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ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

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ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

Beitrag  Tarias am Sa 28 Mai 2016 - 21:34

Eine meiner Aylostera kränkelt schon seit einiger Zeit undefinierbar vor sich hin.
Obwohl sie einen scheibar intakten Wurzelballen hat, ist sie schon länger schlapp, die Triebe weich und nicht mehr so schön prall, wie das eigentlich der Fall sein sollte.
Da mir die Pflanze wichtig ist, habe ich heute einen radikalen Schnitt gemacht, und sämtlich, leider schon recht ausgelaugten Sprosse weggemacht, um sie neu zu bewurzeln.
Bislang hatte ich immer Erfolg, aber so schlappe Kerlchen habe ich noch nie versucht zu bewurzeln.
Habt ihr mir Tips, wie ich den Stecklingen zusätzlich auf die Sprünge helfen kann?
Wäre es sinnvoll sie z.B. in ein Minigewächshaus zu stellen, damit sie nicht mehr Wasser als unbedingt nötig verlieren? Oder den Topf in eine Tüte packen? Oft Besprühen?
Ich habe irgendwo mal den Tip gelesen, man könne ausgetrocknete Steckis vor dem Pflanzen in Wasser legen, damit sie sich über die Epidermis noch was holen können ...

Danke für eure Tips und Erfahrungen!
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Re: ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

Beitrag  Ralle am Sa 28 Mai 2016 - 21:51

Gibt es dazu vielleicht das eine oder andere Foto was Du uns zeigen könntest?

Ich hatte bisher immer gute Erfolge mit der Vogelsandbewurzlung. Wink

Ohne Gewächshaus und ohne Tüte.

https://www.kakteenforum.com/t642-bewurzelung-nach-der-vogelsandmethode

Viele Grüße

Ralf
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Re: ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

Beitrag  Cristatahunter am So 29 Mai 2016 - 10:44

Wenn du von einer ausgelaugten Pflanze mit viel Wurzeln schreibst, kommt mir spontan Nahrungsmangel in den sinn.
Mische 20-30% Humus in das Substrat. Mir fallen oft die riesigen Wurzelgeflechte auf die in rein mineralischer Erde entstehen obwohl oben der Kaktus eher mager dreinschaut. Diese Wurzeln sind ein Zeichen der Verzweiflung mit der die Pflanze nach Nährstoffen sucht.
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Re: ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

Beitrag  Hardy_whv am So 29 Mai 2016 - 10:52

Cristatahunter schrieb:Wenn du von einer ausgelaugten Pflanze mit viel Wurzeln schreibst, kommt mir spontan Nahrungsmangel in den sinn.
Mische 20-30% Humus in das Substrat. Mir fallen oft die riesigen Wurzelgeflechte auf die in rein mineralischer Erde entstehen obwohl oben der Kaktus eher mager dreinschaut. Diese Wurzeln sind ein Zeichen der Verzweiflung mit der die Pflanze nach Nährstoffen sucht.

Nahrungsmangel lässt sich vorrangig durch Nahrung beheben. Humus an sich ist ja auch keine Nahrung, sondern erst, wenn er durch Mikroorganismen zerstzt wurde. Wer hungernde Pflanzen hat (und bei denen der Nahrungsmangel nicht an fehlenden Wurzeln liegt), der kann es auch einmal mit Düngen versuchen.


Gruß,

Hardy   Cool
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Re: ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

Beitrag  Aldama am So 29 Mai 2016 - 11:25

Hi Bianca
Nach deinen Radikalschnitt würde ich sie erst mal abtrocknen lassen und dann in einen leicht feuchtes, sowie feines mineralisches Erdgemisch setzen.
Dann Frischhaltefolie drüber spannen und schattig stellen. Sollten dann nach 2-3 Wochen anfangen neu zu treiben. Habe damit schon gute Erfolge erzielt.
Ist mir auch so ergangen mit diesen pectinaten. Die sind seit einer Woche darin und so langsam tut sich was. Very Happy
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Also glück glück
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Re: ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

Beitrag  Tarias am So 29 Mai 2016 - 11:58

Danke für den Erfahrugsbericht, Aldama. Ich werde die Bande mal etwas schattiert aufstellen und abdecken.

Christatahunter: Nahrungsmangel ist es sicher nicht, meine Pflanzen sind nach deinem Geschmack vermutlich eher zu gut gefüttert. Die Pflanze hat, aus welchem Grund auch immer, viel zu wenig Wasser aufgenommen. Ich denke, der Wurzelballen hatte trotz seines Vorhandenseins einen Schaden, so dass er kein Wasser mehr aufnehmen konnte.
Die Pflanze hat schon letzten Sommer angefangen zu kränkeln, der heiße Sommer in Verbindung mit einem unzeitgemäßen Gießen hat ihr wohl nicht gut getan.
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Re: ausgelaugte Stecklinge bewurzeln

Beitrag  Cristatahunter am So 29 Mai 2016 - 13:34

Hardy_whv schrieb:
Cristatahunter schrieb:Wenn du von einer ausgelaugten Pflanze mit viel Wurzeln schreibst, kommt mir spontan Nahrungsmangel in den sinn.
Mische 20-30% Humus in das Substrat. Mir fallen oft die riesigen Wurzelgeflechte auf die in rein mineralischer Erde entstehen obwohl oben der Kaktus eher mager dreinschaut. Diese Wurzeln sind ein Zeichen der Verzweiflung mit der die Pflanze nach Nährstoffen sucht.

Nahrungsmangel lässt sich vorrangig durch Nahrung beheben. Humus an sich ist ja auch keine Nahrung, sondern erst, wenn er durch Mikroorganismen zerstzt wurde. Wer hungernde Pflanzen hat (und bei denen der Nahrungsmangel nicht an fehlenden Wurzeln liegt), der kann es auch einmal mit Düngen versuchen.


Gruß,

Hardy   Cool

Hallo Hardy
ich habe noch nie einen Humus gesehen der nicht von Mikroorganismen zersetzt wurde. Oder meinst du damit frische Küchenabfälle? Wäre Humus keine Nahrung, wären unsere Wälder Steinwüsten und der Förster müsste dauernd und überall Düngerstäbchen stecken.
Wenn du mal nach Mexiko kommst, grüsse die Düngerstreuer von mir. Sie haben meist 4 Beine. Aber auch ihre Exkremente müssen erst von Mikroorganismen zersetzt werden bevor der Mist von den Pflanzen aufgenommen werden kann.

Es macht keinen Sinn nur NPK und einige Spurenelemente zu geben. Kein Dünger dieser Welt ist so vielfältig wie ein Anteil Humus.
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