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Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

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Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Cristatahunter am So 05 März 2017, 19:58

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Letztes Jahr hat es eine Knospe nicht mehr geschafft, eine Blüte zu öffnen. Jetzt hatte sie überwintert und ist zum Neutrieb geworden.
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Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Spickerer am Mo 06 März 2017, 14:06

Hallo Cristatahunter. Hier zwei meiner Aspiranten die genauso verfuhren, allerdings Gymnocalycium.

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Gymnocalycium odoratum. Er bekam zwei Knospen. Eine davon wandelte er um. Das war 2014. So sieht er heute aus.

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Gymnocalycium walteri. Er setzte im vergangenen Jahr erstmalig zum blühen an. Dann bekam die Knospe feine Dornen.

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Re: Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Shamrock am Mo 06 März 2017, 21:10

Da sieht man mal wie flexibel so Kakteen doch sind. Hormone, welche auch Kopfstücken eine Bewurzelung ermöglichen und eben auch Hormone, welche eine Umentscheidung ermöglichen.
Mein Notocactus herteri hatte mal im Frühling ganz gewohnt jede Menge Blütenknospen im Scheitel angesetzt und irgendwann war unübersehbar, dass eine davon auffallend hell wurde (rechts unten):
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Die Fotoqualtität bitte ich zu entschuldigen, aber die Fotos sind schon recht alt...
Als man nach der großen Blütenwelle wieder was erkennen konnte, sah diese Knospe schon so aus:
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Im Spätsommer meinte die ehemalige Blütenknospe und mittlerweile zum Ableger mutierte Knospe dann auch selbst, doch mal blühen zu müssen und bildete ihrerseits selbst Knospen (wohlgemerkt noch im gleichen Jahr!):
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Was dann im Spätherbst tatsächlich auch geklappt hat:
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Zum Glück gibt´s ja auch ganz normale Blütenknospen, welche auch ganz normal zur Blüte kommen. Im besten Fall wird daraus dann irgendwann eine Frucht mit Samen zur Vermehrung und der Sinn und Zweck der Blüte wäre halbwegs erfüllt - aber manche Früchte sind mit einer simplen Samenspende einfach nicht zufrieden und wollen selbst auch noch einen draufsetzen - so gesehen vor geraumer Zeit an einer Mammillaria prolifera:
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Re: Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Cristatahunter am Mo 06 März 2017, 21:17

Spickerer schrieb:Hallo Cristatahunter. Hier zwei meiner Aspiranten die genauso verfuhren, allerdings Gymnocalycium.

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Gymnocalycium odoratum. Er bekam zwei Knospen. Eine davon wandelte er um. Das war 2014. So sieht er heute aus.

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Gymnocalycium walteri. Er setzte im vergangenen Jahr erstmalig zum blühen an. Dann bekam die Knospe feine Dornen.

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Ach so Beitrag 1 Ein Gymnocalycium stelatum.
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Re: Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  cactuskurt am Mo 06 März 2017, 22:20

Nix ist vix ( Nicht alles ist wie es sein soll )
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Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Spickerer am So 12 März 2017, 20:12

Danke, G. stellatum habe ich in dieser Nahaufnahme nicht erkannt, weil ich ihn selber noch nicht besitze.

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Re: Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Spickerer am Mo 13 März 2017, 16:57

Hallöchen alle zusammen.
Hier kommt noch so ein Knospirant. Er hat glatt seine beiden Erstknospen in 2016 umgebaut. Vielleicht blüht er in diesem Jahr zum ersten Mal auf.

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Re: Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Manfrid am Mo 13 März 2017, 22:17

Shamrock schrieb:Wenn Früchte blühen... Shocked
Echt shock!
Ob die wirklich schonmal geblüht hatte? War die übrig, nachdem die regulären Früchte schon ab waren? War sie besonders spät dran? Oder besonders früh?

Interessierte Grüße! - Manfrid
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Re: Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Manfrid am Mo 13 März 2017, 23:44

