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Diskussion zu "Feldnummern und welche Pflanzen sich dahinter verstecken."

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Diskussion zu "Feldnummern und welche Pflanzen sich dahinter verstecken."

Beitrag  Cristatahunter am Di 24 Jan 2017, 12:06

Hallo Komtom,

Leider kann ich nicht direkt auf deinen Beitrag antworten.

Ich habe schon öfter bemerkt das mit den SB Feldnummern nicht alles so ist wie es sein sollte.
SB Samen sind Samen die Steven Brack in seiner grossen improvisierten Gärtnerei in New Mexico produziert. In seiner Gärtnerei stehen grosse Mengen an Kakteen artübergreifend Topf an Topf und werden von Hand bestäubt aber nicht isoliert. Es kommen unweigerlich Hybriden vor. Ein Kollege von mir hat den Steven Brack besucht und die Bestäubung beobachtet. Seither bestellt er keine SB Samen mehr.
Die gezeigten E. adustus sind nicht Artrein. Schwache oder fehlende Mitteldornen, kleine und kurze Blüten uneinheitliches Gesamterscheinungsbild. Diese Kakteen geraten dann irgendwie in den Umlauf und sind mit einer Feldnummer zu identifizieren. Was die Feldnummern unglaubwürdig macht.
Steven Brack hat aber auch Samen die er von anderen Sammlern einkauft. Auch da kann man nicht sicher sein das genau das drin ist was drauf steht.
Feldnummern werden m.E. überbewertet und werden oft missbraucht. Sieh doch mal wie oft im Netz Kakteen mit Feldnummern angeboten werden. Bei genauer Betrachtung ist aber die Art oder Gattung falsch und die Feldnummer einfach abgeschrieben.
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Diskussion zum Thema Feldnummern

Beitrag  komtom am Di 24 Jan 2017, 13:23

Hallo Cristatahunter,

ja genau das ist einer der Gründe warum ich das mache! Die Problematik mit welcher jede Kakteengärtnerei welche Samen nachzieht ist genau das was Du ansprichst, die "saubere Bestäubung"! Bei Mesagarden habe ich im laufe der Jahre auch davon gehört, dass dort eine gewisse Zeit nicht mehr so sauber gearbeitet wurde. Aber die Pflanzen welche ich zeige stammen aus den Aussahten 1984 und 1984 direkt von SB und dann von mir weitervermehrt in mindestens 4 Generationen. Die dabei entstandene Pflanzen waren immer in einem gewissen Rahmen uniform und gleichen denen am Standort den ich jedoch nur aus der Literatur kenne auf´s Ei. Eine gewisse Variationsbreite hat jedes Habitat, absichtliche Hybriden welche ich versuchte zu erzielen sahen sofern etwas keimte vollig anders aus - gelungen ist mir dies bisher nur mit Ecc. viridiflorus und Ecc. polyacanthus wobei letzterer bisher noch nicht geblüht hat.

Im Grunde hatten wir diese Diskussion ja schon einmal hier im Forum, von wegen ob man Pflanzen mit Feldnummern auch so weitervermehren kann. Ich gebe zu bei einer Grösse wie der Gärtnerei Mesagarden ist das mit den Insektennetzen nicht mehr praktikabel. Dazu denke ich dass diese Methode nur in einem kleinen Rahmen wie bei uns Sammlern anwendbar ist und dort auch bei starker Expansion, nur noch für besonders kostbare oder leicht zu hybridisierenden Kakteen.

- Sollte nur am Standort gesammeltes Saatgut als dokumentiert gelten, dann haben wir Sammler ein Problem, da dies im Grunde nicht rechtens ist, sich dort zu bedienen, allerdings irgendwoher ist ja jeder Kaktus mal gekommen.
- Die Methode mit den Insektengittern ist für grössere Samenmengen recht aufwendig oder nimmt jeder der Samen in Umlauf bringt sämtliche Pflanzen unter die Haube kann ich mir nicht vorstellen?

also bis bald und Grüße

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Re: Diskussion zu "Feldnummern und welche Pflanzen sich dahinter verstecken."

Beitrag  Cristatahunter am Di 24 Jan 2017, 14:06

Dem Kakteensammler wird oft suggeriert das ein Kaktus oder seine Samen mit Feldnummer ein Qualitätsmerkmal darstellt.
Das hat nichts mit Artreinheit zu tun.
Andererseits würden immer die gleichen Feldnummern artrein mit den gleichen Feldnummern bestäubt und das über Generationen mit den eigenen Nachkommen isoliert bestäubt und dies immer mit der gleichen Feldnummer.

Das würde in einem Zuchtprogramm Inzucht bedeuten. Ein hoher Preis, nur um hinter dem Namen eine Feldnummer schreiben zu können.

Eigentlich hat die Feldnummer ja nicht ein züchterische Funktion. Es geht dabei einen Kaktus der in der Natur gesehen oder gefunden wurde zu Katalogisieren um ihn einzuordnen und nötigenfalls wieder zu finden.

Bereits Samen die der Natur entnommen wurden haben nur einen Teil der DNA der Fruchtträgerin und sind nicht mehr rein der Feldnummernträgerin gleich. Da müssten schon Stecklinge genommen werden.

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Beitrag  komtom am Di 24 Jan 2017, 14:38

Hallo Christatahunter,

was eine Feldnummer ist weiss ich und das ist hier auch nicht das Thema! Sondern was sich hinter den über die "Kakteensamenhändler" verbreiteten Feldnummern für eine Pflanze befindet! Am Habitat ist klar damit ich sie wiederfinde! Und ein Qualitätsmerkmal ist es auch keines, ausser dass ich als Käufer erwarte eine bestimmte Pflanze / Saatgut zu bekommen. In der Tat gibt es ja von einer Art viele verschiedenen Habitate und Formen und die eine ist halt von da die andere von dort und die hat rote Blüten die andere verträgt Frost bis -20° die andere Form nicht und vieles mehr. Das sind alles Dinge welche man z. B. mit den Feldnummern von SB sehr zuverlässig zuordnen konnte!

Ja! die Feldnummer hat keine Züchterische Funktion und das mit der Inzucht geht nicht so schnell da jedes Genom zunächst alle Möglichkeiten hat die möglichen Variationsbreite abzudecken. Siehe die gezeigten Pflanzen, die übrigens teilweise über 30 Jahre alt sind!

Weil der Artbegriff heutzutage sehr weit gefasst ist, sind Feldnummern für die Identifikation einzelner (Habitate) Phaenotypen also auch einzelner Pflanzen wichtig. Aus mehreren Gründen nicht zuletzt für uns Sammler.

Und um herauszufinden was da so alles im Umlauf ist habe ich diesen Beitrag eröffnet!

also bis bald und Grüße

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