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Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

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Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  Akka von Kebnekajse am Di 06 Jun 2017, 11:14

Hallo zusammen,

ich habe zwar zwei Flaschen Dünger (von Uhlig: Kakteendünger mit 1,5% N, 2,3% P2O5, 3% K2O und Sukkulentendünger mit 2,3% N, 2,3% P2O5, 1,8% K2O) hier rumstehen, bin aber ziemlich ratlos, wie ich sie anwenden soll. Bisher hat meine Sammlung im Mai einmalig eine Runde halbe Konzentration von Uhligs Sukkulentendünger bekommen, seither hab ich mich nicht weiter getraut, weil mir spezifische Infos fehlen...

In meiner Sammlung ist eine bunte Mischung von Gattungen vertreten, darunter Gymnocalycium, Mammillaria, Mediolobivia, Lobivia, Astrophytum, Rebutia, Sulcorebutia, Chamaecereus, Hildewintera mit jeweils verschiedenen Arten und ein paar Einzelstücke Copiapoa, Parodia, Thelocephala, Turbinicarpus, Coryphantha, Eriosyce und Myrtillocactus.

Zum Thema Düngung konnte ich bisher keine oder nur wenige gattungsspezifische Infos finden. So weiß ich zum Beispiel nur, dass Hildewintera und Myrtillocactus als Starkzehrer gelten, d.h. nach meinem Verständnis bei voller Sonne viel Wasser und Dünger benötigen, wohingegen Copiapoa cinerea im Frühling und Sommer wohl wenig Wasser und Dünger bekommen sollte - zu Astrophytum ornatum habe ich irgendwo die Empfehlung gelesen, nur einmalig im Sommer zu düngen...

Wie sieht es denn mit dem ganzen Rest aus? Auf den Düngerflaschen  steht nur der Hinweis "Von März bis September 1x im Monat" - aber das gilt doch sicher nicht für alle Gattungen gleichermaßen?!

Kurz gesagt: Könnt ihr mir helfen, die oben genannten Gattungen in Stark- und Schwachzehrer zu unterscheiden oder mir im besten Fall Erfahrungswerte nennen, wie oft bzw. intensiv ihr die unterschiedlichen Gattungen düngt? Ich bin auch sehr dankbar für Literaturtipps oder Internetseiten, die das Thema behandeln.

Vielen Dank Smile
Anne

PS: Neben den beiden Düngern stehen mir auch Vitanal und Schachtelhalmextrakt zur Verfügung, diese kann ich dann ergänzend nach Belieben einsetzen, oder?

Akka von Kebnekajse
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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  Sabine1109 am Di 06 Jun 2017, 11:57

Hallo Anne!

Deine Frage hätte vor ein paar Jahren ich stellen können......
mich hat das Thema Düngung zu Anfang auch sehr verwirrt.
Aber letztlich ist es nicht so schwierig: Wer mehr Wasser braucht und bekommt, der sollte auch mehr Futter haben.
Im Klartext: Sämlinge, Echinopsen, manche Gymnos, die meisten Parodien, Rebutien und Säulen bekommen mehr Wasser, die meisten Mexikaner  (insbesondere natürlich auch die kleinwüchsigen hochsukkulenten Mammis) bekommen weniger. Meine Copiapoas laufen da übrigens ganz einfach mit und gerade wenn es so hochsommerlich heiß ist, brauchen die durchaus Wasser. Im Übrigen auch die Astrophyten - obwohl Mexikaner. Die können mehr bekommen, wenn dem nicht so ist wachsen sie eben langsamer. Kommt auch ein bisschen auf dein Platzangebot an  Very Happy
Gedüngt wird hier jedes zweite Gießen mit halber Konzentration Wuxal super (0,05%). Einen Rest Kakteen
dünger von Uhlig habe ich auch noch und benutze ihn zur Abschlussdüngung im Spätsommer. Da ist mehr Kalium drin was die Blütenbildung anregt - da ich nicht mit reinem Kali dünge, habe ich für mich diesen Kompromiss gefunden.
Vitanal geht immer zusätzlich oder extra, Schachtelhalm und Baldrian auch.
Ist am Ende gar nicht kompliziert sondern bei mir inzwischen relativ intuitiv - und meine Pflanzen meinen, das passt so Very Happy
Viele Grüße Winken
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Sabine1109
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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  Gymnocalycium am Di 06 Jun 2017, 12:58

Hallo Sabine 1109
na ja, bei Deinem grünen Daumen kein Wunder
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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  Akka von Kebnekajse am So 11 Jun 2017, 14:32

Sabine 1109,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Schon mal ein guter Hinweis, die Häufigkeit der Düngergaben an der Häufigkeit des Gießens zu orientieren.

