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Tacitus bellus?

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Tacitus bellus?

Beitrag  vogelmamapetra am Sa 13 Mai 2017, 15:04

Hallo zusammen,

ist diese Pflanze wirklich ein Tacitus bellus? Die Blütenfarbe ist so ganz anders.

Herzlichen Dank schon mal für Eure Meinungen.

Schöne Grüsse
vogelmamapetra


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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  KarMa am Sa 13 Mai 2017, 17:03

Dein Graptopetalum bellum sieht schon echt aus. Es gibt sie mit hell- oder dunkelrosa Blüten.
Glückwunsch zu dem hübschen Tacitus

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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  vogelmamapetra am Sa 13 Mai 2017, 17:11

Hallo Karin,

ach, das wusste ich ja gar nicht. Ich kannte nur die dunkelrosa Blüten, darum wurde ich stutzig. Vielen Dank für Deine Bilder.

Eine schöne Zeit wünsche ich
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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  KarMa am Sa 13 Mai 2017, 20:03

Gerne geschehen. Vielleicht können wir mal eine oder zwei Rosetten tauschen. Die hellen Blüten mag ich auch.
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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  vogelmamapetra am Sa 13 Mai 2017, 20:19

Kannst Du mir eine private Nachricht schicken? Ich weiss gerade nicht, wie das von hier aus geht. Ich hab aber nur einen Ableger, den ich Dir schicken könnte.

Schönen Abend wünscht
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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  plantsman am Sa 13 Mai 2017, 21:08

Moin,

das ist definitiv kein reines Graptopetalum (Syn. Tacitus) bellum.
Es handelt sich um eine Graptopetalum-Hybride. Schwierig zu sagen, welche Sorte es ist, ´Barton Pink´ oder ´Barton Glory´. Beide Sorten sind ein Kind der Kreuzung Graptopetalum ´Heswall´ mit Graptopetalum bellum. Bei der "Pink" war G. bellum die Mutter, bei der "Glory" der Papa. Es steckt in diesen Pflanzen also einmal Graptopetalum (Syn. Sedum) suaveolens und zweimal Graptopetalum bellum.
´Barton Glory´ hat die etwas größeren Blüten (Kelchblätter 10 x 5 mm, Blütenblätter 15 x 6 mm) im Vergleich zu ´Barton Pink´ (8 x 3 mm und 12 x 7 mm). Das Lineal musst Du jetzt schwingen.

Das Problem der Hybriden mit Graptopetalum bellum ist die hohe Zahl von Chrosomen dieser Art (204). Graptopetalum suaveolens (siehe oben) hat noch mehr (640). Dadurch ist sie in den meisten Kreuzungen ausserordentlich dominant und die Hybriden sind kaum von der Art unterscheidbar. Sehr schön zu sehen an der kontrollierten Bestäubung mit Echeveria laui. Die Art ist ja auch sehr charakteristisch. Bei der Hybride ist aber kaum mehr etwas von Echeveria laui übriggeblieben. Sie ist nur etwas stärker bereift als ein normales Graptopetalum bellum (siehe hier: X Graptoveria ´Belana´).
Bei den beiden "Bartons" konnte das Ex-Sedum seine weiße Blütenfarbe mit einbringen. Graptopetalum ´Heswall´ sieht aber, wegen dessen Masse an Chromosomen, so aus wie G. suaveolens.

Ich rede hier bewusst nicht von Tacitus und Sedum suaveolens, weil sich beide in phylogenetischen Untersuchungen als gute Graptopetalum erwiesen haben und nah miteinander verwandt sind. Weder der Status einer eigenen Gattung noch die nähere Verwandschaft mit Sedum lässt sich aufrecht erhalten.

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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  vogelmamapetra am So 14 Mai 2017, 09:07

Tag Stefan,

Ob Du es glaubst oder nicht, ich dachte eigentlich auch, es sei eine Echeverie als ich die Blüte sah, war mir aber wegen des Aussehens der Pflanze daher nicht sicher. Danke Dir für Deine Mühe.

Einen schönen Sonntag wünscht
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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  KarMa am So 14 Mai 2017, 13:16

Danke Stefan für die wissenschaftliche Aufkärung über die andersfarbigen Blüten des vermeintlichen Tacitus bellus.
Stimmt es, dass Graptopetalum bellum Kalkgaben benötigt? Das wurde mir so gesagt.
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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  plantsman am So 14 Mai 2017, 23:47

Moin,

KarMa schrieb:Stimmt es, dass Graptopetalum bellum Kalkgaben benötigt? Das wurde mir so gesagt.
wenn das so ist, dann haben meine das Buch nicht gelesen, in dem das steht Wink . Diese Information ist für mich absolut neu.

Viele Pflanzen wachsen auf Kalk, sind aber nicht darauf angewiesen. Bei Aloe descoingsii wird z.B. auch oft auf Kalkgaben hingewiesen. Meine hat noch nie eine extra Kalkgabe bekommen und sieht super aus.

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Re: Tacitus bellus?

Beitrag  KarMa am Mo 15 Mai 2017, 09:55

Vielen Dank, Stefan,
es geht doch nichts über den Rat eines Fachmannes!
Kalk würde die helle Umrandung der einzelnen Blättchen positiv beeinflussen, so lautete meine Information.
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