten Stunden bis Tagen zum Messer greifen werde. Ich habe aber leider kein Holzkohlepulver hier. Ist das, was man bei den Kakteengärtnereien kaufen kann, irgendeine spezielle Kohle oder kann ich einfach den Staub von Grillkohle verwenden, um die Wunde zu bepudern?

Wenn ich selbst auch mal eine Vermutung abgeben dürfte, so würde ich tippen, dass der obere Teil des Kaktus noch ganz gesund ist, und nicht verpilzt. Wir werden es sehen...
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RE: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Konni am Do 31 März 2016, 12:17

Hallo,

ich habe es schon mal mit von mir zerriebenen Kohletabletten aus der Apotheke im Winter
gemacht. Damals hatte ich keine Grillkohle zum zermahlen im Haus. Hat auch geklappt.
Ansonsten mahle ich mir immer Grillkohle die ich zuerst mit dem Hammer zerkleinere.
Danach kommt alles in eine alte Handkaffeemühle (Die habe ich vor 30 Jahren bei meiner
Mutter gegen eine elekrtische getauscht).

Eine Elektrische geht aber auch, eine alte Handmühle ist aber am günstigsten.

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Konrad

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Re: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Helianthus am Do 31 März 2016, 18:28

Anbei das Ergebnis meines chirurgischen Eingriffs. Die Schnittstelle habe ich mit Grillkohlepulver gepudert und den Steckling in ein Plastiktöpfchen gelegt.

Auf der linken Seite ist der Steckling, auf der rechten Seite das Unterteil:

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Re: Echinopsis chiloensis abschneiden und neu bewurzeln

Beitrag  Konni am Do 31 März 2016, 19:41

Sieht doch sauber aus. Viel Glück beim bewurzeln.

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Konrad

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