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Der schwarze Tod

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Der schwarze Tod

Beitrag  fho am Sa 01 Okt 2016, 23:15

Hat jemand schon mal die Bekanntschaft dieses unangenehmen Zeitgenossen gemacht?

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Die etwa 12 Monate alten Sämlinge von Heliocereus speciosus amecamensis sind bis vor wenigen Tagen prächtig gewachsen. Und nun werden sie in kürzester Zeit von dieser (wahrscheinlichen) Pilzkrankheit dahingerafft. Die Triebe verfärben sich schwarzbraun.
Ich habe keine Erklärung dafür. Sie leben unter dem Dach eines Pflanzenhauses geschützt vor Regen (den es in letzter Zeit sowieso kaum gab), vor zu grosser Hitze geschützt, bestens belüftet. Und gegossen habe ich immer erst, wenn die Erdoberfläche trocken war.

Kennt das jemand und kann mir Tipps geben, wie ich die Ausbreitung auf andere Epis verhindern kann?
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  Cristatahunter am So 02 Okt 2016, 00:59

Ich kann dir nicht sagen was du falsch gemacht haben könntest. Bei mir war es oft das Zusammenspiel von Feuchte und Wärme im Sommer. Der Tod kommt dann direkt im Sommer oder dem darauffolgenden Herbst.
Siehe es als natürliche Selektion an. Ich glaube nicht das dadurch deine Sammlung in Gefahr ist. Pilze greifen oft nur die schwachen oder überfütterten Pflanzen an.
Ich habe mit der sommerlichen Giesspause von Anfang Juli bis Mitte August gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht hast du auch zu mastig gedüngt.

Gruss Stefan
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  Aldama am So 02 Okt 2016, 10:59

So wie Stefan es beschrieben hat trifft es zu. Du schreibst : Und gegossen habe ich immer erst, wenn die Erdoberfläche trocken war.
Darin sehe ich deinen Fehler. Bei deinen humusreichen Substrat verdunstet die Feuchtigkeit im Substrat halt viel langsamer als an der Oberfläche.
Auch der ,, Übertopf ,, kann Restwasser enthalten, sofern er keine Bodenlöcher hat.
Da ja noch einige Sprosse grün aussehen würde ich diese abschneiden, das Gewebe kontrollieren,( wenn grün ) abtrocknen lassen und neu bewurzeln.
Viel Erfolg
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  lautaro am So 02 Okt 2016, 19:57

Hallo,
Leider musste ich dfiese Erfahrung im Sommer 2014 auch machen. Einige´¨uber 10-jährige Echinocereen wqaren innerhalb weniger Tage kaputt. Nachdem ich im Sommer 2015 eine 2 monatige Giesspause einlegte war der Spuk vorbei, keine weiteren Verluste.

Mit transatlantisdchen Grüssen
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  fho am Mo 03 Okt 2016, 11:42

Danke für eure Hinweise.
Geschwächt waren die Pflanzen sicherlich nicht, sie waren ganz ordentlich gewachsen in den letzten Monaten. Überdüngung halte ich auch nicht für wahrscheinlich. Aber der Hinweis mit der trockenen Erdoberfläche könnte zutreffen. Als ich die halbtoten Pflanzen ausgetopft hatte, musste ich feststellen, dass die tieferen Erdschichten (trotz etwa einem Drittel Bimsanteil) bei fast trockener Oberfläche noch ziemlich nass waren.
Es war schon öfters so, dass ich beim Umtopfen überrascht war, wie viel trockener oder auch nasser die unteren Substratschichten waren, als ich es vermutet hätte. Habe echt Probleme, die richtige Giessmenge zu finden. Habe auch schon oft mit Giessen von unten (Wasser nur in Untersetzer) experimentiert, aber auch da sehe ich nicht, wie weit die Feuchtigkeit denn nun im Topf aufgestiegen ist. Und der Tipp, das Gewicht des Topfes zu prüfen, ist vielleicht bei 10 Pflanzen machbar, nicht aber bei einer ganzen Sammlung. Wie bekommen nur die Gärtnereien das mit der richtigen Giessmenge in den Griff?
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  Cristatahunter am Mo 03 Okt 2016, 12:22

Giesse nur einmal im April, einmal im Mai, einmal im Juni, im August und September je einmal. Dafür richtig nass machen so das es aus dem Unterteller kommt. Dünge erst von Juni bis September.

Nur kleine Töpfe bis 7cm zusätzlich ab und zu kurz überbrausen.

Kommt nässe durch den Regen? Gar nie giessen.
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  Aldama am Mo 03 Okt 2016, 13:09

Hi fho
Wenn Bims als Dränageschicht genommen wird passiert so was natürlich. Bims speichert Feuchtigkeit bis zu mehren Monaten und wenn dann immer Wassernachschub kommt
trocknet er nicht ab und die Wurzeln faulen durch die dadurch entstehende Staunässe.
Bei den großen Gärtnereien wird das meistens so gehandhabt: Es geht alles automatisch per Computersteuerung, so die Bewässerung mit Nährlösung sowie die Schattierung
und Belüftung usw. Das Substrat ist auf diese Bedingungen darauf hin abgestimmt.( Anzuchtbetriebe in den Niederlanden )
Bei Haage und M. Kießling, auch große Betriebe, wird noch mit der Hand brause in regelmäßigen Abständen bewässert. Auch da ist das Substrat daraufhin abgestimmt.
Mal Bilder aus der schönen Gärtnerei von M. Kießling.
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Was auffallen sollte sind die vielen gleichgroßen Töpfe, die das Wässern einfacher machen.
Soweit ich mich erinnere stehen die Töpfe auf Lavagruß.
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  KarMa am Mo 03 Okt 2016, 13:45

Danke für diesen interessanten Einblick in eine Kakteengärtnerei, Aldama. Solche Bilder finde ich besonders ansprechend.
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  fho am Mo 03 Okt 2016, 16:34

Cristatahunter schrieb:Giesse nur einmal im April, einmal im Mai, einmal im Juni, im August und September je einmal. Dafür richtig nass machen so das es aus dem Unterteller kommt. Dünge erst von Juni bis September.

Nur einmal im Monat giessen? Damit meinst du sicherlich die hochsukkulenten Kakteen. Aber die Heliocereen sind doch eigentlich Regenwaldbewohner. Das würde ich nicht übers Herz bringen, die so lange dursten zu lassen.

Ich hatte vor vielen Jahren mal einen Heliocereus, den ich als schrankii gekauft hatte, der hatte bestimmt mindestens 4 cm dicke, sehr kräftig bedornte Triebe. Hier mal ein Bild von damals, aus der Steinzeit der Digitalfotografie von 2001:

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Bei dem hätte ich mir auch vorstellen können, dass er einige Tage Trockenheit problemlos übersteht. Und er hing bei mir in voller Sonne.
Ich habe aber ein EPIG-Sonderheft speziell zum Thema Heliocereus. Dort werden alle Wildformen auch mit vielen Standortfotos vorgestellt. Und die sind alle dünntriebige Bewohner von Regenwäldern. Die würde ich lieber nicht mehrere Tage trocken stehen lassen.
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Re: Der schwarze Tod

Beitrag  Cristatahunter am Mo 03 Okt 2016, 20:02

Du hast recht, für solche Weicheier bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.
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