Ich habe bei der Recherche verschiedener Gattungen immer mal wieder Verschiedenes zum Thema Düngen gelesen, mir aber meistens nichts aufgeschrieben -
weshalb in meinem Kopf eine Sammlung gefährlichen Halbwissens zurück geblieben ist und Aussagen wie "... werden schnell mastig" usw. herumschwirren,
ohne dass ich sie im Nachhinein noch der richtigen Quelle geschweige denn der betreffenden Gattung zuordnen könnte Gestört

Deshalb dürft ihr euch auch gerne berufen fühlen, mir noch weitere Ratschläge zu geben, um das Informationschaos ein bisschen zu entwirren Wink

Viele Grüße
Anne


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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  G.A.S. am So 11 Jun 2017, 16:57

Hallo,
bei mir wird so gedüngt wie bei Sabine. Also jedes zweite Gießen mit halber Konzentration Wuxal super (0,05%).
Wobei ich bei meinen Mexikaner aber keinen Unterschied bezügl. der Menge mache. Alle bekommen gleich.
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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  Sabine1109 am So 11 Jun 2017, 17:25

Anne, mir ging das ja exakt wie dir.......es widerstrebt mir total, wenn ich kein genaues "Rezept" habe..... Laughing
Trotzdem ist glaub der beste Tipp, dass du dein eigenes Rezept " finden solltest......
Meine Kakteen sind anfangs sicher eher zu wenig gedüngt und gegossen worden, inzwischen bin ich da etwas freigiebiger. Und egal bei welchem anderen Sammler ich Kakteen sah: mastig war da nix.
Vor kurzem war ich bei einem älteren Herrn in der Nähe (fast 80, verkauft aus Altersgründen Teile seiner Sammlung). Auf meinen Einwand, dass meine (2014 selbst gesäten) A. asterias echt langsam wachsen, meinte er: "no düngetse halt a bissle mehr."
Ich fragte dann, wie oft und mit was er düngt. Die Antwort: Wuxal Super und die Dosierung nach Gefühl, aber "net zu wenig "
Seine Astrophyten, Ariocarpen, Echinocacteen waren wunderbar gesund, teilweise groß und alt und von mastig keine Spur. Mastig - das schaffen eher die Holländer mit ihrer Turbo-Torfkultur....... Wink
Wer ein halbes Jahr pennt, braucht in der anderen Hälfte des Jahres auch ab und zu Futter. Denke ich heute.
Aber finde deine eigene Methode - und probier ruhig auch mal was aus. Wenn es nicht massive Pflegefehler sind, können Kakteen mit vielem leben.............
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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  Akka von Kebnekajse am Mo 19 Jun 2017, 01:10

@ Günter: Danke für deinen Beitrag!
@ Sabine: Nochmal vielen Dank für deine Einschätzung! Smile Ich bin jetzt tatsächlich ziemlich beruhigt und habe nicht mehr so eine "Angst" vorm Düngen Embarassed Ich werde also mal ein bisschen herumprobieren und dabei euren Dünge-Rhythmus im Hinterkopf behalten Wink

danke

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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  Cristatahunter am Mo 19 Jun 2017, 04:04

Hallo Anne
Düngen mehr oder weniger hängt auch davon ab wie dein Substrat aussieht. Je weniger Nährstoffe in der Kakteenerde vorhanden sind um so eher und mehr solltest du düngen. Wenn alle Pflanzen im gleichen substrat stehen so vereindacht es in Globo die ganze Düngerei. Verwendest du nur Kies und Sand das keine Feuchtigkeit speichert so solltest du öfter düngen. Verwendest du wasserspeichernde Komponente wie Bims und Lava so wird der Dünger in diesen Materialien gespeichert und du kannst reduzierter düngen. Wenn du dazu noch Anteile von Humus im Substrat hast so musst du nur sporadisch düngen. Achte darauf das deine Pflanzen bereits etwas Wachstum zeigen sollten bevor du düngst. KuaS die direkt aus der Winterruhe kommen und noch kein aktives Wurzelwerk haben können mit dem Dünger nichts anfangen.
Bei mir ist es so, ich habe die meisten Kakteen in Substrat mit einem Humusanteil bis 30% Ich dünge nur ganz wenig und meistens im Spätsommer und Herbst. Das hilft der Pflanze im Winter viel Flor zu induzieren. So habe ich im Frühling und Frühsommer viele Blumen ohne viel Dünger. Im Substrat mit Humus ist die Erdfauna mit den Microorganismen auch viel aktiver was wiederum die Wurzeln anregt.
Ss ist auch anzuraten junge Pflanzen öfter zu düngen als alte.
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Re: Gattungsspezifische Düngung - wer wird wie gedüngt?

Beitrag  benni am Mo 19 Jun 2017, 15:52

Hallo Stefan,

ich kann Deine Meinung, was das Düngen, insbesondere im Spätsommer und Herbst
angeht zwecks zahlreicher Knospen und Blüten im Frühjahr nur unterstreichen.
Auch meine Kakteen, und sogar die Lithops u.a. Mesembs, wurzeln in mehr oder weniger
humushaltigem Substrat. Letztes Jahr September/Oktober habe ich alle "gut gefüttert"
und hatte ab März/April einen wahren Blütensegen. Die Lithöpse und anderen herbstblühenden
Mesembs bekamen ihr "Futterchen" dann Mitte/Ende November nach der Blüte.
Wie´s da mit dem Blütenreichtum aussehen wird im diesjährigen Herbst wird sich noch
zeigen.
Da ich meine wenigen Kakteen und anderen Sukkulenten im Topf alle einzeln mit einer
Giessflasche giesse, kommen da hin und wieder auch mal ein paar Tropfen Dünger in
die Flasche.
Meine Pflanzen in den Aussenbeeten bekommen ihr Wasser mit dem Gartenschlauch
und ihr Futter mit der Giesskanne. Da hat Dein Prinzip nicht so gut funktioniert, weil dort
zu wenig Humusanteil untergemischt ist, d.h. die Düngerlösung ist sehr schnell "weg".
Diesen Herbst werde ich es mal mit Blaukorn o.ä. probieren, was sich nur langsam auf-
löst.
Dies mal zu meinem (Deinem) Düngerprocedere.
Liebe Grüsse
benni
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