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Opuntien verabschieden sich

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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Eriokaktus am Fr 22 Apr 2016, 15:17


Hallo Berthold...,

der Schein trügt vielleicht ..., im letzten Jahr hatte ich noch keine Probleme ..., auch immer alle Samenkapseln entfernt ...,
der Verfall ging dann relativ schnell ..., vor drei Monaten haben die eigentlich noch ganz passabel ausgesehen ...,
die reichhaltige Nässe im Frühjahr hat das Sterben wohl rasant beschleunigt ...

Im Moment sträube ich mich vor der Entsorgung ..., das gibt richtig, richtig viel Arbeit ...

Gruß Joachim
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Eriokaktus
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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Dietmar am Fr 22 Apr 2016, 15:52

Hallo,

entscheidend ist in diesen Fällen der sofortige Griff zum Messer. Vom Pilz befallene Triebe müssen umgehend entfernt oder die Stücke mindestens bis in das gesunde Gewebe zurückgeschnitten werden. So kann in der Regel die Pflanze gerettet werden.

Darüber hinaus gilt es, Kardinalfehler zu vermeiden. Cristatahunter hat bereits auf das richtige Düngen hingewiesen. Ich habe meine Freilandopuntien nach 8 Jahren erstmals mit Blaukorn gedüngt und das auch nur einmalig im späten Frühjahr. Überdüngte Pflanzen sind weit weniger frosttolerant. Auch das Substrat ist hier entscheidend.

Wichtig ist darüber hinaus, dass Freilandanlagen unkrautfrei gehalten werden. Wo Löwenzahn, Klatschmohn und Gräser wachsen, hält sich die Feuchtigkeit. Das ist für Kakteen tödlich. Die Substratoberfläche muß schnell abtrocknen können, weshalb ein Abstreuen mit groben Steinen, Lava etc. vorteilhaft ist. Insbesondere die Wurzelhälse der Pflanzen sind empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Im letzten Herbst bauten sich z.B. Ameisen ihr Nest unter einer O. tricophora. Dort wo die aufgewühlte feuchte Erde das Ohr bedeckte entstand sofort Fäulnis. Durch sofortiges Herausschneiden der betroffenen Stelle konnte ich die Pflanze retten.

Je mehr sich die Pflanzen ausbreiten, desto langsamer trocknet das Substrat oberflächlich ab. Deshalb sind ältere Pflanzen mitunter empfindlicher. Wenn die Pflanzen beginnen sich gegenseitig zu überwuchern, führt dies zu Verletzungen, die wiederum die Eintrittspforte für Pilze bieten. Ich habe auf diese Weise eine Cylindropuntia imbricata eingebüßt, die mit einer O. phaeacantha aneinander geriet.

Abdeckungen müssen so gestaltet sein, dass eine ausreichende Luftzirkulation gewähleistet ist. Sonst sammelt sich wiederum Feuchtigkeit.

Gruß

Dietmar
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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Gastfrage am So 15 Jan 2017, 18:28

Hallo in die Runde,
nach den guten Tipps hier im letzten Jahr wollte ich mich mal wieder melden.
Aus meinem fast Totalschaden ist doch wieder etwas geworden.
Fast alle Ohren die ich neu gesteckt hatte sind angewurzelt.  Noch lange nicht so wie früher, aber ich denke mit der Zeit kann es wieder was werden. Jetzt kann das Frühjahr kommen. Very Happy
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Jetzt eine andere Frage.
Ich werde ein Blumenfenster mit Opuntien und Sukkulenten umfunktionieren. Sukkulenten habe ich aus vielen Reisen mitgebracht und die sitzen bis jetzt noch alle in Töpfen.
Die „Rinne“ vor dem Fenster ist 4 Meter lang 25cm tief und 25cm breit. Gestern habe ich einen  Schubkarren ca. 60 Jahre alter Blumenerde entsorgt.

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Jetzt habe ich eine Teichfolie eingearbeitet damit kein Wasser austreten kann.

Nun zur Frage zum wieder auffüllen, ich weiß nicht welches Substrat ich verwenden kann, bzw. den Aufbau von unten nach oben. Oben möchte ich eine dünne Sandschicht für die Optik machen.
Das ganze möchte ich soweit möglich aus dem Baumarkt holen, ist ja auch eine Preisfrage bei der Menge. Im Internet steht sehr viel verschiedenes....

Danke für Tipps!

Grüße
Berthold
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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Shamrock am So 15 Jan 2017, 20:56

Danke für das Update! Da hast du ja doch einiges retten können... *daumen*

Wieso Folie damit das Wasser nicht raus kann? Für deine sukkulenten Pflanzen wäre es sicher optimaler, wenn das überschüssige Wasser wieder flott raus kann - aber wohl nicht unbedingt für´s Mauerwerk... Wink

Substrat ist natürlich ein wunderbares Thema für stundenlange Diskussionen und endlose Threads (welche hier schon in sehr großer Zahl vorhanden sind). Prinzipiell kann bei Opuntien und den anderen Sukkulenten ein kleiner Humusanteil sicher nicht schaden. Ansonsten kannst du dich sehr gerne hier inspirieren lassen: https://www.kakteenforum.com/t25395-substratumfrage?highlight=substrat oder doch gleich fertig gemixt da ordern: http://www.vulkatec-onlineshop.de/

Schönes Fenster! Zeigst du uns da irgendwann auch mal, was so aus der Bepflanzung wurde?

