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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Liet Kynes Fr 11 März 2011, 08:24

Moin ! Also, C. Ovata befindet sich bei mir seit ca. 11 Jahren in Kultur. Daraus entwickelten sich unzählige Stecklinge aus Blättern und Ästen, daher bin ich in der gemütlichen Position, ihr Gedeihen an mehreren Standorten verfolgen zu können. Wenn man viele Bekannte hat, die gerne mal Ableger übernehmen obwohl sie sich nicht viel Pflege zutrauen, dann ist das die vielleicht wirtschaftlichste Sukkulente. Ich habe meine Ovata-Stecklinge aus Rückschnitt einfach immer ein paar Monate im Trockenen liegen lassen. Alle Teile, die eh genug Kraft haben, bilden dann automatisch Wurzeln zur Licht-abgewandten Seite. Der hier abgebildete Trieb hat allerdings nicht besonders viel Licht im Winter ab bekommen und ist noch weitgehend unverholzt, daher bin ich mir in diesem Fall nicht sicher, wie viel möglich ist. Vogelsand sollte allerdings zur Bewurzelung nicht verkehrt sein, wobei ich ja Terrariensand generell dem Vogelsand vorziehe. Gießen muss man jetzt noch nicht. Ich würde vielleicht alternativ den Sand vorher befeuchten und erst im April zaghaft mit dem Gießen starten. Das Schlimmste was passieren kann ist eigentlich, dass der Ast keine Wurzeln bildet, aber dafür im Sommerverlauf die Blätter dies nachholen (Wurzelbildung an Blatthälsen).
Im laufe der Zeit kann man übrigens von gelagerten Stecklingen Teile leicht abbrechen, die vertrocknet/abgestorben sind. Darüber hat sich zwischen dem toten und noch lebenden Abschnitt dann längst so etwas wie Kallus gebildet. Das Prinzip erinnert mich an Eidechsenschwänze.

"Fetthenne" heissen im Gärtnerdeutsch übrigens eher Sedum spectabile und S. telephium. Sie kommen als mehrjährige Stauden in deutschen Gärten vor, zählen genau wie C. ovata (Geldbaum) und C. arborescens (Pfennigsbaum) zu den Crassulaceae (Dickblattgewächse) und werden aufgrund der Blätter inzwischen häufig im Volksmund generell als Fette Henne bezeichnet.

Zum Substrat von bewurzelten C. ovata : Sie tolerieren wirklich alles, außer Staunässe. Im Winter halten sie die selbe Trockenperiode wie Kakteen aus und blühen ab einer bestimmten Wuchshöhe laut Literatur bei Kurztagsbedingungen. Ich meine mich bei meiner ältesten aber auch an Frühjahrsblüten erinnern zu können. Diese Stand damals übrigens in ziemlich ausgemagerter Zimmerpflanzenerde. Inzwischen halte ich C. ovata fast in reinem Quarzsand, dem ich einen geringen Teil handelsübliche Kakteenerde beigemischt habe. Umtopfen muss man eigentlich erst, wenn der Topf zu klein wird.
Ich habe nach dem letzten Umtopfen versuchsweise mal das Substrat oberhalb mit beige-farbenem, sehr feinen Terrariensand abgestreut. Optisch ein sehr lohnenswerter Kontrast zur darin stehenden Pflanze. Der Sand verklumpt bisher seit 2 Jahren nicht, bildet aber interessante Muster wenn Wassertropfen darauf kommen. Erinnert dann an eine natürliche Umgebung.
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Waldfreund Fr 11 März 2011, 09:16

Danke Liet für deinen sehr umfangreichen und interessanten Beitrag! Die Pflanze wird immer interessanter...
LG Bert
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Aheike Do 31 März 2011, 12:30

Habe meinen "Affenbrotbaum", so die Bezeichnung, die auch stimmt, in Floragard Kübelpflanzenerde. Er wächst darin sehr gut. Hatte ihn über den Winter auch nicht sonderlich hell stehen, aber dieser Schönheitsfehler gibt sich dann, wenn die Pflanze wieder nach draußen kommt.
Auf alle Fälle danke, für die ausführliche Kulturanleitung. Mit dem Sand werde ich auch mal probieren. Muß man dazu den Wurzelballen gänzlich von Erde befreien? meine Pflanze ist schon relativ groß. Wollte sogar, um sie nicht in einen anderen Topf setzen zu müssen, den Wurzelballen etwas verkleinern. Kann man dies machen, ohne daß irgendwelche Problemchen auftreten?
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Liet Kynes Do 31 März 2011, 16:37

