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Rhipsalis baccifera - als einziger Kaktus auch außerhalb des amerikanischen Kontinents heimisch

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Rhipsalis baccifera - als einziger Kaktus auch außerhalb des amerikanischen Kontinents heimisch

Beitrag  Nopal am Di 09 Mai 2017, 20:53

Hallo zusammen,

wie kann es eigentlich sein das alle Kakteen ausschließlich auf den amerikanischen kontinent heimisch sind bis auf die Art Rhipsalis baccifera die in Madagaskar, Indien usw. zuhause ist, was hat diese Pflanze unternommen damit sie sich erfolgreich auf anderen Kontinenten niederlassen konnte?

Beste Grüße
Nopal


Zuletzt von Shamrock am Di 09 Mai 2017, 23:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Threadtitel treffender formuliert)
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Re: Rhipsalis baccifera - als einziger Kaktus auch außerhalb des amerikanischen Kontinents heimisch

Beitrag  Shamrock am Di 09 Mai 2017, 21:51

Tja, da gibt´s viele, tolle Theorien. Darft dir gerne eine davon aussuchen. Oder einfach selbst kreativ sein und dir eine ausdenken! Die Wahrheit rausfinden wird sowieso nie jemand.
Da die ausgewanderten Rhipsalis-Pflänzchen den südamerikanischen doch recht ähnlich sind, kann man wohl fest davon ausgehen, dass es sich in ihrer neuen Heimat um Neophyten handelt.

a) Rhipsalis wächst doch epiphytisch auf Bäumen. Nach einem Sturm ist ein Baum ins Meer gestürzt und als Treibgut mitsamt der Rhipsalis einmal um´s Kap der guten Hoffnung.

b) Rhipsalis hat Beerenfrüchte, welche typischerweise von Vögeln verzehrt werden. Ein emigrationswilliger Vogel hat vor der langen Reise nochmal kräftig Rhipsalis-Früchte als Stärkung vertilgt, bevor er sich auf die lange Reise gemacht hat. Dort angekommen musste er erstmal Sitzung halten und schon kam auch die Rhipsalis in ihrer neuen Heimat an.

c) auf Englisch nennt man Rhipsalis auch "Mistletoe cactus". Wer mal etwas genauer guckt, kann die Ähnlichkeit vieler Rhipsalis-Arten mit Mistelzweigen nicht verleugnen. Auch die Früchte sind optisch meist durchaus vergleichbar.
Die Engländer sind zur Weihnachtszeit ja total verrückt nach Mistelzweigen. Eines Tages im Advent hat ein englisches Segelschiff mit betrunkenen Raufbolden Zwischenstopp in Brasilien gemacht. Die alten Seebären überkam der Geist der Weihnacht (oder vielleicht auch der Zwetschengeist?) und da das brasilianische Wetter so gar nicht zu ihrem Gefühlsleben passte, haben sie flott ein paar Rhipsalis als Mistelzweige für ihre Weihnachtsfeier gepflückt. Auf Madagaskar angekommen haben sie diese ja nicht mehr gebraucht, da Weihnachten eh längst vorbei war und dann haben sie vergeblich die Biomülltonne gesucht. Da sie diese nicht finden konnten, wurden die Zweige dann schließlich im Wald entsorgt.
Ist natürlich jetzt völliger Quatsch: Ein englischer Seebär hat den Mistelzweig auf dem Segelschiff nur aufgehangen, weil der dem holzbeinigen, einäugigen Captain mal einen fetten Kuß geben wollte. Zu damaliger Zeiten wäre auf so einem Schiff schließlich ein Outen etwas uncool gewesen und statt der Rhipsalis-Zweige wäre sicher was anderes über Bord gegangen...

Wer will kann die einzelnen Theorien auch munter kombinieren. Der Vogel hat Zwischenlandung auf dem Schiff der Engländer oder auf dem Treibgut gemacht usw.
Selbstverständlich darf man aber auch, wie bereits eingangs geschrieben, selbst kreativ werden und eigene Theorien einbringen. Solange sie halbwegs realistisch bleiben, kann man mit dieser Thematik sicher noch viel Freude haben!

Ach ja, Rhipsalis salicornioides nennen die Engländer übrigens "Druncards Dream Cactus", weil die einzelnen Triebsegmente aussehen wie kleine Flaschen. In diesem Sinne: Prost!

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Re: Rhipsalis baccifera - als einziger Kaktus auch außerhalb des amerikanischen Kontinents heimisch

Beitrag  Nopal am Di 09 Mai 2017, 22:07

Das nenne ich mal eine ausführliche Antwort Shamrock. Very Happy

Besten Dank dafür!!! danke

Ja das kann natürlich alles genau so passiert sein und womöglich wird man es nie zu 100% wissen.
Hätte ja sein können das in einem Buch was steht wo ich noch nicht gelesen habe...
Jetzt heißt es 1 2 oder 3....hmm schwierig

Ich lese sie mir nochmal in Ruhe durch Very Happy

Beste Grüße
Nopal
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