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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  tephrofan am Mo 16 Jan 2017, 04:16

ich denke durchaus, dass in erster Linie das Substrat schuld für die Misere ist- was hast Du verwendet? Oftmals wird natürlich gewachsener Boden mit verwendet, was in manchen Fällen fatal enden kann, weil hier aber auch wirklich alles drinn sein kann, vom Tierischen Erreger (u.a.Drahtwürmer), Bakterien und Pilze sowieso, wobei ich von letzterem ausgehe was Deine Anlage ruiniert haben dürfte. Das Schadbild sieht sehr verdächtig nach Fusarium aus- erkennst Du beim Durchschneiden der Triebe deutlich an den orange gefärbten Leitbündeln-. Infrage kommt aber auch Phytophtora, eine Naßfäule- das wäre für die Anlage sowas wie der "Supergau", weil dann das komplette Substrat gewechselt werden muss, möchte man auf Dauer noch Freude an der Anlage haben. Eine Bekämpfung ist nicht möglich, Hygiene die wichtigste Arbeit- befallene Pflanzen/Erde nicht auf den Kompost! Ein Verwenden von Folie als Unkrautsperre halte ich mehr als fahrlässig, weil hier die Bodenfeuchtigkeit in einer Katastrophe enden kann und wohl auch wird- wichtiger ist das Substrat so mineralisch wie möglich zu wählen, die Körnung nicht zu fein um ein vernässen bei zu starkem Feinanteilen zu vermeiden- bewährt hat sich bei uns ganz gewöhnlicher, Humusfreier Kies wie man in u.a. zum auffüllen für Baustellen verwendet, aufgemotzt mit grobem Bims, Ziegelsplitt, Blähschiefer oder dgl.- wünsche "Gute Besserung"
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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Gastfrage am Mo 16 Jan 2017, 07:55

@theprofan
Habe mich wahrscheinlich etwas falsch ausgedrückt. Meine Opuntien (im freien) sind in 6 Jahren von null auf super schön in dem gleichen Beet gewachsen und letztes Frühjahr plötzlich fast alle eingegangen.
Danach habe ich aus den verbliebenen Überlebenden wieder Ohren abgeschnitten und die sind fast alle angewurzelt. Der Schaden scheint behoben, wenn ich auch bis heute nicht weiß warum.

@ Shamrock.  
Die Teichfolie habe ich auch nur eingebaut, damit das Gießwasser nicht im Keller ankommt. 25 cm Tiefgang muß genügen Wink .
Danke für die Links. Bei Vulkatec wäre es recht einfach, allerdings auch (mir) etwas zu teuer.
Ich habe schon geahnt was für ein Hexenwerk das auffüllen der Rinne werden kann.
Von Kieselgur (ist übrigens für Milben bei Hühnern angesagt) bis zum Katzenstreu geht das ins unendliche. Gibt offensichtlich kein Patenrezept fürs wohlbefinden der Stachler.

Die Mischung von Torro Technik-Admin in der damaligen Umfrage wäre mir am liebsten 50% Blumenerde 25% Sand 25% Splitt 1-3 (Volumenprozent) klingt schön einfach kostet fast nix und wenn er damit Erfolg hat warum nicht  *Kaktus*

PS:
Muss der Sand gewaschen sein, oder geht der auch aus einer Sandgrube?
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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Shamrock am Mo 16 Jan 2017, 09:50

Frag 10 Kakteenliebhaber nach ihrem Spezialrezept für´s Substrat und du bekommst 15 Antworten... Kieselgur finde ich persönlich übrigens klasse.

50% Humus (Blumenerde) ist vielleicht etwas hochgegriffen. Fahr den Anteil runter und dann sollte es schon im Großen und Ganzen taugen.
Stichwort Sandgrube: Kommt etwas darauf an, wie der Sand dort beschaffen ist... Ich würde mal kurz die Feinanteile rauswaschen. Wenn man einen Garten hat, hält sich der Aufwand ja in Grenzen. Letztendlich kann man es auch kurz fassen: Erlaubt ist, was funktioniert!

Die Antwort zu deiner opuntioiden Außenanlage von tephrofan ist übrigens schon sehr ernst zu nehmen. Letztendlich hat dieser auch wirklich jahrelange Erfahrung mit solchen Sachen und zudem verdient er auch sein Geld damit. Wink

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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Gastfrage am Di 17 Jan 2017, 18:01

Shamrock schrieb:
Die Antwort zu deiner opuntioiden Außenanlage von tephrofan ist übrigens schon sehr ernst zu nehmen. Letztendlich hat dieser auch wirklich jahrelange Erfahrung mit solchen Sachen  

Klar nehme ich das ernst Very Happy Und sage auch Danke für die Tipps.
Ich melde mich bestimmt wieder, auch wenn ich mal keine Frage habe und vielleicht was positives von mir geben kann.
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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Gastfrage am So 22 Jan 2017, 14:09

Ich doch noch mal. Very Happy
Jetzt habe ich Sand, Split und Lehm zusammen bekommen. Also ca 80% könnten passen.
Ist es für den Rest des Substrates (ca. 20%) besser 2 Säcke (billige) Blumenerde zu kaufen oder kann/soll ich Gartenerde bzw. Waldboden untermischen?

Ab wann würdet ihr die Ohren (aus dem Freibeet abschneiden) und in den Raum einpflanzen? Bei dem Frost wird das sicher nichts?
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Re: Opuntien verabschieden sich

Beitrag  Shamrock am So 22 Jan 2017, 21:36

Nehm die Gartenerde. Würde zumindest ich so machen.
Optimal wäre es, wenn du die Ohren im Frühling erntest, sobald sie wieder in Trieb kommen. Aber rechtzeitg bevor sie anfangen neue Ohren (oder Blüten) zu basteln - dann bewurzeln sie am schnellsten.

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