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Sulcorebutia juckeri var. australis

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Sulcorebutia juckeri var. australis

Beitrag  sulco-willi am Do 15 Dez 2016, 17:27

h2]Sulcorebutia juckeri var. australis[/h2]


wurde im Dezember 2016 von Gertel und Jucker im Rahmen eines groß angelegten Artikels über Sulcorebutia juckeri beschrieben. Nur auf den ersten Blick fällt es schwer, die Art von der Varietät zu unterscheiden und es gibt gewichtige Gründe für die neue Varietät.

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Sulcorebutia juckeri var. australis (HJ1210a) – aus Wildsamen mit Sprossen(Foto Jucker)

Wesentlich für die Entscheidung, eine neue Varietät aufzustellen, war der völlig isolierte, sehr südlich gelegene Fundort auf der Westseite des Rio Pilcomayo. Tatsächlich handelt es sich um den südlichsten Standort einer S. juckeri überhaupt. Zwischen der neuen Varietät und der am nächsten benachbarten Form einer S. juckeri (HJ1113b) liegen mehr als 15 km. Zum südlichsten Fund auf der Ostseite des Flusses sind es über 20 km.

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Sulcorebutia juckeri var. australis (HJ1210a) – eine Pflanze von etwa 2,5 cm Durchmesser mit Spross und großer roter Blüte (Foto Jucker)

Allerdings gibt es auch einige morphologische Besonderheiten, die für eine Varietät sprechen. S. juckeri var. australis bleibt insgesamt wesentlich zierlicher als die Art. Während Letztere schon einmal 15 Zentimeter dick werden kann, erreicht die Varietät selten mehr als 7–8 cm, beginnt aber schon mit 3 oder 4 cm Ø zu sprossen und bildet im Alter riesige Polster, was bei einer S. juckeri var. juckeri nur bei einer Verletzung vorkommen kann.

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Große Gruppen von Sulcorebutia juckeri var. australis HJ1210a am Fundort (Foto Jucker)

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Kleiner Sämling von Sulcorebutia juckeri var. australis HJ1210a mit großer rot–gelber Blüte (Foto Jucker)

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Sulcorebutia juckeri var. australis HJ1210a/Ge1

Einer der Gründe, warum wir HJ1210a zu Typpopulation erkoren haben ist die Tatsache, dass es zum Zeitpunkt der Beschreibung kaum Material von HJ1210 gab. Es hätte weh getan, davon 2 Pflanzen zu konservieren.

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Sulcorebutia juckeri var. australis HJ1210a/Ge2

Als Jucker HJ1210a entdeckte, nur ein paar 100 Meter vom Fundort der HJ1210, sah er eine unübersehbare Menge an Pflanzen, die alle schon abgeblüht und voll mit reifen Früchten waren.

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Sulcorebutia juckeri var. australis HJ1210a/Ge3


Bevor S. juckeri var. juckeri zum Blühen kommt, muss sie schon 4–5 Jahre alt sein und einen Durchmesser von etwa 5 cm oder mehr erreicht haben. Die Varietät blüht bei guter Kultur schon im zweiten oder dritten Jahr ab einem Ø von 2 cm mit Blüten die leicht doppelt so groß sein können.

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Sulcorebutia juckeri var. australis HJ1210/Ge2

Neben dem Fundort der HJ1210a, deren Pflanzen weitgehend rot blühen, hatte Jucker schon ein paar Jahre früher eine Stelle gefunden, wo die Sulcorebutien gelb bis gelborange blühen (HJ1210). Leider war er bei diesem Besuch so unter Zeitdruck, dass er nur einige wenige Bilder machen konnte und auch nicht die Gelegenheit hatte, gründlich nach Samen zu suchen.

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Sulcorebutia juckeri var australis HJ1210/Ge1

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Sulcorebutia juckeri var. australis HJ1210/4

Neben einigen wenigen Nachzuchten aus Wildsamen, gibt es aber inzwischen zahlreiche Pflanzen einer F1–Generation, die relativ einheitlich goldgelb bis leicht orange blühen. Auch die blühen schon sehr jung und beginnen auch schon früh zu sprossen. Der Vergleich der GPS–Daten zeigte, dass beide Fundorte nur wenige hundert Meter auseinander liegen

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Sulcorebutia juckeri var australis HJ1210/F1

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Sulcorebutia juckeri var australis HJ1210/F1


Literatur:
Gertel, W. (2016): Sulcorebutia juckeri – eine außergewöhnliche Art aus dem Gebiet des Rio Pilcomayo – Kakt. and. Sukk. 67 (12): 317 – 327
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sulco-willi
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