Shamrock schrieb:...Hormone, welche eine Umentscheidung ermöglichen.
Mein Notocactus herteri hatte mal im Frühling ganz gewohnt jede Menge Blütenknospen im Scheitel angesetzt und irgendwann war unübersehbar, dass eine davon auffallend hell wurde (rechts unten):
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...Im Spätsommer meinte die ehemalige Blütenknospe und mittlerweile zum Ableger mutierte Knospe dann auch selbst, doch mal blühen zu müssen und bildete ihrerseits selbst Knospen (wohlgemerkt noch im gleichen Jahr!):... Was dann im Spätherbst tatsächlich auch geklappt hat:...
Hormone hin oder her... Matthias, das ist wie mit den "Genen": Mit den Hormonen kann man immer alles und nichts ganz "wissenschaftlich" erklären und braucht dazu gar nicht nachgeprüft zu haben, was denn nun im speziellen Falle mit den Hormonen wirklich los war. Ich würde vorschlagen: Lassen wir die mal beiseite. Sicherlich waren sie bei der vegetativ gewordenen Knospe auch anders als bei den regulär generativen. Aber es bliebe dann ja doch die Frage: Warum waren sie da anders? Also kann man doch auch gleich fragen: Warum war die Knospe da anders? Da kann man sich an das konkret Vorliegende halten und auf wirkliche Zusammenhänge stoßen.
Es ist eine Knospe am äußersten Rand des Knospenfeldes. Auch die anderen äußeren Knospen sind in der Entwicklung hinter den weiter innen gelegenen etwas zurück. Das ist doch interessant. Denn die äußeren Areolen sind immerhin älter. Passendes Fazit wäre meiner Ansicht nach: Es gibt Areolen, die unter Bedingungen wuchsen, die gar keine Knospenbildung ermöglicht haben, andere, die unter Bedingungen standen, unter denen sich gut Blütenknospen bilden, und dazwischen welche mit der Tendenz, die Blütenbildung zugunsten eher vegetativer Knospen zu hemmen. Dazu passt dann auch, dass mitunter besonders spät gebildete Knospen zu Kindeln werden. Die sind dann nicht noch, sondern wieder im Grenzbereich zu Areolen ganz ohne Austrieb. Die winterlichen Bedingungen spielen da offenbar eine wesentliche Rolle - im zuletzt genannten Falle die des kommenden Winters, im ersteren die des vergangenen . Deutlich ist jedenfalls, das die Kindelbildung hier sehr "nah verwandt" ist mit der Blütenbildung.
Irgendwo waren hier auch mal Beobachtungen an einer Mammillaria vorgestellt worden, wo plötzlich ein ganzer Ring von Kindeln im oberen Bereich eines älteren Sprosses entstand (statt Blüten oder am Rand einer Blütenzone?) Es hieß da, bei manchen Arten sei das ganz regulär. Habe den Beitrag leider nicht mehr gefunden. Ich denke, wenn man all diese Beobachtungen, Reguläres und Ausnahmsweises, zusammennimmt, dann kommt man zu was.
Mich beschäftigt die Sache, weil ich mich immer wieder frage, wie die Quirle bzw. der Quirl von Seitenästen bei Carnegiea oder Echinopsis atacamensis (Pasacana) zustandekommen. Da ist die Sache auch ganz regulär. Aber die etwas irregulären Fälle dürften vermutlich noch deutlicheren Aufschluss über das Zusammenspiel von individueller Blühreife und besonderen äußeren (klimatischen) Umständen geben, das da eine Rolle bei diesen Sprossungen spielt. Vielleicht gibt es ja auch schon Untersuchungen dazu; speziell zu einer eventuellen synchronisierenden Wirkung besonderer Wetterereignisse. Weiß jemand was?
Ich denke jedenfalls, dass es nichts schaden kann, bei der Suche nach Lösungen auch mal eine kleine Mammillaria oder einen kleinen Notocactus mit ihren Launen im Geiste neben so einen Kandelaberriesen zu stellen und zu vergleichen.

Freundliche Grüße! - Manfrid
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Re: Eigentlich sollte es eine Blüte werden.

Beitrag  Shamrock am Di 14 März 2017, 00:00

Manfrid schrieb:Irgendwo waren hier auch mal Beobachtungen an einer Mammillaria vorgestellt worden, wo plötzlich ein ganzer Ring von Kindeln im oberen Bereich eines älteren Sprosses entstand (statt Blüten oder am Rand einer Blütenzone?) Es hieß da, bei manchen Arten sei das ganz regulär.
Moin Manfrid,

soweit ich mich entsinnen kann (ist schon eine ganze Weile her...), war das damals eine Mammillaria bombycina von Stefan (aka sensei66).
Gut möglich natürlich, dass es kein Zufall war, dass gerade diese Knospe am Rand des Blütenkranzes saß. Wie auch immer, zu dieser Uhrzeit überfordert mich die Thematik etwas. Wink


Manfrid schrieb:Echt shock!
Ob die wirklich schonmal geblüht hatte? War die übrig, nachdem die regulären Früchte schon ab waren? War sie besonders spät dran? Oder besonders früh?
Hier befürchte ich, dass ich leider wirklich passen muss. Da dieses Blühmonster eh ständig und ununterbrochen blüht, fällt es etwas schwer die Entwicklung einer bestimmten Blüte näher mitzuverfolgen...:
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Aber besten Dank für deine hochinteressanten Ausführungen zum Thema! Sowas finde ich ja wirklich immer wieder spannend.

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