Also, ich würde es so sagen : Man muss nicht, aber man kann den Geldbaum-Wurzelbereich sicher leichter von Erde befreien als den der meisten anderen KuaS. Zumindest bezogen auf danach eventuell auftretende Probleme, denn sowas hatte ich noch nie. Was man eher erwarten kann, ist anschließend besseres Wachstum und eventuell sogar den ein oder anderen Neutrieb mehr. Außerdem könnten nach dem Umtopfen neu wachsende Blätter etwas üppigere Proportionen aufweisen, als die älteren. Will sagen, diese Pflanze geht mit Zeit nicht verschwenderisch um, sie nutzt sie für eine Sukkulente wirklich erstaunlich gut aus. Man kann relativ bald sehen, ob sie auf eine Maßnahme eher anspricht, oder nicht.
Jährliche Rückschnitte werde ich auch auf jeden Fall nun immer vornehmen, weil es der Art-typischen Gesamterscheinung des Bäumchens und der Verdickung des Stammes immer deutlich Unterstützung gibt. Allerdings werde ich auch immer NUR im Frühjahr beschneiden, weil ich ja inzwischen sicher davon ausgehe ( Literatur), dass potentiell im Spätherbst die ersten Knospen aufgehen. Ich erinnere nochmal- Beim Ableger der Mutterpflanze warte ich noch auf Blüten, die Mutter blüht jährlich. Dieses Jahr war ich zur Blütezeit aber nicht anwesend, weil sie nicht bei mir zu Hause steht. Dafür ist sie mir inzwischen zu groß.
Wenn ich umtopfe, dann entferne ich inzwischen übrigens grundsätzlich alle Substratreste von der Pflanze. Sogar abschließend mit weichem Pinsel. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht. Schlechte hingegen damit, Resterde am Ballen zu lassen. Wenn dann nach 2-3 Jahren das nächste Umtopfen ansteht, hat man manchmal genau am Wurzelbereich das verklumpte Substrat, weil dieses dort ja schon 4-6 Jahre alt ist und auf ihrem Weg alle Wurzeln da ja erstmal durch müssen. Genau diesen Bereich möchte man aber eigentlich am wenigsten bearbeiten müssen, weil dort die Verletzungen am schwersten wiegen. Man macht es sich also langfristig eher komplizierter, wenn man eine Sache wie das Umtopfen nicht gründlich durchzieht, oder nur zu vorsichtig ist. Jeder Arzt sagt einem irgendwann : " Ich muss ihnen jezt kurz mal weh tun". Der Affenbrotbaum antwortet mir auf diese Ankündigung nie...Hart im Nehmen eben Very Happy .
Apropos Affenbrotbaum : Mir ist aufgefallen, dass im Gärtnereibereich immer C. ovata so genannt wird, in zoologischen oder geographischen Berichten wird aber meist Adansonia so genannt. Würde mich auch mal interessieren, wie das kommt. http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanischer_Affenbrotbaum
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Aheike Do 31 März 2011, 18:16

Hallo, und wie siehts mit der Verkleinerung des Wurzelballens aus? Ist dies ohne weiteres machbar? Deine Ratschläge dazu sind einfach interessant!!!! Nochmal, danke danke
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Liet Kynes Do 31 März 2011, 18:56

War bei mir noch nie nötig, ich entferne nur was leicht und von alleine ab geht, da es dann wohl entweder vertrocknet/abgestorben war, oder ohnehin nicht wieder anzukleben ist ( Wink ). Denke aber, wenn sowas bei anderen Bäumchen geht, dann auch bei diesem. Trotzdem ist das kein eigener Erfahrungswert. Bei mir werden die Ballen bestenfalls größer und die Töpfe mit ihnen. Ein Ballen, der proportional nicht im Verhältnis zur Größe der Rest Pflanze steht, kann meiner Meinung nach nicht die optimale Versorgung leisten. Aber es gibt ja noch "Bonsai-Spezialisten", die könnten mir da wiedersprechen. Zumindest auf die absolute Allgemeingültigkeit dieser Aussage bezogen, da möchte ich nämlich nichts behaupten.
Es ist halt nur so, dass diese Spezies eine ganze Menge Wasser speichern können und das auch dürfen sollten, sofern sie auch hübsch aussehen sollen. Mit irgendwas müssten sie ja dann auch an dieses Wasser gelangen, in ausreichendem Maße. Von daher wäre bei einer Verkleinerung des Ballens sicher auch das richtige Maß entscheidend.
Da braucht man dann Erfahrung und müsste selber rumprobieren. Ab einer gewissen Anzahl von (Frühjahrs-)rückschnitten hat man aber genug Testobjekte. Das dauert aber halt ein paar Generationen. Gruß, Tim


