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zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

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zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Matches am Di 28 Feb 2017, 12:31

Habe zwei Pflanzen gesichtet, die krankhafte Erscheinungen haben.
Sind es Pilze oder sind es Überbleibsel von Spinnmilbenbefall?

Das eine ist eine Lobiva, die Anfang letzten Jahres diese rostbraunen Stellen zeigte.
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Und das andere ist diese Rebutia, wo mir jetzt beim Umpflanzen sich dieses Schadbild mir zeigte.
Scheitel und die sonnenabgewandte Seite sehen tadellos aus.
Oder ist es Resultat von zu starker Sonneneinwirkung?
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Über Tips wäre ich sehr dankbar.
Ich neige dazu, dass es pilzliche Ursachen hat, denn Spinnmilben habe ich nie beobachtet.

Freundliche Grüße
Matthias
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Matches
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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Cristatahunter am Di 28 Feb 2017, 14:01

Du wirst die Spinnmilben nicht mehr finden. Die sind bereits schon weitergezogen. (Mietnomaden) *Nudelholz*

Meist wird der Schaden nicht sofort sichtbar, den die Spinnmilben anrichten. Eine Spinnmilbe sticht in die einzelnen Zellen der obersten Epidermis und saugt nur diese aus. Darunter bleibt das Gewebe intakt. Die oberste Zellenschicht der Epidermis stirbt mit der Zeit ab und du bekommst den Schaden zu sehen. Da für die Spinnmilben an dieser Pflanze nichts mehr zu holen gibt, ziehen sie weiter an eine andere Pflanze die noch unbeschadet ist.
Beginne jetzt bei schönem Wetter deine Sammlung regelmässig mit dem Sprüher zu benebeln. Spinnmilben mögen keine feuchtigkeit. Im April kannst du dann ein Milbenmittel im Abstand von 2-3 Wochen sprühen.

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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Coni am Di 28 Feb 2017, 20:11

Ich bin zugegeben etwas irritiert. Bei möglichem Spinnmilbenbefall sollte doch nach ca. 7 Tage die zweite Behandlung erfolgen?
Natürlich hat die Temperatur (Entwicklungszeit) einen Einfluss aber 2-3 Wochen erscheinen mir doch deutlich zu viel.
Oder liege ich da falsch? Hier die Empfehlung anhand von Spomil.

http://www.maag-garden.ch/typo3conf/ext/netvmagprods/pdf/generatepdf.php?L=0&product_id=114&suffix=.pdf
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Coni
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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Shamrock am Di 28 Feb 2017, 21:01

Lobivien sind meist zwar sehr hart im Nehmen, aber mögen es bei der nicht vielleicht einfach nur Kälteflecken sein? https://www.kakteenforum.com/t13939-rostflecken-an-ferocactus?highlight=rostflecken Vielleicht aufstellungsbedingt zuviel kalte Zugluft abbekommen?

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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Matches am Di 28 Feb 2017, 21:42

Shamrock schrieb:Lobivien sind meist zwar sehr hart im Nehmen, aber mögen es bei der nicht vielleicht einfach nur Kälteflecken sein? https://www.kakteenforum.com/t13939-rostflecken-an-ferocactus?highlight=rostflecken Vielleicht aufstellungsbedingt zuviel kalte Zugluft abbekommen?

Hallo Matthias,

das wäre auch noch eine Möglichkeit.
Nach Spinnmilben sieht mir das nicht aus. Es war ja auch schon letzen Frühjahr passiert. Kann durchaus frost sein. Den haben sie auf jeden Fall kurzzeitig abbekommen.
Bei der Rebutia ist für mich der einzige Befall auf der Sonnenseite wunderlich. Sollten sich Milben nur auf der Sonnenseite ansiedeln - habe ich noch nie beobachtet.

Freundliche Grüße
Matthias
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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Cristatahunter am Di 28 Feb 2017, 21:55

Coni schrieb:Ich bin zugegeben etwas irritiert. Bei möglichem Spinnmilbenbefall sollte doch nach ca. 7 Tage die zweite Behandlung erfolgen?
Natürlich hat die Temperatur (Entwicklungszeit) einen Einfluss aber 2-3 Wochen erscheinen mir doch deutlich zu viel.
Oder liege ich da falsch? Hier die Empfehlung anhand von Spomil.

http://www.maag-garden.ch/typo3conf/ext/netvmagprods/pdf/generatepdf.php?L=0&product_id=114&suffix=.pdf

Thomas Brand empfiehlt 3x spritzen im Abstand von 4 - 10 Tagen je nach Raumtemperatur. Also innert 12-30 Tagen 3x
Ich habe in einer Gärtnerei gearbeitet. Da wurde 2x innert 2-3 Wochen gespritzt.

Die Spinnmilbeneier werden von den Accariziden (spritzmittel gegen Milben) nicht vernichtet. Von der einen bis zur nächsten Generation vergehen 8 - 20 Tage.

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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Msenilis am Di 28 Feb 2017, 23:20

Hallo Matthias,
wie sehen denn die Pflanzen jetzt aus?
Ich hätte auf Spinnmilben getippt, aber wenn Du dagegen nichts gemacht hast, würden deine Pflanzen jetzt fast alle so aussehen.
Und auch andere Erkrankungen hätten sich sicher weiter übertragen.
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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  wolfgang dietz am Mi 01 März 2017, 07:40


Hallo,

Rebutien sind oftmals der erste Indikator für Spinnmilbenbefall in einer Kakteensammlung. Und dies ist hier offensichtlich. Gehe prophylaktisch mit einer Bekämpfung vor (..ja , ich verwende doch schon einmal Systemgifte!), in dem Du Deine Pflanzen noch vor den ersten warmen, sonnigen Frühlingstagen behandelst. Sonst hast Du diese Viecher unvermeidlich wieder in Deiner Sammlung. Und wenn man sie entdeckt, haben sie meistens schon erheblich Schaden angerichtet.

Nette Grüße, Wolfgang
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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Matches am Mi 01 März 2017, 08:38

Msenilis schrieb:Hallo Matthias,
wie sehen denn die Pflanzen jetzt aus?
Ich hätte auf Spinnmilben getippt, aber wenn Du dagegen nichts gemacht hast, würden deine Pflanzen jetzt fast alle so aussehen.
Und auch andere Erkrankungen hätten sich sicher weiter übertragen.

Hallo Manfred,

Meine Rebutia stehen ja dicht nebeneinander in Schalen und keine der andere Pflanzen hat ein Anzeichen dieser Art.
Es war die Pflanze die am nächsten an der Folie stand, Kälte oder Sonne oder Feuchtigkeit auf der Oberfläche könnte auch ein Grund sein.
Kann es wirklich sein, dass eine Pflanze nur an der Sonnenzugewandten Seite Spinnmilben hat und sonst nirgendwo. Die Lobiva stand übrigens weit entfernt.
Werde die Pflanzen nochmal anschauen, wenn sie wieder Wasser bekommen haben. Aufegepumpt sieht das Schadbild manchmal noch etwas anders aus.

Freundliche Grüße
Matthias
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Re: zwei Pflanzen mit krankhaften Erscheinungen

Beitrag  Cristatahunter am Mi 01 März 2017, 08:40

Eine Spinnmilbengeschichte

Ich habe davon schon einmal berichtet. Hier will ich die Geschichte detaillierter schildern.
Vor ein bisschen mehr als 2 Jahren erfuhr ich von einer Sammlungsauflösung. Als ich vor Ort war, merkte ich schnell das ich einer der letzten Besucher dieser Sammlung war. Es standen nur noch wenige Kakteen herum und man konnte deutlich die Spuren von den Spinnmilben an den übrig gebliebenen Lophophoras sehen. In einer Ecke stand dieser Glandulicactus der damals noch keine Anzeichen von Schädigung zeigte. Und unter dem Tisch lag eine Kiste mit rund 20 Pfropfgeräte die wohl von niemandem als solche erkannt wurden. Das ist aber eine andere Geschichte.
Also ich habe ein paar Kakteen mitgenommen, in Quarantäne genommen und gegen Spinnmilben mehrfach behandelt.
Der Glandulicactus sah immer noch gesund aus. Ungefähr 6 Monate später ist mir dann die Veränderung an der Epidermis aufgefallen. Ich konnte aber keine einzige Spinnmilbe feststellen. Also ab ins Freie damit ich wollte nichts riskieren.
Im Herbst habe ich den Glanduli wieder begutachtet und festgestellt das er wieder grüne Streifen zwischen den Rippen bekommt. Die Spinnmilbenschäden haben stagniert. Diesen Frühling dann die ersten Knospen.
Mein Fazit: Spinnmilbenschäden sind erst dann sichtbar wenn bereits keine Spinnmilben mehr da sind.

https://www.kakteenforum.com/t15838p270-was-hilft-am-besten-gegen-spinnmilben#301460
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