Zuletzt von Liet Kynes am Do 31 März 2011, 19:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Gast Do 31 März 2011, 19:10

hey ihr,

also aus meiner erfahrung heraus kann ich berichten, das man den ballen sehr gut stutzen kann. man sollte es dabei aber nicht übertreiben, sondern nur das wuchernde oder elend lang wachsende material entfernen. dann das bäumchen ein paar tage offen liegen lassen und neu topfen. mit dem giessen dann auf jeden fall wieder 1-3 wochen warten, keine angst die sterben nicht an unterernährung ;-) das beschneiden der wurzeln fördert zB nach einer langen ruhephase die neubildung von saugwurzeln, welche sich relativ schnell zu ordentlichen wurzeln ausbilden. insgesamt kommt die C. ovata mit relativ wenig wurzelmaterial aus. mein erstes bäumchen mit ca 40cm kronenDM und etwas 6cm stammDm stand in einer 20cm bonsaischale mit ca 5cm tiefe und hat sich darin prächtig entwickelt. nun ist sie in einen handelsüblichen terracottatopf umgezogen, das finde ich persönlich attraktiver! Laughing macht euch nicht allzu viele gedanken, die pflanze ist eigentlich nicht tot zu kriegen, 3 tage nachtfrost hat sie kürzlich überlebt Gestört bei gelegenheit stell ich mal bilder meiner bäume ein, am besten wäre es den thread dann umzubenennen und ins lexikon zu stellen, immerhin hat liet schon ne menge zur pflege und haltung beigetragen!

lg micha
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Aheike Do 31 März 2011, 21:58

Micha, hast Du Deine Pflanze schon draußen, weil Du von Nachtfrost schreibst?
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Gast Fr 01 Apr 2011, 09:04

Aheike schrieb:Micha, hast Du Deine Pflanze schon draußen, weil Du von Nachtfrost schreibst?

yep heike, alle stehen schon mit den kakteen draussen. die kleineren etwas geschützt. mein grösserer musste etwas leiden, da er im freien stand ohne schutz, habe ich zu spät bemerkt und hat jetzt etliche schrumplige blätter. das ist aber nicht tragisch, im schlimmsten fall fallen sie ab, aber da ja bald die wachstumszeit beginnt, ist es egal ;-) die pflanze an sich geht davon jedenfalls nicht kaputt. nur längeren frostperioden sollten sie nicht ausgesetzt sein, vor allem an die wurzeln darf kein frost kommen. ein paar nächte um die null grad sind kein problem ;-)

lg micha
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Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze - Seite 2 Empty Re: Wie ist die genaue Bezeichnung dieser Pflanze

Beitrag  Liet Kynes Fr 01 Apr 2011, 10:20

Im Falle der C. ovata stimme ich da nur zu. Je früher sie draußen anfängt, desto schöner wird sie den Sommer über. Anfangs wird sie dort allerdings ihrer unwirtlichen Winterblätter entledigt, eben durch die angesprochenen Witterungsverhältnisse. Diese Blättter würden auch nach und nach abgeworfen, wenn das Wetter " zu sonnig" wäre. Die nachkommenden Blätter können dann auf jeden Fall schon mit der Mai-Sonne leben, sie bekommen dann auch den roten Rand. Eine Alternative ist daher auch mit dem Rückschnitt zu warten, bis die Pflanze einem von selbst anzeigt, wo denn der Ansatz dafür am besten wäre. Man sieht das ja dann an den vergilbten/verschrumpelten Blättern/Trieben. Wo diese aufhören und die gesunden Astteile beginnen, da kann der Schnitt erfolgen. Ab dem späten April/Anfang Mai würde ich aber nichts mehr schneiden, dann sollte am besten die Vollgewöhnung laufen.
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